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Tesla Motors Inc: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Tesla
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Analysis

Das bullische Lager versucht mit aller Macht, die drohende, mittel- und langfristig relevante Wende der Tesla-Aktie zu verhindern. Jeder Tag, der ohne schlechte Nachrichten vergeht, scheint für sie ein guter Tag zum Einstieg zu sein. Aber man muss sich durchaus fragen, welche Chancen die Bullen haben, jetzt, da immer deutlicher wird, dass ihr schlimmster Gegner der Chef des Unternehmens selbst ist.

Kaum war Elon Musk angesichts der Untersuchung und Anklage der SEC (die US-Börsenaufsicht Securities & Exchange Commission) mit einem blauen Auge davongekommen, konnte er schon wieder nicht an sich halten und lästerte über die SEC, die ihm erst einmal den Vorstandsvorsitz gelassen hatte. Er nannte sie „Short Seller Enrichment Commission“ und attestierte ihr zynisch in Bezug auf den neuen Namen „gute Arbeit“.

Das zeugt von gefährlicher Überheblichkeit, kombiniert mit Unreife. Elon Musk mag Tesla dorthin gebracht haben, wo das Unternehmen vor kurzem stand, aber seither schadet er nicht nur sich selbst, sondern auch Tesla. Denn die Fäden liegen so sehr in seinen Händen konzentriert, dass sein Hinauswurf oder, wenig wahrscheinlich, sein freiwilliger Abgang, eine gefährliche Lücke hinterlassen würde. Die sich Tesla nicht leisten kann, denn:

Expertenmeinung: Tesla muss so schnell wie möglich profitabel werden. Die Schulden sind gewaltig. Und niemand weiß, ob die Banken dem Unternehmen noch einmal „aushelfen“ würden, wenn der laut Musk angeblich unmittelbar bevorstehende Sprung in die schwarzen Zahlen nicht gelingt.

Die Anfang vergangener Woche gemeldeten Produktionszahlen lassen es nicht zu, im Vorfeld der am 6. November erwarteten Quartalszahlen bereits Entwarnung zu geben. 500.000 Fahrzeuge wollte Musk 2018 produzieren. Und ab Juli mehr als 5.000 Stück des wichtigen Model 3 pro Woche. Mit 80.142 Fahrzeugen im dritten Quartal sind 500.000 Fahrzeuge utopisch. Und dass 53.239 gebaute Model 3 bedeuten, dass man unter der 5.000er-Marke pro Woche geblieben ist, ist kaum zu übersehen.

Dementsprechend können die Bullen strampeln, wie sie wollen, es wirkt, als würden sie sich gegen Treibsand wehren. Wenn negative Fakten mal ausbleiben, Mr. Musk wird es für die Bären schon richten.

So lange die Aktie nicht über der momentan bei 315 US-Dollar laufenden 200-Tage-Linie schließen würde, wäre sie auf der Long-Seite ein unkalkulierbares Wagnis. Aber sollte die wichtige Unterstützungszone bei 242/245 US-Dollar, zusammengesetzt aus dem Tief vom März 2017 und dem bisherigen Jahrestief von 244,59 US-Dollar (am 2. April markiert) auf Schlusskursbasis fallen, wäre nach unten nichts mehr unmöglich.

Und dass Tesla dieser Linie im September gleich zweimal knapp entkommen ist und trotzdem schon wieder darauf zu rutscht, macht deutlich: Die Bären haben hier alle Chancen … Elon Musk sei Dank.

Chart vom 08.10.2018, Kurs 250,56 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Derzeit vergeht fast keine Woche ohne einen neuen Paukenschlag rund um den Elektrofahrzeughersteller Tesla. Nachdem sich der Chef des Konzerns Elon Musk mit der US-Börsenaufsicht SEC über eine Abschlagszahlung und den vorübergehenden Rücktritt als Chairman des Konzerns geeinigt hatte, schoss der Kurs der Aktie zu Beginn der Woche nach oben. Auch die Meldung, dass der Konzern im dritten Quartal wesentlich mehr Fahrzeuge produzieren konnte, sorgte für frischen Wind. Immerhin wurden statt der erwarteten 55.840 sogar 83.500 Fahrzeuge produziert. Die Hoffnung der Anleger war und ist groß, dass der Konzern dadurch in naher Zukunft endlich schwarze Zahlen schreiben könnte. Die Kursreaktion im gestrigen Handel war jedoch eher verhalten und so ging die Aktie mit einem deutlichen Abschlag aus dem Handel.

Expertenmeinung: Die Freude über die positiven Meldungen währte nur deshalb kurz, da nach wie vor völlig unklar ist, zu welchen Kosten diese über den Erwartungen liegenden Produktionszahlen erreicht wurden. Des Weiteren gab es auch noch Warnungen seitens des Konzerns, dass es wegen der Starzölle in China auf der Verkaufsseite gehörige Schwierigkeiten gäbe. Immerhin müssen die Modelle von Tesla gegenüber ähnlichen Fahrzeugen von Mitbewerbern um rund 55 bis 60 Prozent teurer verkauft werden. Dies könnte neue Probleme mit sich bringen.

Aus technischer Sicht hat sich in den letzten Wochen nicht viel geändert. Die Rückeroberung der wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 läuft schleppend und so lange wir keine Schlusskurse über der Marke von 320 USD bekommen, bleiben wir weiter bärisch auf die Aktie.

Chart vom 02.10.2018 mit Kurs: 301.02 Kürzel: TSLA

Dass die SEC, die US-Börsenaufsicht, gegen Tesla bzw. ihren Chef Elon Musk ermittelt, weiß man schon einigen Wochen. Das konnte auch nicht überraschen, immerhin hatte Musk Anfang August mitten in der Handelszeit mit einem „Tweet“ eine Bombe platzen lassen, indem er ankündigte, die Aktie vom Börsenhandel nehmen zu wollen und jedem, der nach der Privatisierung der Aktien nicht dabei bleiben wolle, 420 US-Dollar pro Aktie zahlen zu wollen.

Die Aktie sauste nach oben. Dadurch ist ein Kurssprung entstanden, von dem am Freitagabend nur noch die Rücklichter zu sehen waren. Zumal da dieses Versprechen von 420 US-Dollar pro Aktie abgegeben wurde. Das mag nicht wenige verleitet haben, hier in der Erwartung eines sicheren, satten Gewinns einzusteigen, denn dieser Level lag 30 US-Dollar über dem bisherigen Rekordhoch der Aktie.

Doch diese Privatisierungspläne wurden bald darauf kleinlaut zurückgenommen. Die Aktie verlor den gesamten Kursgewinn. Und das war ja nicht das erste Mal, dass Elon Musk mit solchen „Faxen“ auffiel. So hatte er den Aktionären im Frühjahr versprochen, das Ziel von 5.000 produzierten „Model 3“ pro Woche bis zum 30. Juni zu erreichen. Eine Wette – das lockte die Zocker.

Alle, die an Musk glaubten, stiegen im Vorfeld ein. Was dazu führte, dass die Tesla-Aktie einbrach, obwohl Musk das Ziel nach eigenen Angaben erreicht hatte. Einfach, weil da niemand mehr war, der kaufen wollte und alle zugleich ihren „Wettgewinn“ einlösen wollten.

Jetzt hatte die SEC als Ergebnis ihrer Untersuchungen Klage gegen ihn, den CEO, Gründer und größten Anteilseigner von Tesla erhoben. Es ist im Chart nicht zu übersehen, dass diese Möglichkeit von vielen Anleger gar nicht in Betracht gezogen wurde, denn:

Tesla brach auf diese am Donnerstagabend nach US-Handelsende aufgetauchte Meldung über die Klage der SEC am Freitag um -13,9 Prozent ein. Was seine Berechtigung hat, denn eine Konsequenz daraus hätte sein können, dass Musk die Führung von Tesla hätte abgeben müssen. Und Elon Musk führt das Unternehmen derart dominant, dass niemand einfach seinen Platz einnehmen könnte. Dazu weiß er zu viel, dazu sind zu viele seiner Pläne und Ideen untrennbar mit Tesla verwoben.

Es würde, müsste jemand anders übernehmen, mittelfristig wohl gut für Tesla sein. Aber es würde kurzfristig Probleme geben. Und ob die schnell genug lösbar sind, damit das hochverschuldete Unternehmen überhaupt noch eine mittelfristige Zukunft hat, ist die Frage. Daher war auch der Minus von 13,9 Prozent als erste Reaktion nachvollziehbar, zumal offen war, wie lange sich diese Klage hinziehen würde. Doch jetzt die Überraschung:

Schon am Wochenende wurde gemeldet, dass sich Tesla mit der SEC geeinigt habe. Tesla und Musk müssen jeweils 20 Millionen US-Dollar Strafe bezahlen. Zudem muss Musk zwar den Posten des Aufsichtsratschefs für drei Jahre niederlegen. Aber: Er darf Chef des Vorstands bleiben, also weiter die Fäden ziehen! Der große Bruch ist damit also verhindert worden. Was wahrscheinlich dazu führt, dass Tesla heute mit einem kräftigen Kurssprung in den Handel geht. Aber Vorsicht:

Chart auf Wochenbasis vom 28.09.2018, Kurs 264,77 US-Dollar, Kürzel TSLA

Die Aktie war am Freitag an die übergeordnete, Anfang 2016 etablierte Aufwärtstrendlinie gefallen und stoppte dort. Würde diese bei 264 US-Dollar verlaufende Linie fallen, wären die nächste Unterstützung zwar schon bei 245 US-Dollar zu finden. Aber ob die dann halten würde … es ist zumindest fraglich.

Jetzt ist dieser Trendbruch zwar wohl erst einmal vom Tisch. Aber um bullisches Terrain zu erreichen und damit eine Long-Position erwägenswert zu machen, dazu müsste sie dort vorbei, wo sie durch diesen Abverkauf scheiterte: an der bei 316 US-Dollar verlaufenden 200-Tage-Linie. Solange das nicht gelungen ist, wären Long-Positionen nicht einmal den Gedanken daran wert, „Musk-Rettung“ hin oder her. Denn eines sollte man in diesem Trubel nicht vergessen: Ob Tesla wirklich imstande ist, profitabel zu werden, bevor die Wogen der Überschuldung über dem Unternehmen zusammenschlagen, ist mit dieser Entscheidung der SEC nicht klarer geworden. Tesla bleibt ein extrem spekulatives Papier!

