Die besten Marihuana Aktien 2019

Die besten Aktien, mit denen Sie 2019 von einer fortgesetzten Rallye der Marihuana Aktien profitieren könnten

Marihuana Aktien gehörten seit Mitte 2017 an der Börse zu den absoluten Überfliegern. Kein Wunder, denn in immer mehr Regionen der Welt wird Cannabis, zumindest zu medizinischen Zwecken, legalisiert. Auch Deutschland zählt dazu sowie immer mehr Bundesstaaten der USA.

Seit unserer Erstempfehlung im Herbst 2017 entwickelten sich unsere Marihuana-Tipps für 2018 allesamt herausragend. In der Spitze legten die Aktien von Aphria um bis zu +180%, Aurora Cannabis um +200% und Canopy Growth sogar um +330% zu.  Im September 2018 hatten wir Ihnen bei allen Aktien zu Gewinnmitnahmen geraten, denn die Risiken nahmen mit steil ansteigenden Kursen stetig zu. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Aphria Aktie, die zuletzt arg unter die Räder kam. Berichten zufolge beteiligten sich hochrangige Führungskräfte und Großaktionäre möglicherweise im Vorfeld von Übernahmeangeboten an Firmen die dann zu Mondpreisen übernommen wurden. Sollten sich diese Vorwürfe, die das Unternehmen dementiert hat erhärten, so dürfte der Firma einiges an Ungemach ins Haus stehen. Von den Höchstkursen im Herbst brach die Aktie in der Spitze bereits um -79% ein. Doch auch die anderen Aktien wurden von einer starken Korrektur erfasst und verloren -40% bis -50% an Wert.

Getränkehersteller und Tabakfirmen wittern das große Geschäft

Den letzten großen Kursauftrieb bescherte im Herbst 2018 das starke Interesse zahlreicher großer Spirituosenhersteller, die Getränke mit dem psychoaktiven Stoff THC auf den Markt bringen wollen. Allen voran der Getränkeriese Constellation Brands, der beispielsweise hinter der Marke Corona steht. Der Konzern baute seine Beteiligung am Marktführer Canopy Growth mit einem milliardenschweren Investment von 10% auf 38% aus. Doch auch Konzerne wie Diageo (z.B. Johnnie Walker und Smirnoff), die Großbrauerei Molson Coors, Nova Scotia Liquor oder Heineken haben im Cannabismarkt große Pläne und schmieden entsprechende Allianzen mit Cannabis-Anbietern. Sogar Coca Cola äußerte zuletzt Überlegungen Getränke mit Cannabidiol (CBD) auf den Markt bringen zu wollen. CBD wirkt beruhigend und hat im Gegensatz zum Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) keine berauschende Wirkung.

Doch auch die schwächelnde Tabakbranche greift nach Cannabis. So gab der Marlboro-Hersteller Altria kürzlich bekannt, für 2,4 Mrd. CAD einen Anteil von 45% am Cannabis-Unternehmen Cronos zu übernehmen, das dabei mit mehr als 5 Mrd. CAD bewertet wurde. Der Anteil kann bis auf 55% steigen, wenn Altria alle gewährten Warrants ausübt und dafür weitere 1,4 Mrd. CAD locker macht.

Kanada erlaubt Marihuana als Genussmittel

Derzeit richten sich die Augen der Anleger vor allem nach Kanada. Dort ist die medizinische Nutzung bereits seit 2001 legal und seit Oktober 2018 ist nun auch das „Kiffen“ offiziell erlaubt. Kanada ist damit der erste G7 Staat und nach Uruguay das zweite Land, in dem Haschisch auch zum privaten Genuss freigegeben wird. „Es war zu einfach für unsere Kinder Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, daraus Gewinne einzusacken. Heute ändern wir das“, schrieb Kanadas liberaler Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter. Prognosen zufolge wird sich der kanadische Marihuana-Markt durch die geplante Legalisierung mehr als verzehnfachen. Daher ist der kanadische Markt stark im Fokus von Marihuana-Produzenten wie auch Anlegern.

Nordamerika nimmt Vorreiterrolle bei der Legalisierung von Cannabis ein

Aber auch in den USA legalisieren immer mehr Bundesstaten Marihuana, so dass Nordamerika bei der Legalisierung von Cannabis weltweit die Vorreiterrolle einnimmt. In den USA ist beispielsweise der Konsum von Marihuana seit Jahresbeginn 2018 auch im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien sowie in Nevada, Maine, Massachusetts und Vermont legal. Damit ist der straffreie Genuss von Cannabis mittlerweile in neun US-Bundesstaaten mit insgesamt über 50 Mio. Einwohnern möglich. Weitere Bundesstaaten wollen folgen und Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2020 insgesamt 18 Bundesstaaten den Alltagskonsum freigeben. In 30 Bundesstaaten ist zudem schon der Konsum zu medizinischen Zwecken erlaubt.

Auf Bundesebene illegal in einzelnen Staaten erlaubt

Marihuana wird auf Bundesebene trotzdem von den US-Behörden noch immer als völlig illegale Droge betrachtet. Drogenvergehen unterstehen jedoch der Gesetzgebung der Bundesstaaten, so dass es diesen freisteht, vom Bundesrecht abzuweichen. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich von unterschiedlichen Regulierungen. In New York beispielsweise soll der Besitz kleiner Mengen Marihuana zumindest entkriminalisiert werden. Wer dort mit bis zu 25 Gramm Cannabis erwischt wird begeht zukünftig keine Straftat mehr, sondern riskiert allenfalls eine vergleichsweise geringe Verwaltungsstrafe.

