Die besten Marihuana Aktien 2018

Die besten Aktien, mit denen Sie 2018 von einer Rallye der Marihuana Aktien profitieren könnten

Marihuana Aktien gehörten in den letzten Monaten an der Börse zu den absoluten Überfliegern. Kein Wunder, denn in immer mehr Regionen der Welt wird Cannabis, zumindest zu medizinischen Zwecken, legalisiert. Auch Deutschland zählt dazu sowie immer mehr Bundesstaaten der USA.

In Kanada ist man schon einen Schritt weiter: Die medizinische Nutzung ist bereits seit 2001 legal und ab Sommer 2018 soll seitens der Regierung auch das „Kiffen“ offiziell erlaubt werden. Damit wäre Kanada nach Uruguay das zweite Land, in dem Haschisch auch zum privaten Genuss freigegeben wird. Kurz bis mittelfristig steht daher vor allem der kanadische Markt im Fokus der Anleger.

Milliardenschwerer US-Markt für Marihuana

Langfristig verspricht jedoch der US-Markt das höchste Wachstumspotenzial. Allein dort soll das Volumen für medizinisches Marihuana laut Marijuana Business Daily von 5 bis 6 Mrd. USD in diesem Jahr auf bis zu 17 Mrd. USD im Jahr 2021 ansteigen. Bloomberg zufolge könnte die nationale Legalisierung langfristig sogar eine 35 Mrd. USD bis 45 Mrd. USD schwere Branche schaffen. Und die amerikanische Bevölkerung steht hinter der Legalisierung: Laut einer landesweiten Umfrage von CBS News sprechen sich über 60% der befragten US-Bürger für eine komplette Legalisierung von Marihuana in den USA aus. Für eine medizinische Zulassung stimmten der Quinnipiac University zufolge sogar neun von zehn Befragten.

Auf Bundesebene wird Marihuana von der Trump-Regierung und den Behörden jedoch noch immer ausschließlich als illegale Droge und nicht als Medizin betrachtet. Der Konflikt zwischen Bundes- und Länderebene und die damit verbundenen Unsicherheiten dürften vor allem bei sehr US-lastigen Marihuana-Aktien weiterhin zu starken Kursschwankungen führen.

Vorsicht vor Pump-and-Dump-Betrug

Auch wenn sich die Wachstumsaussichten für die meist noch sehr kleinen Unternehmen der jungen Marihuana-Branche insgesamt stetig verbessern, sollten Sie bei Aktieninvestments sehr vorsichtig sein: Besonders beim Thema Marihuana fallen viele Betrügereien nach dem „Pump-and-Dump-Schema“ (Aufpumpen und Abladen) auf. Dabei werden Aktien von wertlosen, kleinen Firmen mit viel PR und Jubelmeldungen gezielt in die Höhe getrieben. Dazu wird auch mit teils deutschsprachigen (!) Pressemeldungen sowie in bekannten Diskussionsforen gezielt für diese angeblichen Geheimtipps mit unglaublichem Kurspotenzial „getrommelt“. Dass die Geschichten dahinter frei von PR-Profis erfunden wurden, können sich viele Anleger nicht vorstellen. Denn auch die aufwändig erstellten Internetseiten, Pressemeldungen und Kaufempfehlungen wirken sehr professionell.

Bei wertlosen Firmen spielt jeder Aktienverkauf 100 % Gewinn in die Taschen der Betrüger

Für unterstützende „Dienstleistungen“ ein paar Aktien abzugeben macht sich für die Hintermänner der Betrügereien bezahlt: Denn wenn wertlose oder fast wertlose Firmen künstlich auf eine millionenschwere Bewertung aufgepumpt werden, bedeutet jeder einzelne Aktienverkauf an Anleger bis zu 100% Gewinn – egal zu welchem Kurs verkauft wird. Sind alle Aktien mit PR und gekauften Kaufempfehlungen unters Volk gebracht, so ebbt das Trommelfeuer der PR-Meldungen ab und die Aktien streben ihrem eigentlichen Wert bei null entgegen.

Sie erkennen diese Firmen meist daran, dass Sie in den USA oder Kanada im OTC-Markt gelistet sind, d.h. nicht an einer regulierten Börse wie der NYSE oder der Nasdaq. Weil es sich zudem herumgesprochen hat, dass sich hierzulande besonders viele leichtgläubige Anleger finden lassen, gehört ein Zweitlisting in Deutschland zum Plan vieler Abzocker.

