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Wacker Chemie AG.: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Wacker Chemie
Datum

Titel

Analysis

Die Wacker Chemie AG mit Sitz in München ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Mit 23 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien und 13.800 Mitarbeitern ist man in allen Schlüsselregionen präsent.

Das Unternehmen ist in den vier Sparten Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon aufgestellt. Das Kerngeschäft sind jedoch Siliciumprodukte für die Halbleiterindustrie.
Hergestellt werden aber auch Pharmaproteine, Öle, Dichtstoffe, Lackharze, Dispersionspulver und Kieselsäure. Die Produkte von Wacker Chemie finden hierbei Anwendung in zahlreichen Branchen vom Maschinenbau über Nahrungsmittel bis hin zur Medizintechnik und Biotechnologie.

Das gibt einem zu Denken

In den zurückliegenden zehn Jahren legte der Umsatz von 4,30 auf 4,92 Mrd. Euro zu, stagniert aber seit 2010 weitgehend. Darunter leidet natürlich die Profitabilität und die Margen sind tendenziell rückläufig.
Beim Gewinn ist also kein klarer Aufwärtstrend zu erkennen, viel mehr schwankt das Ergebnis und liegt nach wie vor unter dem Wert von 2010.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Für das Gesamtjahr erwartet Wacker Chemie ein Umsatzwachstum im „niedrigen einstelligen Prozentsatz“ und einen Anstieg des EBITDA um „einen mittleren einstelligen Prozentwert“.

Wenn man das Geschäftsmodell und die Sektoren betrachtet, in dem der Konzern tätig ist, sollte man eigentlich mehr erwarten können.

Das Unternehmen ist also weder im Rückblick noch im Ausblick eine Top-Performer. Die Bewertung sollte also dementsprechend moderat ausfallen, vor allem da auch ein bedeutender Teil des Geschäfts zyklisch ist.

Das war in der jüngeren Vergangenheit aber nicht der Fall und daher wurde zweimal ein ganz klar negatives Votum erteilt und zum Verkauf geraten. Wohlgemerkt zu Kursen von 150 und 126 Euro. Anschließend ging es bis auf 106 Euro abwärts.
In den beiden Analysen finden Sie auch weitere Fundamentaldaten und eine ausführliche Begründung, warum Wacker Chemie die grundlegenden Voraussetzungen für ein langfristiges Investment nicht erfüllt.

Charttechnik

Einen aussichtsreichen Trade sollte man sich dennoch nicht entgehen lassen. Nachdem bei 150 und 126 Euro zum Verkauf geraten wurde, wechseln wir nun in das Bullenlager.

Die Aktie hat eine umfassende Korrektur vollzogen und auf den langfristigen Aufwärtstrend zurückgesetzt. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlich auf ein Doppeltief an der zentralen Unterstützung bei 108 Euro sehr hoch.
Ausgehend von dieser Basis könnte eine Erholung in Richtung 128-130 Euro starten. Oberhalb von 115 Euro kommt es zu einem kleinen prozyklischen Kaufsignal.

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Die Wacker Chemie AG mit Sitz in München ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Mit 23 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien und 13.800 Mitarbeitern ist man in allen Schlüsselregionen präsent.

Das Unternehmen ist in den vier Sparten Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon aufgestellt. Das Kerngeschäft sind jedoch Siliciumprodukte für die Halbleiterindustrie.
Hergestellt werden aber auch Pharmaproteine, Öle, Dichtstoffe, Lackharze, Dispersionspulver und Kieselsäure. Die Produkte von Wacker Chemie finden hierbei Anwendung in zahlreichen Branchen vom Maschinenbau über Nahrungsmittel bis hin zur Medizintechnik und Biotechnologie.

Langfristige Einschätzung

Die Zahlen sind allerdings eher durchwachsen. In den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz lediglich von 4,30 auf 4,92 Mrd. Euro und war nach 2015 sogar rückläufig.