US-Markt verspricht immenses Marktpotenzial

Langfristig verspricht der US-Markt das höchste Wachstumspotenzial. Allein dort soll das Volumen für medizinisches Marihuana Experten zufolge von 10 bis 11 Mrd. USD im Jahr 2018 auf 24 bis 40 Mrd. USD im Jahr 2021 ansteigen. Auch Bloomberg rechnet bei einer kompletten nationalen Legalisierung mit einem Marktpotenzial von 35 bis 45 Mrd. USD. Und die amerikanische Bevölkerung steht hinter der Freigabe.

Bevölkerung befürwortet Legalisierung

Laut einer landesweiten Umfrage, die das Institut Gallup seit mehreren Jahrzehnten durchführt, sprechen sich über 68% der befragten US-Bürger für eine Legalisierung in den USA aus. Im ersten Umfragejahr 1969 waren nur 12% der amerikanischen Bevölkerung für eine Cannabis-Freigabe. Für eine medizinische Zulassung stimmten der Quinnipiac University zufolge sogar neun von zehn Befragten.

Die Steuereinnahmen sprudeln

Wie sehr die Bundesstaaten von der Freigabe profitieren, zeigen Colorado und Washington: Neben zahlreichen Arbeitsplätzen und Cannabis-Touristen sprudeln auch die Steuereinnahmen. Colorado verbuchte im Jahr 2016 bereits rund 260 Mio. USD an Steuereinnahmen bei Marihuana-Umsätzen in Höhe von 1,7 Mrd. USD. Washington nahm 2017 mit 319 Mio. USD rund 100 Mio. USD mehr ein als mit Alkoholsteuern. Analysten der Arcview Group gehen davon aus, dass der Marihuana-Markt in den USA bis 2021 insgesamt rund 4 Mrd. USD an neuen Steuereinnahmen generieren wird. Außerdem rechnet das Analysehaus entlang der Wertschöpfungskette mit rund 400.000 zusätzlichen Jobs.

Goldgräberstimmung: Ein neuer Industriezweig entsteht

Durch die voranschreitende Legalisierung bzw. Entkriminalisierung entsteht mit Forschung, Medizin, Anbau, Verarbeitung, Vertrieb und Konsum eine milliardenschwere Branche, die aktuell trotz hohen Investitionen noch in den Kinderschuhen steckt. Auf der einen Seite winken den Unternehmen hohe Einnahmen, auf der anderen Seite lassen sich wechselnde Gesetzeslagen und Risiken zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht wirklich überblicken.

Vergleichbar ist die Goldgräberstimmung in der Branche mit den Zeiten des Neuen Marktes und der Internetblase. Von den zahlreichen gegründeten Unternehmen setzten sich nur die überlebensfähigsten und größten durch, während die meisten kleinen Firmen wieder von der Bildfläche verschwanden. Investitionen in die Cannabis-Branche versprechen daher durchaus hohes Gewinnpotenzial, sind aber auch mit extrem großen Unsicherheiten und hohen Risiken verbunden. Anleger sollten daher nur einen geringen Depotanteil setzen und wenn dann in große, bereits etablierte Unternehmen investieren.

Cannabis-Aktien mit wilden Kursausschlägen

Der Global Cannabis Stock Index verdreifachte sich allein von Oktober 2017 bis Ende 2017 und halbierte sich anschließend wieder. Seit August ist der Index im Hoch bereits wieder um +33% gestiegen. Durch die wilden Spekulationen ähneln die Kurskapriolen den Preisbewegungen von Kryptowährungen wie Bitcoin und Co.. Im Hinblick auf die Pflanze könnte man fast sagen, die Spekulation treibt seltsame Blüten…

Tilray mit Nasdaq-IPO: Kursexplosion in luftige Höhen

Den „Vogel abgeschossen“ hat jedoch das kleine kanadische Unternehmen Tilray.  Während in Kanada und anderen Ländern bereits etliche Marihuana-Aktien atemberaubende Höhenflüge erlebten, wagte Tilray im Juli 2018 als erstes Unternehmen den Gang an die US-Börse Nasdaq. Die Aktie wurde zu 17 USD oberhalb der angestrebten Preisspanne von 14 USD bis 16 USD ausgegeben. Schon in den Wochen nach dem Börsengang verzeichnete der Wert eine derart enorme Nachfrage, dass der Kurs in kürzester Zeit auf über 100 USD kletterte.

Doch damit nicht genug. Da mittlerweile etliche Trader angesichts der offensichtlichen „Mond-Bewertung“ mit Leerverkäufen auf fallende Kurse setzten, kam es zu einem sogenannten „Short Squeeze“. Da sich aufgrund der steigenden Kurse immer mehr Leerverkäufer gezwungen sahen, ihre Verluste zu begrenzen, explodierte der Kurs weiter und erreichte in der Spitze 300 USD. Das entspricht einem Bewertungsniveau von sage und schreibe 28 Mrd. USD. Der Kurs sackte in den Folgetagen wieder ab und pendelt aktuell knapp über 100 USD. Doch auch auf dem aktuellen Kursniveau von 100 USD beträgt der Börsenwert noch immer rund 9,3 Mrd. USD. Zwar dürfte das Cannabis-Unternehmen, das unter anderem mit dem Getränkehersteller Nova Scotia Liquor eine Kooperationsvereinbarung geschlossen hat weiterhin stark wachsen, die Bewertung von Tilray ist trotzdem jenseits von Gut und Böse.