Setzen Sie auf etablierte First Mover

Nachhaltig vom Marihuana-Boom profitieren werden vor allem Firmen, die bereits einige Jahre Erfahrung haben und sich im Markt bereits positionieren und etablieren konnten. Wenn Sie spekulativ investieren möchten, so sollten Sie auf alle Fälle einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben. Wählen Sie nur Aktien von finanzstarken Unternehmen, die bereits Umsatzerlöse im zweistelligen Millionenbereich vorweisen können. Neben einem liquiden Aktienhandel an der Heimatbörse sollten Sie zudem eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Mio. Euro voraussetzen.

Die drei besten Marihuana Aktien

Aufgrund der anstehenden Marktöffnung kristallisiert sich vor allem Kanada als Dreh- und Angelpunkt der Branche heraus. Die kanadische Regierung erwartet, dass 4,6 Mio. Kanadier jährlich ca. 655.000 kg Cannabis konsumieren werden und dafür 4,5 bis 6,2 Mrd. CAD ausgeben. Aus diesem Grund entstehen dort derzeit die größten Unternehmen der Branche. Beachten Sie jedoch, dass Marihuana-Aktien in den vergangenen Monaten einen regelrechten Hype erlebt haben und manche Experten bereits von einer Blase sprechen. Es kann daher jederzeit scharfe Kurs-Rücksetzer geben. Die Aktien der drei nachfolgend vorgestellten First Mover haben bereits eine milliardenschwere Marktkapitalisierung und langfristig betrachtet das Zeug zum Weltmarktführer aufzusteigen.

Aphria Inc.: Der Kostenführer

Der kanadische Produzent Aphria Inc. (ISIN: CA03765K1049 – Symbol: APH – Währung: CAD) bietet seinen Kunden neben medizinischem Cannabis auch Öl aus getrocknetem Marihuana an. Aphria gehört zu den wenigen Unternehmen, die autorisiert sind, medizinisches Marihuana an Länder mit medizinischem Bedarf wie Deutschland oder Australien zu exportieren. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens aus Leamington, Ontario liegt jedoch zunächst auf dem Heimatmarkt.

Produktionsmenge soll vervielfacht werden

Prognosen zufolge wird sich der kanadische Marihuana-Markt durch die geplante Legalisierung mehr als verzehnfachen. Aphria strebt daher an, die Produktionskapazitäten für getrocknetes Cannabis von bislang 4 auf 230 Tonnen zu vervielfachen. Anfang des Jahres gab Aphria bekannt, den ebenfalls in Kanada ansässigen kleineren Marihuana Produzenten Broken Coast Cannabis für bis zu 230 Mio. zu übernehmen. Der Kaufpreis für das Unternehmen, das aktuell 40.000 medizinische Kunden hat, soll in bar und in Aktien beglichen werden. Da für den kommenden Sommer mit einem erheblichen Angebotsengpass gerechnet wird, wird es für die Produzenten entscheidend sein, möglichst schnell in die erwartete Lücke vorzustoßen, um sich Marktanteile zu sichern. Um die Finanzierung der geplanten Produktionsausweitung sicherzustellen, wurden über Kapitalerhöhungen in den letzten Monaten mehr als 200 Mio. CAD eingenommen.

Beeindruckendes Wachstum

Bislang ist das Wachstum des Unternehmens durchaus beeindruckend: Von gerade mal 0,5 Mio. CAD im Jahr 2014/15 und 8,4 Mio. CAD im Jahr 2015/16 wurden die Umsätze 2016/17 auf 20 Mio. CAD gesteigert. Und das Beste: Im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten wird zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereits ein Gewinn erzielt: Das EBITDA-Ergebnis lag im vergangenen Jahr bei satten 6 Mio. CAD und auch der operative Cash Flow fällt bereits positiv aus. Zudem konnte kürzlich mit der kanadischen Apotheken-Kette „Shoppers Drug Mart“ ein Lieferabkommen für medizinisches Cannabis abgeschlossen werden, die Vereinbarung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die kanadischen Behörden.