Gleichzeitig sind die Margen tendenziell gesunken und daher ist auch beim Gewinn kein klarer Aufwärtstrend erkennbar.

Das sind keine Eigenschaften, die man sich für ein langfristiges Investment wünschen würde. Ganz im Gegenteil, die zyklische Natur des Geschäfts und die Abhängigkeit vom Halbleitermarkt machen Wacker Chemie anfällig.

Jüngste Zahlen und Ausblick

In der letzten Analyse wurden die Zahlen zum ersten Quartal bereits besprochen.  Der Umsatz lag mit 1,22 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, das EBITDA legte jedoch um 11% auf 254,5 Mio. Euro zu. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Inzwischen liegen die Daten zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres vor und die sind auf den ersten Blick deutlich erfreulicher ausgefallen. Der Umsatz konnte um 9% auf 1,33 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis legte von 1,17 auf 1,59 Euro je Aktie zu.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde abermals bestätigt. Wacker Chemie erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im „niedrigen einstelligen Prozentsatz“ und einen Anstieg des EBITDA um „einen mittleren einstelligen Prozentwert“.

Das eigentliche Problem ist aber nach wie vor der Cashflow. Fast der gesamte operative Gewinn fließt direkt in die nächsten Investitionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wachstum und nachhaltig steigende Gewinne konnten dadurch in der Vergangenheit aber nicht erzielt werden.

Im zurückliegenden Quartal sind sogar mehr als 100 Mio. Euro aus dem Unternehmen abgeflossen. Leider passt diese Tatsache auch in das langfristige Bild.

Fundamentale Bewertung

Der heutige Kurssprung wurde durch ein Upgrade der HSBC ausgelöst. Die Großbank hat Wacker Chemie von hold auf buy gestuft und das Kursziel von 130 auf 150 Euro erhöht.

Es bleibt aber Fakt, dass das Geschäft von Wacker Chemie eine ganze Reihe von Charakteristiken aufweist, die man sich für ein Investment nicht wünscht. Die Branche ist kapitalintensiv und hat niedrige Margen. Der Wettbewerb ist hart und ständig muss investiert werden, um Mithalten zu könnten. Das geht so weit, dass in vielen Jahren sogar Geld aus dem Konzern abfließt.

Es ist also kein Wunder, dass das Votum bereits in der letzten Analyse klar negativ ausfiel. Anschließend brach Wacker Chemie von 150 auf 106 Euro ein. Die Warnung war also angebracht.

Durch den Kurssturz ist die Bewertung aber auch gesunken. Derzeit liegt das KGVe für 2018 bei 17,9.

In Anbetracht der Historie und der Charakteristiken des Geschäfts liegt ein für Investments attraktives Niveau jedoch deutlich niedriger. Aus fundamentaler Sicht kann daher weiterhin keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Aus charttechnischer Sicht ist die Lage etwas aussichtsreicher. Ausgehend von der unteren Aufwärtstrendlinie hat Wacker Chemie einen bullischen Impuls ausgebildet. Gelingt jetzt ein Ausbruch über 130 Euro, wäre der Weg in Richtung 140 Euro frei. Spätestens dort sollte der Wert wieder gen Süden drehen.

Solange der Ausbruch nicht gelungen ist, droht aber ohnehin ein Rückfall auf 120 Euro. Darunter kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem möglichen Zielbereich zwischen 106 und 110 Euro.

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In der zweiten Jahreshälfte 2017 lief die im MDAX notierte Wacker Chemie-Aktie wie geschnitten Brot. Doch als Ende Januar eine massive Korrektur am Gesamtmarkt einsetzte, fiel Wacker Chemie mit, aber die kräftigen Gegenbewegungen nach oben, die die meisten Aktien zeigten, blieben hier aus.

Erst im April kam auch hier wieder ein wenig Schwung in den Kurs, doch das endete bereits Ende Mai mit einem deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch liegenden Wendepunkt. Ende Juni markierte Wacker Chemie ein neues Jahrestief, das mit 106 Euro ganze 40 Prozent unter dem Ende Januar bei 176,80 Euro markierten Hoch lag.

