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Twitter Inc.: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Twitter
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen des Kurznachrichtendienstes Twitter ging es mit den Kursen Ende Juli deutlich in den Keller. Seither konnte sich das Papier etwas stabilisieren und sich in Richtung des fallenden 20-Tage-Durchschnitts erholen. Hier ist jedoch davon auszugehen, dass der Druck auf die Aktie wieder zunehmen dürfte. Die Tatsache, dass dieser Indikator nach wie vor nach unten gerichtet ist, deutet darauf hin, dass sich das Momentum auf der negativen Seite befindet und Anleger bei Stärke eher dazu neigen, ihre Papiere abzustoßen. Der Trend selbst bleibt vorerst auf der neutralen Seite.

Expertenmeinung: Die kommenden Tage werden äußerst spannend, denn aus technischer Sicht gibt es derzeit nur zwei mögliche Szenarien. Entweder werden die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nach oben zurückerobert, was ein äußerst positiver Schritt wäre, oder das Pivot-Tief bei 31 USD wird gebrochen. Dies würde einen neuen Abwärtstrend einleiten und die Aktie könnte auf tiefere Niveaus abfallen. Bis Mitte September sollte die weitere Richtung klar erkennbar sein. Bis dahin bleiben wir vorerst neutral und warten auf weitere Signale.

Aussicht: NEUTRAL

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Zahlen des Kurznachrichtendienstes Twitter von voriger Woche waren auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Sowohl die Konsensschätzungen der Analysten hinsichtlich der Umsätze, als auch bezüglich der erwarteten Gewinne konnten geschlagen werden. Trotzdem verlor die Aktie nach Bekanntgabe der Ergebnisse deutlich an Wert. Viele führten dies auf die gesunkene Nutzerzahl von rund einer Million zurück, doch es war vielmehr der enttäuschende Ausblick auf die kommenden Quartale, welcher den Anlegern zu schaffen machte. Der Umsatz dürfte im dritten Quartal eher stagnieren und nicht mehr weiter stark zulegen. Angesichts der Kurssteigerungen der Aktie in den letzten Monaten ist das zu wenig, um die Rallye in dieser Form weiter aufrecht zu halten.

Expertenmeinung: Noch befindet sich das Papier im freien Fall, doch schon bald könnten die Bullen wieder aktiv werden. Die nächsten wichtigen Unterstützungen befinden sich bei rund 28 und 26.60 USD. Hier hat die Aktie zuletzt im April und im Mai wichtige Pivot-Tiefs gebildet, welche als mögliche Böden dienen könnten. Vorerst sehen wir noch keinen Grund für Einstiege, aber alles in allem steht das Unternehmen auf ganz guten Beinen und ein Kauf nach einer Bodenbildung könnte in den kommenden Wochen nicht gerade uninteressant werden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 31.07.2018 mit Kurs: 31.87 Kürzel: TWTR

Twitter ist der Betreiber der gleichnamigen Plattform für Kurznachrichten. Nutzer können über den Dienst in Echtzeit miteinander kommunizieren. In die maximal 280 Zeichen langen Textnachrichten können darüber hinaus auch Links, Bilder und Videos eingebettet werden. Die Meldungen sind umgehend für alle sichtbar, auch für nicht angemeldete Leser.
Die Haupteinnahmequlle des Unternehmens ist Werbung, es ist beispielsweise möglich einzelne Tweets oder ganze Accounts zu bewerben.

Ein Scherbenhaufen

Für die Aktionäre war die Zeit seit dem Börsengang eher holprig. Nach der ersten Euphorie ging es von über 70 USD im Hoch jahrelang abwärts, bis an das Tief nahe 14 USD.

Die Kursentwicklung entspricht am Ende den Fundamentaldaten. Zunächst waren Hoffnungen und Wachstum groß, doch dann fiel das Kartenhaus in sich zusammen.

Von 2013 bis 2015 war die Umsatzentwicklung mehr als beeindruckend und die Einnahmen stiegen von 317 Mio. auf 2,22 Mrd. USD.
Nach über 50% Wachstum im Jahr 2015, folgten 2016 nur noch 10% und 2017 dann sogar ein Umsatzrückgang. Profitabel war man ohnehin nie.

Es ist ein exemplarisches Beispiel dafür, was mit nicht profitablen Wachstumswerten geschieht, wenn es plötzlich stottert.

Warum ist der Wert dann zuletzt so stark gestiegen?

Nach Monaten der Bodenbildung mehrte sich die Hoffnung, dass eine Trendwende erfolgen könnte, auch wirtschaftlich. Über 20% der Belegschaft wurde entlassen und allerlei Maßnahmen ergriffen, um die Profitabilität zu verbessern.

Ein weiterer Grund für die positive Entwicklung könnte durchaus auch der für seine Tweets berüchtigte US-Präsident Trump sein. Denn seit seiner Wahl sind die Nutzerzahlen wieder leicht steigend.

Darüber hinaus konnte in den ersten beiden Quartalen des Jahres ein Gewinn gemeldet werden.

Wie sehen die Quartalszahlen aus?

Der Gewinn je Aktie lag mit 0,17 im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz übertraf mit 710 Mio. allerdings die Analystenschätzungen von 710 Mio. USD.

Doch abermals stagnierte die Zahl der monatlich aktiven Nutzer, erwartet wurde ein leichter Anstieg. Darüber hinaus muss wohl mehr investiert werden und die höheren Ausgaben drücken natürlich auf die Profitabilität.