Eklatante Überbewertung bei Tilray

Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2018 gerade mal einen Umsatz von 28 Mio. USD. Umsatz wohlgemerkt, nicht Gewinn, denn operativ werden sogar noch höhere Verluste geschrieben. Und selbst wenn das Unternehmen – wie von Analysten laut Bloomberg erwartet – im Jahr 2020 tatsächlich knapp 350 Mio. USD Umsatz erzielt, so dürfte es äußerst schwer sein in die aktuelle Bewertung hineinzuwachsen und diese zu rechtfertigen. Selbst um ein hohes KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 50 zu erreichen, müsste der Nettogewinn auf 186 Mio. USD steigen. Davon ist das Unternehmen natürlich noch „Lichtjahre“ entfernt, so dass die Überbewertung weiterhin eklatant ist. Falls Sie diese Aktie besitzen, könnte es ratsam sein diese zu verkaufen bzw. Gewinne mitzunehmen.

Branche im Übernahmefieber

In der Branche geht es derzeit auch in Sachen Übernahmen hoch her, denn nur wer rechtzeitig aus den Startlöchern kommt, darf mit einem entsprechend großen Stück vom Marihuana-Kuchen rechnen. Dabei geht es vor allem darum, die Produktionskapazitäten schnell auszubauen und möglichst als erster Marktlücken zu schließen. So übernahm das kanadische Unternehmen Aphria beispielsweise Anfang 2018 für rund 425 Mio. CAD Nuuvera, einen Hersteller von medizinischem Cannabis. Zuvor hatte das Unternehmen bereits die Übernahme des Marihuana Produzenten Broken Coast Cannabis für 230 Mio. gemeldet. Die ebenfalls in Kanada beheimatete Firma Aurora Cannabis leitete bereits Ende 2017 die Übernahme des Wettbewerbers Cannimed Therapeutics für 1,1 Mrd. CAD ein und setzte kurz darauf mit 3,2 Mrd. CAD für ResMed noch einen drauf. Dadurch wollte Aurora den Konkurrenten und bisherigen Marktführer Canopy Growth in Sachen Marktanteile und Börsenwert einholen – ein Unterfangen, das bis heute nicht gelungen ist.

Vorsicht vor Pump-and-Dump-Betrug

Auch wenn sich die Wachstumsaussichten für die meist noch sehr kleinen Unternehmen der jungen Marihuana-Branche insgesamt stetig verbessern, sollten Sie bei Aktieninvestments sehr vorsichtig sein: Besonders beim Thema Marihuana fallen viele Betrügereien nach dem „Pump-and-Dump-Schema“ (Aufpumpen und Abladen) auf. Dabei werden Aktien von wertlosen, kleinen Firmen mit viel PR und Jubelmeldungen gezielt in die Höhe getrieben. Dazu wird auch mit teils deutschsprachigen (!) Pressemeldungen sowie in bekannten Diskussionsforen gezielt für diese angeblichen Geheimtipps mit unglaublichem Kurspotenzial „getrommelt“. Dass die Geschichten dahinter frei von PR-Profis erfunden wurden, können sich viele Anleger nicht vorstellen. Denn auch die aufwändig erstellten Internetseiten, Pressemeldungen und Kaufempfehlungen wirken sehr professionell.

Bei wertlosen Firmen spielt jeder Aktienverkauf 100% Gewinn in die Taschen der Betrüger

Für unterstützende „Dienstleistungen“ ein paar Aktien abzugeben macht sich für die Hintermänner der Betrügereien bezahlt: Denn wenn wertlose oder fast wertlose Firmen künstlich auf eine millionenschwere Bewertung aufgepumpt werden, bedeutet jeder einzelne Aktienverkauf an Anleger bis zu 100% Gewinn – egal zu welchem Kurs verkauft wird. Sind alle Aktien mit PR und gekauften Kaufempfehlungen unters Volk gebracht, so ebbt das Trommelfeuer der PR-Meldungen ab und die Aktien streben ihrem eigentlichen Wert bei null entgegen.

Sie erkennen diese Firmen meist daran, dass sie in den USA oder Kanada im OTC-Markt gelistet sind, d.h. nicht an einer regulierten Börse wie der NYSE oder der Nasdaq. Weil es sich zudem herumgesprochen hat, dass sich hierzulande besonders viele leichtgläubige Anleger finden lassen, gehört ein Zweitlisting in Deutschland zum Plan vieler Abzocker.

