Die Facebook Aktie: von Harvard zu $375 Milliarden Firmenwert

Das Debüt der Facebook Aktie am 18. Mai 2012 auf dem Börsenparket war einer der größten Börsengänge der jüngeren Vergangenheit, der allerdings nicht ganz reibungslos ablief. Der Handel der Aktie konnte nicht zu Börsenbeginn starten, da die NASDAQ auch wegen der riesigen Nachfrage Probleme hatte und während der ersten Stunden kam es bei verschiedenen Orderübermittlungen zu Fehlern.

Die Kursentwicklung am ersten Tag war nicht zufriedenstellend. Nach einem Anstieg kurz nach Börsendebüt geriet die Aktie ins Stocken und schloss schließlich bei 38,23 US-Dollar. Das waren nur 23 Cent über dem IPO Preis und sogar 3,82 US-Dollar weniger als zur Erstnotierung bei Börseneröffnung.

In den folgenden Tagen fiel die Aktie weiter und musste an 9 der ersten 13 Handelstage Verluste verkraften. Die Aktie fiel schnell unter Ihren Ausgabepreis und es wurde am Modell von Facebook gezweifelt. Den Investoren drohte ein Fiasko, welches aber letztendlich nicht eintrat, da die Aktie die Wende schaffte.

Wie hat Facebook angefangen?

Facebook ist ein amerikanisches soziales Netzwerk, das 2004 von Mark Zuckerberg und drei Studienkollegen gegründet wurde. Zum damaligen Zeitpunkt waren alle noch Studenten an der berühmten amerikanischen Universität Harvard.

Nachdem Zuckerberg einen Job von Microsoft abgelehnt hatte, begann die Geschichte des heutigen Unternehmens Facebook. Wie angesprochen, hat Facebook seinen Ursprung in einem Studentenzimmer, in welchem die erste Webseite gestaltet wurde. Das Netzwerk konnte anfangs ausschließlich von Harvard-Studenten genutzt werden, erwies sich aber schnell als Erfolg und wenig später war es auch Studenten anderer Universitäten möglich, sich auf der Webseite anzumelden.

Im Jahr 2006 wurde Facebook schließlich für jeden zugänglich. zu diesem Zeitpunkt bot Yahoo! Bereits 1 Milliarde US-Dollar für die Übernahme von Facebook. Der Deal wäre auch fast zustande gekommen, aber Zuckerberg war sich sicher, dass er Gold in den Händen hielt und lehnte es letztendlich ab.

Ein Jahr später kaufte Microsoft einen kleinen Anteil des Unternehmens, woraufhin der Wert von Facebook auf ungefähr 15 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde.

Facebook trieb dann sein internationales Wachstum voran und bot seinen Dienst auch in den ersten europäischen Ländern an. Zu dieser Zeit war in Deutschland die Social Media Seite StudiVZ mit Millionen registrierter Nutzer enorm beliebt, diese scheiterte letztendlich aber an der Erfolgsgeschichte von Facebook. Denn durch eine höhere Benutzerfreundlichkeit und vieler anderer Möglichkeiten ist Facebook auch in den Deutschland sehr populär geworden.

Woher bezieht Facebook seine Einnahmen?

Werbung ist die größte Einnahmequelle von Facebook. Dies liegt an der Beliebtheit des sozialen Netzwerks, da viele Menschen erreicht werden können und Unternehmen bereit sind, dafür großzügig zu bezahlen. Da Facebook Nutzer oft gewillt sind, Informationen aus Ihrem Privatleben kostenlos preiszugeben, besteht für Facebook die Möglichkeit diese Informationen zu sammeln und zu verarbeiten, um den Unternehmen dann zielgerichtete Werbung anbieten zu können.

Daran sind Unternehmen natürlich unglaublich interessiert, weil Werbung effektiver eingesetzt werden kann.

Neben den Erlösen aus Werbung, bezieht Facebook auch noch Einnahmen aus anderen Quellen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das beliebte Online-Spiel FarmVille. Darüber hinaus hat Facebook während der letzten Jahre einige Firmen aufgekauft, wie die beliebten Apps Instagram und WhatsApp. Da diese aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken sind, wird Facebook früher oder später versuchen, Gewinne auch über diese zu erwirtschaften.

