HeidelbergCement Aktie aktuell Es ist immer dasselbe – und traurig

News: Aktuelle Analyse der HeidelbergCement Aktie

In diesem Artikel

DAX
ISIN: DE0008469008
Ticker: DAX
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Zum DAX

Als ich heute um 9:00 Uhr die Kurstafeln von Dax, MDax & Co betrachtete hatte ich ein Déjà-vu.
Zwei Dinge scheinen sicher zu sein: Dass die europäischen Indizes gegenüber den USA Underperformen und welche Aktien auf der Abschussliste stehen.

Es ist schon erstaunlich. Der S&P500 notiert fast am Allzeithoch und gibt vorbörslich knapp 1% nach. Beim Nasdaq sieht es sogar noch besser aus.
Das reicht aber schon aus, um bei uns für Unruhe zu sorgen. Dax, MDax und Co sind wie selbstverständlich doppelt so stark im Minus.

In den USA schossen gestern noch die Krisenverlierer wie Boeing und United Airlines in die Höhe, bei uns wird alles abverkauft. Deutsche Anleger haben es nicht gerade leicht.

Traurig

Das sollte Sie als Börsianer aber nicht wundern, meine Leser umso weniger. Ich möchte mich nicht wiederholen, aber der Dax ist nicht gerade eine Ansammlung der besten Unternehmen Deutschlands, geschweige denn der Welt.

Größtenteils verwaltet man vergangene Prosperität. Das Wachstum ist gering, die Konzerne sind verkrustet und haben zu viele Altlasten.

Mit dem Großteil der Aktien kann man schlichtweg kein Geld verdienen. Sie sind zwar vermeintlich günstig bewertet, doch was bringt das, wenn das Unternehmen nur auf der Stelle tritt?

Der breiten Masse dürfte überhaupt nicht klar sein, wie gering die Qualität vieler Unternehmen ist. Jeden Tag kaufen unbedarfte Anleger diese „Kelleraktien“ – später mehr dazu.

Die 5

Unterdessen fungieren die großen Tech-Konzerne in den USA als echte Zugpferde. Nimmt man die Rallye unter die Lupe, wird recht schlecht klar, dass der allergrößte Teil der Gewinne auf nur 5 Unternehmen entfällt.

Wer sie nicht im Depot hatte, konnte den Markt kaum schlagen. Der Börsenwert von Apple und Microsoft ist seit dem März-Tief jeweils um rund 500 Mrd. USD gestiegen.
Bei Amazon sind es 400 Mio., bei Google 300 Mio. und bei Facebook immerhin 250 Mio. USD.

Um das einen Kontext zu rücken: Der Börsenwert des S&P500 ist seit dem Crash-Tief um knapp 4.000 Mrd. USD gestiegen. Die Hälfte davon entfällt auf diese fünf Aktien.

Und unsere 5?

Man stellt sich unweigerlich die Frage, ob wir in Deutschland etwas Ähnliches haben. Leider nicht. Daran fehlt es leider auch bei all unseren europäischen Nachbarn.

Wir haben zwar auch sehr gute Unternehmen, aber keine hochkapitalisierten Zugpferde. Vielleicht abgesehen von SAP. Doch selbst diese Aktie notiert noch weit unter dem Allzeithoch und eine Aktie alleine kann es auch nicht richten.

Die anderen Schwergewichte sind nicht gerade hilfreich. Siemens notiert auf dem Niveau von 2007, ebenso die Allianz. Von der Deutschen Telekom sprechen wir besser gar nicht.

Die Keller 5

Was wir in Deutschland haben, sind zu viele Kellerkinder. Aber die kann man wenigstens einfach und zielgerichtet identifizieren. Kommt es zu einer Korrektur, werden sie umgehend abverkauft.

In Wirklichkeit ist es nämlich jedem klar, dass sie Schrott sind – zumindest unterbewusst. Aber man zockt eben. Man wird schon einen noch dümmeren finden, dem man die Papiere zu einem höheren Preis andrehen kann.
Eine gute Strategie ist das nicht.

