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Spotify Technology SA: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Spotify
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Analysis

Es war ein extrem untypischer Börsengang, den der Musikstreaming-Dienst Spotify da gewählt hatte – wir hatten dazu im Vorfeld bereits einen Bericht veröffentlicht (https://www.lynxbroker.de/artikel/spotify-einen-solchen-boersengang-gab-es-noch-nie/). Ein „direct placement“ bei einem großen Börsengang war äußerst untypisch. Keine Roadshow für institutionelle Investoren, keine Bookbuilding-Spanne, keine Zeichnungsfrist, keine Begleitung durch große Konsortialbanken nebst deren Kurspflege in der Anfangsphase und, und das machte das Ganze noch ungewöhnlicher, keine „neuen“ Aktien. Am Dienstag, den 3.4.2018, war Spotify damit „einfach mal da“. Diejenigen, die diese Aktie zuvor besessen hatten, ob Unternehmenslenker, Mitarbeiter oder Sponsoren und Finanziers aller Art, hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, die Aktie an der US-Börse zu verkaufen. Oder eben auch nicht. Das hieß: Es mussten eigentlich gar keine Aktien an den Markt kommen. Die Kaufinteressenten standen da und wussten nicht: Wie viel kommt an den Markt – und was könnte diese Aktie dann wohl kosten? Das führte zu zwei Phänomenen, die alles andere als ungefährlich sind, denn sie könnten dazu führen, dass der Weg nach oben erst einmal verbaut ist, der nach unten aber theoretisch unbegrenzt wäre:

Expertenmeinung: Es dauerte ganze drei Stunden, bis die Händler imstande waren, einen ersten Kurs zu stellen. Dass der Handelsstart, wie unser Chart zeigt, der diese ersten vier Handelstage der Aktie auf 15-Minuten-Basis abbildet, dann gleich mal das bisherige Hoch von 169 US-Dollar markierte, ist bezeichnend. Das erinnert an die SNAP-Aktie, die ebenfalls mit einem kräftigen Sprung nach oben startete, dann aber nur noch den Weg nach unten kannte. Und ein Problem ähnelt dem bei SNAP: Ob Spotify je schwarze Zahlen schreiben wird, ist für viele Investoren sehr fraglich. Und es gibt keine taugliche Orientierung, wie man diese Aktie bewerten sollte. Dass Spotify im Vorfeld mitteilte, dass in den ersten Monaten 2018 bei privaten Transaktionen bis zu 135 Dollar pro Aktie bezahlt worden seien, bringt den Anlegern, die die Aktie über die Börse kaufen wollen, eher wenig. Und sollten a) die kommenden Quartalsergebnisse nicht überzeugen und b) der „Nachschub“ an Aktien, den Altaktionäre anbieten, versiegen, würde Spotify schnell aus dem Fokus rücken, in den sie ihre ungewöhnliche Art des „direct placement“ zuvor gebracht hat. Bis 135,51 US-Dollar ging es am zweiten Handelstag nach unten, bevor eine Stabilisierung einsetzte, die indes aufgrund der geringen Umsätze nicht von Dauer sein muss. Da sollte man sehr, sehr vorsichtig sein!

Chart vom 06.04.2018, Kurs 147,92 US-Dollar, Kürzel SPOT

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