Große Preisschwankungen vorprogrammiert

Bitte beachten Sie auch folgendes: Alle Prognosen zur Entwicklung des Cannabis-Marktes in den kommenden Jahren sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. So lässt sich weder die Entwicklung des Angebots noch die tatsächliche Nachfrage der Konsumenten seriös schätzen. Da unzählige Anbieter auf den Markt drängen, steht in den Sternen wo der Marktpreis für Cannabis liegen wird. Es ist auch gut möglich, dass in absehbarer Zeit durch die hohen Investitionen ein Überangebot an Marihuana entsteht, das auf die Preise drückt. Hohe Preisschwankungen und ein harter Verdrängungswettbewerb scheinen dann vorprogrammiert. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen oder die Besteuerung können sich gemäß der politischen Stimmungslage schnell ändern und möglicherweise zu Verwerfungen und starken Kursschwankungen bei den Cannabis-Aktien führen.

Setzen Sie auf etablierte First Mover

Nachhaltig vom Marihuana-Boom profitieren werden vor allem Firmen, die bereits einige Jahre Erfahrung haben und sich im Markt schon jetzt positionieren und etablieren konnten. Wenn Sie jetzt noch spekulativ investieren möchten, sollten Sie nicht nur eine deutliche Korrektur bei den heiß gelaufenen Aktien abwarten, sondern auf alle Fälle auch einen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben. Zweifellos gibt es deutliche Anzeichen einer Blase, denn Anleger stürzten sich in den vergangenen zwei Jahren auf fast jedes Unternehmen, das sich auch nur am Rande mit dem Thema Marihuana beschäftigt. Wählen Sie nur Aktien von finanzstarken Unternehmen, die mindestens bereits Umsatzerlöse im zweistelligen Millionenbereich vorweisen können. Neben einem liquiden Aktienhandel an der Heimatbörse sollten Sie zudem eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Mio. Euro voraussetzen.

Deutsche Börse stellt Handel mit Cannabis-Aktien ein

Bitte beachten Sie, dass Sie einige Marihuana-Aktien nur an den jeweiligen Heimatbörsen in den USA und Kanada handeln können. Die Deutsche Börse setzte einige Aktien von zahlreichen Unternehmen, die Cannabis produzieren vom Handel aus. Grund war eine neue Vorgabe aus Luxemburg, dem Sitz der Abwicklungs-Tochtergesellschaft Clearstream, wo ausländische Aktien verwahrt werden. Die Börsenaufsicht des Landes stufte den Handel mit Cannabis-Aktien als illegal ein und ordnete deshalb vorläufig die Einstellung an. In Luxemburg ist der Konsum von Cannabis bislang verboten und das betrifft auch den medizinischen Einsatz. Möglicherweise ändert sich dies unter der neuen Regierungskoalition jedoch schon bald wieder, denn auch in Luxemburg gibt es politische Bestrebungen zur medizinischen Legalisierung. Zumindest für Hersteller von medizinischem Marihuana gibt es bereits Ausnahme-Regelungen geben. Der Besitz von Cannabis-Aktien bleibt in Deutschland natürlich weiterhin erlaubt, denn hierzulande ist – wie eingangs erwähnt – auch der Einsatz zu medizinischen Zwecken gestattet

Die drei besten Marihuana Aktien

Aufgrund der mittlerweile vollzogenen Marktöffnung kristallisiert sich vor allem Kanada als Dreh- und Angelpunkt der Branche heraus. Die kanadische Regierung erwartet, dass 4,6 Mio. Kanadier jährlich ca. 655.000 kg Cannabis konsumieren werden und dafür 4,5 bis 6,2 Mrd. CAD ausgeben. Da die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hersteller frühzeitig gelockert wurden, entstehen dort derzeit die größten Unternehmen der Branche.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Aktien von drei bereits milliardenschweren First Movern vor, die schon jetzt eine führende Marktstellung aufweisen. Beachten Sie jedoch, dass Marihuana-Aktien bereits seit dem Jahr 2017 einen regelrechten Hype erlebt haben und sich mittlerweile sehr offensichtlich eine spekulative Blase entwickelte. Trotz der bereits erfolgten Kursrückgänge kann es daher jederzeit weitere scharfe Kurs-Rücksetzer geben.

Aphria Inc.: Kostenführer unter Beschuss

Der kanadische Produzent Aphria Inc. (ISIN: CA03765K1049 – Symbol: APH – Währung: CAD) bietet seinen Kunden neben medizinischem Cannabis auch Öl aus getrocknetem Marihuana an. Zuletzt geriet das Unternehmen aufgrund negativer Berichterstattung stark unter Druck. Leerverkäufer werfen dem Management vor das Unternehmen gezielt auszuhöhlen, was vom Unternehmen natürlich vehement bestritten wird.

Aphria gehört zu den wenigen Unternehmen, die autorisiert sind, medizinisches Marihuana in Länder mit medizinischem Bedarf wie Deutschland oder Australien zu exportieren. Dazu gibt es bereits Vertretungen in mehr als 10 Ländern auf 5 Kontinenten. Das Hauptaugenmerk des Unternehmens aus Leamington, Ontario liegt jedoch zunächst auf dem Heimatmarkt.

