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Wirecard AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Wirecard
Datum

Titel

Analysis

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Mit seinen 4.500 Mitarbeitern bedient das Unternehmen 34.000 Bestandskunden und dient hierbei als Schnittstelle von mehr als 200 internationalen Zahlungsnetzwerken.

Dabei übernimmt Wirecard die komplette Abwicklung sowie Betrugsprävention und stellt die Infrastruktur inklusive der notwendigen Issuing-Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Wirecard unterstützt seine Kunden darüber hinaus bei der Entwicklung internationaler Payment-Strategien, ob offline, online oder mobil.

Absolutes Top-Unternehmen

Die starke Positionierung schlägt sich in beeindruckenden Unternehmenszahlen nieder.
In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 197 Mio. auf 1,49 Mrd. Euro stark gestiegen. Das Ergebnis kletterte von 0,41 auf 2,10 Euro je Aktie.

Doch Wirecard hat auch in der jüngeren Vergangenheit keineswegs an Momentum verloren. Im Geschäftsjahr 2016 legte der Umsatz um über 30% zu, gefolgt von einem weiteren Sprung um 45% im Jahr 2017. Alleine in dieser kurzen Zeitspanne hat sich der Umsatz von 771 Mio. auf 1,49 Mrd. Euro nahezu verdoppelt.

Nach 2,10 Euro im Vorjahr, erwartet Wirecard 2018 einen Gewinn von 3,00 und im Folgejahr einen Gewinn von 4,10 Euro je Aktie.

Eine absolute Top-Entwicklung, die aber auch ein Preisschild mit sich bringt.

Im laufenden Geschäftsjahr kommt Wirecard auf ein KGVe von 57. Dieser Wert könnte 2019 dann auf 42 sinken.

Selbst im Falle eines neuerlichen Gewinnsprungs ist die Aktie also nicht gerade ein Schnäppchen und auch im historischen Verglich hoch bewertet. Vor nur 2 Jahren lag das KGV noch unter 20.

Charttechnik und Trading Setups

Für den aktuellen Kurseinbruch scheint es keinen wirklichen Grund zu geben, keine News. Die charttechnische Konstellation selbst und erste Verkäufe scheinen zu einer kleinen Panik geführt zu haben.

Bei Wirecard dürfte der Anteil an „Fast-Money“ und Tradern extrem hoch sein. Diese Anleger betreiben meist keinerlei fundamentale Auswertung. Hoffnung treibt den Kurs und die Bewertung steigt auf atemberaubende Werte. Lässt das Momentum nach, drohen scharfe Korrekturen.

Jüngere Beispiele wären Nemetschek, SMA Solar, Osram, Aixtron, Bet-at-home usw. Wir hatten im Vorfeld mehrfach gewarnt.

Es sollte einem immer zu denken geben, wenn eine Aktie in 18 Monaten um 300% zulegt. Selten steigert das Unternehmen den Gewinn in diesem Zeitraum auch nur annähernd so stark. In den meisten Fällen ist es eine Massenhysterie.

Wirecard ist mehrfach auf der Oberseite gescheitert, das Momentum hat nachgelassen und plötzlich kommt Druck auf. Fällt die Aktie nun nachhaltig unter 170 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichem Kursziel bei 158-160 Euro.
Kann auch diese Unterstützung nicht verteidigt werden, muss mit Kursverlusten in Richtung 133 Euro gerechnet werden.

Können sich die Bullen jedoch fangen und den Support bei 170 Euro verteidigen. Haben die Bären ihre Chance vertan. Der Aufwärtstrend steht aber dennoch zur Disposition.

Nochmal zum Verständnis: Es handelt sich um ein Top Unternehmen mit einer starken Positionierung und hohem Gewinnwachstum. Doch die Bewertung war schlichtweg zu hoch.
Als Investor sollte man sich über die Korrektur freuen, sie ist gesund und bietet unter Umständen eine Chance zum Einstieg. Der Bereich zwischen 133 und 140 Euro wäre durchaus interessant.

20181008-wirecard-was-ist-hier-los-und-wo-liegen-kursziele-und-kaufmarken-tageschart

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Heute ist es also soweit: Der Überflieger Wirecard ersetzt das DAX-Gründungsmitglied Commerzbank im Deutschen Aktienindex, welches jetzt in den MDAX umziehen muss. Der Zahlungsabwickler verzeichnet seit Jahresanfang eine Kursverdoppelung und seit Anfang 2017 eine Vervierfachung. Auf Grund des hohen Handelsvolumens und der gestiegenen Marktkapitalisierung rückt die Aktie jetzt in die höchste Börsenliga auf und viele Anleger fragen sich, ob sich die Rallye jetzt fortsetzen wird. Die Statistik der Aufsteiger in den DAX zeigt, dass nach einer vorausgehenden Kursstärke häufig eine Schwächephase von mehreren Monaten folgt. So hat zuletzt auch die Aktie des Werkstoffherstellers Covestro nach der Aufnahme in den DAX einiges an Glanz verloren. Der Trend befindet sich aus technischer Sicht aktuell in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Gründe für solche Schwächephasen sind, dass einige Anleger die positiven Nachrichten nutzen, um ihre Gewinne zu realisieren. Immerhin ist die Aufnahme in den DAX schon seit langem bekannt und diese Tatsache ist längst schon im Kurs der Aktie eingepreist. Technisch wird es jetzt überaus spannend, denn ähnlich wie zuletzt Ende Juni sind die Kurse am steigenden 50-Tage-Durchschnitt angekommen. Ob die Rallye jetzt weitergeht oder nicht, hängt einzig und allein davon ab, ob die jetzige Konsolidierung erneut nach oben verlassen werden kann, oder nicht. Die Chancen stehen gut, doch die Statistiken der DAX-Newcomer stehen dagegen.

