Die besten Internet of Things Aktien 2018

Internet of Things: Wie Sie von der Technologie der Zukunft profitieren

Das „Internet of Things“, zu Deutsch also das Internet der Dinge, ist vielen Anlegern noch gar kein Begriff. Aber es ist Zeit, sich damit zu beschäftigen. Denn da entwickelt sich ein Trend, der in den kommenden Jahren beeindruckende Dimensionen annehmen dürfte. Davon frühzeitig zu profitieren, kann sich also lohnen. Sehen wir uns das mal genauer an.

Das „Internet der Dinge“ – faszinierende Perspektiven, faszinierende Aktien

Als das Internet begann, die Welt zu erobern, löste das einen gewaltigen Hype an den Börsen aus. Der zwar zeitweise zu einer dann auch platzenden Blase führte, aber der Trend war unumkehrbar. Und Aktien wie Alphabet oder amazon.com machen deutlich, dass der Trend weitergeht. Es folgte die faszinierende Entwicklung der Mobiltelefonie bis hin zu immer leistungsfähigeren Smartphones. Hatten die Investoren diese Trends von Anfang an erkannt? Viele nicht, im Gegenteil:

Als das Internet seine ersten Schritte in den Bereich der privaten Haushalte tat, waren sehr viele Investoren skeptisch, ließen die Finger von Aktien, die damit zu tun hatten. Und als Apple vor zehn Jahren das erste Smartphone auf den Markt brachte, schüttelten viele den Kopf: So etwas braucht doch kein Mensch, hieß es da. Und heute? Heute stellt man in der Retrospektive fest, dass man wohl doch gut beraten gewesen wäre, sich mit diesen Innovationen frühzeitig zu beschäftigen und ihnen offener gegenüberzustehen. Für das IoT, das „Internet der Dinge“, wäre es jetzt noch zeitig genug. Also, um was geht es dabei?

Internet of Things: Eine Definition

Als Internet of Things (IoT) bezeichnet man die intelligente Einbindung von „Dingen“, seien es Elemente der Umwelt, Gegenstände oder Geräte, in einen internetbasierten Verbund zur unmittelbaren Interaktion mit Menschen oder aber zur Interaktion verschiedener Dinge untereinander zur Erfüllung von vorab durch Menschen vorgegebenen Anforderungen.

Der Versuch, das IoT zu definieren, wirkt holprig, wie Sie sehen, aber es reicht nicht aus, das IoT einfach als System, in dem Menschen und Dinge miteinander interagieren, zu bezeichnen. Das wäre ja bereits bei jedem technischen Gerät der Fall, das tut, was man ihm aufträgt. Salopp: Stellt man einen Wecker auf sieben Uhr und er gibt genau dann das erforderliche Wecksignal, wäre das bereits eine Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Nein, IoT bedeutet eine Ebene, in der ins Netzwerk eingebundene Dinge den Menschen unaufgefordert unterstützen, quasi als „unsichtbare Helferlein“. Am besten erklärt sich das mit einigen Beispielen:

Wie das IoT unser Leben verändern kann

Ein Drucker, der permanent überprüft, ob die Druckerpatronen noch ausreichend befüllt sind, sich beim Nutzer meldet und dazu auffordert, die nötigen Patronen nachzubestellen, ist heutzutage normal. Das ist eine einfache Verknüpfung zwischen Mensch und einem „Ding“. Aber sobald der Drucker imstande ist, die Schieflage selbst zu korrigieren, indem er ohne menschliches Eingreifen die nötigen Patronen bestellt und, weil mit einem ganzen Netzwerk aus „Dingen“ vernetzt, auch noch die nötige Bezahlung veranlasst, ist das schon etwas ganz anderes. Und das ist der Weg, den das Internet der Dinge gehen will. Ein anderes Beispiel:

Es gibt in Kleidungsstücke eingebaute Sensoren, die messen, wo und wie oft man sich bewegt, wie sich Körpertemperatur, Blutdruck und Herzschlag verändern etc. Diese Daten werden z.B. an eine Smartphone-App weitergeleitet, die dem Benutzer dann die Möglichkeit gibt, die Informationen auszuwerten. Auch das ist bereits eine Form des Internet of Things. Aber die nächsten Schritte wären beispielsweise Sensoren, die dem Benutzer beim Joggen für ihn günstigere Laufstecken vorschlagen. Oder Sensoren, die bei Allwetterjacken imstande sind, deren Außenhaut auf sich verändernde Wetterbedingungen einzustellen. Das klingt völlig utopisch. Aber man ist bereits auf dem Weg dorthin.

Und die Möglichkeiten und Ziele des IoT beschränken sich nicht alleine auf Bequemlichkeit. Sensoren in Babybetten messen die Atmung des Kindes und warnen die Eltern, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Sensoren in Teppichen können im Fall eines Sturzes ein Notsignal generieren, das in Verbindung mit einem Mobiltelefon unmittelbar den Notdienst informiert – was älteren Menschen das Leben retten kann.

Die besten Internet of Things Aktien

Wie ließe sich von dieser Entwicklung profitieren? Ein probater Weg: Man stellt sich ein kleines Portfolio aus Aktien zusammen, die auf unterschiedliche Weise an diesem Trend teilhaben. So bietet sich eine taugliche Streuung möglicher Risiken und eine sinnvolle Abdeckung der insgesamt breiten Palette von Entwicklungen, die alle zusammen das IoT ausmachen.