Produktionsmenge soll vervielfacht werden

Prognosen zufolge wird sich der kanadische Marihuana-Markt durch die Legalisierung mehr als verzehnfachen. Aphria strebt daher an, die Produktionskapazitäten für getrocknetes Cannabis bis Anfang 2019 auf 255 Tonnen zu vervielfachen. Anfang des Jahres gab Aphria bekannt, den ebenfalls in Kanada ansässigen kleineren Marihuana Produzenten Broken Coast Cannabis für 217 Mio. zu übernehmen. Der Kaufpreis für das Unternehmen, das zum damaligen Zeitpunkt 40.000 medizinische Kunden hatte, wurde in bar und in Aktien beglichen. Kurz darauf gab man ein Angebot in Höhe von 800 Mio. CAD für Nuuvera, einen Hersteller von medizinischem Cannabis ab. Aufgrund eines vorübergehenden Kurseinbruchs bei Cannabis-Aktien wurde das Angebot dann jedoch wieder deutlich reduziert, so dass schließlich 425 Mio. CAD für die erfolgreiche Übernahme ausreichten.

Zuletzt wurden für 280 Mio. CAD Übernahmen in Lateinamerika durchgeführt, deren Werthaltigkeit zuletzt in Zweifel gezogen wurden. Unabhängig davon gibt es in Kanada nach der Marktöffnung einen erheblichen Angebotsengpass, Deshalb ist es für Produzenten wie Aphria entscheidend, möglichst schnell in die erwartete Lücke vorzustoßen, um sich in diesem Zuge langfristige Marktanteile zu sichern. Um die Finanzierung der Übernahmen sowie der geplanten Produktionsausweitung sicherzustellen, führte Aphria in den vergangenen Quartalen mehrere Kapitalerhöhungen mit bis zu dreistelligem Millionenvolumen durch.

Liefervereinbarung mit Nova Scotia Liquor

Genau wie Tilray, hat auch Aphria eine Kooperation mit dem Likörhersteller Nova Scotia Liquor geschlossen. Der Getränkekonzern plant wie andere Spirituosenhersteller unter anderem cannabishaltige Getränke auf den Markt zu bringen. Die Vereinbarung verspricht ein hohes Potenzial, denn über die Vertriebswege von Spirituosenherstellern lassen sich natürlich auch cannabishaltige Produkte und Getränke sehr gut vermarkten. Genau aus diesem Grund hatte Aphria bereits in den Sommermonaten Liefervereinbarungen mit drei weiteren kanadischen Likörherstellern getroffen.

Beeindruckendes Wachstum

Bislang ist das Wachstum des Unternehmens durchaus beeindruckend: Von gerade mal 0,5 Mio. CAD im Jahr 2014/15 und 8,4 Mio. CAD im Jahr 2015/16 wurden die Umsätze 2016/17 auf 20 Mio. CAD gesteigert. Im Jahr 2017/18 stieg der Umsatz um weitere +81% auf 36,9 Mio. CAD. Und das Beste: Im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten wird zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereits ein Gewinn erzielt: Das EBITDA-Ergebnis lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 8,4 Mio. CAD. Zudem fällt auch der operative Cash-Flow bereits positiv aus. Im ersten Quartal 2018/19 wurde der Umsatz erneut um +117% auf 13,3 Mio. CAD gesteigert. Allerdings führten hohe Aufwendungen im Zusammenhang mit Übernahmen und Vorbereitungen auf die kanadische Marktöffnung diesmal auch vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen zu einem Verlust.

Günstigste Produktionskosten der Branche

Ein weiteres Argument für Aphria: Unter den größeren kanadischen Cannabis-Anbietern hat man mit knapp 0,95 CAD / Gramm bislang mit Abstand die günstigsten Produktionskosten für getrocknetes Marihuana. Der Verkaufspreis hingegen liegt aktuell bei über 7 CAD / Gramm. Gelingt es diese Effizienz über Skaleneffekte auch im größeren Maßstab zumindest beizubehalten, so dürfte damit ein enormer Wettbewerbsvorteil einhergehen. Ob sich Aphria jedoch tatsächlich auch langfristig zu einem der profitabelsten Unternehmen der Branche empor schwingen kann steht allerdings noch in den Sternen.

Aktie zum Zockerpapier verkommen: Finger weg

Mit einer Marktkapitalisierung von  knapp 2 Mrd. CAD ist Aphria das kleinste der drei vorgestellten Unternehmen. Die Aphria-Aktie konnte sich seit 2016 unter extremsten Schwankungen vom Ausgangsniveau bei knapp 0,70 CAD bereits vervielfachen. Nachdem Ende 2017 ein Allzeithoch von 25 CAD erzielt wurde, gab die Aktie bis Sommer 2018 stark nach und korrigierte bis auf 9 CAD.  Kursanstiege der Branche befeuerten die Aktie aufs Neue, so dass sich der Kurs innerhalb weniger Wochen erneut auf über  20 CAD verdoppelte. Von dort ging es durch negative Berichterstattung in den Medien im Sturzflug bis auf unter 5 USD ehe eine Stabilisierung einsetzte. Mittlerweile ist die Aktie zum Spielball von Zockern verkommen.

Schwerwiegende Vorwürfe gegen das Management: Finger weg

Anfang Dezember 2018 wurde ein Report veröffentlicht, in dem schwere Vorwürfe gegen das Aphria-Management erhoben wurden. Es ist kaum abzuschätzen, ob an den Behauptungen der Leerverkäufer hinter dem Hindenburg Research etwas dran ist oder nicht. Die Vorwürfe lauten: Insidergeschäfte, Bilanzfälschung und Marktmanipulation. Das Unternehmen sei für Aktionäre und Investoren ein „schwarzes Loch“, wie Hütchenspieler würden Insider Gelder in die eigenen Taschen lenken. So seien beispielsweise in Lateinamerika über Strohfirmen wertlose Unternehmen gekauft worden, die dann wiederum für immense Summen an Aphria weiterverkauft wurden. So sei beispielsweise ein verlassenes Gebäude in Jamaika inkl. Firmenmantel für 145 Mio. CAD einverleibt worden.