Chart auf Tagesbasis vom 28.09.2018, Kurs 264,77 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla gleicht in ihrem Verlauf derzeit eher einem Düsenjet, denn die Volatilität ist seit einigen Wochen unglaublich hoch. Dies spiegelt klar die Nervosität der Marktteilnehmer wider und eine Änderung dieser Situation ist zumindest vorerst nicht in Sicht, denn das Papier befindet sich in einer klaren Korrekturbewegung. Nach dem zweiten steilen Abwärtsimpuls, welcher in den letzten Wochen die Kurse erneut um über 20 Prozent in die Knie zwang, kam es jetzt zu einer technischen Gegenreaktion nach oben, ähnlich, wie wir diese zuletzt bereits Mitte August beobachten durften. Damals waren es die fallenden gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50, welche eine weitere Aufwärtsbewegung verhinderten und die folgenden Verkaufssignale auslösten. Angekommen an der fallenden 20-Tage-Linie scheint sich dieses Spektakel jetzt ein weiteres Mal zu wiederholen.

Expertenmeinung: Dies ist ein guter Zeitpunkt, um unserer Aussichten auf die Aktie endgültig auf die bärische Seite zu geben. Die Wahrscheinlichkeit weiter fallender Kurse ist äußerst hoch. Auch im gestrigen Handel bewies das Papier wieder einmal relative Schwäche. Während die US-Indizes ein sattes Plus erzielen konnten, ging es hier erneut nach unten. Ein wichtiger Referenzpunkt im Chart stellt jetzt die Marke bei 302.64 USD dar. Solange die Kurse das Zwischenhoch nicht zurückerobern, haben die Bären weiterhin das Zepter fest im Griff.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 18.09.2018 Kurs: 284.96 Kürzel: TSLA

Tesla war schon immer eine Glaubensfrage. Die einen sind fest davon überzeugt, dass der Elektrofahrzeuge-Hersteller schon bald Geld wie Heu scheffeln wird, die anderen erwarten ein grandioses und endgültiges Scheitern. Momentan dürfte der Riss noch tiefer gehen, denn die „Personalie Musk“ spaltet die Lager nur noch tiefer. Wobei sich die Warnsignale häufen.

Dass Tesla-Chef Musk zuerst die Privatisierung ankündigte und 420 US-Dollar pro Aktie für diejenigen versprach, die die Aktie verkaufen wollten, wenn sie nicht mehr an der Börse gehandelt wird, all das aber dann zurücknehmen musste, ist ein starkes Stück. Und dass er selbst nicht nur ein Problem für die Investoren, sondern auch für seine Mitarbeiter darstellt, deutet sich durch die Meldungen an, dass der Chefbuchhalter ebenso wie die Personalchefin ihre Jobs jetzt hingeschmissen haben. Das Bankhaus Nomura, das zuvor lange Zeit mit die positivsten Einschätzungen für Tesla auswies, senkte sein Kursziel dramatisch von 400 auf 300 US-Dollar, nahm die Einstufung von „Kaufen“ auf „Halten“ herunter. Und was macht die Aktie? Sie steigt! Wie ist das möglich?

Expertenmeinung: In einem solchen Umfeld wäre man versucht zu sagen: gar nicht. Aber der Chart zeigt es ja, Tesla legt seit Anfang dieser Woche zu. Aber ob man diesem Braten trauen darf, ist fraglich. Denn man muss sich daran erinnern, dass sich zum einen Eindeckungen von Short-Positionen, d.h. von zuvor leer verkauften Aktien, nicht von Käufen normaler Anleger unterschieden.

Es könnten also auch Bären sein, die jetzt ihren Gewinn mitnehmen, weil die Aktie nahe ihres Kursziels, dem bisherigen Jahres-Verlaufstief von 245 US-Dollar, gedreht hat. Zum anderen sind gerade bei derart volatilen Aktien wie Tesla viele kurzfristige Trader unterwegs, die sich ausschließlich an charttechnischen Erwägungen orientieren. Und da hat Tesla neben der erst einmal gehaltenen Marke von 245 US-Dollar einen perfekten, bullischen „Morning Star“ im Candlestick-Chart zu bieten.

Die Aktie eröffnete am Freitag mit einer Kurslücke nach unten im Anschluss an eine rote Kerze vom Donnerstag, eröffnete dann aber am Montag wiederum mit einer Kurslücke nach oben und produzierte dabei eine weiße Kerze: ein beeindruckender „Morning Star“ also. Damit steht ein kurzfristig bullisches Signal einer mittelfristig höchst unsicheren Zukunft des Unternehmens gegenüber. Wie wird sich das auflösen?

Zumindest bewegt man sich hier auf der Long-Seite auf äußerst dünnem Eis. Solange nicht zumindest noch die 20-Tage- und die 200-Tage-Linie mit Schlusskursen über 320 US-Dollar zurückerobert würden, müsste man diese bislang noch junge Rallye der Tesla-Aktie als reine Gegenbewegung sehen, die das Risiko einer großen Abwärts-Trendwende noch nicht nennenswert verringern kann.

Chart vom 12.09.2018, Kurs 290,54 US-Dollar, Kürzel TSLA

 

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse der Aktie des  Herstellers von Elektrofahrzeugen hatten wir warnend die nächsten möglichen Kursziele in Richtung Süden angesprochen. Die erste Zielmarke war hier das Pivot-Tief von Mai, welches sich bei 273.42 USD befindet und im gestrigen Handel fast schon erreicht wurde. Die Bärenparty ging somit auch in den letzten Handelstagen munter weiter. Elon Musk hat bei vielen Anlegern sein Vertrauen verspielt und Marktteilnehmer verabschieden sich derzeit im großen Stil von der Aktie. Es bleibt abzuwarten, ob die nächsten Böden halten werden oder nicht. Die positiven Tendenzen der letzten Monate sind aus technischer Sicht dahin und der Trend befindet sich wieder in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Kurzfristig ist zu erwarten, dass es im Bereich des Mai-Tiefs zu einer technischen Gegenreaktion nach oben kommen dürfte. Die Kurse sind bis zu diesem Punkt recht steil gefallen, was die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass die Aktie hier eine kurze Zwischenrallye einleiten dürfte. Anhand der Stärke dieser Rallye werden wir erkennen, wie groß das Kaufinteresse der Anleger ist und ob die Talfahrt danach gestoppt werden kann. Wenn nicht, wäre das nächste Ziel bei 244.59 USD anzusetzen. Wir belassen vorerst unsere Aussichten auf der neutralen Ebene.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.09.2018 mit Kurs: 280.74 Kürzel: TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach der Twitter-Affäre rund um die Aussagen des Firmenchefs Elon Musk, welche jetzt bereits von der US-Börsenaufsicht untersucht wird, haben sich die Bären wieder im Kursgeschehen des Elektrofahrzeugherstellers zurückgemeldet. Die letzten Tage verliefen ganz nach dem Geschmack der Bären. Nachdem der kurzfristige Boden bei 290 USD getestet wurde, setzte die Aktie zu einer technischen Gegenbewegung in Richtung der fallenden gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 an. Absolut nach Regieplan zeigten die Kurse in diesem Bereich wieder Schwäche und wurden im Laufe der Woche immer weiter nach unten gedrückt. Ein klares Zeichen von negativem Momentum. Derzeit suchen viele Marktteilnehmer das Weite und beginnen, sich von ihren Positionen zu trennen.

Expertenmeinung: Trotz der eher negativen kurzfristigen Tendenzen, bleibt die Aktie weiterhin in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend, denn das letzte Pivot-Tief von Ende Juli wurde bislang noch nicht gebrochen. Der technische Schaden hält sich somit noch in Grenzen. Sollte jedoch diese Unterstützung gebrochen werden, haben wir die nächsten Kursziele bereits in unserer letzten Analyse erörtert. Dies sind die Niveaus bei 273.42 und 244.59 USD. Gut möglich, dass sich die Bären im September um diese möglichen Kursziele kümmern werden. Erst über der Marke von 330 USD würde sich das Bild wieder deutlich verbessern.

Aussicht: NEUTRAL

20180830-tesla-der-druck-nach-unten-waechst-das-sind-die-neuen-kursziele

Teslas CEO Elon Musk gilt zwar als ein Luftikus. Aber man sah ihn als einen, der zwar extrovertiert und exzentrisch ist, der aber seine Pläne umzusetzen vermag, die Lage jederzeit im Griff behält. Doch dieser Sockel wackelt seit dem Wochenende erheblich. Schon der Umstand, dass Musk Anfang August mitten in der Handelszeit per Twitter avisierte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, sorgte für Verunsicherung. Die angebotenen 420 US-Dollar für potenzielle „Aussteiger“, die die dann nicht mehr börsennotierte und den entsprechenden Standards unterworfenen Aktien nicht behalten wollten, wären 30 US-Dollar mehr gewesen als das bisherige Rekordhoch, das die Aktie vor knapp einem Jahr markiert hatte.

Dass der Kurs sich diesen 420 US-Dollar nicht einmal annäherte, war vielsagend: Man traute der Sache nicht, fragte sich, woher Tesla das Geld nehmen wolle, um die „Aussteiger“ auszuzahlen. Musk konterte, das Geld sei da, ohne das indes belegen zu können. Und außerdem, so Musk, wollten sowieso die meisten Aktionäre die Aktie dann behalten. Was er indes ebenso wenig belegen konnte. Und jetzt, auf einmal, die komplette Kehrtwende: Die Privatisierung sei vom Tisch. Angeblich, weil die Mehrheit der Aktionäre die Aktie lieber weiter börsennotiert sehen wollen. Aber da niemand wirklich alle Investoren befragt hat, ist das eine unbelegte Behauptung mehr auf Elon Musks Konto. Die Aktie geriet daraufhin am Montagmorgen im europäischen Handel heftig unter Druck, gab im Tief um die sechs Prozent nach. An der Wall Street selbst jedoch kam es nur zu moderaten Abschlägen. Warum?