Ein weiteres Problem hat das Netzwerk mit sogenannten Zombie- und Fakeaccouts, die Falschmeldungen, Hetze und Spam verbreiten. Unter den Anlegern geht erneut die Sorge um, dass weitaus mehr Fakeaccouts gibt, als bisher angenommen.

Fundamentale Bewertung

Es handelt sich bei Twitter nicht um ein globales Massenphänomen, das zeigen die Zahlen mehr als deutlich. Man sollte davon ausgehen, dass die Plattform eine Art Nischenprodukt bleiben wird.

Dennoch liegt der Börsenwert von Twitter bei mehr als dem zehnfachen des Umsatzes. Auf dieser Basis gehört das Unternehmen zu den 20 teuersten Aktien im S&P500. Trotz jahrelang stagnierendem Umsatz und geringer Profitabilität.

Twitter kommt derzeit auf eine forward P/E von 48,6. Auch auf dieser Basis gehört man zu den 30 teuersten Aktien im S&P500. Und das bei einem voraussichtlichen Gewinnwachstum von „nur“ 16% in den kommenden beiden Jahren.

Aus fundamentaler Sicht ist und war die Bewertung nicht zu rechtfertigen, denn während man zu den 20-30 teuersten Unternehmen gehört, ist man sicherlich nicht eines der 20-30 am schnellsten wachsenden oder profitabelsten.
Selbst nach dem Kurssturz steht der Wert wohl noch 30-50% zu hoch. Daher kann keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Die Insider scheinen zum selben Schluss zu kommen. Selbst die vier Gründer halten gemeinsam nur noch wenige Prozent aller Aktien. Seit Jahren wird praktisch nur verkauft. Großinvestoren? Ebenfalls Fehlanzeige.

Charttechnischer Ausblick

Twitter bewegt sich in einem langfristigen Abwärtstrend. Die jüngste Erholung hat die Aktie an das obere Ende des Trendkanals geführt und dort ist der Wert über Wochen hinweg gescheitert.
Mit dem Einbruch am Freitag wurde das Top, wie abzusehen war, bestätigt. Fällt die Aktie nun nachhaltig unter die Suppportzone zwischen 35 und 36 USD und den dort verlaufenden Aufwärtstrend, trübt sich das Chartbild weiter ein. In diesem Fall rücken Kursziele bei 32,50 sowie 31,50 in den Vordergrund. Darunter wäre Platz in Richtung 28,00 – 28,50 USD.

Nach dem Kurssturz ist die Aktie aber auch kurzfristig überverkauft. Gelingt eine Rückkehr über 36,00 USD, würde sich das Chartbild zunächst entspannen und eine Erholung bis 37,50 oder sogar 39,50 USD ermöglichen. Hier sollte der Wert spätestens scheitern.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter gehörte in diesem Jahr zu den großen Überraschungen an der Wall Street. Zuvor mussten sich Aktionäre über Jahre mit schlechten Quartalsergebnissen herumschlagen und die Aktie verlor seit dem Börsengang im Jahr 2013 kontinuierlich an Wert. Dieses Jahr brachte aber die heiß ersehnte Trendwende. Alleine seit Januar konnten die Kurse bereits fast 80 Prozent zulegen und ein Ende der Rallye ist derzeit noch nicht in Sicht. Nachdem die Aktie von Mai auf Juni erneut einen großen Satz nach oben machen konnte, konsolidieren die Kurse derzeit auf hohem Niveau. Der Trend bleibt auf der bullischen Seite.

Expertenmeinung: Spannend wird es für die Marktteilnehmer wieder Ende des Monats. Exakt am 27. Juli vor Börsenbeginn wird das Unternehmen die Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Erwartet wird ein Gewinn in der Höhe von 17 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von 642.41 Millionen USD. Diese Zahlen müssten schon deutlich geschlagen werden, um die intakte Rallye weiter fortzuführen. Immerhin stecken bereits hohe Erwartungen in den Kursen. Schlechtere Zahlen würden definitiv eine Korrektur nach unten einleiten. Wichtige Böden befinden sich derzeit rund um das Niveau von 42.50 USD. Wir bleiben bullisch auf Twitter.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 18.07.2018 mit Kurs: 43.34 Kürzel: TWTR

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Morgen vor Börsenbeginn wir der Kurznachrichtendienst Twitter seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Anleger warten bereits gespannt auf die Zahlen und es stellt sich die Frage, ob sich die Trendwende im Unternehmen weiter fortsetzen wird. Der Sprung in Richtung schwarzer Zahlen konnte in den letzten Quartalen bereits umgesetzt werden und über das Gesamtjahr sollte der Gewinn auf bis zu 69 Cent je Aktie ausgeweitet werden. Dies würde einen Gewinnsprung von über 100 Prozent gegenüber den letzten 12 Monaten bedeuten. Für morgen liegen die Konsensschätzungen bei 11 Cent je Aktie bei einem Umsatz in der Höhe von 609.87 Millionen USD. Der Trend der Aktie dürfte von den morgigen Daten unmittelbar beeinflusst werden.

Expertenmeinung: Sollten die Daten für einen Kurssprung über die Marke von 33 USD sorgen, wären neue Kaufsignale vorhanden und das Erreichen des bisherigen Jahreshochs wäre in Folge wohl nur noch reine Formsache. Bei weniger guten Zahlen wäre es vor allem wichtig, dass der Boden bei 27 USD nicht nachhaltig nach unten verletzt wird. Wenn doch, könnten die positiven Tendenzen der letzten Monate schnell wieder dahin sein. Wir bleiben vorerst neutral auf Twitter und warten auf neue Signale.

Aussicht: NEUTRAL

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