Plug Power Aktie aktuell Plug Power mit kleinem Lebenszeichen – reicht dies, um die Trendwende einzuleiten?

News: Aktuelle Analyse der Plug Power Aktie

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Plug Power
ISIN: US72919P2020
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Ticker: PLUG --- %

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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur Plug Power Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Ende März hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des US-amerikanischen Herstellers von Brennstoffzellen deutlich nach unten revidiert. Damals lagen die Kurse noch über der Marke von 35 USD und wir hatten ein mögliches Kursziel auf bis zu 20 USD in Aussicht gestellt. Der bärische Tenor hat auch in den folgenden Wochen nicht nachgelassen und mittlerweile wurde unser anberaumtes Kursziel fast punktgenau erreicht. Zumindest die Warnung ist somit von unserer Seite zum rechten Zeitpunkt gekommen. Mittlerweile hat das Wertpapier, gemessen von den Hochs im Januar, satte 70 Prozent an Wert verloren.

Im gestrigen Handel gab es dann das erste Lebenszeichen seit langem. Es bildete sich im Chart der Plug Power Aktie exakt an der anvisierten Support-Ebene ein Bullish-Engulfing. Nachdem die Aktie mit einem deutlichen Minus in den Tag gestartet war, konnte ein Kursplus von 27 Prozent generiert werden.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Plug Power Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Ob Plug Power damit eine Trendwende einleiten wird oder nicht, bleibt jedoch offen. Ein Tag im Plus macht bekanntlich noch keinen neuen Trend, aber das extrem hohe Volumen spricht dafür, dass sich hieraus etwas bilden könnte. Die nächste wichtige Hürde ist nun der fallende 20-Tage-Durchschnitt. Weder im März noch im April gelang den Bullen der entscheidende Durchbruch nach oben. Wird jetzt der Versuch gestartet? Solange die Kurse sich noch unterhalb des Indikators befinden, bleibt unsere Bewertung noch auf der bärischen Ebene. Dies könnte sich jedoch bald ändern.

Aussicht: BÄRISCH

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Plug Power Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Angekommen am 200-Tage-Durchschnitt ist die Hoffnung vieler Marktteilnehmer hoch, dass das beliebte Brennstoffzellen-Unternehmen Plug Power nun wieder nach oben drehen könnte. Doch auch im gestrigen Handel gab die Plug Power-Aktie abermals nach und von Kaufsignalen ist derzeit weit und breit keine Spur. Gibt es Hoffnung auf Besserung?

Die gibt es natürlich immer, aber dazu muss ein klares Signal auf den Tisch. Solange dies nicht der Fall ist, haben hier nach wie vor die Bären das Sagen und die Geldvernichtungsmaschinerie läuft vorerst weiter. Ein solches Signal würde beispielsweise entstehen, wenn es der Aktie gelingen würde, wieder Schlusskurse oberhalb der Marke von 30 USD zu generieren. Doch die Bullen scheiterten hierbei im gestrigen Handel kläglich. Das Wertpapier ging erneut mit einem Minus von über 3 Prozent aus dem Handelstag.



Expertenmeinung: Sollte das oben erwähnte Kaufsignal nicht kommen, stehen die nächsten möglichen Kursziele bereits fest. So könnte die Aktie die Tiefs von November und Dezember erneut ansteuern. Von hier aus begann der ganz große Run auf die Plug Power Aktie. Eigentlich nichts wirklich unübliches, denn das Unternehmen generiert derzeit so gut wie keinen Umsatz, oder Gewinne. Dafür liegt aber die Marktkapitalisierung bei sagenhaften 14,41 Milliarden USD. Der gesamte Anstieg der letzten Monate beruht auf dem Prinzip Hoffnung. Erinnert ein wenig an die Dot.com-Blase von 2000. Wir bleiben aktuell bei unserer bärischen Bewertung bis wir vom Chart vom Gegenteil überzeugt werden.

Aussicht: BÄRISCH

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anleger, welche nach wie vor auf Brennstoffzellen-Aktien setzen, müssen sich dieser Tage wohl warm anziehen. Die Bären sind zurück im Spiel und auch die Plug Power-Aktie scheint die Talfahrt wohl noch nicht beendet zu haben. Bereits Mitte März ist der Trend in eine bärische Phase übergegangen. Zu diesem Zeitpunkt sah es noch ganz danach aus, als ob das Gap von Anfang Januar als mögliche Support-Ebene halten könnte. Doch weit gefehlt. Der erste Bounce Ende Februar wurde am 20-Tage-Durchschnitt aufgerieben. Auch der zweite vor wenigen Wochen war nicht minder spektakulär. Auch hier drehte der Titel sofort wieder nach unten. Dies zeigt uns, dass Anleger auf immer tieferen Niveaus beginnen, sich von ihren Aktien zu trennen. Nicht gerade sehr vertrauenserweckend.