Natürlich versuchen auch die großen Technologieunternehmen, hier den Zug nicht zu verpassen. Große Konzerne wie IBM, Alphabet oder Siemens sind da durchaus aktiv. Aber dort macht das Internet of Things verständlicherweise nur einen Bruchteil der Aktivitäten aus. Wer sich gezielter in das IoT „einkaufen“ will, sucht eher nach kleineren Unternehmen, die sich gezielt dieser Thematik verschrieben haben. Drei interessante Aktien, die da mitmischen, stellen wir Ihnen hier vor:

Skyworks Solutions: Die Chip-Spezialisten

Das in Massachusetts beheimatete Unternehmen Skyworks Solutions (ISIN: US83088M1027 – Symbol: SKWKS – Währung: USD) ist ein Spezialist für „besondere Anforderungen“ im Halbleiterbereich, die Formulierung „Solutions“, „Lösungen“ steht hier durchaus zu Recht. Skyworks bringt regelmäßig neue Lösungen auf den Markt, die speziell auf das IoT ausgerichtet sind. Dabei liegt ein Fokus auf Elementen, die die Interaktion zwischen drahtlosen Verbindungen und Netzwerken optimieren. Unternehmen, die sich im IoT tummeln, dürften regelmäßig auf die Skyworks-Lösungen stoßen, zumal man dort nach eigenen Angaben effektiv an der Optimierung der Signalreichweite einzelner Sensoren bei zeitgleich minimalem Energiebedarf arbeitet, ein wichtiger Parameter, um das IoT effektiv und rentabel zu gestalten.

Wie alle Aktien von Unternehmen, die sich mit Zukunftstechnologien beschäftigen, ist auch die an der Nasdaq gelistete Skyworks Solutions eine Aktie, die recht volatil daherkommt. Man sollte daher mit der nötigen Geduld an den Einstieg herangehen und versuchen, Korrekturen zu nutzen, um nach und nach eine Position aufzubauen.

Software AG: Die Plattform-Lieferanten

Die Darmstädter Software AG (ISIN: DE000A2GS401 – Symbol: SOW – Währung: EUR) gehört zu den großen europäischen Software-Häusern. Mit der Übernahme des Startup-Unternehmens Cumulocity im Jahr 2017 hat die Software AG eine wichtige Tür zu den Unternehmen und Endnutzern geöffnet, die das IoT nutzen wollen. Mit Cumulocity IoT bietet die Software AG eine cloudbasierte Plattform an, mit der sich auf übersichtliche Weise Geräte miteinander verbinden lassen. Ende 2017 wurde mitgeteilt, dass sich Siemens der Cumulocity-Plattform bedienen will.

Die Software AG ist in Bezug auf Business-Plattformen ein Allrounder, der viele Anwendungsbereiche abdeckt. Mit diesem Schritt ins „Internet der Dinge“ hat man sich einen weiteren, immens zukunftsträchtigen Bereich geschaffen. Seit 2014 kann das Unternehmen durch regelmäßige Steigerungen des Gewinns überzeugen, begleitet wird diese Entwicklung von einem mittlerweile vier Jahre währenden Aufwärtstrend. Eine Aktie, die man in jedem Fall mit in ein „IoT-Portfolio“ legen kann. Wer ein wenig „Timing“ im Blick hat, würde hier warten, bis die Aktie mit Schlusskursen über 45 Euro die laufende Bodenbildung vollendet hätte.

SPLUNK: Die Daten-Drehscheibe

Das kalifornische Unternehmen SPLUNK (ISIN: US8486371045 – Symbol: SPLK – Währung: USD) betreibt ein Tool, mit dem sich die verschiedensten Daten technischer Geräte sammeln und strukturieren lassen. So werden sie für verschiedenste Benutzer zugänglich und auswertbar. Ursprünglich war das Haupteinsatzgebiet die Störungssuche und -analyse im IT-Bereich. Aber die Fähigkeiten des SPLUNK-Tools sind für die Entwicklung von IoT-Strukturen ideal, da es die Möglichkeit bietet, dass diese Daten auch außerhalb des reinen IT-Bereichs entsprechend strukturiert von Menschen oder anderen Maschinen und Geräten aufgenommen und umgesetzt werden können, so dass Interaktionen unterschiedlicher Systeme auf Basis gegenseitiger Datenauswertung möglich sind.

Während der Umsatz seit dem Börsengang 2012 kontinuierlich und rapide zugelegt hat (von 121 Millionen US-Dollar 2012 auf zuletzt 1,27 Milliarden US-Dollar) erwartet man das Erreichen der Gewinnschwelle erst mit dem laufenden, Ende Januar 2019 endenden Geschäftsjahr. Dafür erscheint SPLUNK vom Kurs her atemberaubend teuer. Aber da setzen die Investoren eben auf die großen Chancen, die das Unternehmen im Rahmen dieses Trends zum „Internet der Dinge“ hat. Hoch spekulativ, aber ebenso hoch interessant!

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Ronald Gehrt

Ronald Gehrt

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Dabei versteht sich Gehrt als Allrounder, der in der fundamentalen, volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie im Bereich der verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse.

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