Aussicht: BULLISCH

Wirecard Chart vom 21.09.2018 Kurs: 178.30 Kürzel: WDI

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Tagen haben sich die Anzahl an roten Ausverkaufskerzen im Chart des Zahlungsanbieters Wirecard doch deutlich erhöht. Auch das Volumen ist inzwischen leicht über Durchschnitt gestiegen. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass auf aktuellem Niveau eine breite Rotation zwischen den Marktteilnehmern stattfindet. Ehemalige Käufer nehmen ihre Gewinne mit und treffen auf neue Anleger, welche sich noch ein Stück vom Kuchen sichern wollen. Noch ist aus technischer Sicht nicht viel passiert und es gibt auch keine Verkaufssignale, welche eine Korrektur andeuten würden. Auch die Tatsache, dass sich die Aktie zuletzt wieder einmal hervorragend geschlagen hat, während der DAX einknickte, sollte positiv erwähnt sein. Dennoch mehren sich die Warnsignale, dass der Verkaufsdruck langsam aber stetig zu steigen beginnt.

Expertenmeinung: Unser Kursziel nahe der psychologisch wichtigen Marke bei 200 EUR, welches wir zuletzt Mitte August in Aussicht gestellt haben, wurde längst erreicht. Dass die Kurse sich auf diesem Niveau etwas schwer tun, ist nicht weiter überraschend. Runde Marken neigen gerne dazu, vorübergehend als Unterstützungen oder Widerstände ins Kursgeschehen einzugreifen. Für die kommenden Tage ist es wichtig, dass das neue höhere Pivot-Tief bei 177.45 EUR nicht nach unten verletzt wird. Sollten die Kurse darunter fallen, wäre der Aufwärtstrend erstmals seit Monaten ernsthaft in Gefahr. Alles darüber bleibt vorläufig weiterhin bullisch.

Aussicht: BULLISCH

Wirecard Chart vom 10.09.2018 Kurs: 186.25 Kürzel: WDI

Am Mittwoch nach US-Handelsende, nachdem auch die deutschen Index-Futures ihren Handel beendet hatten, wurde es bekanntgegeben: Die Commerzbank muss aus dem DAX in den MDAX absteigen. Und für sie wird ab Mitte September Wirecard aus dem TecDAX der neue, 30. DAX-Titel sein. Der Bezahlsysteme-Spezialist hat damit einen rasanten Aufstieg hinter sich. Und jetzt im DAX notiert zu sein, sichert der Aktie noch mehr internationale Aufmerksamkeit.

Hinzu kommt, dass all die Fonds und ETFs, die den DAX abbilden, die Aktie jetzt kaufen müssten. Daraus schließen viele Marktteilnehmer: Sobald Wirecard in Kürze wirklich im DAX gelistet ist, kann, ja muss diese Rallye durch die dann steigende Nachfrage weitergehen. Das kann sie in der Tat. Aber sie muss es nicht. Und es wäre nicht das erste Mal, dass solche Spekulationen nach hinten losgehen.

Expertenmeinung: Da die Spatzen Wirecards Aufstieg schon seit Wochen von den Dächern pfiffen, kommt diese Entscheidung nicht überraschend. Die Überlegung, dass die Aktie danach weiter zulegen müsste, man mit dem Vorab-Einstieg also einen „sicheren“ guten Schnitt machen könnte, ist daher ebenso alt … und dürfte von nicht wenigen in die Tat umgesetzt worden sein.

Richtig ist zwar, dass die DAX-Fonds und ETFs nicht im Vorfeld kaufen konnten. Aber ihren Käufen stehen die Abgaben der TecDAX-Fonds und ETFs ebenso wie der Druck derer gegenüber, die dann umgehend den Gewinn ihrer Vorkäufe einstreichen wollen. Aber bei einer Aktie, die sich seit Jahresbeginn im Kurs zeitweise verdoppelt hatte und die von der Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis beim besten Willen zumindest kurzfristig nicht mehr günstig ist, könnten auch andere Akteure, die nicht bei den „Vorkäufern“ dabei waren, sondern schon länger investiert sind, der Versuchung erliegen, diese Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen zu nutzen.

