McKesson: Ziel Allzeithoch +X

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McKesson
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Zur McKesson Aktie

Bei McKesson scheint es zu laufen. Man erwartet einen Gewinnsprung auf ein neues Rekordergebnis. Zieht die Aktie jetzt in Richtung Allzeithoch durch, oder ist sogar noch mehr möglich?

Fest in der Hand

In den USA beherrschen drei große Anbieter rund 95% des Großhandels mit Medikamenten: Cardinal Health, McKesson und AmerisourceBergen.

Die drei Großen haben sich den Markt aufgeteilt, erwirtschaften gemeinsam mehr als 600 Mrd. USD und kratzen sich nicht gegenseitig die Augen aus.

Die Margen in dieser Branche sind ohnehin niedrig. Am Ende verdient jeder die drei Platzhirsche trotzdem Milliarden.

Aufstrebende Konkurrenz gibt es nicht. Da die Big 3 langjährige und feste Kooperationen mit den größten Krankenversicherern, Apotheken & Co. eingegangen sind, ist wenig Raum für weitere Akteure.
Kleiner Anbieter können auch nicht die Einkaufspreise erzielen, um in ernstzunehmende Konkurrenz zu treten.

Rückenwind

Gleichzeitig hat McKesson eine ganze Reihe von Trends im Rücken. Die US-Bevölkerung als ganzes wächst, der Anteil der älteren steigt und Medikamente werden ohnehin immer teurer.

Darüber hinaus steigt die Lebenserwartung und dementsprechend sind die Menschen länger über 60, 70, 80 Jahre alt. Das bedeutet, dass die Zeit, in der besonders viele Medikamente pro Bürger eingenommen werden, ebenfalls zunimmt.

All diese Faktoren sind nicht neu, es handelt sich um langfristige Trends, die bereits seit etlichen Jahren laufen und sich fortsetzen werden.

Dadurch konnte McKesson den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 122,7 auf 238,2 Mrd. US steigern.
Der freie Cashflow kletterte im selben Zeitraum von 2,55 auf 3,90 Mrd. USD.

Sobald das Geschäft mal steht, ist es auch nicht kapitalintensiv. Daher wurde die Dividende im gleichen Zeitraum von 0,80 auf 1,68 USD je Aktie erhöht.
Im Gegenzug wurde die Zahl der ausstehenden Papiere von 251 auf 159 Millionen Stück massiv reduziert.

Dadurch befeuert legte das Ergebnis von 6,38 auf 14,95 USD je Aktie zu.

In Summe macht das McKesson zu einem interessanten Unternehmen. Da die Aktie eine langwierige Korrektur hinter sich hat, hatte ich kürzlich schon positiv McKesson geäußert:
McKesson: Ziel Allzeithoch

Der nächste Paukenschlag

Seitdem ist die Aktie um 18% gestiegen, vom Allzeithoch sind wir allerdings noch weit entfernt. Viel wichtiger als das ist aber die zwischenzeitliche geschäftliche Entwicklung.

Im ersten Quartal hat man die Erwartungen bereits übertroffen und die Prognose für den Jahresgewinn von 17,10 auf 19,15 USD je Aktie massiv erhöht.

Gestern folgte der nächste Paukenschlag.
Der Gewinn lag mit 5,56 je Aktie weit über den Erwartungen von 4,25 USD. Der Umsatz übertraf mit 62,7 Mrd. die Analystenschätzungen von 60,0 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 13% und einer Verdopplung des Gewinns.

Daraufhin erhöhte man die Quartalsdividende um 12% auf 0,47 USD je Aktie und die Gewinnprognose von 19,15 auf 20,10 USD je Aktie.

Auf dieser Basis kommt McKesson auf eine forward P/E von 10,3. Im Vergleich zu den aktuellen und perspektivischen Wachstumsraten von 10-18% ist das wenig.

Eine P/E von 15 wäre durchaus vertretbar und würde einem Kurs von 300 USD entsprechen. Dazu muss es nicht kommen, zeigt aber, was möglich ist.

Chart vom 03.09.2021 Kurs: 206,80 Kürzel: MCK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.09.2021 Kurs: 206,80 Kürzel: MCK – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht sitzen die Bullen fest im Sattel. Die Abwärtstrends sind überwunden und der Aufwärtstrend voll intakt.
Aus Anlegersicht gibt es bei dem starken Zahlen und dem positiven Newsflow auch wenige Argumente für einen Verkauf.

Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Rallye fortgesetzt wird. Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über das Widerstandsband bei 200 – 205 USD, ist der Weg in Richtung 220 und Allzeithoch frei.

