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Als Rheinmetall im Februar 2025 durchstartete, war kaum abzusehen, wie weit die Aktie steigen könnte.
Ebenso wenig war absehbar, dass anschließend ein Großteil des Anstiegs wieder abgegeben würde. Anleger, die sich gegen den Abwärtstrend positionierten, mussten bislang weitere Verluste hinnehmen.
Aus charttechnischer Sicht ist die Abwärtsbewegung klar ausgeprägt. Die Aktie des Rüstungskonzerns bewegt sich in einem Abwärtstrendkanal. An oder nahe dessen oberer Begrenzung wurde der Kurs bereits mehrfach nach unten abgewiesen, zuletzt zu Beginn dieser Woche. Daher dürften sich viele Marktteilnehmer fragen, wann dieser Rückgang enden könnte.

Grundsätzlich könnte Rheinmetall von der seit Jahren angespannten geopolitischen Lage und den deutlich gestiegenen deutschen sowie europäischen Verteidigungsausgaben profitieren. Zugleich hatte die Aktie im Bereich ihrer Rekordhochs um 2.000 Euro bereits erhebliches Wachstum vorweggenommen und war dadurch anfällig für Rückschläge. Eine hohe Bewertung in Verbindung mit einer überkauften Marktlage kann das Risiko einer Korrektur erhöhen. Spätestens nachdem der Kurs das Tief vom April 2025 bei 933 Euro erreicht und kurzzeitig unterschritten hatte, konnten Anleger jedoch auf eine Stabilisierung hoffen.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Rheinmetall Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Der Gedanke, dass ein Trend irgendwann enden müsse, ist weit verbreitet – insbesondere dann, wenn Anleger in fallende Kurse hineingekauft oder bestehende Positionen aufgestockt haben, anstatt eine bestätigte Aufwärtswende abzuwarten. Das Chartbild zeigt jedoch, dass der Verkaufsdruck bislang anhält.
Auch die überwiegend positiven Analysteneinschätzungen konnten den Abwärtstrend bisher nicht stoppen. Nach den zugrunde liegenden Daten bewerten 18 von 20 Analysten die Rheinmetall-Aktie mit einer Kaufempfehlung, während zwei zum Halten raten. Das durchschnittliche Kursziel liegt demnach bei 1.741 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Kurs. Dieser notiert zugleich unterhalb des niedrigsten genannten Kursziels von 1.300 Euro. Für sich genommen lässt sich daraus jedoch keine bevorstehende Trendwende ableiten.
Auch gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis erscheint die Bewertung inzwischen weniger hoch. Mit einem KGV von rund 30 könnte das Bewertungsniveau angesichts der erwarteten Geschäftsentwicklung moderater erscheinen als noch auf dem Rekordhoch. Das F126-Fregattenprojekt, bei dem Rheinmetall als möglicher neuer Generalunternehmer im Gespräch war, wurde vom Bundesverteidigungsministerium nicht weiterverfolgt. Ungeachtet dessen verfügt der Konzern über einen umfangreichen Auftragsbestand, der die Geschäftsentwicklung über mehrere Jahre stützen könnte.
Auf dem aktuellen Kursniveau sprechen damit einige fundamentale Aspekte für eine genauere Betrachtung der Aktie. Entscheidend bleibt jedoch die charttechnische Lage. Solange die Käufer zurückhaltend bleiben und sich der Abwärtstrend wiederholt bestätigt, behält das bärische Lager zunächst die Kontrolle.
Nach einer ausgeprägten Aufwärtsbewegung neigen Anleger mitunter dazu, einen anschließenden Abwärtstrend als unbegründet anzusehen und sich frühzeitig dagegen zu positionieren. Das kann jedoch zu weiteren Verlusten führen.
Ein klarer Ausbruch über die derzeit bei rund 1.150 Euro verlaufende obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals könnte die charttechnische Situation aufhellen. Solange ein solcher Ausbruch nicht bestätigt ist, bleibt das Risiko weiterer Kursschwankungen erhöht.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/RHM.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.07.2026 um 21:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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