Dass die Aktie am Mittwoch im Vorfeld der Entscheidung über ihren Aufstieg auf einmal um 5,74 Prozent nachgab, obgleich es zum Unternehmen selbst keine negativen Nachrichten gab, ist ein Indiz, dass der Schuss in der Tat nach hinten losgehen kann.

Da es allerdings gelang, die 20-Tage-Linie als nächstgelegene Auffanglinie zu halten, könnten die Bullen das Ruder noch herumreißen. Aber sollte es heute zu erneutem Druck kommen, würden wohl viele von denen, die sich eigentlich mit der DAX-Aufnahme einen starken Schub bei Wirecard versprochen hatten, die Segel streichen. Ein Rücksetzer in die Region 158/161 Euro (Juni-Hoch und April-Aufwärtstrendlinie) wäre dann ein wahrscheinliches Szenario.

Chart vom 05.09.2018, Kurs 182,10 Euro, Kürzel WDI

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse auf die Aktie des Zahlungsanbieters Wirecard haben wir unser Kursziel mit rund 200 EUR definiert. Grund für diese Annahme war die sogenannte „Measured move“-Methode, welche uns als Basis zur Berechnung diente. Hierbei geht man davon aus, dass eine Impulsspanne aus der Vergangenheit, sich bei einem weiteren Impuls in selbiger Höhe wiederholen wird. Im Chartbild haben wir nochmals den gesamten Anstieg von April bis Juni eingezeichnet, welcher als Gesamtimpuls zum letzten wichtigen Pivot-Tief von Ende Juni hinzuaddiert wurde. Solche Kursziele sind natürlich nicht auf Cent und Euro exakt anzusetzen, geben Anlegern aber immer wieder sehr gute Ansatzpunkte für das mögliche Ziel einer intakten Bewegung. Der Trend bleibt vorerst weiterhin bullisch.

Expertenmeinung: Anleger haben nun knapp unter der Marke von 200 EUR die Möglichkeit einige Gewinne ins Trockene zu bringen. Natürlich muss das Erreichen des Kursziels nicht notgedrungen bedeuten, dass das Papier sofort wieder nach unten drehen wird, aber es sollte einem auch bewusst sein, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und das Thema Money- und Riskmanagement ein wichtiges Puzzlestück erfolgreichen Handelns darstellt. Unser Tipp wäre demnach,  hier Teilgewinne mitzunehmen und eine Restposition mit Trailing-Stops abgesichert weiter laufen zu lassen.

Aussicht: BULLISCH

20180831-wirecard-kursziel-nahezu-erreicht-hier-kasse-machen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Viele Anleger stellen sich schon seit Monaten die Frage, wann die Rallye beim Zahlungsanbieter Wirecard enden wird und einige Bären haben sich bei der Spekulation auf fallende Kurse in der Aktie bereits gehörig die Finger verbrannt. Wieder einmal ist klar und deutlich zu sehen, dass bestehende Trends länger halten, als dass sie gebrochen werden. Ob der Kursanstieg hierbei auch wirklich fundamental gerechtfertigt ist, interessiert die Börse meist herzlich wenig. Seit 2017 konnten sich die Kurse bereits mehr als vervierfachen, doch ein Ende der Rallye ist weiterhin nicht in Sicht. Das letzte Kaufsignal erhielt das Papier Mitte Juli, als das bisherige Allzeithoch bei 158.10 EUR gebrochen wurde. Dass sich die Aktie danach auf neue Höhen begeben würde, haben wir bereits im Juli treffend analysiert. Die Bullen bleiben somit klar spielbestimmend und der Trend weiterhin bullisch.

Expertenmeinung: Wo liegen jetzt die nächsten Kursziele und wann könnte die Aufwärtsbewegung wirklich beendet werden? Kommen wir zu ersterem. Die letzte Impulswelle von April bis Juni wies eine Spanne von rund 70 Euro auf. Wenn wir diese zum Pivot-Tief von Ende Juni hinzuaddieren, wäre das nächste Ziel mit rund 200 EUR anzusetzen. Nachdem dies auch eine wichtige psychologische Marke darstellt, handelt es sich um einen durchaus realistischen Zielbereich. Zum anderen ist zu sehen, dass sich die Kurse gerne entlang des 20-Tage-Durchschnitts bewegen. Dieser kann auch als Trailing-Stop für laufende Gewinne in Betracht gezogen werden. Solange die Wirecard Aktie nicht darunter schließt, dürfte die Aufwärtsbewegung weiter anhalten.

Aussicht: BULLISCH

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Die Aktie des Bezahlsysteme-Spezialisten Wirecard zeigt insbesondere seit Anfang April ein derartig starkes aufwärts-Momentum, dass Rücksetzer von vielen grundsätzlich als Chance gesehen werden, billiger in die Aktie hineinzukommen, bevor sie das nächste Rekordhoch ansteuert.

Gerade erst am Dienstag wurde eine solche neue Bestmarke mit 172,15 Euro erreicht. Am Mittwochabend notierte die Aktie jedoch auf einmal gut elf Euro niedriger – und das ohne negative Nachrichten, die das Unternehmen betroffen hätten. Und Wirecard würde man auch nicht in der ersten Reihe von Unternehmen ansiedeln, die hinsichtlich Türkei-Krise, Handelskrieg oder ungeordnetem BrExit besonders betroffen wären.