Es liegt nun an Aprhia zu beweisen, dass die Vorwürfe aus der Luft gegriffen sind. Andernfalls wäre die Glaubwürdigkeit des Managements in jeglicher Hinsicht zerstört. Sie sollten die Aktie aufgrund der Vorwürfe jedoch in jedem Fall meiden. Denn selbst wenn die Anschuldigungen nicht oder nur zum Teil stimmen, dürfte die Firma unter Beschuss bleiben und extreme Aktienkursschwankungen aufweisen. Auch wenn wir natürlich nichts von den unglaublichen Vorwürfen ahnen konnten, hatten wir Ihnen zuletzt bei Kursen von 20 USD Gewinnmitnahmen ausdrücklich empfohlen und nahegelegt. Bis auf weiteres gilt: Finger weg, überlassen Siedie Aktie den Zockern.

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Canopy Growth Corporation: Der Weltmarktführer

Zehn lizensierte Produktionsstätten für Marihuana besitzt die Canopy Growth Corporation (ISIN: CA1380351009 – Symbol: WEED – Währung: CAD) mittlerweile. Canopy Growth ist mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 9 Mrd. CAD derzeit der größte börsennotierte Marihuana-Konzern, der sich gleichzeitig auch als Weltmarktführer bezeichnet. Auch das Unternehmen aus Smiths Falls in Ontario dürfte besonders von der Marktöffnung in Kanada profitieren. Neben Nordamerika ist das Unternehmen bereits in 11 weiteren Ländern wie z.B. Australien, Spanien, Brasilien, Chile, Deutschland, Dänemark, Tschechien oder Jamaika aktiv. Zuletzt meldete Canopy Growth die Übernahme von Storz & Bickel, des führenden deutschen Herstellers von Verdampfern (Vaporizern) für 145 Mio. Euro.

Profiteur der kanadischen Marktöffnung

Im Geschäftsjahr 2016/17 legten die Umsätze des Unternehmens um +214% auf 39,9 Mio. CAD zu. Auch 2017/18 hielt das starke Wachstum an und mit 78 Mio. CAD wurde der Vorjahresumsatz nahezu verdoppelt. Investitionsbedingt wurde dabei nochmals ein Verlust von 0,40 CAD je Aktie verbucht. Einige optimistische Analysten rechnen damit, dass Canopy Growth bereits ab dem laufenden Geschäftsjahr operativ profitabel wird. Im ersten Halbjahr 2018/19 kletterten die Umsätze um +47% auf 49,2 Mio. CAD, damit wurde annualisiert annähernd die 100 Mio. CAD-Marke überschritten. Auch die Erlöse entwickelten sich positiv: Der erzielte Verkaufspreis pro Gramm stieg im Vorjahresvergleich um +24% auf 9,9 CAD. Für die kanadische Marktöffnung hatte Canopy Growth die Lagerbestände zuletzt massiv ausgebaut. Durch die Marktöffnung in Kanada im vierten Quartal dürfte Canopy Growth als erstes Unternehmen Umsätze im dreistelligen Millionenbereich erreichen. Insgesamt befanden sich zum Ende des 2. Quartals rund 31 Tonnen getrocknetes Marihuana, 21.500 Liter Cannabisöl sowie 1,5 Tonnen Softgel-Kapseln auf Lager. Zum aktuellen Marktpreis hat allein das getrocknete Marihuana einen Verkaufswert von mehr als 300 Mio. CAD. Zum heutigen Zeitpunkt dürfte bereits ein Großteil davon verkauft sein, denn bei der kanadischen Marktöffnung gab es Medienberichten zufolge einen regelrechten Kundenansturm, so dass Marihuana vielerorts schnell ausverkauft war. Der kommende Quartalsbericht dürfte also mit Spannung erwartet werden.

Milliardeninvestment durch Spirituosenhersteller Constellation Brands

Für Kursauftrieb sorgte Ende 2017 eine Partnerschaft mit Constellation Brands, einem weltweit marktführenden Unternehmen bei alkoholischen Getränken, das z.B. die international bekannte Biermarke Corona vermarktet. Im Zuge der Kooperation beteiligte sich Constellation zunächst mit knapp 10% an Canopy Growth und bezahlte dafür 245 Mio. CAD. Der Getränkegigant setzte dadurch einen ersten Fuß in die Tür eines lukrativen Marktes. Gemeinsam sollen Getränke wie z.B. cannabishaltiges Bier entwickelt und vermarktet werden.