Expertenmeinung: Börse Zungen könnten behaupten, seit Donald Trump Präsident ist, ist man dort plötzliche Meinungsschwenks gewöhnt und nimmt sie nicht mehr ernst. Aber das alleine ist es sicherlich nicht. Immerhin könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass Elon Musk, der bei Tesla die Fäden fester in Händen hat als CEOs der meisten anderen Unternehmen, die Kontrolle verloren hat. Was bei einem Unternehmen wie Tesla, das gerade jetzt extrem fokussiert und sicher gelenkt werden muss, um den Drahtseilakt zwischen den Kosten des rasanten Wachstums und dem Erreichen der Rentabilität zu meistern, fatal wirken könnte. Es sei denn, dass diejenigen, die am Montag die Hand aufhielten, eine ganz neue Hoffnung hegen: Dass Musk jetzt so unter Druck geraten wird, dass er seinen Posten aufgeben muss und ein neues Management imstande ist, Teslas Weg in die schwarzen Zahlen weitaus besser zu bewältigen. Eine Hoffnung, die nachvollziehbar wäre, auch, wenn ein Wechsel auf dem Chefsessel bislang noch nicht einmal diskutiert wird … oder wenn, dann hinter verschlossenen Türen.

Hinzu kommt indes noch ein anderer Aspekt: Das bullische Lager muss alles tun, um den derzeitigen Level zu halten, sonst könnte die Aktie schnell und weit abrutschen. Und kippt der Kurs, kippt der Optimismus derer hinterher, die weiterhin fest davon überzeugt sind, dass Tesla in Kürze die Gewinnschwelle überschreiten wird. Dort,  wo die Aktie aktuell notiert, stand sie auch schon im Mai 2017. Die hohe Volatilität gaukelt einen dynamischen Trend vor, den es aber, Sie sehen es in diesem Chart auf Wochenbasis, nicht gibt. Und sollte die Aktie die derzeit umkämpfte 200-Tage-Linie aufgeben müssen, durch die Unterstützungszone 287/291 US-Dollar rutschen, wären die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei 263 und das bisherige Jahrestief bei 245 US-Dollar schnell erreicht. Die relative Stabilität des Montags dürfte daher mehr eine Art „offensiver Defensive“ gewesen sein, die nur dann die Chance hätte, zu einem tauglichen Aufwärtsimpuls zu werden, wenn von Tesla wirklich glaubwürdig positive Nachrichten kommen sollten … wozu man eine Nachricht über den Wechsel auf dem Chefsessel möglicherweise rechnen würde.

Chart vom 27.08.2018, Kurs 319,27 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Immer wieder werden Kurse von Wertpapieren an den Börsen von Nachrichten, Gerüchten, Hoffnungen als auch charttechnischen Gesichtspunkten getrieben. So auch die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla. Hier wurden dieser Tage die Bären gejagt und so mancher Leerverkäufer hat sich bei der jüngsten Kursexplosion Anfang August die Finger verbrannt. Elon Musk kündigte eine mögliche Privatisierung des Unternehmens an und stellte zugleich eine Übernahme der Papiere zu einem Kurs von über 420 USD in den Raum. Doch Tage später wurde immer unklarer, wer denn eigentlich dieses milliardenschwere Paket übernehmen soll. Nach wie vor ist die Meldung des CEO recht dubios und ein Großteil der Marktteilnehmer hat im großen Stil die Gewinne ins Trockene gebracht.

Expertenmeinung: Aus technischen Gesichtspunkten handelte es sich beim jüngsten Versuch, den Widerstand knapp über der Marke von 370 USD zu brechen, um einen klaren Fehlausbruch. Spätestens als die Kurse wieder unter diese Marke fielen war klar, dass die Kehrtwende mit hoher Wahrscheinlichkeit vor der Tür stehen könnte. Nun werden neuerlich die Böden nach unten getestet. Der kurzfristige Boden bei rund 290 USD hielt vorerst. Danach wären noch die Supportebenen bei 273.42 und 244.59 USD zu beachten, welche wesentlich stärker sind. Derzeit ist die Aktie für längerfristige Engagements zu volatil und sollte daher eher von kurzfristigen Tradern gehandelt werden, bis sich ein neuer klarer Trend ausbildet.

Aussicht: NEUTRAL

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Tesla Motors Inc. ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Elektro-Automobilen spezialisiert. Mit dem Einstieg von Risikokapitalgebern 2004 wurde Elon Musk Aufsichtsratsvorsitzender und bald die prägende Figur des Unternehmens.

Durch die Übernahme von Solarcity umfasst das Portfolio aber auch die komplette Produktpalette solarbasierter Energiegewinnung, Speicherung und Netzdiensten. Durch die Gigafactory ist das Unternehmen darüber hinaus zu einem der weltweit führenden Hersteller von Akkus geworden.

Bulle oder Bär?

In der letzten Analyse wurde ausführlich auf die Gesamtsituation bei Tesla eingegangen. Es gibt sowohl handfeste Gründe für als auch gegen das Unternehmen.
Man macht keinen Gewinn, verbrennt mit atemberaubender Geschwindigkeit Cash und im Vergleich zu anderen Autobauern ist die Bewertung geradezu astronomisch.

Auf der anderen Seite könnte das Model 3 außerordentlich hohe Margen bringen. Mit der Gigafactory ist man darüber hinaus der günstigste Produzent von Batterien und es wäre durchaus möglich, dass man zukünftig alleine in diesem Bereich Milliardengewinne verbuchen kann.
Weitere Themen reichen von Solardächern und dazugehörigen Speichermodulen, um Autos dezentral zu laden bis hin zu selbstfahrenden Autos, der entsprechenden Sensorik und Fahrerdaten. Hier ist Tesla schlichtweg Technologieführer und sollte sich dieser Bereich wieder einmal als „the winner takes it all“ herausstellen, ist der Wert kaum abschätzbar. Die Übernahme von Mobileye für rund 15 Mrd. USD durch Intel zeigt das eindrucksvoll.

Ob Tesla als langfristiges Investment eine Option ist, oder nicht, bleibt allen Anlegern frei. Egal, auf welcher Seite man aber steht, man sollte auch den Argumenten der Gegenseite zugänglich sein. Dogmen sind an der Börse selten hilfreich.
Am Ende bleibt es in jedem Fall aber eine Hochrisiko-Wette, egal in welche Richtung.

Nicht nur der Donald ist auf Twitter

Neben dem US-Präsidenten sorgt mit zunehmender Häufigkeit auch Elon Musk für Aufsehen.

Auf Twitter verkündete er kurzerhand: „Am considering taking Tesla private at $420. Funding secured.“

Der Tweet ist gleich aus mehreren Gründen problematisch, denn er entstand scheinbar aus einer Laune heraus und war nicht mit anderen Vorstandsmitgliedern abgesprochen.

Darüber hinaus könnte man sie durchaus als Lüge bezeichnen, denn die Finanzierung eines möglichen Deals ist keineswegs gesichert.

Ein weiteres Problem ist, dass die Mitteilung nicht angekündigt war und somit gegen geltendes Recht verstößt.
Die US-Börsenaufsicht SEC hat infolge umgehend Ermittlungen gegen Musk aufgenommen, denn selbstverständlich kann der Vorstand eines börsennotierten Unternehmens keine Falschmeldungen verbreiten.

Elon Musk droht nach Ansicht ehemaliger SEC-Mitarbeiter nun eine größere Geldstrafe und möglicherweise auch weitere rechtliche Konsequenzen.

Charttechnischer Ausblick

Zuletzt wurde Tesla bei 314,77 USD zum Kauf empfohlen und anschließend legte die Aktie um mehr als 20% zu.

Doch in den letzten Tagen ging es ebenso steil wieder abwärts. Die Ermittlungen der SEC und die Tatsache, dass es sich bei dem möglichen Preis von 420 USD um eine Falschmeldung handelte, belasteten die Kurse.

Der gestrige Handelstag brachte plötzlich die Wende. Die Aktie eröffnete bei 292 USD, legte dann im Tagesverlust immer weiter zu und schloss am Tageshoch bei über 308 USD. Derartige Tageskerzen leiten oft eine Trendwende ein.
Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Kurse zeitnah wieder in Richtung 325 USD steigen. Darüber wäre Platz in Richtung 360 – 370 USD.

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Spekulativ war die Tesla-Aktie schon immer. Aber jetzt ist sie zu einem glühend heißen Eisen geworden. Denn so langsam nimmt die Zahl derjenigen Marktteilnehmer zu, die hier so ziemlich alles infrage stellen. Anfang des Monats schien noch alles in relativ geregelten Bahnen zu verlaufen. Nachdem Tesla-CEO Elon Musk das Versprechen, bis Ende Juni 5.000 Stück des als „Cash Cow“ entscheidenden „Model 3“ zu bauen, seinen Angaben nach eingelöst hatte, kamen am 2. August die Zahlen zum zweiten Quartal. Die konnten zwar die Zweifel derer, die ohnehin skeptisch waren, ob Tesla wirklich imstande sein wird, nachhaltig und deutlich die Gewinnzone zu erreichen, nicht ausräumen.

Aber das Zahlenwerk war gut genug für diejenigen, die an eine gewinnträchtige Zukunft des Unternehmens glaubten, um den Kurs markant nach oben zu ziehen. Und zunächst schien es, als wäre da noch einiges mehr zu holen, als Tesla-CEO Musk am 7. August überraschend per Twitter verkündete, er strebe ein „Delisting“ der Aktie an, also eine Privatisierung des Unternehmens. Und jeder, der da nicht mehr dabei bleiben wolle, könne seine Tesla-Aktien zu sagenhaften 420 US-Dollar an Tesla zurückgeben. Zu einem Kurs also, der gut 30 US-Dollar über dem bisherigen Rekordhoch von 389 US-Dollar liegt. Aber diese 420 US-Dollar wurden nicht erreicht. Wieso nicht? Selbst bei 400 US-Dollar einzusteigen würde doch einen sicheren Gewinn bis zu dieser „Rücknahme-Marke von 420 US-Dollar bedeuten. Oder nicht?

Expertenmeinung: Die Investoren trauen der Sache nicht. Elon Musks Weg, eine für das Unternehmen entscheidende Maßnahme über Twitter zu kommunizieren, ist schon seltsam genug. Doch anscheinend wurde der Verwaltungsrat von Musks Wünschen überrascht. Der sei, so Musk, von ihm am 2. August informiert worden. Einen Tag nach Veröffentlichung der Quartalsbilanz und eben nicht davor. Seltsam genug. Aber Musk erklärte auch noch, er habe bereits am 31. Juli mit den saudi-arabischen Staatsfonds gesprochen, der eine Privatisierung unterstützen würde. Also bevor er überhaupt seinen eigenen Vorstand informierte.