Expertenmeinung: Somit können wir unsere bislang bullische Bewertung auf die Aktie keinesfalls mehr aufrecht halten. Die kurzen Erholungen und die darauffolgenden scharfen Abverkäufe werden im Fachjargon auch als „Dead Cat Bounce“ bezeichnet. Dies sind eher Anzeichen dafür, dass sich die Talfahrt wohl noch weiter fortsetzten könnte. Für einen Trendwechsel hätten die Kurse nicht derart schnell wieder nach unten gehen dürfen. Bricht die eingezeichnete Support-Ebene ist mit einer Fortführung des Abverkaufs bis in den Bereich von 20 USD zu rechnen. Werden die Bullen dagegenhalten?

Aussicht: NEUTRAL


KPMG hat bei Plug Power schwerwiegende Bilanzierungsfehler festgestellt.

Fehlerhafte Buchwerte und Verlustrückstellungen und wohl auch die falsche Klassifizierung von Forschungs- und Entwicklungskosten.

So wie es aussieht, müssen die Bilanzen von 2018, 2019 und 2020 korrigiert werden.

Platzt die Seifenblase?

Ich hatte in den letzten Monaten immer wieder vor dem Hype um Brennstoffzellen-Aktien gewarnt.

Ich habe es schlichtweg zu oft erlebt. Man kann geradezu die Uhr danach stellen. Hypes kommen und gehen.
Am Ende implodieren die Kurse.

Denken Sie nur an die zwischenzeitlichen Verluste der Solarbranche, Marihuana, Lithium… man könnte endlos fortfahren

Der Sektor ist mit Sicherheit aussichtsreich und wird seinen Beitrag zur Abkehr von fossilen Energieträgern leisten.

Wer setzte sich durch?

Es ist allerdings fraglich, ob sich Zwerge wie Plug Power wirklich durchsetzen werden.

Plug Power kommt zwar auf einen Börsenwert von mehr als 20 Mrd. USD, mit einem Jahresumsatz von 337 Mio. USD ist man aber ein kleiner Fisch.

Das gilt ebenso für die Summen, die das Unternehmen in Forschung und Entwicklung stecken kann.

Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr hat Plug 51 Mio. USD in F&E gesteckt. Im industriellen Maßstab sind das Peanuts.
Falls die Angaben des Unternehmens überhaupt der Wahrheit entsprechen

Mit Peanuts gegen Giganten

Ich hatte es kürzlich schon in einer Analyse zu Ballard Power (Link) geschrieben.

Jeder mittelgroße Fonds, geschweige denn Autobauer oder Chemiekonzern könnte heute, morgen und übermorgen ein Dutzend Unternehmen gründen, die mit mehr Kapital ausgestattet sind, als all die Forschungsausgaben von Ballard (oder Plug Power) seit Unternehmensgründung.

Und genau das passiert auch. Andere Unternehmen und Kapitalgeber schlafen nicht, auch sie wittern die verheißungsvolle Zukunft der Elektromobilität, Brennstoffzellen & Co. Immer mehr Konzerne steigen in diesem Sektor ein und nehmen richtig Geld in die Hand.

Noch schlimmer als das

Noch viel schwerer wiegen allerdings die Vorwürfe von KPMG. Die Wirtschaftsprüfer haben bei Plug Power wohl schwerwiegende Bilanzierungsfehler festgestellt.

Es kam wohl zur fehlerhaften Verbuchung von Buchwerten, Verlustrückstellungen und Wertminderungen langlebiger Vermögenswerte.
So wie es aussieht, müssen die Bilanzen von 2018, 2019 und 2020 korrigiert werden.

Es handelt sich also nicht um einen kleinen Faux-Pas. Es wurde über Jahre hinweg „gemauschelt“.

All das wäre schon schlimm genug, aus meiner Sicht sollten Anleger aber vor allem aus einem Grund hellhörig werden.

Demnach kam es wohl zu einer falschen Klassifizierung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Wollte man die Anleger täuschen?

Hat Plug Power womöglich weniger Geld in die Forschung gesteckt, als bisher angenommen?

Genau danach sieht es aus. Hier ein Auszug aus dem Statement des Unternehmens (Link):

„The classification of certain costs, resulting in a decrease in research and development expense and a corresponding increase in cost of revenue.“

Plug Power hat also scheinbar Betriebskosten im Segment Forschung & Entwicklung verbucht.

Wollte man die Anleger absichtlich täuschen?
Die Vorgänge werfen jedenfalls kein gutes Licht auf das Unternehmen.