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Es spricht vieles dafür, dass das der Boden ist. Die McKesson Aktie hat den mehrjährigen Abwärtstrend überwunden und ist ausgebrochen. Ist das nur für Trader interessant, oder auch für Investoren?

Drei Unternehmen beherrschen 95% des Marktes

Bereits vor einiger Zeit hatte auf die Aktie von McKesson hingewiesen. Das Unternehmen ist einer der führenden US-Arzneimittelgroßhändler und gemeinsam mit Cardinal Health und AmerisourceBergen beherrscht man den Markt quasi komplett.

Eine ausführliche Analyse finden Sie hier.

Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen auch im großen Stil medizinische Geräte, Laborausstattung und bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen im Healthcare-Sektor an.
Für einen Jahresumsatz von 231 Mrd. USD muss man schon einiges machen.

Amazon, Berkshire und JP Morgan geben auf

Aus gegebenem Anlass möchte ich den Wert aber nochmal aufgreifen. Immer wieder wurde Amazon als Argument gegen die Aktie angeführt.

Damit gemeint ist allerdings nicht die Versandapotheke von Amazon (das Thema wurde in der zuvor verlinkten Analyse eingehend besprochen), sondern das Joint-Venture mit Berkshire Hathaway und JP Morgan.

Gemeinsam wollte man den Gesundheitssektor revolutionieren und die Healthcare-Kosten in den USA drücken.
Gesellschaftlich wäre das durchaus wünschenswert, denn in den Vereinigten Staaten verschlingt der Sektor mehr als doppelt so viel des BIP wie in Europa, Japan oder anderen vergleichbaren Staaten.

Das war’s

Die Unternehmen im Sektor hätte das aber wohl weniger gefreut, allen voran die Pharmakonzerne, für die die USA dem Schlaraffenland nahekommen.
Es ist gängige Praxis, dass Medikamente dort deutlich mehr kosten, als in Kanada oder Europa.

Auch hier gilt wieder: Der eigentliche Leidtragende des Joint-Ventures wäre aus meiner Sicht gar nicht McKesson gewesen. Anleger führten das Argument trotzdem immer wieder gegen MCK an.

Dieser Faktor fällt nun weg.

Zeit zur Besinnung

Vielleicht besinnen sich Anleger endlich wieder auf die wirtschaftlichen Daten von McKesson – und die können sich sehen lassen.

Umsatz, Cashflow und der operative Gewinn haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Nennenswerte Schulden hat man nicht.
Die Zahl der ausstehenden Aktien wurde im selben Zeitraum von 263 auf 171 Millionen Stück stark reduziert.
Das Ergebnis je Aktie hat sich dadurch nahezu verdreifacht.

Kein Wunder also, dass die Aktie zeitweise zu einem Anlegerliebling avancierte. Innerhalb von knapp 3 Jahren verdreifachte sich der Kurs (Siehe Chart 2012-2015).

Wie so oft folgt auf eine Übertreibung zur Oberseite eine Übertreibung zur Unterseite und umgekehrt.
Die P/E von McKesson kletterte zuerst von 10 auf 22 und sank dann wieder auf 10.

Wie läuft es aktuell?

Da das Geschäft bei McKesson zuletzt sehr erfreulich lief, ist die P/E auch jetzt noch kaum höher.

Inzwischen hat man vier Quartale infolge die Erwartungen übertroffen und in diesem Zeitraum dreimal die Prognose erhöht.

Zuerst hatte man für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn von 14,35 USD je Aktie in Aussicht gestellt. Dann waren es 15,10 USD und inzwischen ist man bei 16,25 USD je Aktie angekommen.

Man darf gespannt sein, was die zweite Hälfte des Geschäftsjahres bringen wird (Das GJ von McKesson endet im März).

Die derzeitige Prognose entspricht jedenfalls einer P/E von 10,7. Fair wäre wohl eher eine P/E von 15. In der Vergangenheit pendelte die Bewertung auch meistens um diesen Wert.

Ich möchte das Kursziel nicht zu hoch ansetzen, aber derzeit würde das einem Kurs von 243,75 USD entsprechen, das ist ziemlich genau das bisherige Allzeithoch.

Einen weiteren Bewertungsansatz können Sie der letzten Analyse dem Absatz „Cash“ entnehmen.

Chart

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Es spricht vieles dafür, dass die Bodenbildung bei McKesson abgeschlossen ist.

Über 160 USD sitzen die Bullen fest im Sattel. Mögliche Kursziele liegen bei 188 sowie 200 USD.