Offen ist zudem die entscheidende Frage, woher Tesla das Geld nehmen wollte, würden zu viele Anleger ihre Aktien vor dem Abschied vom Börsenhandel und damit auch vom Abschied von den strengen, der Sicherheit der Anleger dienenden Regularien zurückgeben. Da ginge es im Fall eines Rücknahmepreises von 420 US-Dollar um 75 Milliarden US-Dollar. Die Tesla nicht hat. Aber Musk behauptet, die Finanzierung sei gesichert … zumal er zu wissen glaubt, dass zwei Drittel der Anleger Tesla treu bleiben würden. Eine reine Behauptung. Hier gibt es viele Ungereimtheiten. Daher stieg die Aktie zwar am Tag von Musks Tweet am 7. August, blieb aber weit von der 420 Dollar-Marke entfernt.

Der Kurs lief bis 387 US-Dollar, also bis knapp unter das bisherige Verlaufshoch von 389 US-Dollar vom September 2017 – und drehte ab. Am Dienstag lag die Aktie bereits 40 US-Dollar tiefer – und über 70 US-Dollar unterhalb des angeblichen Rücknahme-Preises von 420 US-Dollar. Dass bekannt wurde, dass sich die SEC, die US-Börsenaufsicht, für Tesla interessiert, tat ein Übriges, die Marktteilnehmer vorsichtig werden zu lassen. Und das ist unverändert angebracht. Sollte Tesla unter 328 US-Dollar schließen und dadurch die durch die Quartalszahlen entstandene Kurslücke zu schließen beginnen, wäre hier sogar eine Trading-Chance auf der Short-Seite geboren.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im gestrigen Handel war ein beispielloser Short-Squeeze bei der Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla zu beobachten. Noch befinden sich rund 27 Prozent aller Aktien des Unternehmens auf der Lerrverkaufsseite und die Bären mussten eine vernichtende Niederlage kassieren. Short-Positionen mussten im großen Stil glattgestellt werden und trieben die Rallye weiter an. Doch was war der Auslöser für die gestrige Kursexplosion? Nach einer Meldung von Elon Musk via Twitter soll das Unternehmen wieder privatisiert werden und es steht eine angebliche Übernahme der Papiere zum Preis von 420 USD im Raum. Wer jedoch hinter dem Angebot steckt und woher die rund 72 Milliarden USD kommen sollen, ist noch unklar. Wieder einmal schafft es der Firmenchef allen Skeptikern und Bären in der Aktie auf die Füße zu steigen.

Expertenmeinung: Es waren bereits die positiven Aussichten zur zweiten Jahreshälfte, welche vorige Woche zu einem starken Gap nach oben führten. Jetzt legt der Firmenchef noch einen drauf und sorgt für weitere Überraschungen. Die Gerüchteküche wird aktuell weiter angeheizt und viele stellen sich die Frage, ob der jüngste Kauf von Aktien seitens Elon Musk selbst am 13. Juni im Zusammenhang mit der jetzt angekündigten möglichen Übernahme steht. Immerhin hat dieser damals im offenen Handel 72500 Aktien erworben. Letzendlich zeigt der Chart mittlerweile jedoch deutlich nach oben und die Bullen haben ihren Standpunkt klar gemacht. Die weitere Nachrichtenlage bleibt jedoch weiter schwammig und unklar, weshalb wir vorläufig unsere Aussichten für Tesla auf die neutralen Ebene geben.

Aussicht: NEUTRAL

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Gestern nach US-Handelsende kamen die mit Spannung erwarten Quartalsergebnisse des Elektrofahrzeuge-Herstellers Tesla auf den Tisch. Und sie fielen zumindest nicht zwingend überzeugend aus. Mit 3,06 US-Dollar Verlust pro Aktie lag das Ergebnis noch etwas schlechter als die -2,92 US-Dollar, die die Analysten im Durchschnitt geschätzt hatten, aber immerhin wurden die -3,35 US-Dollar des ersten Quartals nicht noch überboten. Der Umsatz lag bei vier Milliarden UD-Dollar, knapp über der Konsens-Prognose von 3,92 Milliarden. Aber eigentlich sind diese Zahlen nicht entscheidend. Erstens, weil Papier bei Tesla geduldig ist. Zweitens, weil die im Zuge der Bilanz gemeldeten Cash-Bestände kein klares Bild aufzeigen konnten. Drittens, weil wichtiger ist, wie es unmittelbar weitergeht.

Die Aussage des Unternehmens, im laufenden dritten Quartal 50.000 bis 55.000 Model 3 produzieren zu wollen hieße, dass der per 30. Juni erreichte Level von 5.000 Stück pro Woche vorerst kein Dauerzustand sein wird. Und ob das Geld reichen wird, ob man neue Kredite braucht, ggf. eine Kapitalerhöhung die Aktionäre zur Kasse bittet … all das werden die Analysten in der Nacht im Zuge der nach den Zahlen anstehenden Telefonkonferenz mit Tesla herauszufinden versuchen. Und dann erst, im heutigen regulären Handel, wird sich weisen, ob das, was die Aktie im nachbörslichen Handel zeigte, tragfähig ist.

Expertenmeinung: Denn da legte Tesla zu. Bis gegen 23:45 Uhr unserer Zeit hatte sich der Kurs um 6,3 Prozent auf 320 US-Dollar vorgearbeitet. Der Blick auf den Chart zeigt, dass dieses Niveau hieße, dass sich die Aktie knapp über die nach oben kurzfristig entscheidende Widerstandszone aus der 20-Tage-Linie bei 310 und der 200-Tage-Linie bei 318 US-Dollar geschoben hat. Damit wäre Tesla also in Schlagdistanz, um sich nach oben abzusetzen, in Richtung des Bereichs der zahlreichen Wendemarken zwischen 360 US-Dollar und dem bisherigen Verlaufsrekord von 390 US-Dollar.

Aber diese nachbörslichen Käufe sind nur eine Momentaufnahme, die vor den entscheidenden Fragen und Antworten im Zuge der Telefonkonferenz liegt … und vor den daraus gewonnenen Einsichten, die die Analysten heute an die Investoren weitergeben werden. Da müssten genug Daumen nach oben zeigen, um den Ausbruch zu zementieren. Und sollte Tesla die zweifellos sehr bohrenden Fragen nach der Kapitaldecke nicht überzeugend beantworten, wäre eine Trading-Chance auf der Short-Seite wohl nicht weit. Unter 273 US-Dollar wäre die Chance auf eine Rallye geplatzt, die Distanz bis zu darunter liegenden Auffanglinie bei 245 US-Dollar womöglich schnell durchmessen!

Chart vom 01.08.2018, Kurs 300,84 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Heute nach Börsenschluss ist es also soweit. Der Elektrofahrzeughersteller Tesla wird seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. So wird ein Verlust von 2.81 USD je Aktie und ein Umsatz von 3.96 Milliarden USD erwartet. Wesentlich interessanter als der Rückblick wird jedoch der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte, zumal der Firmenchef Elon Musk im dritten Quartal von schwarzen Zahlen ausging. Sollte er dieses anberaumte Ziel nicht erreichen, könnten einige Anleger wohl endgültig das Handtuch werfen. Der Chart selbst präsentiert sich derzeit bärisch. Zuletzt bildete sich eine klare Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs.

Expertenmeinung: Derzeit können wir lediglich das technische Gesamtbild bewerten und das ist definitiv bärischer Natur. Die nächsten Unterstützungen befinden sich knapp über den Niveaus von 270 und 240 USD. Sollte der Ausblick des Unternehmens auf die kommenden Quartale enttäuschen, könnten diese Marken wohl rascher erreicht werden, als so manchem Anleger lieb ist. Natürlich kann der Konzern auch positiv überraschen, doch solange die Zahlen nicht auf dem Tisch liegen, bleibt es im Vorfeld lediglich bei Vermutungen. Elon Musk muss schon mehr zeigen, als leere Versprechungen und so werden die heutigen Daten genauestens unter die Lupe genommen.

Aussicht: BÄRISCH

20180801-tesla-nun-wird-es-richtig-spannend

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das Chartbild der Aktie von Tesla zeigt sich weiterhin leicht angeschlagen. Nachdem die Aktie im Juni einen Fehlausbruch über der Marke von 360 USD produzierte, setzte es wenige Tage später klare Verkaufssignale. Besonders stark erwischte es das Papier Anfang Juli, als die Kurse kurzfristig fast 20 Prozent innerhalb von nur drei Tagen nachgaben. Von diesem Schock hat sich Tesla nur leicht erholen können und es bildet sich seitdem ein bärischer Wimpel aus, welcher in den kommenden Tagen mit hoher Wahrscheinlichkeit gebrochen werden dürfte. Hier braut sich was zusammen und der kommende Impuls dürfte wohl recht stark werden. Der Trend selbst bleibt vorerst neutral.

Expertenmeinung: Derzeit ist noch nicht absehbar, in welche Richtung die Kurse den im Chart eingezeichneten Wimpel verlassen werden. Die Wahrscheinlichkeit ist etwas höher, dass die Bären wohl das Ruder übernehmen dürften. Schlusskurse unter der Marke von 310 USD wären besonders bitter und würden neue Verkaufssignale auslösen. In Folge könnte die Aktie stark unter Druck kommen. Es bleibt abzuwarten, ob die Bullen dieses Szenario verhindern können. Spannend wird es jedenfalls auch in der nächsten Handelswoche, denn am 01. August wird der Konzern seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 20.07.2018 mit Kurs: 313.58 Kürzel: TSLA

Die 2003 von Ingenieuren aus dem amerikanischen Silicon Valley gegründete Tesla Motors Inc. ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Elektro-Automobilen spezialisiert. Mit dem Einstieg von Risikokapitalgebern 2004 wurde Elon Musk Aufsichtsratsvorsitzender und bald die prägende Figur des Unternehmens.

Durch die Übernahme von Solarcity umfasst das Portfolio aber auch die komplette Produktpalette solarbasierter Energiegewinnung, Speicherung und Netzdiensten. Durch die Gigafactory ist das Unternehmen darüber hinaus zu einem der weltweit führenden Hersteller von Akkus geworden.

Von den Befürwortern heißt es Tesla wird die Welt verändern, die Gegner verweisen auf die hohe Bewertung und fortlaufende Cashvernichtung. Vielleicht haben beide Seiten recht, aber es ist eben nur die halbe Wahrheit.

Tesla ist hoch bewertet, hat Schulden und verbrennt Cash

Es ist richtig, der Unternehmenswert von Tesla inklusive Schulden liegt bei knapp 70 Mrd. USD. Für einen Autobauer mit diesen Zahlen ist das schlichtweg nicht zu rechtfertigen.