Als Anleger sollte man diese Aktien einfach aus dem Kopf und den Watchlisten streichen. Man erspart sich eine Menge Kopfschmerzen. Es sind schwache Unternehmen mit einer Kombination aus folgenden Eigenschaften: Fehlendes oder geringes Wachstum, fragwürdige Profitabilität, hohe Schulden.

Wer stand und steht heute also wieder auf der Abschussliste? Es sind immer dieselben.
Heute ganz vorne mit dabei: Deutsche Bank, HeidelbergCement, Commerzbank, ThyssenKrupp, Telefonica, Nordex. Ein Chart schlimmer als der andere. Ein Investorengrab nach dem anderen.

Weg damit

Wenn Sie als Investor erfolgreich sein wollen, dürfen sich diese wandelnden Toten nicht in ihrem Depot befinden. Ähnliche Werte gibt es in jedem Markt, in jedem Land.

Sortieren Sie sie aus. Glücklicherweise müssen Sie sich diese Arbeit nur einmal machen. Am besten Sie fangen heute mit dem Dax oder Ihrem favorisierten Index an.
Innerhalb kürzester Zeit werden Sie ihn durchgearbeitet haben und sehr viele Unternehmen identifiziert haben, mit denen Sie sich nicht mehr beschäftigen müssen.
Es ist ein Leichtes, die Hälfte aller Aktien zu streichen.

Konzentrieren Sie sich zukünftig nur noch auf die Perlen. Der einfachste Weg dorthin ist als allererstes die faulen Äpfel rauszuwerfen.
Und ich wage noch eine Wette: Sie werden dabei sehr viel lernen und problematische Aktien in Zukunft in kürzester Zeit identifizieren können.

Chartgalerie des Schreckens

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Kein Wunder, dass es in Deutschland kaum Investoren gibt.

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Chart vom 09.06.2020 Kurs: 8,60 Kürzel: DBK - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 2,71 Kürzel: O2D - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 4,44 Kürzel: CBK - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 49,77 Kürzel: HEI1 - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 9,80 Kürzel: NDX1 - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.06.2020 Kurs: 7,21 Kürzel: TKA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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Vorherige Analysen der HeidelbergCement Aktie

Lassen Sie sich nicht täuschen

Man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Rallye oder Erholung gar kein Ende mehr finden wird. Doch natürlich ist das ein Trugschluss.

Tatsächlich war an der Kurserholung bisher überhaupt nichts Ungewöhnliches. Lassen Sie sich nicht täuschen, die Kuh ist noch lange nicht vom Eis.
Nach einem Crash holt der Markt sehr oft 50 – 62% des Einbruchs wieder auf, bevor der Verkaufsdruck wieder übermächtig wird. Beim Dax waren es 50%, beim stärkeren S&P500 die genannten 61,8%.

Daraus kann man sehr wichtige Rückschlüsse ziehen. Der Dax ist als Exportindex besonders anfällig. Die Bullen haben aber weltweit ihre Munition verschossen.
Daher sollte man in dieser Großwetterlage eher von Käufen absehen.

Ausgehend von den Retracements ist eine Korrektur sehr wahrscheinlich. Wir werden sehen, wie weit sie gehen wird. Die bisherigen Jahrestiefs müssen nicht zwangsweise erreicht oder unterschritten werden.

Der S&P500 könnte aber durchaus auf 2.730 oder 2.650 Punkte sinken. Darunter wäre sogar der Weg in Richtung 2.460 – 2.500 Punkte frei.
Beim Dax liegen mögliche Kursziele bei 10.000 und 9.500 Punkte. Darunter wäre der Weg in Richtung Jahrestief offen.

…Nach den Charts geht es weiter…

Chart vom 04.05.2020 Kurs: 2.832 Kürzel: SPX - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 04.05.2020 Kurs: 10.490 Kürzel: DAX - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Schwach ist schwach

Das bringt uns direkt zu der nächsten Frage. Welche Aktien sollte man ganz explizit meiden? Es sind wie immer die üblichen Verdächtigen.
Schwache Unternehmen, mit fragwürdiger Profitabilität und hohen Schulden.