Das sollte eigentlich ausreichen, um wieder Kaufinteresse hervorzurufen, immerhin wächst das Spezialchemie-Unternehmen recht solide und würde auf Basis der durchschnittlichen Gewinnerwartungen für das laufende Jahr mit aktuell 18 ein Kurs/Gewinn-Verhältnis vorweisen, das angesichts des Gewinnpotenzials keineswegs zu teuer wäre. Aber:

Expertenmeinung: Dazu bedürfte es erst einmal eines klar bullischen Signals der Charttechnik. Dass Wacker Chemie nach dem Tief Ende Juni wieder anzog, die 20-Tage-Linie zurückeroberte und diese seither als bestätige Unterstützung fungiert, ist gut, aber noch nicht gut genug. Denn unmittelbar unter dem gestrigen Tageshoch wartet die Widerstandszone 125/128 Euro.

Durch die müsste die Aktie durch, dann sähe das Bild schon anders aus. Aber auch, wenn ein solches bullisches Signal nach dem gestrigen Plus von 3,9 Prozent in Reichweite wäre, vorgreifen sollte man dem besser nicht. Denn der Kursanstieg des Donnerstags basierte auf der am Morgen veröffentlichten Quartalsbilanz, die gut ausfiel, den Wachstumskurs bestätigte, hinsichtlich des Gewinns die Analystenprognosen jedoch leicht verfehlte.

Das war offensichtlich noch nicht überzeugend genug, um diese Charthürde zu nehmen, weshalb am Tageshoch Gewinnmitnahmen aufkamen. Aber gelingt der Ausbruch, wäre aus charttechnischer Sicht unmittelbar Spielraum bis zur bei 140 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie; sich Wacker Chemie auf die Watchlist zu setzen, lohnt daher allemal.

WCH_2017_07_27

Der Kurs der Wacker Chemie-Aktie hatte sich vom Juni 2017 bis zum Januar 2018 fast verdoppelt. Nichts schien diese Aktie stoppen zu können. Aber Ende Januar wurde sie eben doch gestoppt. Seither hat das Papier deutlich an Boden verloren. Und es könnte noch einiges für die Bären drin sein, denn zum Wochenauftakt haben die einen „Meilenstein“ gesetzt, indem die aus dem vergangenen Sommer stammende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie mit einem Schlag durchbrochen wurden. Da diese beiden Unterstützungen für jedermann erkennbar relevant waren, dürften dort viele Stop Loss-Verkaufsorders zur Positionsabsicherung gelegen haben, deren Auslösen die Abgaben noch intensiviert und das kräftige Minus dadurch auf 7,45 Prozent vergrößert haben dürften. Aber dadurch ist der Stein nun einmal ins Rollen gebracht worden. Die Gegenbewegung vom Februar und März wurde damit fast vollständig eliminiert. Und die Bären haben einen Vorteil:

Expertenmeinung: Der vorangegangene, immense Kursanstieg mochte nicht zu den Perspektiven passen, die Wacker Chemie für das laufende Jahr ausgegeben hatte: Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich, EBITA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) leicht darüber. Zwar sind die Analysten überwiegend noch von der Aktie überzeugt, deren durchschnittliches Kursziel liegt knapp über 155 Euro und damit klar über dem derzeitigen Kurs. Aber sollte die Aktie jetzt weiter nachgeben und dadurch weitere mittelfristig wichtige Supportlinien brechen, werden die Bären das Ruder noch fester in die Hand bekommen … und es ist fraglich, ob man ihnen das angesichts dieser verhaltenen Wachstumsperspektive dann einfach wieder aus der Hand nehmen könnte. Aktuell entscheidend ist das Tief der Aktie bei 128 Euro, das sie vor der im April gestarteten, jetzt fast wieder abverkauften Gegenbewegung ausgebildet hatte. Sollte diese Linie ebenfalls fallen, wäre das nächste Kursziel die auffällige Wendemarke vom Januar 2017 bei 115,20 Euro … und darunter dann wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal frei.

