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RWE AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: RWE
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die negativen Nachrichten rund um die stark umstrittenen Rodungspläne beim Energieversorger RWE, sorgten zum Ende der vorigen Woche für einen heftigen Abverkauf. So verlor das Papier innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 10 Prozent an Wert und hat sich nunmehr wichtigen Unterstützungen im Chart genähert. Gewiefte Anleger haben sich aber ohnehin schon im Vorfeld von der Aktie verabschiedet, denn in den letzten Wochen gab es einige Warnsignale, welche eine mögliche Korrektur nach unten bereits andeuteten. Einerseits bildete sich im September ein tieferes Pivot-Hoch, welches bereits das leicht angeschlagene Vertrauen der Aktionäre in das Papier widerspiegelte. Andererseits wurde im Vorfeld eine wichtige Unterstützungslinie bei 21 EUR gebrochen, welches bereits klare Verkaufssignale anzeigte. Der Trend der Aktie befindet sich mittlerweile in einer bärischen Phase.

Expertenmeinung: Aktuell wird es äußerst spannend, denn die Kurse haben sich jetzt der Kurslücke von Mitte März genähert, welche zwischen 18.06 und 18.74 EUR ein Unterstützungsband liefert. Die Aktie schloss zum Ende der vorigen Woche am oberen Bandbereich– bleibt jetzt die Frage, ob das Gap jetzt gänzlich geschlossen wird. Fakt ist, dass die Annäherung nach unten äußerst steil verläuft, was zumindest vorläufig die Wahrscheinlichkeit auf eine technische Gegenreaktion nach oben erhöht. Dennoch wäre ein Kauf auf aktuellem Niveau ein Griff ins fallende Messer und somit sollte dieser Schritt mit Bedacht gewählt werden. Wir senken unsere Aussichten auf RWE von bullisch auf neutral.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.10.2018 Kurs: 18.785 Kürzel: RWE

Der DAX fällt, RWE steigt. Das ist nicht unbedingt selten, wenn die Marktteilnehmer nervös sind. Immerhin zählt der Energieversorger zu den defensiven Titeln, zu denen, die im Zweifel stabiler sein könnten als Aktien stark konjunkturabhängiger Unternehmen. Aber das Plus von 2,66 Prozent, das die Aktie am Donnerstag mit immensem Abstand vor der (ebenso als eher defensiv eingestuften) Deutschen Post zum Tagessieger im DAX machte, fiel so groß aus, dass noch etwas anderes dahinter stecken müsste. Und tatsächlich dürften es gleich zwei Aspekte gewesen sein, die diese Käufe anschoben.

Zum einen führte die regelmäßige Neuordnung der Indizes im September am Mittwochabend zu der Entscheidung, dass Branchen- und DAX-Kollegin E.ON den Euro Stoxx verlassen wird. Im DAX bleibt sie zwar, aber das wirkte dennoch wie eine Erinnerung daran, dass sie im deutschen Leitindex auch nicht gerade auf ehernen Füßen steht, beim nächsten sogenannten „Verkettungstermin“ womöglich im MDAX landen könnte. Das „Standing“ von RWE als offenbar stärkerer der beiden Energieversorger wurde damit zumindest psychologisch gestützt. Hinzu kam, dass ausgerechnet direkt nach der Bekanntgabe des anstehenden Abstiegs von E.ON aus dem Euro Stoxx eine markante Anhebung der Einschätzung der HSBC-Bank erfolgte:

Expertenmeinung: Dort stufte man RWE gleich um drei Stufen von „Reduzieren“ auf „Kaufen“ hoch und hob das Kursziel sehr deutlich von 18 auf 25 Euro an. Und diese positiven Nachrichten kamen dann auch noch für die Bullen im genau richtigen Augenblick. Denn noch am Tag zuvor mussten die bangen, dass RWE den aus dem Februar stammenden, mittelfristigen Aufwärtstrend brechen könnte. Knapp darunter gerutscht war sie am Mittwochabend bereits. Mit dem Rückenwind dieser „good news“ landete sie am Donnerstag wieder klar über dieser Linie, die momentan bei 21,30 Euro verläuft. Aber ist RWE damit „durch“ und der Aufwärtstrend gesichert?