Mitte August 2018 folgte dann ein regelrechter Paukenschlag. Der Spirituosen-Gigant erwarb direkt vom Unternehmen weitere 104,5 Mio. Aktien zu einem Aktienkurs von 48,60 CAD und erhöhte die Beteiligung damit auf 38%. Dies entspricht einem Investment in Höhe von 5 Mrd. CAD und einem satten Aufschlag von mehr als 50% auf den damaligen Aktienkurs. Mit den enormen Mittelzuflüssen soll die Position als Weltmarktführer weiter gestärkt und ausgebaut werden. Der CEO des Getränkeriesen Rob Sands erklärte: „Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir den Cannabis-Markt und sein gewaltiges Potenzial immer besser verstanden.“

Über die 38%-Beteiligung hinaus sicherte sich Constellation Brands ca. 140 Mio. Warrants mit dem Recht diese in eine entsprechende Anzahl Aktien umzuwandeln. So können beispielsweise 88,5 Mio. Aktien zum Stückpreis von 50,40 CAD erworben werden. Werden alle Warrants gewandelt, so würde der Anteil von Constellation Brands zu einer Mehrheitsbeteiligung von über 50% und der Getränkeriese hätte das Sagen bei Canopy Growth.

Warrant: Unterschiede zur Call Option

Ein Warrant entspricht in der Funktionsweise einer Call-Option, die dem Inhaber das Recht gibt, ihn aber nicht verpflichtet, eine Aktie innerhalb einer bestimmten, meist längerfristigen Laufzeit zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Im Gegensatz zu Optionen, werden Warrants als Finanzierungsinstrument oder um Beteiligungen zu ermöglichen direkt von den betreffenden börsennotierten Unternehmen herausgegeben. Meist werden Warrants als Bonus gratis ausgegeben, um eine Kapitalerhöhung, Anleiheemission oder Beteiligung schmackhafter zu machen. Im Falle einer Umwandlung in Aktien fließt der festgesetzte Kaufpreis direkt dem Unternehmen zu. Dieses gibt zu diesem Zweck neue Aktien aus. Durch die Wandlung von Warrants in Aktien erhöht sich daher die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien, so dass es – wie bei einer normalen Kapitalerhöhung – zu einem entsprechenden Verwässerungseffekt kommt. Dies ist bei Derivaten wie Optionen nicht der Fall.

Nach Teilgewinnmitnahmen weiter laufen lassen

Die Aktie gehört mit einer Kursverzehnfachung von unter 7 CAD auf über 70 CAD seit Sommer 2017 zu den großen Gewinnern des Marihuana-Hypes. Die Aktie schoss nach dem letzten Milliardeninvestment durch Constellation Brands auf neue Allzeithochs und zog fast die gesamte Branche mit nach oben. Nachdem wir Ihnen den Wert im Herbst 2017 erstmals zu 15 CAD und später zu 22 CAD zum Kauf empfohlen hatten, rieten wir Ihnen aufgrund des starken Kursanstieges im September 2018 zu (Teil)Gewinnmitnahmen. Die Empfehlung lautete mindestens den ursprünglichen Einsatz herauszunehmen und Gewinne weiter laufen zu lassen. Denn die Aktie war nach den Kursanstiegen ebenfalls alles andere als günstig bewertet. Die hervorragende Marktpositionierung, das komfortable Finanzpolster und die starke Partnerschaft mit Constellation Brands rechtfertigen einen Aufschlag gegenüber der Konkurrenz.

Rücksetzer bietet langfristige Einstiegschance

Canopy Growth verfügt als mittlerweile unangefochtener Weltmarktführer über enorme Finanzreserven und wird wohl auch in den kommenden Jahren sehr stark wachsen. Dennoch ist die Bewertung mit 9 Mrd. CAD auch nach dem jüngsten Kursrücksetzer noch immer ambitioniert. Allein schon für ein hohes KGV von 50 müsste das Unternehmen beispielsweise operativ Gewinne in Höhe von 300 Mio. CAD schreiben. Doch auch wenn diese Regionen dank Marktpotenzial und Finanzmittel tatsächlich einmal erreicht werden, dürften bis dahin zumindest noch einige Jahre vergehen. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass langfristig orientierte, spekulative Anleger bei Kursen von ca.  35 CAD bis 40 CAD ein Investment in die Canopy-Aktie wagen könnten. Denn auf diesem Kursniveau befindet sich zumindest eine wichtige charttechnische Unterstützungszone aus den alten Hochs des Jahres 2018.

Aurora Cannabis Inc.: Wachstum durch milliardenschwere Übernahmen

Mit Aurora Cannabis Inc. (ISIN: CA05156X1087 – Symbol: ACB – Währung: CAD) ist auch die dritte betrachtete Aktie in Kanada beheimatet. Obwohl das Unternehmen aus Vancouver bereits einige Jahre existierte, wurden erst 2016, nach dem Erhalt der ersten Lizenz, zum ersten Mal Einnahmen mit medizinischem Marihuana verbucht. Aurora verfügt mittlerweile bereits über sieben lizensierte Produktionsstätten und fünf zugelassene Vertriebsstätten.

Wachstum und Expansion laufen auf Hochtouren

Gleich im ersten vollen Produktionsjahr 2016/17 konnten Umsätze in Höhe von 18 Mio. CAD erzielt werden und 2017/18 wurde dank der Übernahmen bereits 55 Mio. CAD konsolidierter Umsatz verzeichnet, eine Verdreifachung des Vorjahresumsatzes. Aufgrund von Einmaleffekten in Form von Wertpapiergewinnen konnte Aurora einen Jahresgewinn von annähernd 72 Mio. CAD verzeichnen. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen bereits ab 2018/19 auch operativ ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen und in den darauffolgenden Jahren schwarze Zahlen schreiben könnte. Ob das tatsächlich gelingt bleibt abzuwarten. Der Hauptfokus liegt derzeit wie bei allen drei vorgestellten Unternehmen auf den Wachstumschancen des nordamerikanischen Marktes. Aber auch die Expansion nach Deutschland, Italien und Australien läuft mit ersten Auslieferungen bereits auf Hochtouren.