Tesla macht nur einen Bruchteil des Umsatzes von Konkurrenten mit einer ähnlichen Bewertung und vor allem keinen Gewinn.
Ganz im Gegenteil, Tesla verbrennt mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit Cash und benötigt daher ständig Fremdkapital.
Das Unternehmen wäre fast in die Insolvenz geschliddert, als sich die Kapitalmärkte das letzte Mal verweigerten.

Als wäre das nicht alles schon problematisch genug, steigt man mit einigen der größten und mächtigsten Firmen der Welt in den Ring.

Was spricht dann aber für Tesla?

Das Unternehmen hat eine erstaunliche Entwicklung vollzogen und seine Fähigkeit zur Innovation und Veränderung bewiesen. Mehr als einmal wurden Ziele erreicht, die zuvor als unmöglich abgetan wurden.
Bisher hat das noch keine Unternehmensgewinne gebracht, doch der ständige Fortschritt hält die Aktionäre bei der Stange und beflügelt die Fantasie von Fans und Kunden gleichermaßen.

Daher scheint Kapital auch kein Problem mehr darzustellen. Die Jünger von Elon Musk, die an seine Vision glauben, haben eine Kapitalerhöhung nach der anderen geschluckt. Der Kurs kam dadurch kaum unter Druck. Eine Insolvenz scheint daher auf absehbare Zeit unwahrscheinlich, auch wenn man weiter Geld verbrennt.

Lifestyleprodukt

Einen anderen Punkt sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. Wie das iPhone ist auch ein Tesla zu einem Lifestyleprodukt geworden. Der hohe Preis schreckt die Kunden nicht, sie wollen ein Model S und keinen BMW i3 wie sie eben auch ein iPhone möchten.
Mit dem Model 3 betritt Tesla jetzt den Massenmarkt und man darf gespannt sein.
Es sprechen aber auch ökonomische Gründe für Elektroautos, ihr Betrieb ist schlichtweg günstiger. Weniger Wartung, geringere Betriebskosten und der Preis pro gefahrenem Kilometer ist niedrig, vor allem wenn man den Strom selbst produziert.

Kann sich Tesla durchsetzen?

Mit der Gigafactory hat sich Tesla einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil geschaffen. Ausschließlich die Herstellungskosten von Batterien machen Elektroautos heute noch teurer als Verbrennungsmotoren, doch der Preis fällt stetig und macht E attraktiver.

Am Ende könnte Tesla aber auch einen bedeutenden oder sogar den Großteil des Gewinns mit Batterien erwirtschaften. Hier sind all die Konkurrenten von Toyota bis Volkswagen technologisch und vor allem in den Produktionskosten unterlegen. Ob und wann man diese Lücke schließen kann, ist fraglich. Wahrscheinlich werden zumindest einige Automobilkonzerne die Akkus einfach bei Tesla kaufen. Der Bau der neuen Gigafactory in China zementiert die Marktführerschaft in diesem Segment weiter.

Technologieführerschaft

Auch im Bereich selbstfahrender Autos könnte sich Tesla durchsetzen. Vielleicht wird am Ende nur ein System überleben, das mit den meisten Straßendaten. Vielleicht ist diese Technologie wieder ein Beispiel für „the winner takes it all“. Bisher liegt Tesla wohl vorne und kann man den Vorsprung halten, wäre diese Technologieführerschaft äußerst wertvoll.

Wie hoch die Technologie bewertet wird, zeigt die Übernahme von Mobileye durch Intel. Der Kaufpreis lag bei 15,3 Mrd. USD. Die Sparte von Tesla dürfte allein wohl noch deutlich mehr Wert sein und plötzlich schmilzt die Überbewertung des Unternehmens dahin.

Großoffensive

Betrachtet man die Märkte, die von Tesla angegriffen werden, wird klar, dass auch eine Position in der dritten Reihe dieser Branchen erhebliches Potenzial bieten würde. Das Unternehmen zielt gleichzeitig auf einige der größten Märkte überhaupt, Autos, die gesamte Energie-Wertschöpfungskette von Öl- und Gasproduzenten bis zu den Versorgern.

Im zurückliegenden Jahr hat Tesla einen Umsatz von 12 Mrd. USD erwirtschaftet.

Die 20 größten Autobauer erwirtschaften gemeinsam einen Umsatz von 1.880 Mrd. USD und haben einen Marktwert in ähnlicher Größenordnung.
Die 20 größten Öl- und Gasunternehmen sind gemeinsam für einen Umsatz von über 2.000 Mrd. USD verantwortlich und haben einen Börsenwert von knapp 2.700 Mrd. USD.
Die 20 größten US-Versorger kommen auf einen Umsatz von 255 Mrd. USD und eine Bewertung von 940 Mrd. USD.

Während der Angriff im Autosektor offensichtlich ist, wäre eine Abkehr vom Verbrennungsmotor ein ebenso radikaler Schlag für die Rohölkonzerne. Gleiches gilt für die Versorger, die durch Solardächer und dezentrale Stromspeicher unter Druck gesetzt werden.

Sollte sich Tesla nur in einem der drei Felder eine starke Stellung erkämpfen können oder als Sieger bei autonomen Autos hervorgehen, ist die Bewertung gerechtfertigt.

Im Reich der Visionen

Daher sollte man Tesla auch als Übernahmeziel nicht ausschließen. Vielleicht möchte Apple seine Palette an Lifestyleprodukten ja erweitern, immerhin sitzt man auf über 200 Mrd. USD Cash und weiß nicht so recht, was man damit anfangen soll. Doch auch Microsoft, Google, Cisco, Facebook oder Oracle könnten den Kauf locker stemmen.

An dieser Stelle sollte eigentlich das Fazit stehen, dass es sich dennoch um eine Hochrisikowette handelt. Nach eingehender Betrachtung erscheint das Risiko jedoch weitaus geringer als man den ersten Blick erahnt.

Brandgefährlich

Es gibt noch einen weiteren gewichtigen Punkt, der gegen nachhaltig fallende Kurse spricht. Der Short Float ist mit 29,4% geradezu erschreckend hoch. Es sind also fast ein Drittel aller ausstehenden Aktien Short positioniert.
Die Leerverkäufer stützen ungewollt den Kurs. Gibt Tesla deutlich nach, treten die Bären als Käufer auf, um ihre Positionen zu schließen. Darüber hinaus läuft die Leihe nicht ewig, es müssen also ständig Leerverkäufer ihre Positionen glattstellen und Aktien kaufen.

Der hohe Short Float ist eine echte Gefahr und man kann nur jedem Anleger davon abraten, hier ebenfalls einen Leerverkauf zu tätigen. Denn kommen unverhofft gute Nachrichten und der Kurs springt an, könnte es zu einem Short-Squeeze kommen.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie bewegt sich übergeordnet in einem stabilen mehrjährigen Aufwärtstrend.
In den zurückliegenden Monaten ist Tesla allerdings in einer Seitwärtsphase, die den Wert wieder vom oberen zum unteren Ende des Aufwärtstrendkanals geführt hat.
Aus charttechnischer Sicht ist der Bereich zwischen 260 und 300 USD eine Kaufzone. Ausgehend von dieser Basis sind weitere Angriffe auf den Widerstand bei 360 USD wahrscheinlich. Darüber wäre Platz bis 370 und 390 USD.

20180711-tesla-die-beste-aktie-der-welt-oder-eine-geldvernichtungsmaschine-kurzfristig
20180711-tesla-die-beste-aktie-der-welt-oder-eine-geldvernichtungsmaschine-langfristig

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anfang der vorigen Woche haben wir zum richtigen Zeitpunkt davor gewarnt, dass die Kurse des Elektrofahrzeugherstellers Tesla schon bald einbrechen könnten. Die Warnsignale haben wir richtig erkannt und somit waren wir kaum überrascht, als das Papier nach unserer letzten Analyse innerhalb weniger Tage rund zehn Prozent an Wert verlor. Der vorübergehende Boden bei 325.80 US-Dollar wurde gebrochen und somit ist auch der bisherige Aufwärtstrend vorerst vom Tisch. Das Papier geht in eine neutrale Verkaufsphase über. Die Bullen haben wichtiges Terrain verloren und  das starke Momentum der letzten Wochen endet somit vorerst. Die nächsten wichtigen Unterstützungen befinden sich jeweils bei 273.42 und 244.59 US-Dollar.

Expertenmeinung: Auf Grund des doch recht steilen Ausverkaufs der letzten Tage, ist zumindest vorerst mit einer technischen Gegenreaktion nach oben zu rechnen. Hierbei ist aber eher davon auszugehen, dass diese recht bald wieder abverkauft wird und sich die Kurse weiter den Weg nach unten suchen werden. Derzeit belassen wir zwar noch unsere Aussicht auf der neutralen Ebene, gehen aber davon aus, dass wir diese noch im Juli eher noch nach unten, als nach oben revidieren dürften. Der Widerstandsbereich rund um die Zone zwischen 320 und 330 US-Dollar wird nur äußerst schwer zu knacken sein.

Aussicht: NEUTRAL

20180709-tesla-wie-weit-kann-die-aktie-noch-fallen

Die, die Anfang Juni auf den nach oben rasenden Zug der Tesla-Aktie aufgesprungen waren, gingen eine Wette ein. Zusammen mit Tesla-CEO Elon Musk wetteten sie darauf, dass dessen Vorhersage, dass Tesla bis Ende Juni 5.000 Stück der „Cash Cow“ Model 3 pro Woche produzieren werde, eintreffen wird. Sie haben gewonnen – und zugleich grandios verloren. Denn ja, dieses Ziel wurde nach Aussage von Elon Musk erreicht, das gab er zum Ende des Monats, am Wochenende, bekannt. Aber dass die Aktie dann durchstarten würde wie ein Düsenjet, das passierte nicht. Es passierte das Gegenteil. In unserer Analyse vom 14. Juni schrieben wir dazu: „Aber geht diese Spekulation auf ein „alles wird gut“ schief, geht sie richtig schief: Vorsicht!“. Aber wo liegt denn das Problem, warum bricht diese Aktie jetzt förmlich ein?