Günstigste Produktionskosten der Branche

Ein weiteres Argument für Aphria: Unter den größeren kanadischen Cannabis-Anbietern hat man mit 1 bis 2 CAD / Gramm bislang mit Abstand die günstigsten Produktionskosten für getrocknetes Marihuana. Der Verkaufspreis hingegen liegt aktuell bei über 7 CAD / Gramm. Gelingt es diese Effizienz über Skaleneffekte auch im größeren Maßstab zumindest beizubehalten, so dürfte damit ein enormer Wettbewerbsvorteil einhergehen. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte mit dem Aufschwung von Aphria eines der profitabelsten Unternehmen der Branche entstehen.

Nach dem Kursanstieg nur für spekulative Anleger geeignet

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2 Mrd. Euro ist Aphria das kleinste der drei vorgestellten Unternehmen und die Aktie weist gleichzeitig auch etwas höhere Kursschwankungen auf. Unsicherheiten bezüglich der Legalisierung in Kanada bestehen noch bezüglich der Besteuerung und der erzielbaren Marktpreise. Die Aktie des Unternehmens konnte sich seit Sommer 2017 bereits vervierfachen und ein neues Allzeithoch erzielen. Die Aktie ist – wie alle Cannabis-Aktien – bereits mit recht vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Deshalb ist das Papier nichts für konservative Anleger, sondern eignet sich vielmehr für spekulative Anleger zur Depotbeimischung. Gelingt es dem Unternehmen den aktuellen Marktanteil von etwa 10% in Kanada auch nach der Legalisierung zu halten oder sogar auszubauen, dann könnte die Aktie auch längerfristig zu einer Erfolgsgeschichte an der Börse werden.

Canopy Growth Corporation: Der Weltmarktführer

Insgesamt wurden in Kanada bislang 88 Lizenzen an Lieferanten von medizinischem Marihuana vergeben und gleich vier davon konnte die Canopy Growth Corporation (ISIN: CA1380351009 – Symbol: WEED – Währung: CAD) ergattern. Canopy Growth ist mit einer Marktkapitalisierung von 4 Mrd. Euro der größte an der kanadischen Börse in Toronto notierte Marihuana-Konzern, der sich gleichzeitig auch als Weltmarktführer bezeichnet. Auch das Unternehmen aus Smiths Falls in Ontario dürfte kurzfristig besonders von der geplanten Marktöffnung in Kanada profitieren. Neben Nordamerika hat das Unternehmen Märkte wie Australien, Spanien, Brasilien, Chile und Deutschland, aber auch kleinere Länder wie Dänemark und Jamaika im Blick.

Dreistellige Wachstumsraten

Im Geschäftsjahr 2016/17 legten die Umsätze des Unternehmens um +214% auf 39,9 Mio. CAD zu. Auch im ersten Halbjahr 2017/18 hielt das starke Wachstum an und mit 33,4 Mio. CAD wurde der Vorjahresumsatz mehr als verdoppelt. Investitionsbedingt wird im laufenden Geschäftsjahr nochmals mit einem Verlust gerechnet, bevor im kommenden Jahr die Gewinnschwelle überschritten werden soll.

Kooperation mit dem Spirituosenhersteller Constellation Brands

Für Kursauftrieb sorgte Anfang November 2017 eine Partnerschaft mit Constellation Brands, einem weltweit marktführenden Unternehmen bei alkoholischen Getränken. Im Zuge der Kooperation beteiligte sich Constellation mit knapp 10% an Canopy Growth und bezahlte dafür 245 Mio. CAD. Der Getränkegigant setzt dadurch vorsichtig einen Fuß in die Tür eines lukrativen Marktes. Gemeinsam sollen Getränke wie z.B. cannabishaltiges Bier entwickelt und vermarktet werden. Durch weitere Kapitalerhöhungen nahm Canopy Growth Anfang 2018 nochmal über 250 Mio. CAD ein, so dass genügend frisches Kapital für die weitere Expansion vorhanden ist.

Für langfristige Anleger interessant

Die Aktie gehört mit einem Kursplus von mehr als 300% seit Sommer 2017 zu den großen Gewinnern, ist nach den Kursanstiegen jedoch nicht mehr günstig bewertet. Das ist bei marktführenden Wachstumsunternehmen jedoch fast nie der Fall und die hervorragende Marktpositionierung und die starke Partnerschaft mit Constellation Brands rechtfertigen einen Aufschlag gegenüber der Konkurrenz. Für langfristig orientierte Anleger könnte sich ein Investment in die Canopy Aktie auszahlen. Warten Sie hierfür jedoch möglichst einen Kursrücksetzer ab.