Milliardendeals: Erfolgreiche Übernahme von CanniMed Therapeutics und MedReleaf

Ende 2017 gab Aurora ein Übernahmeangebot für den kleineren nationalen Konkurrenten Cannimed Therapeutics ab und bot in Aktien umgerechnet 24 CAD pro Aktie. Das Management von Cannimed wies das Angebot jedoch als unangemessen zurück und stemmte sich gegen die Übernahme. Ein auf umgerechnet 43 CAD pro Aktie verbessertes Angebot von 3,4 Aurora-Aktien je Cannimed-Aktie und 1,1 Mrd. CAD Gesamtwert überzeugten schließlich, so dass beide Unternehmen den Zusammenschluss bekanntgaben. Kurz danach wurde bereits das nächste Übernahmeziel ins Visier genommen:  MedReleaf. Für die letztendlich erfolgreiche Übernahme des börsennotierten Produzenten wurden satte 3,2 Mrd. CAD in eigenen Aktien aufgeboten – zum damaligen Zeitpunkt die bislang größte Transaktion der Marihuanabranche. In den Medien stieß der Deal auf ein geteiltes Echo, denn bei rund 45 Mio. CAD erwartetem Umsatz im Jahr 2018 ist auch der Kaufpreis von MedReleaf alles andere als ein Schnäppchen.

Ambitionierte Wachstumspläne: Produktionsziel 570 Tonnen

Laut Unternehmensangaben wurde die aktuelle Produktionskapazität durch die Übernahmen schlagartig auf über 32 Tonnen pro Jahr ausgebaut. Auch das längerfristige Produktionsziel wurde sogleich von 400 Tonnen im Jahr auf 570 Tonnen erhöht. Bei Preisen von 8 CAD je Gramm würde dies einem Umsatz von sage und schreibe 4,5 Mrd. CAD entsprechen. Ein sehr ambitioniertes Ziel, zu dem es noch ein weiter und nicht gerade einfacher Weg sein dürfte.

Nach den Übernahmen bringt Aurora Cannabis immerhin eine Gesamtmarktkapitalisierung von aktuell knapp 7 Mrd. CAD auf die Börsenwaage. Das Management wollte zwar ursprünglich erreichen, dass Aurora Cannabis zu Canopy Growth aufschließen und die weltweit führende Marktposition übernehmen kann. Durch den Deal mit Constellation Brands scheint der Konkurrent um die Krone der Marktführerschaft jedoch vorerst ein gutes Stück enteilt. Denn Canopy Growth hat zusätzlich zum deutlich höheren Börsenwert auch einige Milliarden kanadische Dollar auf dem Bankkonto.

Aurora-Management strebt Marktführerschaft um jeden Preis an

In der kanadischen Cannabis-Branche geht es derzeit mit Kooperationen, Beteiligungen, Kapitalerhöhungen und Übernahmeangeboten richtig rund, allen voran Aurora Cannabis. Kein Wunder, denn kanadische Konsumenten dürfen seit Kurzem bis zu 30 Gramm Marihuana besitzen, so dass sich das Marktvolumen des Landes Schätzungen zufolge verzehnfacht hat. Erklärtes Ziel des Aurora-Managements ist es jedoch nach wie vor Canopy Growth die Marktführerschaft abzujagen und es scheint als sei dafür kein Preis zu hoch. Doch auch die äußerst teuren Übernahmen der beiden Konkurrenten Cannimed und MedReleaf für insgesamt 4,3 Mrd. CAD brachten im Gerangel um die Verteilung des Marihunana-Kuchens (noch) nicht den gewünschten Erfolg.

Wir empfehlen weiterhin die Seitenlinie

Auch bei Aurora Cannabis haben wir Ihnen zuletzt Gewinnmitnahmen und die Seitenlinie empfohlen, nachdem die Kurse dank eines US-Listings und Berichten zu einem Kooperations-Interesse des Getränkeriesen Coca Cola im Herbst 2017 neue Höchststände erzielten.

Wir legten Ihnen nahe, Investments in Aurora Cannabis besonders kritisch auf den Prüfstand zu stellen und Buchgewinne keinesfalls wieder dahinschmelzen zu lassen. Das war auch hier der richtige Rat, denn seitdem hat sich der Aktienkurs in etwa halbiert. Von neuen Engagements in dem Wert raten wir trotz der Kurshalbierung vorerst ab, denn noch lässt sich nicht absehen, ob die ehrgeizigen Expansionspläne des Managements für Anleger und Investoren langfristig betrachtet aufgehen.. Wir empfehlen Anlegern weiterhin die Beobachtung von der Seitenlinie.

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Marihuana – Entsteht ein neuer Milliardenmarkt? | Doku

Interview mit Vic Neufeld – CEO von Aphria, Inc.

Interview mit Cam Battley – CCO von Aurora Cannabis Inc.

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