Chart vom 04.06.2018, Kurs 132,20 Euro, Kürzel WCH

Die Wacker Chemie AG mit Sitz in München ist ein global tätiges Chemieunternehmen. Mit 23 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien und 13.800 Mitarbeitern ist man in allen Schlüsselregionen präsent.

Das Unternehmen ist in den vier Sparten Silicones, Polymers, Biosolutions und Polysilicon aufgestellt. Das Kerngeschäft sind jedoch Siliciumprodukte für die Halbleiterindustrie.
Hergestellt werden aber auch Pharmaproteine, Öle, Dichtstoffe, Lackharze, Dispersionspulver und Kieselsäure. Die Produkte von Wacker Chemie finden hierbei Anwendung in zahlreichen Branchen vom Maschinenbau über Nahrungsmittel bis hin zur Medizintechnik und Biotechnologie.

Gut aufgestellt?

Das Unternehmen ist dementsprechend breit aufgestellt und sollte von der stetig steigenden Nachfrage in der Halbleiterindustrie profitieren. Leider schlagen sich diese Faktoren nicht ausreichend in den Zahlen nieder.

Der Umsatz stagniert seit Jahren weitgehend und ist seit 2010 lediglich von 4,75 auf 4,92 Mrd. Euro gestiegen, lag allerdings aber auch schon über 5,2 Mrd. Euro.
Gleichzeitig ist die Profitabilität gesunken, die operative Marge hat sich von 16,9 auf zuletzt 8,0% mehr als halbiert.
Gleiches gilt dementsprechend auch für den Gewinn. Das Ergebnis je Aktie liegt unter dem Wert von 2010 und schwankt seit Jahren, ein klarer Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen. Im Vorjahr lag der Gewinn aus fortgeführter Tätigkeit bei 4,85 Euro je Aktie. Im Vergleich zu 3,61 Euro im Vorjahr aber eben auch 9,88 und 7,10 Euro in den Jahren 2010 und 2011.

Ausblick und erstes Quartal

Ende April hat das Unternehmen Zahlen zum ersten Quartal 2018 vorgelegt. Der Umsatz lag mit 1,22 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau, das EBITDA legte jedoch um 11% auf 254,5 Mio. Euro zu.
Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Wacker Chemie erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum im „niedrigen einstelligen Prozentsatz“ und einen Anstieg des EBITDA um „einen mittleren einstelligen Prozentwert“.

Der Gewinn je Aktie soll Analystenschätzungen zufolge, dennoch auf 7,00 Euro steigen.
Wacker Chemie kommt somit auf ein KGV von 30,8 und für das laufende Geschäftsjahr ein KGVe von 21,4. Selbst unter der Annahme, dass der Gewinnsprung gelingt und das Unternehmen den höchsten Gewinn seit 2011 einfährt, ist die Bewertung zu hoch. Das Wachstum ist für ein KGV von über 20 einfach zu gering, da die Entwicklung zu unstetig und der freie Cashflow selbst in starken Jahren teilweise negativ ist.

Charttechnischer Ausblick

Durch die im Chart ersichtliche Rallye hat sich der Kurs im Hoch nahezu verdreifacht. Dadurch ist die relative Bewertung natürlich immer weiter gestiegen, denn Umsatz und Gewinn haben sich im selben Zeitraum selbstverständlich nicht um denselben Faktor erhöht.

Auch wenn der Aufwärtstrend noch intakt ist, deuten die letzten Wochenkerzen auf eine gewisse Ermüdung hin. Unterhalb von 150,00 Euro droht daher eine Ausdehnung der Korrektur in Richtung 140,00 und 130,00 Euro.
Gelingt hingegen wider Erwarten ein Ausbruch über 157,00 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem Kursziel bei 170,00 Euro. Hier liegen bereits markante Hochs aus den Jahren 2008 und 2011.

20180523-wacker-chemie-heute-gibts-auf-die-muetze

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