Total Aktie aktuell Total: Der kritische Punkt ist unterboten

News: Aktuelle Analyse der Total Aktie

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Zur Total Aktie

Solange der Ölpreis über dem kritischen Punkt liegt, über dem Öl- und Gaskonzerne wie die französische Total Gewinn erzielen, spielen andere Aspekte für die Kursentwicklung der Aktie ebenso entscheidende Rollen wie der Kurs von Rohöl. Wird aber dieser kritische Punkt unterschritten, ist es vor allem die Ölpreisentwicklung, die die Aktie leitet. Dieser kritische Punkt liegt, wie Total im Zuge der Halbjahreszahlen Ende Juli betonte, bei 40 US-Dollar pro Barrel. Und der ist jetzt unterboten worden.

Als Total seine Halbjahresbilanz am 30. Juli vorlegte, hatte der Kurs der für Europa wichtigsten Sorte Brent Crude um 44 US-Dollar gelegen und stieg langsam wieder an. Der im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr halbierte Umsatz war seitens der Anleger befürchtet worden, so dass man da keinen Anlass sah, die Aktie über Bord zu werfen. Aber jetzt sieht das anders aus: Aus charttechnischer Sicht wäre der Weg für die Total-Aktie jetzt nach unten frei.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Total Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wenn man sich die Einstufungen und Kursziele der Analysten ansieht könnte man denken, dass die von einer ganz anderen Aktie reden. Von 25 die Aktie beobachtenden Experten haben 22 eine „Kaufen“-Einstufung, die anderen drei bewerten Total mit „Halten“. Und das Kursziel liegt im Schnitt (!) bei 48 Euro. Total schloss am Freitag bei 28,21 Euro. Woher rührt diese Diskrepanz?

Man darf vermuten, dass die Experten von einer zügigen, vollumfänglichen Erholung der Weltwirtschaft und in deren Gefolge von einem kräftigen Anstieg des Ölpreises ausgehen. Käme es so, wären 48 Euro durchaus nachvollziehbar. Aber die Anleger zweifeln, nicht zu Unrecht, an diesem „best case“-Szenario. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man am Ölmarkt die Kurse unter Druck setzt, weil man dort unterstellt, dass der Ölpreis massiv gedeckelt ist. Denn es ist wahrscheinlich, dass die OPEC-Staaten die seit Mai immens reduzierte Produktion sofort massiv wieder hochfahren, wenn die Marktlage das erlaubt und der Ölpreis daher vorerst nicht in Regionen vordringen wird, die für Total eine solide Gewinnmarge erlauben.

Die Aktie fiel Ende vorvergangener Woche unter die Unterstützungszone 29,19/29,67 Euro. Ein Versuch, diese Zone zurück zu erobern, schlug im Verlauf der vergangenen Woche fehl. Und selbst wenn es gelingen würde, den Kurs wieder über diesen Bereich zu heben, würden bis 32 Euro die mittel- und längerfristige Abwärtstrendlinie nebst der 20-Tage-Linie als Widerstände warten. Da ist der Weg nach unten für die Trader der offenkundig leichtere, denn durch den Break dieser Zone 29,19/29,67 Euro ist der Weg nach unten insofern frei, als sich bis hinunter zum bisherigen Jahrs-Verlaufstief bei 21 Euro keine nennenswerte Unterstützung findet. Im Vorfeld eines Ausbruchs über 32 Euro ist Total damit eines dieser typischen „fallenden Messer“, vor denen man sich in Acht nehmen sollte.

Chart vom 02.10.2020, Kurs 28,21 Euro, Kürzel FP | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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