Dieses Minus von 5,34 Prozent, das die Aktie am Mittwoch wegzustecken hatte, basierte vor allem darauf, dass viele Investoren dann, wenn die Lage ernst wird und die Nerven beben, lieber Gewinne mitnehmen als Verluste realisieren, wenn es darum geht, die Barreserven hochzufahren. Und auf dieser Aktie, die noch am Mittwochmorgen ganz nahe am Verlaufsrekord des Vortags in den Handel ging, ist reichlich „Speck“, von dem man da zehren könnte. Ist der Umkehrschluss zulässig, dass Aktien wie Wirecard dann auch zu den ersten gehören, die wieder eingesammelt werden, wenn die Nervosität am Markt nachlässt?

Expertenmeinung: Wenn diese Prämisse erfüllt ist, sprich die Nerven der Investoren sich zügig beruhigen, weil die befürchteten negativen Entwicklungen nicht eintreten, ja. Aber das muss nicht bedeuten, dass ein schwacher Tag reicht, um die Käufer zurückzuholen, das hat die scharfe Korrektur von Mitte bis Ende Juni gezeigt. Und um als „billig“ zu gelten, auch aus Sicht des Kurs/Gewinn-Verhältnisses für den Einstieg lukrativ zu sein, wäre ein kleiner Rücksetzer wie dieser noch zu dünn, denn das KGV liegt selbst für die für 2019 prognostizierten Gewinne um 40, für die 2018er-Gewinne bei ca. 55.

Auch, wenn die Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn beeindruckend sind, ist das kein Schnäppchen. Denn eine solche Bewertung wäre nur dann gerechtfertigt, wenn dieses Wachstumstempo auch über 2019 hinaus lange fortgesetzt werden könnte. Und das kann man zwar hoffen, aber nicht wissen.

Fazit: Es kann zwar sein, dass der Umstand, dass das markante, damalige Rekordhoch vom 15. Juni bei 158,10 Euro nahe ist und die 20-Tage-Linie nur sehr knapp unterboten wurde, die ersten Akteure jetzt bereits zum Kauf bewegt. Aber dass dann nicht doch noch Druck nachkommt, wäre nur zu unterstellen, wenn die Gründe für die Nervosität am Markt umgehend verschwinden würden. Und darauf zu setzen, wäre verwegen. Auf der sichereren Seite stünde man, wenn man abwarten würde, bis der gerade erst in der überkauften Zone auf Verkauf gedrehte Stochastik-Oszillator zumindest in die Mitte des neutralen Sektors, in eine Region zwischen 40 und 60, korrigiert hat. Dann ließe es sich im Fall überzeugend vereidigter charttechnischer Unterstützungen über den Einstieg nachdenken.

Im Gegensatz zum gestrigen „Turnaround-Opfer“ Sartorius (siehe unsere heutige Analyse zur Sartorius Vorzugsaktie) ist es bis zur Quartalsbilanz des Bezahlsysteme-Spezialisten Wirecard noch lange hin, die Ergebnisse werden erst am 16. August erwartet. Eine Gemeinsamkeit hat Wirecard aber durchaus mit Sartorius: Die Bewertung ist alles andere als niedrig. Bei Wirecard ist zwar die Dynamik in Bezug auf Umsatz- und Gewinnwachstum deutlich höher.

Aber die Verlockung, bei einem subjektiv als zu schnell zu weit gestiegen empfundenen Kurs die Gelegenheit zu nutzen, Gewinne mitzunehmen, ist auch hier vorhanden, die Korrektur in der zweiten Juni-Hälfte macht das deutlich. Und das Kursverhalten zum Wochenstart sollte zumindest für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Wirecard-Aktie am Montagmorgen deutlich von 168 auf 200 Euro angehoben.

Das sorgte dafür, dass die Aktie zum Wochenstart knapp über dem vorherigen Verlaufsrekord von 158,10 Euro, der am 15. Juni markiert wurde, schloss. Und es sorgte zum Start in den Dienstag für Anschlusskäufe. Nur hielten die nicht vor: Wirecard erreichte in der Spitze 164,50 Euro, drehte dann aber ab und beendete den Handel mit 159,90 Euro gerade einmal 80 Cent über dem Montags-Schlusskurs.

Expertenmeinung: In solchen Situationen, die andeuten, dass ein Kursniveau erreicht sein könnte, auf dem die Nachfrage versiegen, die Neigung zu Gewinnmitnahmen aber steigen könnte, wären perfekte Quartalsergebnisse hilfreich, aber wie gesagt, die kommen erst Mitte August. Wenn ein Haus wie Goldman Sachs das höchste bislang vorhandene Kursziel von 192 Euro mit einem neuen „Kursziel-Rekord“ von 200 Euro ablöst und die Aktie trotzdem schon am Folgetag unter Druck gerät, ist das ein Warnsignal.