Diese Aktien stehen mit ganz oben auf den Verkaufszetteln. Sie werden als erstes abgestoßen, weil die meisten Anleger und Fonds genau wissen, dass es sich um Kellerkinder handelt.
Im Dax sind das heute zum Beispiel…

HeidelbergCement: Ein langfristiger Underperformer, der sich langsam wieder den Tiefs aus der Finanzkrise nähert.

Infineon: Zyklische Branche und dank einer überteuerten Übernahme auch hoch verschuldet.

Daimler: Underperformer, hoch verschuldet und ebenfalls fast wieder an den Tiefs der Finanzkrise.

Im MDax sieht es ähnlich aus. Dort steht ThyssenKrupp ganz oben auf der Abschussliste. Man nimmt wieder Fahrt in Richtung Allzeittief auf, welches man erst kürzlich markiert hat.
Ebenso die Deutsche Pfandbriefbank, die seit der IPO auch keine Performance brachte.
Ebenso freenet, die heute wieder auf dem Niveau von 2003 notiert.

Investoren müssen und können daraus eine ganz wichtige Erkenntnis ziehen: Mit diesen Aktien lässt sich kaum Geld verdienen. Man sollte sie nicht nur jetzt, sondern ganz grundsätzlich meiden.
Machen Sie sich das Leben einfacher und konzentrieren sich auf die langfristigen Outperformer, die starken Unternehmen.

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Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Wirecard, Linde, HeidelbergCement sind gut gelaufen, doch jetzt scheint den Bullen die Puste auszugehen. Es könnte also der richtige Zeitpunkt sein, um Gewinne mitzunehmen.

Wirecard

Der Zahlungsdienstleister kam durch mediale Vorwürfe massiv unter Druck und innerhalb weniger Tage stürzte die Aktie von 170 auf unter 90 Euro ab

Nach dem starken Kursverfall hatte ich die Aktie über Wochen hinweg immer wieder zum Kauf empfohlen.

Eine kurze Zusammenfassung meiner Argumente finden Sie hier: Wirecard: Eigentlich ist es ein Witz

Anleger konnten innerhalb von wenigen Monaten eine Rendite von über 50% erzielen. Doch zuletzt kommt die Aktie nicht mehr so recht weiter. Den Bullen scheint die Puste auszugehen und selbst wenn ein Ausbruch über die Abwärtstrends gelingt, könnte die Party bei 160-162 Euro schon wieder vorbei sein.

Mögliche Korrekturziele liegen bei 146 und 140 Euro. Darunter droht eine Ausdehnung in Richtung 130 Euro.

Chart vom 05.07.2019 Kurs: 152,80 Kürzel: WDI - Tageskerzen | LYNX Online Broker

Linde

Seit der Fusion von Praxair hat die Aktie eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Vom Tief zum Hoch schlägt ein Plus von nahezu 50% zu Buche.

Doch seit einigen Wochen hinkt Linde hinterher und zeigt relative Schwäche.
Die Aktie ist ein Bestandteil des Dax, aber auch im S&P500 vertreten. Beide Indizes konnten neue Hochs erklimmen, Linde allerdings nicht.

Die meisten Anleger sitzen auf erheblichen Buchgewinnen und werden schnell dazu bereit sein, Papiere abzustoßen, sollte sich der Kurs nicht weiter positiv entwickeln.
Mögliche Korrekturziele liegen bei 175 sowie 170 und 165 Euro.

Chart vom 05.07.2019 Kurs: 178,55 Kürzel: LIN - Tageskerzen | LYNX Online Broker

HeidelbergCement

HeidelbergCement ist ein langfristiger Underperformer und notiert heute auf dem Niveau der Jahrtausendwende.
Kommt eine Aktie über Jahrzehnte hinweg nicht vom Fleck, hat das Unternehmen in der Regel tief greifende Probleme.
Als Anleger sollte man die Finger davonlassen.

In den zurückliegenden zwölf Monaten scheiterte HeidelbergCement mehrfach am Widerstand bei 73 Euro und das ist auch jetzt wieder der Fall. Mögliche Korrekturziele liegen bei 66 Euro.
Darunter wäre der Weg in Richtung 62-63 Euro frei.

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Chart vom 05.07.2019 Kurs: 69,27 Kürzel: HEI1 - Tageskerzen | LYNX Online Broker