Zwischen dem Tageshoch des Montags und dem Tief des Dienstags liegen 55 US-Dollar oder, von oben gerechnet, 15 Prozent. Zum Teil liegt das daran, dass nach dem Ablauf der Frist dieser Wette wieder das Gesamtbild in den Fokus rückt. Und da stehen die Fragen im Raum: Hat Tesla mit diesen 5.000 Model 3 pro Woche einen nicht wiederholbaren Kraftakt vollzogen, weil man sich selbst mit Musks Vorhersage unter gefährlichen Druck gesetzt hatte? Und reichen diese 5.000 Stück aus, um sich dem Break Even, dem rentablen Produzieren, wirklich entscheidend anzunähern? Aber der Hauptgrund des Kurseinbruchs ist ein anderer:

Expertenmeinung: Wie es oft der Fall ist, waren zu viele davon überzeugt, sie wären als einzige clever, wenn sie die Aktie im Vorfeld dieses Stichtags der 5.000 produzierten Model 3 am 30. Juni kaufen. Doch es waren eben zu viele, die das dachten. Die Aktie haussierte im Vorfeld – und es gab keinerlei Nachrichten, die das unterstützt hätten außer Elon Musks Vorhersage. Und so waren es nur noch wenige, die am Montag zum Handelsstart einstiegen, weil das Ziel erreicht wurde. Und die Zahl derer, die in diesem Moment das Preisgeld ihrer Wette kassieren wollten, war ungleich größer. Kaum hatte Tesla am Montag im Plus eröffnet, begannen die Gewinnmitnahmen. Und als diejenigen, die im Vorfeld eingestiegen waren, sahen, dass die Sache schief lief, versuchten sie so schnell wie möglich, noch einen Teil des Gewinns durch Verkauf zu retten.

Das führte zu einem äußerst seltenen Bild im Candlestick-Chart: einem doppelten „bearish engulfing pattern“. Das erste „bearish engulfing pattern“ entstand am Freitag, als die ersten wohl schon sicherheitshalber auszusteigen begannen. Eine rote Kerze hüllte die grüne des Vortags komplett ein. Dieses Warnsignal wurde verdoppelt, als sich dasselbe Szenario am Montag wiederholte, indem eine noch größere rote Kerze die rote Kerze des Freitags komplett einhüllte. Das alleine hätte man schon als Bestätigung ansehen können, die das Warnsignal zum Verkaufssignal befördert. Aber mit dem erneuten Kurseinbruch der Aktie am Dienstag ist klar: Das war es wohl erst einmal auf der Oberseite. Die „Wett-Euphorie“ ist dahin. Jetzt beginnt das Bangen vor den Quartalszahlen, denn nur, weil das Produktionsziel dieses einen Modells erreicht wurde, müssen die nicht gut ausfallen. Die Aktie ist mit dem Dienstags-Minus von 7,23 Prozent mit Schwung in die Unterstützungszone 309/313 US-Dollar gerutscht. Fiele die, läge die nächste Auffanglinie im Bereich 273/275 US-Dollar. Und angesichts dieser massiven Ernüchterung der Bullen wäre es keineswegs überraschend, wenn diese Zone getestet würde.

Chart vom 03.07.2018, Kurs 310,86 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gerade erst konnte die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla den wichtigen Widerstand bei 360 US-Dollar brechen. In unserer letzten Analyse haben wir jedoch bereits auf die Gefahr eines möglichen Fehlausbruches hingewiesen.  Noch können sich die Kurse über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 halten, doch viel mehr Schwäche sollte das Papier in den kommenden Tagen nicht mehr zeigen. Während sich die US-Börsen im gestrigen Handel wieder deutlich erholen konnten, setzte Tesla gleichzeitig zum Abverkauf an. Die große rote Ausverkaufskerze signalisiert viel Verkaufsdruck, der die Kurse in den kommenden Tagen weiter belasten könnte. Der Trend bleibt vorerst auf der bullischen Seite.

Expertenmeinung: Aktuell bleiben wir mit unseren Aussicht noch auf der neutralen Seite. Sollte die Aktie jedoch unter der Marke von 325.80 US-Dollar schließen, wäre die Aufwärtsbewegung wohl beendet und die Bären hätten wieder die Chance das Zepter an sich zu reißen. Derzeit steht die Wahrscheinlichkeit für dieses mögliche Szenario recht hoch. Der Chart vermittelt eine deutliche Sprache und diese ist derzeit alles andere als überzeugend. Marktteilnehmer sollten sich also auf einen möglichen Abschlag nach unten vorbereiten.

Aussicht: NEUTRAL

20180703-tesla-das-sieht-gar-nicht-gut-aus

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit dem Ausbruch über den Widerstand bei 310 USD zeigt sich die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla sehr positiv. Wie in alten Zeiten konnte der Turbo gezündet werden und die Zielmarke bei 360 USD wurde in Windeseile erreicht. Der Anstieg war jedoch etwas zu steil und daher war zu erwarten, dass das Niveau zumindest kurzfristig nicht so leicht gehalten werden kann. Technisch gesehen, besteht die Gefahr eines möglichen Fehlausbruches. Ein solches Szenario sehen wir im Chart auch im Mai, als der erste Versuch die Marke bei 310 USD zu brechen kläglich scheiterte. Die Folge war eine scharfe Zwischenkorrektur nach unten.

Expertenmeinung: Derzeit belassen wir unsere Aussichten auf Tesla auf der neutralen Seite. Das positivste Szenario wäre eine Konsolidierung auf hohem Niveau. Wenn sich hier eine Bullenflagge oder ein Wimpel bilden würde, wäre dies ein konstruktives Signal für weiter steigende Kurse. Geht jedoch die gestern eingeleitete kurzfristige Korrektur zu tief, könnte dies wiederum einen technischen Schaden im Gesamtbild verursachen. Es kommt also ganz darauf an, wie weit die Kurse in den kommenden Tagen fallen. Je höher sich die Aktie halten kann, umso besser.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 21.06.2018 Kurs: 347.51 Kürzel: TSLA

Es ist ein heißer Ritt, den Tesla und sein CEO Elon Musk da absolvieren. Tesla muss so schnell wie möglich den Break Even erreichen, um die Gläubiger zu beruhigen, denn der Elektrofahrzeugbauer hat gewaltige Schulden aufgetürmt. Wenn es gelingt, zeitnah rentabel zu produzieren, kann der Schuldenberg sukzessive abgebaut werden. Wenn nicht, dann nicht. Die Nachfrage scheint dabei kein Problem zu sein, es klemmt daran, die Produktionskapazität schnell genug hochzufahren. Das ist ein unglaublicher Kraftakt, der aber jetzt nicht mehr allzu viel Kapital aufzehren darf und dennoch schnell gehen muss. Eine entscheidende Deadline ist dabei der 30. Juni. Elon Musk hatte versprochen, dass es bis dahin gelingen würde, mindestens 5.000 Stück der „Cash Cow“, des neuen Model 3, pro Woche zu produzieren. Erst letzte Woche zeigte er sich zuversichtlich, dass das auch gelingt. Aber der 30. Juni ist nahe. Und Anfang Juli wird Tesla die Produktionszahlen des zweiten Quartals vorlegen müssen, dann wird sich zeigen, ob man wirklich noch im Plan ist. Wenn der nicht wenigstens einigermaßen eingehalten wird, kann die neu entflammte Zuversicht, die die Anleger aktuell zur Schau tragen, schlagartig dahin sein und die Aktie wie in einem defekten Fahrstuhl nach unten rauschen.

Expertenmeinung: Erst letzte Woche startete die Aktie einen neuen Aufwärtsimpuls, als im Rahmen der Aktionärsversammlung ein Antrag abgeschmettert wurde, die Position des Chairman und des CEO zu trennen und Elon Musk damit in seiner bisherigen „Alleinherrschaft“ über Tesla zu beschneiden. Weiterhin glauben viele, dass er das Kind schon schaukeln wird. Aber die am Dienstag überraschend kommunizierte Entscheidung, Tausende Stellen abzubauen, um die Rentabilität zu steigern, ist bedenklich. So knapp vor dem 30. Juni und das in einer Phase, wo doch eigentlich jede Hand benötigt werden müsste, ist das eine seltsame Entscheidung. Die Anleger quittierten sogar diese Meldung mit Käufen. Aber dass Elon Musk selbst gerade für knapp 25 Millionen US-Dollar seine eigene Aktie gekauft hat, wirkt, als wolle er damit die Stimmung mit aller Macht positiv halten. Skeptiker werden da schlussfolgern, dass er weiß, dass das auch bitter nötig ist. Zusammengefasst lässt sich festhalten: Die Aktionäre beteiligen sich derzeit an diesem heißen Ritt, indem sie wie wild kaufen und damit bereits ein positives Ergebnis des Wettrennens um die 5.000 produzierten Model 3 einpreisen. Rein charttechnisch gesehen wäre der Weg an das bisherige Rekordhoch bei 389 US-Dollar frei, wenn es gelingt, die Hochs vom Januar und Februar bei 360 US-Dollar zu überwinden. Aber geht diese Spekulation auf ein „alles wird gut“ schief, geht sie richtig schief: Es ist daher große Vorsicht angesagt!

Chart vom 13.06.2018, Kurs 344,78 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Wochen über hätte es die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla kaum spannender machen können. Gerade wurde noch das Unterstützungsniveau bei 275 US-Dollar getestet und Einiges deutete darauf hin, dass sich die Anfang des Jahres gestartete Abwärtsbewegung hier weiter fortsetzen könnte. Doch die Bullen hielten dem Druck stand und der Boden wurde gehalten. Zusammen mit der positiven Stimmung an der Wall Street konnten sich die Kurse in den letzten Wochen wieder von ihrer positiven Seite zeigen. Dabei wurde zwischenzeitlich sogar der Widerstand rund um das Niveau von 310 US-Dollar nach oben gebrochen. Die bärischen Tendenzen sind somit vorläufig vom Tisch.

Expertenmeinung: Wenn die Aktie ihre Chance nutzen will, dann darf das eroberte Terrain bei 310 US-Dollar keinesfalls mehr an die Bären abgegeben werden. Dies würde einem möglichen Fehlausbruch gleichkommen und könnte wieder für Verkaufsdruck sorgen. Die Lage ist somit klar ersichtlich: Die Kurse können sich nur dann weiter nach oben entwickeln, wenn dieser Bereich nicht mehr nach unten verlassen wird. Wenn die Bullen dies schaffen, könnte es mit Tesla wohlmöglich noch im Sommer auf bis zu 360 US-Dollar gehen.