Jetzt hätten die Bullen Handlungsbedarf. Erst vergangene Woche war es gelungen, einen kurzzeitigen, scharfen Rücksetzer knapp oberhalb der 20-Tage-Linie abzufangen und in ein Plus zu verwandeln. Ein solches Kunststück wäre jetzt ideal, um diejenigen, die angesichts der am Dienstag auf Rekordniveau abverkauften Gewinne darüber nachdenken, hier zumindest zum Teil Kasse zu machen, davon abzubringen. Gelingt es, das gestrige Verlaufs-Rekordhoch von 164,50 Euro auf Schlusskursbasis zu überbieten, dürfte die Gefahr kurzfristig gebannt sein.

Sollten der gestrigen roten Kerze aber weitere Abgaben folgen, die Wochenbilanz der Aktie per Freitagabend negativ werden, wäre es unbedingt ratsam, sich hier konsequent abzusichern. Da die 20-Tage-Linie gerade erst als Unterstützung „funktioniert“ hat, sollten sich Akteure mit spekulativen Long-Trades überlegen, diese derzeit bei knapp 148 Euro verlaufende Linie als Orientierung zu wählen.

WDI_2018_07_25

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Anbieters von Bezahlsystemen, Wirecard, konnte auch in den letzten Wochen ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Bereits Anfang Juli hatten wir die mögliche Kaufgelegenheit in der Aktie erwähnt, da sich die Kurse nach einer beispiellosen Rallye von April bis Juni, in eine Korrekturphase begeben hatten. Die große Frage war, ob der steigende 50-Tage-Durchschnitt als Unterstützung halten würde. Die Antwort hierauf haben wir mittlerweile bekommen und die Bullen haben erneut das Ruder an sich gerissen. Nun steht die Aktie erneut vor einer wichtigen Hürde, denn um den längerfristigen Aufwärtstrend fortzuführen, muss in den kommenden Wochen ein neues Allzeithoch her. Das Nichterreichen des bisherigen Hochs wäre ein Zeichen von Schwäche.

Expertenmeinung: Es bleibt abzuwarten, ob die Marke bei 158.10 EUR überboten werden kann. Auf Grund des recht steilen Anstieges der letzten Wochen ist davon auszugehen, dass sich zumindest kurzfristig eine kleine Konsolidierung auf den aktuellen Niveaus einstellen dürfte. Danach wäre ein Ausbruch wesentlich konstruktiver. Im Chartbild könnte sich somit ein sogenanntes „Cup and Handle“ bilden, welches eine überaus bullische Formation darstellen würde. Alles in allem sieht das Papier weiterhin stark aus und wir belassen unsere bullische Haltung bei.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 19.07.2018 Kurs: 153.95 Kürzel: WDI

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Viele Marktteilnehmer fragen sich seit geraumer Zeit, wann der Aufwärtstrend der Aktie von von Wirecard enden wird. denn der Spezialist für Bezahlsysteme liefert seit Anfang des vorigen Jahres eine unglaubliche Performance. So konnte sich die Aktie mittlerweile mehr als verdreifachen und nach wie vor scheint der Hunger der Bullen nicht gestillt zu sein. Lediglich zu Beginn des Jahres gab es Anzeichen dafür, dass der Trend erstmals gebrochen werden könnte. Mit den positiven Signalen, welche im April generiert wurden, ging es in Folge jedoch wieder nach oben. In den letzten Wochen holte die Aktie abermals zu einer Zwischenkorrektur aus, welche exakt am 50-Tage-Durchschnitt aufgefangen werden konnte.

Expertenmeinung: Bis auf Weiteres belassen wir unserer Aussichten auf Wirecard auf der bullischen Seite. Das Tief der vorigen Woche bei 128.80 EUR ist allerdings jetzt das Referenztief, auf welches geachtet werden sollte. Brechen die Kurse darunter, könnte dies das Signal für eine weitreichende Korrektur darstellen. Solange sich die Aktie über diesem Niveau halten kann, sehen wir die momentane Bewegung eher als eine normale Zwischenkorrektur in einem übergeordneten Aufwärtstrend.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 04.07.2018 mit Kurs: 137.80 Kürzel: WDI

Bedenkt man, wie volatil Wirecard ist, dass die Nervosität am Aktienmarkt sukzessive zunimmt und da bei vielen Anlegern gerade die Aktien auf der Verkaufsliste landen, an denen ordentlich „Speck“ ist, sprich bei denen man gut in der Gewinnzone liegt (weil es psychologisch einfach ein besseres Gefühl ist, Gewinne mitzunehmen als Verluste zu realisieren), ist diese Aktie momentan beeindruckend stabil. Da helfen zwar auch die Analysten fleißig mit, denn da gehen die Anhebungen des Kursziels nicht aus. Vor gut einer Woche hob Kepler Cheuvreux das Kursziel von 135 auf 185 Euro an, das Bankhaus Lampe folgte am Dienstag mit einer Anhebung von 136 auf 190 Euro. Was dazu führt, dass die Kursziele der Experten fast mit der rasant steigenden Aktie mithalten. Aber das alleine bewegt die Marktteilnehmer nicht, hier so beherzt zuzugreifen, dass diese Aktie im bald endenden zweiten Quartal in der Spitze schon ein Plus von 64 Prozent vorzuweisen hatte. Es ist die Überzeugung, dass das Metier, indem Wirecard agiert, noch immenses Potenzial hat: das der elektronischen Zahlsysteme und Risikomanagement-Lösungen. Was das bisherige Wachstum bestätigt:

Expertenmeinung: Umsatz und Gewinn waren im ersten Quartal äußerst beeindruckend gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Und Wirecard hat derzeit keinen Grund, die optimistische Prognose für 2018 zu relativieren. Doch auch, wenn das dynamische Wachstum die Aktie vom Kurs/Gewinn-Verhältnis her mit derzeit knapp 50 für den im Schnitt der Analysten erwarteten 2018er-Gewinn nicht als überteuert dastehen lässt: „Billig“ ist Wirecard auch nicht gerade. Ein Rücksetzer wäre also jederzeit möglich. Und der könnte dann auch mal ein wenig umfassender ausfallen. Für den Moment aber zeigen die Bullen, dass sie hier absolut nichts anbrennen lassen. Am Dienstag rutschte die Aktie, nachdem im Zuge der Terminbörsen-Abrechnung am vergangenen Freitag ein „bearish engulfing pattern“ Gefahr angedeutet hatte, kurzzeitig unter die beiden, den rasanten Aufwärtstrend begleitenden Linien … und schloss zum Handelsende darüber. Zum Ende des Dienstags-Handels schloss Wirecard knapp über der steilen April-Aufwärtstrendlinie, nachdem der Kurs genau auf Höhe der zweiten „Leitstrahl-Linie“, dem 20-Tage-Durchschnitt, wieder anzog. Da wird also aktiv und vor allem effektiv verteidigt. Aber das steigert die Relevanz dieser beiden Linien als entscheidende Unterstützungen der Rallye natürlich noch. Sollte die 20-Tage-Linie, zuletzt bei 140,57 Euro, kurzfristig erneut getestet und dann auf Schlusskursbasis nicht gehalten werden, wäre das ein allseits wahrgenommenes, negatives Signal. Darunter läge die nächste Unterstützung bei 133 Euro, darunter aber wäre, verursacht durch das Tempo dieser Rallye, aus charttechnischer Sicht erst wieder auf Höhe des Januar-Hochs bei 111,60 Euro eine Unterstützung zu finden. Ein Stoppkurs knapp unterhalb dieser 20-Tage-Linie sollte daher eine Überlegung wert sein.

Chart vom 21.06.2018, Kurs 147,99 Euro, Kürzel WDI

Wirecards mittelfristige Aufwärtstrendlinie verläuft bei 100 Euro, die 200-Tage-Linie sogar noch knapp darunter. Vor zehn Wochen, Anfang April, notierte die Aktie des Bezahlsysteme-Spezialisten noch kurzzeitig bei 90 Euro, gestern erreichte sie im Hoch sagenhafte 156,35 Euro. Ein Plus von über 70 Prozent in derart kurzer Zeit: Eine grandiose Erfolgsstory. Und angesichts der Umsatz- und Gewinndynamik dieses in einer perspektivisch tadellos aufgestellten Branche agierenden Unternehmens kann man dieses Kursniveau zwar gut und gerne als „teuer“ einstufen. Aber ist die Aktie auch schon „zu teuer“? Wo ist bei einer Hausse wie dieser, die wie mit dem Lineal gezeichnet wirkt, „oben“? Das ist die Crux bei solchen Rallyes: Das ist nicht vorab abschätzbar. Wo „oben“ war, weiß man immer erst viel später, wenn aus einem Rücksetzer wider Erwarten eine Korrektur, aus der Korrektur dann ein Abwärtstrend wurde. Bis dahin wäre hier nach oben nichts unmöglich, denn gerade dieses immense Momentum der Aufwärtsbewegung zieht immer neue Käufer an und bestärkt diejenigen, die schon länger dabei sind, darin, noch ein wenig risikofreudiger zu agieren. Grund: Die meisten Trader denken und handeln prozyklisch und verlängern damit aktuelle Trends einfach in die Zukunft. Aber natürlich ist es damit irgendwann doch erst einmal vorbei, denn:

Expertenmeinung: Die Zahl potenzieller, neu hinzukommender Käufer nimmt bei einem derart rapiden Kursanstieg mit der Zeit ab. Zugleich wächst die Zahl an Anlegern, die hier auf immens hohen Gewinnen sitzen und davon gerne zumindest einen Teil sichern würden. Was sie derzeit davon abhält, ist die ungebrochene Dynamik. Aber da hier wohl mittlerweile viele auf Schwächesignale lauern, um dann zu einem nach Möglichkeit optimalen Kurs den Gewinn mitzunehmen, kann es so laufen, dass schon ein wackliger Tag bei zu vielen gleichzeitig dieses Gefühl des „oben“ auslöst und es wie zuletzt am 22. Mai aus heiterem Himmel zu einem kräftigen Rücksetzer kommt. Der wurde zwar, wie Sie im Chart sehen können, sofort wieder für Käufe genutzt. Aber das muss beim nächsten Mal nicht ebenso gelingen. Daher wäre es unbedingt ratsam, mit einer konsequenten Absicherung zu agieren. Und da hat diese Aktie einen großen Vorteil: Es gibt tatsächlich taugliche, charttechnisch fundierte Orientierungspunkte für Stoppkurse auf der Long-Seite. Sie sehen, dass diese Rallye durch eine Art doppelten Leitstrahl geführt wird, und zwar durch die Anfang April entstandene Aufwärtstrendlinie bei derzeit 139 Euro und die knapp darunter nahezu parallel mitlaufende 20-Tage-Linie bei 136 Euro. Durch die Intensivierung der Rallye in den letzten Tagen ist die Aktie dieser Zone zwar kurzfristig davongelaufen, aber damit müsste man, sofern man hier auf der Hausse-Welle mitreitet, schlichtweg leben … zumal beide Linien einen intensiven Steigungswinkel haben, der Aktie also zügig hinterher laufen.

Chart vom 14.06.2018, Kurs 156,30 Euro, Kürzel WDI

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Mit seinen 4.500 Mitarbeitern bedient das Unternehmen 34.000 Bestandskunden und dient hierbei als Schnittstelle von mehr als 200 internationalen Zahlungsnetzwerken.
Dabei übernimmt Wirecard die komplette Abwicklung sowie Betrugsprävention und stellt die Infrastruktur inklusive der notwendigen Issuing-Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.
Wirecard unterstützt seine Kunden darüber hinaus bei der Entwicklung internationaler Payment-Strategien, ob offline, online oder mobil.

Wachstum in Extremform

Die starke Positionierung mündet in mehr als beeindruckenden Unternehmenszahlen. In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich der Umsatz von 197 Mio. auf 1,49 Mrd. Euro mehr als versiebenfacht. Das Ergebnis kletterte von 0,41 auf 2,10 Euro je Aktie.

Doch Wirecard hat auch in der jüngeren Vergangenheit keineswegs an Momentum verloren. Im Geschäftsjahr 2016 legte der Umsatz um über 30% zu, gefolgt von einem weiteren Sprung um 45% im Jahr 2017. Alleine in dieser kurzen Zeitspanne hat sich der Umsatz von 771 Mio. auf 1,49 Mrd. Euro nahezu verdoppelt.

Im ersten Quartal 2018 konnte nahtlos an die positive Entwicklung angeknüpft werden. Das Transaktionsvolumen stieg um 55,7% und der Umsatz kletterte auf Jahressicht um 52,9% auf 420,5 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie blieb etwas zurück und legte um 46% auf 0,57 Euro zu.

Der bereits im Vorfeld angehobene Ausblick wurde bestätigt. Wirecard erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein EBITDA von 520 – 545 Mio. Euro, nach 412,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Ergebnis sollte den Schätzungen zufolge in diesem Jahr von 2,10 auf 2,95 Euro je Aktie steigen. Wirecard kommt somit auf ein KGV von 66 und ein KGVe von 47. Trotz des enormen Wachstums kann man also kaum von einem Schnäppchen sprechen.
Die jüngste Rallye hat die Bewertung der Aktie auf ein erhöhtes Niveau gebracht. Auch der Überflieger Wirecard war aus fundamentaler Sicht schon weitaus günstiger.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist übergeordnet bullisch und ein klarer Outperformer.
Kurzfristig ist der Wert aber auch klar überkauft und korrekturgefährdet. Die Kerzen der letzten Handelstage könnten ebenfalls auf eine kommen Rücksetzer hindeuten. Mögliche Kursziele auf der Unterseite lägen bei 133,00 und 126,00 Euro.
Hier wären die Chancen für einen erneuten Long-Einstieg deutlich besser, als auf dem aktuellen Niveau.

20180607-wirecard-ist-die-rallye-noch-zu-rechtfertigen

Im August vergangenen Jahres notierte die Aktie des Bezahlsysteme-Spezialisten Wirecard noch bei 65 Euro, vergangene Woche hatte sich das Kursniveau verdoppelt. Kurz hatte es den Anschein, als wäre damit erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht, denn zu Beginn der vergangenen Woche sorgte ein „bearish engulfing pattern“ für Ernüchterung: Die Woche begann, feiertagsbedingt am Dienstag, mit einem neuen Verlaufsrekord, doch der Handelstag endete für die Aktie im Minus. Ein Warnsignal dahingehend, dass dem Markt nach diesem immensen Anstieg die Käufer ausgegangen sein könnten. Aber aus diesem Warnsignal wurde kein Verkaufssignal, weil die Bestätigung in Form unmittelbar folgender Anschlussverkäufe ausblieb. Die beiden folgenden Handelstage gestalteten sich zwar wackelig, erzeugten aber keine neuen Tiefs. Und seit Freitag macht sich Wirecard schon wieder auf den Weg nach oben: Am Montag erreichte die Aktie im Tageshoch mit 133,15 Euro einen Level, der bereits knapp über dem vorherigen Verlaufsrekord lag. Geht diese Hausse also tatsächlich weiter?