Wie hat sich die Facebook-Aktie entwickelt?

Wie bereits eingangs erwähnt, war der Börsengang von Facebook kein großer Erfolg. Denn trotz des enormen Hypes rund um die Aktie, blieb die erwartete Kurssteigung am ersten Tag aus und bereits am zweiten Handelstag fiel der Kurs unter den Ausgabepreis.

Nach vier Monaten an der Börse hatte die Aktie mehr als 50 Prozent an Wert verloren und war an einem Tiefpunkt angekommen. Sie notierte am 4. September 2012 bei nur noch 17,55 US-Dollar. Dies lag vor allem auch an den Einschätzungen vieler Analysten, die das Geschäftsmodell von Facebook hinterfragten und sich damals Sorgen um die anhaltende Beliebtheit des Netzwerks machten.

Zudem war im Jahr 2012, kurz nach dem Börsengang, das Umsatzwachstum seit Gründung von Facebook am niedrigsten und auch der Nettogewinn blieb in jenem Jahr hinter den Erwartungen zurück.

Umsatz in Millionen Dollar

 20082009201020112012201320142015
Umsatz2727771.9743.7115.0897.87212.46617.928
Nettogewinn-56122372668321.4912.9253.669

Allerdings zeigte sich in den darauffolgenden Jahren, dass Facebook noch beliebter wurde, und auch das Umsatzwachstum nahm wieder zu. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg zudem stark an und verhalf der Facebook Aktie zu einem enormen Aufschwung.

Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2012 hat sich der Kurs der Facebook Aktie mittlerweile versechsfacht und konnte vor kurzem zum ersten Mal die Marke von 130 US-Dollar überwinden. Dies entspricht derzeit einem ungefähren Börsenwert von $375 Milliarden. Der Kursanstieg der Aktie macht sich auch im Vermögen des Gründers Zuckerberg bemerkbar, welches momentan auf rund 60 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Im Nachhinein betrachtet wäre es also eine gute Wahl gewesen, hätte man sich nach dem holprigen Börsengang nicht zu früh von der Aktie getrennt.

Es gibt auch Kritik an Zuckerberg

Mit seinem riesigen Vermögen unterstützt Mark Zuckerberg oft gemeinnützige Organisationen und vor einigen Monaten fiel der Gründer von Facebook mal wieder positiv in den Nachrichten auf. Er richtete nämlich zusammen mit seiner Frau Priscilla Chan eine Stiftung ein und nach der Geburt ihrer Tochter kündigten beide an, 99 Prozent ihrer Facebook Aktien an die eigene Stiftung „Chan Zuckerberg Initiative“ im Laufe Ihres Lebens zu spenden.

Die Aktien haben ungefähr einen Wert von rund 42 Milliarden Euro.

Trotz dieser großen Wohltätigkeit gibt es immer wieder Kritik an Zuckerberg. So soll dieser bei der Gründung von Facebook die Brüder Winklevoss in die Irre geführt haben, die eine vergleichbare Webseite erstellen wollten. Nach Aussage der Brüder hatte Zuckerberg Ideen von ihnen verwendet und ihr Weiterkommen absichtlich verlangsamt, damit seine eigene Plattform früher lanciert werden konnte.

Zudem verlor ein Mitgründer von Facebook auf merkwürdige Weise seine Aktienanteile an Zuckerberg, damit dieser das Unternehmen allein lenken konnte.

Diese Ereignisse werden auch im Film The Social Network, welcher die Geschichte von Facebook erzählt, thematisiert. Inwiefern diese Geschichten aber der Wahrheit entsprechen, kann wahrscheinlich nie bewiesen werden. Dennoch hat sich Facebook nach jahrelangen Rechtstreitigkeiten inzwischen mit den Brüdern geeinigt und diese finanziell entschädigt.

Die Höhe dieser Entschädigung wurde aber nie veröffentlicht.

Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels nicht investiert.

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