Pragmatismus

Wer dem Unternehmen dennoch vertraut und daran glaubt, dass die mittelfristigen Ziele (Umsatzziel für 2024: 1,7 Mrd. USD) von Plug Power erreicht werden, wird die aktuelle Situation eher als Gelegenheit betrachten.

Pragmatisch gesehen ist die Sache eindeutig: Besser jetzt bei 35 USD kaufen, als bei 70.
Natürlich sind die Kursrisiken nach einer Halbierung geringer, als zuvor. Das schützt aber nicht automatisch vor weiteren Verlusten.

Es geht auch ohne

Die letzten Wochen haben auch gezeigt, dass kein Bilanzskandal notwendig ist, um derartige Hype-Aktien in kürzester Zeit abstürzen zu lassen.
Wer hier am Hoch gekauft hat, sitzt inzwischen auf schmerzhaften Verlusten.

Und derzeit stehen die Chancen nicht schlecht, dass vor einer Trendwende noch eine oder beide Aufwärtstrendlinien angesteuert werden. Derzeit verlaufen sie bei 31 und 24 USD.

Unter 37,50 und 31,00 USD käme es zu prozyklischen Verkaufssignalen.

Über 37,50 USD würde sich die Lage wieder etwas entspannen. Gelingt eine Rückkehr über 43 USD, wäre die Kuh vorerst vom Eis.

Chart vom 17.03.2021 Kurs: 37,20 Kürzel: PLUG – Tageskerzen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Kursanstiege von Dezember auf Januar waren bei manchen Brennstoffzellen-Papieren mehr als fragwürdig. Teilweise haben sich die Kurse diverser Titel mehr als verdoppelt oder gar verdreifacht – so auch geschehen bei der Plug Power-Aktie. Doch was steil nach oben geht, wird über kurz oder lang auch wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Bereits Mitte Februar hatten wir ein mögliches Potential auf 50 USD und darunter analysiert. Die Korrektur der letzten Wochen war bereits mehr als überfällig und mittlerweile sind die Kurse wieder auf ein adäquates Niveau zurückgekehrt. Bei Plug Power wurde das Fortsetzung-Gap von Anfang des Jahres geschlossen. Diese doch sehr auffällige Kurslücke veranlasste einige Bullen dazu, wieder etwas aktiver zu werden. Könnte sich von hier aus eine Gegenbewegung nach oben anbahnen?

Expertenmeinung: Der Aufwärtstrend ist vorerst beendet und die Aktie ist in eine neutrale Korrekturphase übergegangen. Sollten die Kurse diese Woche über die Marke von 50 USD gehen, wäre mit einem Momentum-Impuls in Richtung Norden zu rechnen. Lediglich die etwas hohe Volatilität der aktuellen Bewegung erschwert einen möglichen Einstieg. Immerhin müsste ein vernünftiger Stopp unter das Tief der vorigen Woche platziert werden. Dies würde ein Risiko von über 25 Prozent mit sich bringen. Für ein vernünftiges CRV von 2:1 müsste die Aktie in Folge wieder auf 75 USD zurückkehren. Ob dies gelingen wird?

Aussicht: BULLISCH

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte Januar hatten wir vor einer Korrektur in der Plug Power-Aktie gewarnt und daraufhin unsere Prognosen von bullisch auf neutral gesenkt. Warum war eine Korrektur zu erwarten?

[emaillocker]Das Prinzip eines übertriebenen und nicht nachhaltigen Kursanstieges haben wir bereits des Öfteren erörtert. Sobald der Kursverlauf parabolisch wird und sich die Kurse zu weit von den gleitenden Durchschnitten, insbesondere dem 50-Tage-Durchschnitt entfernen, ist eine Überhitzung deutlich erkennbar. Danach kommt es meist in erster Linie zu einer Korrektur in Richtung des kürzer laufenden 20-Tage-Durchschnitts. Sobald dieser gebrochen wird, kann sich der Abverkauf weiter fortsetzen. So geschehen dieser Tage im Kursverlauf der bekannten Brennstoffzellen-Aktien.

Expertenmeinung: Es sieht ganz danach aus, als ob jemand die Musik abgedreht hat und nun alle auf einmal den letzten Stuhl suchen, um das Spiel nicht zu verlieren. Das Problem dabei ist, dass sich der Verkaufsdruck schnell aufbauen zu heftigen Abverkäufen führen kann. Vorerst sehen wir zumindest ein Potential auf rund 50 USD nach unten. Danach bleibt abzuwarten, ob die Bären den Druck aufrecht halten. Theoretisch könnte es auch zu einem Test des Fortsetzungsgaps von Anfang Januar kommen. Vorerst heißt es also abwarten: Die Korrekturgefahr ist nicht zu unterschätzen.

Aussicht: NEUTRAL

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