Der Chart liefert die Antwort: nein. Das ist eine Chance für das bullische Lager, das Ruder herumzureißen, mehr aber noch nicht. Sie sehen, dass die Aktie ihre 20-Tage-Linie bislang nur knapp zurückeroberte, der Trendfolgeindikator MACD noch nicht wieder auf „Kauf“ gedreht hat. Und über dem Schlusskurs des Donnerstags warten bei 22,20, 22,60 und 23,32 Euro gleich drei markante Abwärts-Wendepunkte der vergangenen zehn Monate. Solange die Aktie diese Hürden nicht überwunden hat, ist die Option einer Toppbildung weiterhin gegeben und die Kuh für die Bullen noch nicht vom Eis. Und sollte RWE diese Februar-Aufwärtstrendlinie doch noch brechen, indem die Aktie unter dem Tagestief vom Mittwoch (20,92 Euro) schließt, dürfte das Lager der Bären die Gelegenheit wohl nicht verstreichen lassen, um dann die 200-Tage-Linie bei 19,40 Euro einem Test zu unterwerfen.

Chart vom 06.09.2018, Kurs 21,57 Euro, Kürzel RWE

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse hatten wir uns den 50-Tage-Durchschnitt im Chart der Aktie des Energieriesen RWE genauer betrachtet. Dieser zeigt seit Anfang Juli nach oben und signalisiert mittelfristig positives Momentum. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit auf weiter steigende Kurse höher ist, als vice versa. Aktuell findet zwischen Bullen und Bären erneut ein Kampf rund um den Indikator statt und keine der beiden Parteien konnte im August bislang nachhaltig überzeugen. Das gebrochene Terrain bei 20.50 EUR bildet derzeit die wohl wichtigste kurzfristige Unterstützung. Solange die Kurse sich über dieser Marke halten können, bleibt das Gesamtbild neutral bis leicht positiv.

Expertenmeinung: So oder so, die Aktie braucht dringend neue Impulse, um wieder Gas geben zu können. Ansonsten könnte es durchaus sein, dass der Titel auch in den kommenden Wochen zwischen den Niveaus von 20.50 EUR und 22.50 EUR, wo sich zuletzt ein Zwischenhoch bildete, hin und her pendelt. Erst der Ausbruch über den Widerstand oder der Bruch unter die erwähnte Unterstützung wird einen neuen Trend einleiten. Aktuell halten wir das positive Szenario nach wie vor für wahrscheinlicher und behalten unsere positive Gesamthaltung auf die Aktie bei. Gerade jetzt, wo sich der DAX wieder etwas angeschlagen präsentiert, kann die Flucht mancher Anleger in Richtung antizyklischer Aktien wieder für neue Impulse sorgen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 22.08.2018 Kurs: 21.44 Kürzel: RWE

Bilanzen von Immobilienunternehmen, Banken oder Biotechunternehmen sind traditionell nicht gerade einfache Lektüre. Aber heutzutage wird es auch bei Energieversorgern komplizierter. Insbesondere die Bilanz von RWE war wegen der angepeilten, zum gegenseitigen Vorteil dienenden Veränderungen im Verbund mit E.ON, der letztjährigen Sondereinnahme durch die Rückerstattung der Brennelemente-Steuer und schwankenden Strompreisen nicht so einfach zu durchdringen wie bei manch anderem Unternehmen.

Was auch die Reaktion der Investoren zeigte. Die hatten genau hingesehen: Obgleich RWE im ersten Halbjahr 2018 weniger verdiente als im Vergleichszeitraum 2017, die Zahlen anscheinend also schlecht waren, wurde die Aktie mit +3,63 Prozent Tagessieger im DAX.

Was daran lag, dass RWE trotz der schwach wirkenden Gewinne die bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2018 bestätigte. War dieser stattliche Kursgewinn des Dienstags die Initialzündung für einen neuen Aufwärtsimpuls?

Expertenmeinung: Nötig hätte es die Aktie ja, denn trotz der großen Kursspanne der letzten zwölf Monate fehlt es hier an einem tauglichen Trend. Sollte es gelingen, das letzte markante Zwischenhoch, am 9. November 2017 bei 23,32 Euro erreicht, zu überwinden, wäre das ein klar bullisches Signal und würde zugleich die einzige Trendlinie, die das Chartbild derzeit hergibt, die im Februar etablierte Aufwärtstrendlinie, als wirklich relevant bestätigen. Denn das ist sie bislang noch nicht, weil sie nur aus zwei Berührungspunkten besteht.