Aussicht: NEUTRAL

20180608-tesla-mit-deutlichen-kaufsignalen-aber

Consumer Report ist die US-Variante von „Stiftung Warentest“, nur weit älter und daher mit noch mehr Bedeutung für Hersteller und Konsumenten. Wer von dieser Institution gewogen und für zu leicht befunden wird, hat ein Problem. Und genau das war Tesla vor zehn Tagen passiert. Consumer Report hatte das Model 3 unter die Lupe genommen und als Resümee konstatiert, dieses Fahrzeug nicht empfehlen zu können. Schlechte Federung, zu laute Windgeräusche, Touch Screen zu kompliziert und, vor allem, ein viel zu langer Bremsweg. Der sei beim Model 3 länger als bei einem F150 Pickup, diesem Riesen-„Schiff“ von Ford. Das waren herbe Kommentare zu dem Fahrzeug, das Tesla den Weg in Richtung der schwarzen Zahlen ebnen soll bzw., mit Blick auf die drückende Schuldenlast, ebnen muss. Aber Tesla reagierte prompt – und Consumer Report zeigte sich gestern beeindruckt und hob seine Beurteilung daraufhin auf „empfehlenswert“ an. Nur mit einem Softwareupdate war es Tesla gelungen, den Bremsweg um fast sechs Meter zu verkürzen. Alleine dass das möglich ist, begeisterte die Tester … und dürfte auch potenzielle Käufer beeindrucken. Die Folge: Tesla stieg. Und das am für die Bullen rechten Ort zur rechten Zeit:

Expertenmeinung: Die Tesla-Aktie hatte an den Tiefs der letzten Wochen um 275 US-Dollar festgehangen, wollte einfach nicht anziehen. Es hätte nicht mehr lange gedauert, bis das die Bären motiviert hätte, es gezielt mit einem Versuch zu probieren, diesen Level in Richtung der Supportlinie um 240 US-Dollar zu durchschlagen. Und es hätte nicht unbedingt überrascht, wäre diese Linie dann gefallen. Denn der Stichtag des 30. Juni naht. Das ist nicht nur das Ende des zweiten Quartals, dessen Ergebnis dann Anfang August kritisch beäugt werden wird. Es geht um die Frage, ob das Versprechen von CEO Musk, bis dahin 5.000 Model 3 pro Woche fertigzustellen, eingelöst werden konnte. Wenn diese Zielmarke nennenswert unterboten würde, wäre das Vertrauen derer, die fest daran glauben, dass es Tesla schaffen wird, bald nachhaltig die Gewinnzone zu erreichen, massiv erschüttert und der Weg nach unten wohl frei. Bis dahin noch viel Luft bis zu den entscheidenden Unterstützungen zu bekommen, wäre ideal – und der gestrige Kursanstieg als Reaktion auf die Consumer Report-Empfehlung kann dahingehend ein Meilenstein sein. Der Kurs hat es dadurch hauchdünn über die Widerstandszone 287/291 US-Dollar geschafft. Sollte es gelingen, über 313 US-Dollar zu laufen und dadurch die Handelsspanne der letzten acht Wochen zu verlassen, wäre die Aktie wieder bullisch … zumindest, bis es mit der Veröffentlichung der Produktionszahlen des zweiten Quartals Anfang Juli zur nächsten Nagelprobe kommt.

Chart vom 30.05.2018, Kurs 291,72 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Weiterhin kann sich die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla nicht aus der Abwärtsbewegung, welche Anfang des Jahres gestartet wurde, nachhaltig befreien. Anfang Mai war die Chance für die Bullen zum Greifen nah, einen Trendwechsel in Gang zu setzen, doch der Fehlausbruch über das Niveau von 310 US-Dollar brachte die Bären zurück auf das Spielfeld. Seither mussten die Kurse innerhalb weniger Tage fast zehn Prozent an Wert eingebüßen. Erneut ist der Kampf um die wichtige Unterstützung bei 275 US-Dollar entbrannt. Bis dato konnte die Marke gehalten werden, doch der Druck wird von Tag zu Tag immer größer.

Expertenmeinung: Die Vorzeichen sind eher negativ und die Ampel steht auf Gelbrot. Sollte Tesla den eingezeichneten Support brechen und unter der Marke von 275 US-Dollar schließen, drohen weitere herbe Abschläge. Das nächste Kursziel wäre in Folge das Pivot-Tief von April dieses Jahres, welches knapp unter der Marke von 245 US-Dollar gebildet wurde. Damit würde die Aktie nochmals mehr als zehn Prozent an Wert verlieren. Richtig positiv wäre der Chart aus aktueller Sicht erst wieder bei Kursen über dem Niveau von 310 US-Dollar. Bis dahin bleiben wir bärisch auf den Titel.

Aussicht: BÄRISCH

20180523-tesla-aktie-verliert-weiter-deutlich-an-boden-das-sieht-nicht-gut-aus

Wenn man sich die Skepsis ansieht, die durch die Nachrichten zu Tesla über die vergangenen Wochen durchscheint, hat man den Eindruck, dass die Aktie längst reif für einen größeren Abwärtsimpuls wäre, wenn nicht einige überzeugte Bullen noch mit aller Macht die Stellung halten würden. Die Frage darf indessen gestellt werden: Wie lange noch? Sollte Tesla Anfang Juli verkünden können, dass das erklärte Ziel, per Ende Juni die Zahl von 5.000 produzierten Model 3 pro Woche erreicht zu haben, geschafft ist, würde die Zuversicht ohne Zweifel massiv wiederbelebt werden. Aber wird Tesla dieses Ziel wirklich erreichen? Es steht definitiv viel auf dem Spiel. Die Aktie zeigt seit vergangenem Sommer immer wieder und immer öfter Schwächeanfälle. Zuletzt wurde eine einigermaßen Hoffnung machende Quartalsbilanz für das erste Quartal durch eine desaströse Telefonkonferenz mit den Analysten zunichtegemacht, in der Tesla nicht glaubwürdig darlegen konnte, warum man in diesem Jahr weniger Investitionskosten haben werde, warum kein neues Kapital benötigt werde und wie man dieses Produktionsziel der 5.000 Model 3 erreichen wolle, nachdem es per Ende April nur für 2.270 Fahrzeuge pro Woche gereicht hatte. Diese Fragen bleiben unverändert offen. Und die Zahl der Analysten, die den Daumen senken, steigt:

Expertenmeinung: Goldman Sachs und J.P. Morgan waren ohnehin seit langem skeptisch und sehen Kursziele unter 200 US-Dollar. Am Dienstag kam noch Morgan Stanley hinzu. Dort hatte man zuletzt noch ein eher optimistisches Kursziel von 376 US-Dollar, erwartet aber Margendruck und senkte die Zielmarke deutlich auf 291 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der die Aktie beobachtenden Analysten wandert sukzessive tiefer und liegt momentan um 300 US-Dollar, nur ein Drittel hat noch eine „Kaufen“- oder „Übergewichten“-Einstufung. Mit dem gesenkten Kursziel von Morgan Stanley am Dienstag ist die Aktie wieder nahe an die kurzfristige Verteidigungslinie der Bullen bei 275 US-Dollar gerutscht. Fiele sie, wäre die nächste Auffangzone im Bereich 240/245 US-Dollar zu finden. Und darunter … wäre viel Spielraum für eine Welle an enttäuschten, aussteigenden Marktteilnehmern, die bis zuletzt sicher waren, Tesla würde bald tiefschwarze Zahlen schreiben. Doch ob sich die Hoffnungen wirklich in Luft auflösen oder nicht – vor Anfang Juli wird das womöglich offen bleiben. Solange die Chance besteht, dass Tesla wirklich schafft, was man dort verspricht, sollten Short-Signale durch Schlusskurse unter 275 und 240 US-Dollar daher mit der gebotenen Vorsicht betrachtet werden.

Chart vom 16.05.2018, Kurs 286,48 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Einmal mehr musste der Elektrofahrzeughersteller Tesla einen deutlichen Verlust für das letzte Quartal melden. Der Verlust wurde auf über drei US-Dollar je Aktie beziffert und die Serie der roten Zahlen geht somit unvermindert weiter. Es waren dann aber scheinbar die Aussagen von Elon Musk, dass der Konzern eventuell Ende des Jahres die ersten Gewinne schreiben könnte, die einige Anleger ermutigten, die Aktie trotz der veröffentlichten Zahlen zu kaufen. Erneut nähern sich die Kurse nun dem Widerstandsniveau bei 310 USD. Der Trend selbst bleibt zwar auf der bärischen Seite, doch die Chancen auf einen Trendwechsel sind in den letzten Tagen deutlich gestiegen.

Expertenmeinung: Unsere Aussichten auf die Aktie bleiben derzeit auf der neutralen Seite. Eines ist aber klar. Sollte der angesprochene Widerstand nach oben gebrochen werden, wären neue Kaufsignale vorhanden und die Bullen dürften wieder aktiv werden. Das nächste Kursziel wäre dann das Zwischenhoch von Januar dieses Jahres, welches sich bei rund 360 USD befindet. Immerhin ein Potential von über 16 Prozent. Die Unterstützung nach unten bleibt unvermindert im Bereich von knapp über 275 USD bestehen.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 07.05.2018 Kurs: 301.97 Kürzel: TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die zur Mitte der vorigen Woche veröffentlichten Quartalsergebnisse konnten in der Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla bis dato keine nennenswerte Trendwende hervorrufen. Nach wie vor hat das Unternehmen mit roten Zahlen zu kämpfen und die Enttäuschung einiger Anleger war einen Tag nach der Bekanntgabe der Daten deutlich zu sehen. Doch der Zwischenboden von Ende April konnte verteidigt werden und die Kurse machten sich zum Wochenschluss wieder auf, die entstandene Kurslücke zu schließen. Der Trend selbst bleibt vorübergehen auf der bärischen Seite, wenngleich im Chart ein höheres Tief gegenüber dem Vormonat zu sehen ist.

Expertenmeinung: Das höhere Tief deutet auf Kaufdruck hin und ist zumindest vorübergehend ein leicht positives Zeichen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir unsere bislang recht bärische Haltung auf neutral anheben. Die Entscheidung über den weiteren Trendverlauf dürfte in den kommenden Tagen fallen. Sollte der Widerstand bei 310 USD gebrochen werden, stünden die Ampeln wieder auf Grün. Wird hingegen die Unterstützung gebrochen, könnten die Bären den Druck weiter erhöhen.