Expertenmeinung: Auch, wenn der Wirecard-Kurs seit dem Tief von Anfang April kurz davor steht, in weniger als zwei Monaten 50 Prozent zuzulegen: Denkbar ist es durchaus, dass diese Aktie noch ein gutes Stück weiterläuft. Sie ist zwar, was die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis angeht, nicht mehr billig, aber auch nicht zwingend „zu teuer“. Denn gerade erst Mitte Mai konnte Wirecard mit den Ergebnissen zum ersten Quartal 2018 deutlich machen: Umsatz und Gewinn wachsen weiterhin in einem beeindruckenden Tempo: Der Umsatz lag knapp 53 Prozent, der Gewinn auf Basis des EBITDA (Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen) 38 Prozent über dem des ersten Quartals 2017. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von knapp 40, das derzeit vorliegen würde, sollte die durchschnittliche Prognose der Analysten eintreffen, ist bei solchen Wachstumsraten durchaus nicht überzogen. Da kann also noch Luft nach oben sein. Nur: Sicher prognostizierbar ist dergleichen nicht, vor allem nicht nach einem derart schnellen Anstieg, der manch einen zu Gewinnmitnahmen locken dürfte. Solange der kurzfristige Trend hält, gäbe es noch keine sinnvolle Alternative zu bestehenden Long-Trades, wichtig wäre nur, sich konsequent für den Fall der Fälle abzusichern. Als Orientierung hierfür bietet sich momentan die die Rallye begleitende 20-Tage-Linie an, die momentan bei knapp 123 Euro verläuft.

Chart vom 28.05.2018, Kurs 132,55 Euro, Kürzel WDI

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Artikelserie: Die Technische Analyse – Lassen Sie Charts für sich arbeiten!

  1. Trends, Widerstände und Unterstützungen: Das Fundament jeder Analyse
  2. Trendwende- und Konsolidierungsformationen: Die wichtigsten Chartmuster in Trends
  3. Markttechnik: Mit diesen Indikatoren sind Sie komplett ausgerüstet
  4. Absicherung: Stoppkurse richtig setzen
  5. Candlestick-Charts: Was diese Charts alles können

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Den Anbieter von Bezahllösungen Wirecard hatten wir bereits vor einer Woche im Fokus. Die Aktie näherte sich gerade dem Widerstand bei 112 EUR und im Chartbild war eine sogenannte „Cup and Handle“ Formation zu sehen. Dies ist eine überaus positive technische Formation, welche grundsätzlich eine recht hohe Chance, bei niedrigen Risiken liefert. So darf bei einem Ausbruch nach oben, welcher mittlerweile stattfand, der Henkel (Handle) nicht mehr unterschritten werden. Hier befindet sich das Zwischentief bei rund 106 EUR. Das Potential nach oben ist die gesamte Tasse (Cup). In diesem Fall wäre dies ein Potential von immerhin 26 EUR. Zur Oberseite projiziert würde sich ein theoretisches Kursziel bei 138 EUR ergeben.

Expertenmeinung: Das Potential nach dem Ausbruch war somit um mehr als das Vierfache höher als das grundsätzliche Risiko. Natürlich ist das Kursziel nach oben nicht in Stein gemeißelt, aber es macht uns augenscheinlich, welches Potential hier in den kommenden Wochen und Monaten noch in der Aktie lauert. Vorläufig ist es wichtig, auf das Ausbruchsniveau bei 112 EUR zu achten. Wenn die Bullen weiterhin bestimmend bleiben wollen, dann sollten die Kurse hier keinesfalls mehr darunter schließen.

Aussicht: BULLISCH

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Trotz der Schwäche des deutschen Aktienmarktes gelang es der Aktie des Zahlungsanbieters Wirecard sich zum bisherigen Allzeithoch zurück zu kämpfen. Die Richtung stimmt und seit Februar ist eine Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs im Chart erkennbar. Die teils recht heftigen Gewinnmitnahmen aus dem Monat Januar konnten mittlerweile gut verarbeitet werden und eine Vielzahl von Anlegern nutzte die teils günstigeren Kurse, um sich wieder zu positionieren. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte zeigen mittlerweile nachhaltig nach oben und signalisieren positives Momentum.

Expertenmeinung: Wenn die Bullen die Chance für einen Ausbruch zu neuen Allzeithochs nutzen wollen, dann sollten Sie die Kurse unbedingt über den beiden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 halten. Zuletzt gelang dies im letzten Jahr über Monate hinweg. Aktuell befinden sich diese Indikatoren bei rund 105 und 101 EUR. Alles über diesen Niveaus ist als überaus stark einzustufen und so bleiben wir vorerst mit unseren Aussichten auf der positiven Seite.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 25.04.2018 Kurs: 107.45 Kürzel: WDI

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