Chart vom 05.01.2021 Kurs: 174,40 Kürzel: MCK – Wochenkerzen | LYNX Online Broker
Chart vom 05.01.2021 Kurs: 174,40 Kürzel: MCK – Wochenkerzen

McKesson ist einer der führenden US-Arzneimittelgroßhändler.

Giganten und Oligopole

In den USA beherrschen drei große Anbieter rund 95% des Großhandels mit Medikamenten: Cardinal Health, McKesson und AmerisourceBergen.

Für aufstrebende Konkurrenten wäre es nahezu unmöglich, sich gegen diese Giganten durchzusetzen.
Ein kleiner Arzneimittelhändler erzielt nicht die notwendigen Einkaufspreise sowie Skaleneffekt und kann daher nicht konkurrieren.

Die drei Großen haben sich den Markt aufgeteilt und erwirtschaften gemeinsam mehr als 500 Mrd. USD an Umsatz. Mit derartig finanzstarken und branchenbeherrschenden Unternehmen legt man sich besser nicht an. Daher versucht es auch niemand.

Zerstört Amazon das Geschäft?

Oder könnte Amazon vielleicht in Konkurrenz treten? Der Konzern verschreckte Anleger in der Pharmabranche kürzlich, als man bekannt gab, dass man zukünftig auch verschreibungspflichtige Medikamente liefern wird.

Amazon dürfte aber eher in Konkurrenz mit Apotheken treten, Privatkunden beliefern und wie bisher auch Kunde der Großhändler bleiben.
Gleichzeitig arbeitet man in den USA aber auch mit mehr als 50.000 Apotheken zusammen.

Die Ankündigung ist auch alles andere als überraschend, schließlich hatte Amazon 2018 die Versandapotheke „Pillpack“ übernommen.

Nicht das erste mal

Man sollte sich auch nicht täuschen. Amazon ist eine Gefahr, kann aber unmöglich alle Branchen in allen Ländern der Wellt beherrschen. Zuletzt löste der Konzern von Jeff Bezos in der Logistikbranche eine Depression aus.

Anleger sträubten sich vor Aktien wie FedEx. Wir hatten uns hingegen mehrfach und sehr positiv zum Unternehmen geäußert (zum Beispiel hier oder hier). Im Jahresverlauf hat sich der Kurs verdreifacht.

McKesson und die anderen Großhändler könnten also nicht so stark betroffen sein, wie manch ein Anleger annimmt.
Amazon hat wahrscheinlich gar kein Interesse am Großhandel, man zielt auf Privatkunden ab.

Aktuelle Lage und Ausblick

Seit Jahrzehnten wächst McKesson stetig. Seit der Finanzkrise hat man den Umsatz von 112,08 auf 231,05 Mrd. USD mehr als verdoppelt.

Befeuert durch massive Buybacks kletterte das Ergebnis von 4,86 auf 14,95 USD je Aktie.
Die Zahl der ausstehenden Papiere wurde im selben Zeitraum von 263 auf 171 Millionen Stück reduziert.

Die Dividende wurde im Gegenzug von 0,72 auf 1,62 USD je Aktie angehoben.
All diese Faktoren machen McKesson zu einem langfristiger Outperformer.

Derzeit läuft es beim Unternehmen so gut wie eh und je. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres legte der Umsatz um 3% auf 113,3 Mrd. USD zu und das Ergebnis kletterte um 10% auf 7,58 USD je Aktie.

Cash

Für das Gesamtjahr wird ein Gewinn von 16,30 USD je Aktie erwartet, ein Plus von 10%.
Bezieht man alle Gesichtspunkte mit ein, ist die Bewertung mit einer forward P/E von 10,3 entsprechend attraktiv.

Dass der ausgewiesene Gewinn auch tatsächlich ein Überschuss ist und damit auch ausschüttbar, zeigt ein Blick in die Bilanz.
In den letzten zwölf Monaten sind die Barmittel beispielsweise um rund 1,0 Mrd. USD gestiegen, es wurden 900 Mio. USD an Schulden getilgt und rund 1,0 Mrd. USD an die Aktionäre ausgeschüttet.
Auf dieser Basis kommt McKesson auf einen P/FCF von nur 9,5.

Chart

Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt und die mehrjährige Korrektur beendet. Für antizyklische Anleger wäre der Bereich um 160 sowie 150 USD interessant.

Die mittelfristigen Kursziele liegen bei 178 sowie 188 und 200 USD.

Chart vom 23.11.2020 Kurs: 169,87 Kürzel: MCK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.11.2020 Kurs: 169,87 Kürzel: MCK – Wochenkerzen