Aussicht: NEUTRAL
20180507-wie-geht-mit-der-tesla-aktie-weiter

 

Eigentlich lasen sich die Ergebnisse zum ersten Quartal gut. Tesla hatte weniger Verlust als seitens der Analysten erwartet zu verbuchen (-3,35 US-Dollar statt -3,58 US-Dollar pro Aktie) und mehr Umsatz erzielt (3,41 statt 3,22 Milliarden US-Dollar). Außerdem zeigte sich Unternehmenslenker Elon Musk davon überzeugt, das angekündigte Ziel von 5.000 produzierten Model 3 pro Woche zum Ende des ersten Halbjahres zu erreichen und darüber hinaus kein neues Kapital zu benötigen. Letzteres hatte Musk schon im April betont, als Twitter-Antwort auf eine entsprechende Vermutung von Goldman Sachs. Aber schon im nachbörslichen Handel des Mittwochabends erschien die Reaktion auf diese scheinbar ermutigenden Zahlen und Aussagen seltsam blass. Da mochte kaum jemand so recht zugreifen. Und nachdem Tesla in der Telefonkonferenz mit den Analysten, die wie üblich einige Zeit nach der Präsentation der Rahmendaten begann, nicht überzeugend klar machen konnte, wieso a) kein neues Geld nötig würde und b) wie man binnen weniger als zwei Monaten auf 5.000 produzierte Model 3, mit denen Tesla endlich Geld verdienen will und muss, kommen will, nachdem Ende April nur 2.270 dieser Fahrzeuge vom Band liefen, folgte im regulären Handel des Folgetages die Quittung:

Expertenmeinung: Tesla startete de Donnerstag mit einer großen Kurslücke nach unten. Die Aktie konnte sich zwar von ihrem Tagestief von gut 275 US-Dollar Richtung Handelsende lösen, ein sattes Minus blieb aber dennoch. Und das machte deutlich: Nach und nach wächst die Zahl derer, die bei dieser seit Jahren im Raum stehenden „Glaubensfrage“ dahingehend, ob Tesla die Gewinnzone erreichen und hochprofitabel werden wird oder aber im Gegenteil in die Pleite marschiert, zu letzterer Variante tendieren. Investmentbanken wie J.P. Morgan oder Goldman Sachs sind längst pessimistisch, sehen die Kursziele der Aktie bei 180 bzw. 195 US-Dollar. Und dieser längerfristige Chart auf Wochenbasis seit dem Jahr 2013 zeigt: Dazu könnte es leicht kommen, wenn auch noch die Charttechnik negative Signale generiert. Die vor einigen Wochen im Zuge eines Selloff fast touchierte Unterstützung bei 240 US-Dollar ist nicht nur ein Zwischentief von Anfang 2017. Hier verlief auch die Anfang 2016 etablierte, mittel- bis längerfristige Aufwärtstrendlinie. Die ist mittlerweile bei 248 US-Dollar angelangt und macht den Bereich 240/248 US-Dollar zu einer ersten Schlüsselzone für das Überleben des Aufwärtstrends. Aber es würde dort dann auch nicht mehr viel bis zu einem Bruch der langfristigen, 2013 entstandenen Aufwärtstrendlinie fehlen. Die verläuft aktuell bei 220 US-Dollar. Und würde diese Linie fallen, läge die nächste Auffangzone in der Tat erst bei 180 US-Dollar. Würde Tesla es nicht schaffen, die versprochenen 5.000 Stück pro Woche des Hoffnungsträgers Model 3 bis Ende Juni zu erreichen, würde Tesla entgegen der Aussagen neues Kapital benötigen, wären das Auslöser, um die Aktie tatsächlich dorthin zu drücken, wo sie Goldman Sachs und J.P. Morgan sehen!

Chart vom 03.05.2018, Kurs 284,45 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla bleibt weiterhin angeschlagen. In unserer letzten Analyse Mitte April hatten wir darauf hingewiesen, dass die Bullen unbedingt die Marke bei 310 USD brechen müssten, um die Aktie wieder in eine positive Gesamtphase zu bringen. Dem war jedoch nicht so und die Kurse drehten auch in den letzten Tagen wieder wie erwartet deutlicher nach unten ab. Der Trend bleibt somit auf der bärischen Seite. Erst wenn das besagte Niveau nach oben gebrochen werden würde, hätte die Aktie wieder eine Chance auf eine nachhaltige Erholung.

Expertenmeinung: Auch unsere Erwartungen auf Tesla belassen wir vorerst auf der bärischen Seite. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass sich im Chart eine interessante Abwärtstrendlinie ausbildet, welche ebenfalls zu beachten ist. Könnte diese nach oben gebrochen werden, würde zumindest die Wahrscheinlichkeit steigen, dass auch der letzte Pivot-Punkt bei 310 USD gebrochen wird. Hierzu müssten die Kurse allerdings über die psychologisch wichtige Marke von 300 USD klettern. Solange dies nicht geschieht, belassen wir unser Kursziel für die Aktie bei 200 USD.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 24.04.2018 Kurs: 283.46 Kürzel: TSLA

Sieh an, jetzt beginnt auch Tesla-Chef Elon Musk via Twitter „Politik“ zu machen. Aber wie schon beim US-Präsidenten können einem da, weil es so schön schnell geht, auch mal unbedachte Aussagen herausrutschen, mit denen man später festgenagelt werden könnte. Musk teilte am Freitagnachmittag via Twitter mit, dass Tesla keinen akuten Kapitalbedarf habe, schließlich werde das Unternehmen im dritten und vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben. Damit rechnete bislang niemand. Außer Elon Musk? Das ist die Frage, denn das war eine blitzschnelle Reaktion auf eine Analyse der Aktie durch Goldman Sachs. Dort erneuerte man sein „Verkaufen“-Rating und senkte das Kursziel auf 195 US-Dollar ab. Begründung: Tesla werde die Produktionsziele des Model 3 nicht schaffen und daher gegen Jahresende neues Kapital benötigen. Das klingt natürlich unerfreulich. Und Musk sah sich genötigt, umgehend dagegen zu halten. Aber wer behält nun Recht?

Expertenmeinung: Schon wieder greift damit das, was diese Aktie seit jeher ausmacht: Tesla ist eine Glaubensfrage. Wer hier bullisch ist, geht fest davon aus, dass Elon Musk weiß, was er sagt. Wer bärisch ist, nickt bei der Goldman Sachs-Analyse zustimmend mit dem Kopf. Kein Wunder, dass der Tag, der ohne das jeweilige Gegenstück dieser beiden Nachrichten einen massiven Impuls hätte auslösen können, mit nur einer geringen Kursveränderung beendet wurde. Aber die Aktie bleibt damit in einer Zone, die auch ohne diese beiden Meldungen extrem spannend ist, denn Tesla steht an einer Scheidemarke: Wird sich hier ein neuer Aufwärtsimpuls etablieren – oder kippt die Aktie und rutscht an und dann wohl auch unter das letzte Tief? Die scheinbar ewig wirkende Toppbildungsphase war Ende März mit dem Bruch der Nackenlinien-Zone 287/304 US-Dollar vollendet worden. Das erste charttechnische Kursziel bei 240 US-Dollar wurde danach blitzschnell erreicht und hielt zunächst. Von hier aus federte der Kurs zu Monatsbeginn wieder in die Zone 287/304 US-Dollar zurück – und hängt seither dort fest. Die Bullen versuchen, den Kurs darüber hinaus zu ziehen, um den Weg nach oben frei zu bekommen, die Bären versuchen, Tesla wieder deutlicher unter 287 US-Dollar zu drücken, wissend: Kippt der Kurs erneut und zudem zeitnah, dürfte sich das Lager der Optimisten schnell leeren, die Aktie die 240-US-Dollar-Zone im zweiten Anlauf brechen und gute Chancen haben, schnell dorthin zu rutschen, wo sie Goldman Sachs sieht: in den Bereich um 200 US-Dollar.

Chart vom 13.04.2018, Kurs 300,34 US-Dollar, Kürzel TSLA

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse auf den Elektrofahrzeughersteller Tesla sind wir von einem erneuten Test der Marke bei 290 USD ausgegangen. Dieser ist mittlerweile erfolgt und die Kurse sind kurzfristig sogar leicht über das anberaumte Ziel hinausgeschossen. Es bildete sich nunmehr bei 309.50 USD ein neues tieferes Pivot-Tief. Von hier aus drehten die Kurse im gestrigen Handel wieder deutlich nach unten ab. Der frisch gebildete Abwärtstrend bleibt somit weiter erhalten und selbst die Zwischenrallye von mehr als 20 Prozent nach oben, kann daran vorerst nichts ändern.

Expertenmeinung: Das Zwischenhoch bei rund 310 USD ist aktuell ein wichtiger Gradmesser für die intakte Abwärtsbewegung. Solange die Kurse unter diesem Niveau bleiben, haben die Bären weiterhin das Zepter in der Hand. Schlusskurse über dieser Marke würden die Wahrscheinlichkeit erhöhen, die Dauer der jüngsten Abwärtsbewegung relativ kurz zu halten. Derzeit gehen wir jedoch davon aus, dass die Bären auch weiterhin den Druck nach unten aufrechterhalten dürften. Daher bleiben wir mit unseren Erwartungen weiterhin bärisch auf das Papier.

Aussicht: BÄRISCH

20180410-tesla-kann-die-aktie-den-abwaertstrend-brechen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nachdem die Aktie des Elektrofahrzeugherstellers Tesla in den letzten Wochen mehr als 30 Prozent an Wert einbüßen musste, holte das Papier dieser Tage zum Gegenschlag aus. Die Rallye ist überaus beeindruckend, kann aber auch mit massiven Shorteindeckungen zu tun haben, da derzeit mehr als 20 Prozent aller Aktien leerverkauft sind. Dennoch befindet sich Tesla weiterhin in einem bestätigen technischen Abwärtstrend, daran kann auch der jüngste Anstieg nichts ändern. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Impuls zeitnah wieder verpufft, oder ob es sich um eine generelle Wende nach oben handelt. Die kommenden Tage werden mehr Aufschluss über die aktuelle Lage geben.

Expertenmeinung: Wir gehen eher davon aus, dass es sich hier um eine technische Gegenreaktion, als um eine Wende zur Oberseite handelt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Support bei 290 USD zurückerobert wurde. Für gewöhnlich werden hier die sogenannten „schwachen Hände“ herausgeschüttelt. Ein Großteil der neuen Short-Trader dürften ihre Positionen in den letzten Tagen wohl wieder aufgelöst haben. Dies geschieht häufig, bevor der große Abschlag nach unten kommt, damit nur noch wenige Investoren davon profitieren können. Wir bleiben für Tesla bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

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