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Aurora Cannabis Inc.: Der Herausforderer

Mit Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X1087 – Symbol: ACB – Währung: CAD) ist auch die dritte betrachtete Aktie in Kanada beheimatet. Obwohl das Unternehmen aus Vancouver bereits einige Jahre existierte, wurden erst 2016, nach dem Erhalt der entsprechenden Lizenz, zum ersten Mal Einnahmen mit medizinischem Marihuana verbucht.

Gleich im ersten vollen Produktionsjahr 2016/17 konnten Umsätze in Höhe von 18 Mio. USD erzielt werden und im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurden bereits 8,2 Mio. Umsatz verzeichnet, ein Plus von +169% im Vergleich zum Vorjahr.

Natürlich erwirtschaftet auch Aurora bislang noch einen Nettoverlust, der auch für 2017/18 erwartet wird. Analysten gehen jedoch davon aus, dass das Unternehmen ab 2018/19 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und in den darauffolgenden Jahren schwarze Zahlen schreiben wird.

Ambitionierte Wachstumspläne

Die Pläne des Unternehmens sind ehrgeizig: Bis zum Geschäftsjahr 2020/21 sollen die Erlöse auf 300 Mio. USD gesteigert und dazu die Produktionskapazitäten schrittweise auf über 200 Tonnen ausgebaut werden. Die Finanzierung hierfür ist eigenen Angaben zufolge bereits gesichert. Insgesamt verfügt das Unternehmen nach mehreren Kapitalerhöhungen über liquide Mittel in Höhe von mehr als 500 Mio. CAD. Auch die Expansion nach Deutschland, Italien und Australien läuft mit ersten Auslieferungen bereits auf Hochtouren.

Erfolgreiche Übernahme von CanniMed Therapeutics: Marktführerschaft im Visier

Ende 2018 gab Aurora ein Übernahmeangebot für den kleineren nationalen Konkurrenten Cannimed Therapeutics ab und bot in Aktien umgerechnet 24 CAD pro Aktie. Das Management von Cannimed wies das Angebot jedoch als unangemessen zurück und stemmte sich gegen die Übernahme. Ein auf umgerechnet 43 CAD pro Aktie verbessertes Angebot von 3,4 Aurora-Aktien je Cannimed-Aktie überzeugte schließlich, so dass beide Unternehmen den Zusammenschluss bekanntgaben. Durch den Deal entsteht ein Unternehmen mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von rund 4 Mrd. Euro. Damit schließt Aurora in Sachen Marktkapitalisierung zu Canopy Growth auf und könnte den bisherigen Marktführer durchaus auch vom Thron stoßen.

Aurora im Rennen um die Marktführerschaft eine Nasenlänge vorn

In der kanadischen Cannabis-Branche geht es derzeit mit Beteiligungen, Kapitalerhöhungen und Übernahmeangeboten richtig rund. Kein Wunder, denn wenn kanadische Konsumenten in wenigen Monaten wie geplant bis zu 30 Gramm Marihuana besitzen dürfen, wird sich das Marktvolumen schlagartig verzehnfachen. Sobald die Cannimed-Übernahme abgeschlossen ist, dürfte Aurora Cannabis im Gerangel um den ersten Platz bei der Verteilung des Marihunana-Kuchens die besten Karten haben. Allerdings ist auch Aurora nach den jüngsten Kursanstiegen alles andere als günstig bewertet. Für risikofreudige Anleger könnte sich daher ein langfristiges Investment vor allem dann auszahlen, wenn für den Einstieg nach den überhitzten Kursanstiegen eine Korrektur abgewartet wird.

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Die besten Cannabis Aktien (Videozusammenfassung)

Anleger kaufen im großen Stil Aktien von Unternehmen, die irgendwie mit Lithium zu tun haben. Deshalb sind die Papiere von Fördergesellschaften, Explorern und Batterie-Herstellern regelrecht in die Höhe geschossen. Wer trotz der bereits hohen Bewertungen noch einsteigen will, sollte wirklich genau hinschauen, denn Lithium-Aktien sind eine heiße Wette auf die Zukunft.

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