Und zwei Punkte lassen sich bekanntlich immer finden, um eine Linie darunter zu legen. RWE drehte zwar am Montag knapp über dieser Linie nach oben, getestet wurde sie dadurch aber nicht. Erst, wenn sich der Anstieg der Aktie über diese unmittelbare Reaktion auf die Halbjahreszahlen hinaus fortsetzen würde, wäre dieser Makel geheilt. Dann wäre zu unterstellen, dass die Marktteilnehmer auch auf diesen Aufwärtsschwenk nahe dieser Trendlinie reagieren und nicht alleine auf das Zahlenwerk. Denn nüchtern betrachtet war das nicht gut genug, um die RWE Aktie über dieses Plus des Dienstags hinaus noch allzu weit höher zu tragen, da wäre also charttechnischer Rückenwind gefragt.

Fazit: Der Weg nach oben ist vorhanden, ob die Anleger ihn aber gehen wollen, ist zumindest offen. Aber es könnte lohnen, diese Februar-Trendlinie im Auge zu behalten, weil Schlusskurse unter 20,50 Euro und damit deren Bruch eine interessante Trading-Chance auf der Short-Seite auftun würde.

RWE_2018_08_15

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Anfang Juli zeigten sich die deutschen Energieaktien wieder von ihrer positiven Seite. Sowohl E.ON als auch RWE konnten neue Kaufsignale generieren. So gelang dem Energieriesen der wichtige Sprung über den Widerstandsbereich bei 20.50 EUR, welcher über Wochen hinweg eine Hürde im Chartbild aufbaute. Nach dem Breakout wurde nach Regieplan das alte Jahreshoch getestet. Hier scheinen sich die Bullen nun aber die Zähne auszubeißen, denn ein nachhaltiger Ausbruch nach oben blieb bislang eher erfolglos. Seit Mitte der vorigen Woche korrigiert das Papier und aktuell wird der wichtige 50-Tage-Durchschnitt gerade nach unten getestet. Der Trend befindet sich in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Gerade die 50-Tage-Linie ist ein wichtiger Indikator. Bereits im Mai dieses Jahres bildete dieser einen wichtigen Boden, welcher jedoch nach unten gebrochen wurde und kurzfristig somit ein Verkaufssignal auslöste. Wenn die Bullen die Rallye also beibehalten wollen, dann müssen Sie einen Durchbruch nach unten unbedingt verhindern. Ideal wäre es, wenn die Kurse von hier aus wieder drehen und in Folge ein neues Hoch bilden. Dies würde auch den Aufwärtstrend wieder aktivieren.

Aussicht: BULLISCH

20180807-rwe-tut-sich-schwer-kann-die-rallye-weitergehen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der DAX in den letzten Wochen den Rückwärtsgang einlegte, konnten zur gleichen Zeit die deutschen Energieaktien überzeugen. Bereits in unserer letzten Analyse auf den Energieriesen E.ON hatten wir auf diesen Umstand hingewiesen. Nun ist auch RWE deutlich nach oben ausgebrochen. Der bisherige Widerstandsbereich bei 20.40 EUR konnte endlich überwunden werden und somit gibt es im Tageschart nur noch einen wichtigen Widerstand. Dieser ist das bisherige Jahreshoch bei 22.20 EUR. Danach wäre noch das Hoch des vorigen Jahres bei 23.32 EUR eine Hürde, auf welche Marktteilnehmer achten sollten. Alles in allem befindet sich die Aktie wieder in einem Aufwärtstrend.

Expertenmeinung: Auch unsere Aussichten auf RWE gehen somit von neutral auf bullisch. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Kurse in den kommenden Wochen weiter nach oben tendieren dürften. Wichtig ist jetzt vor allem, dass die Aktie nicht mehr unter das Ausbruchsniveau von 20.40 EUR fällt. Ein Schlusskurs unter diesem Niveau wäre alles andere als hilfreich. Die Bullen scheinen wieder den Turbo gezündet zu haben und auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen wieder in die richtige Richtung.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 05.07.2018 Kurs: 21.45 Kürzel: RWE

Nachdem RWE Ende April die Super-Dividende von 1,50 Euro ausbezahlt hatte, durch die man die Aktionäre mit dem darin enthaltenen Bonus von einem Euro an dem Geldsegen der Rückzahlung der Brennelemente-Steuer teilhaben ließ, kam die Aktie einfach nicht mehr in Schwung. Dieser Dividendenabschlag wollte und wollte nicht aufgeholt werden. Zwar hielt sich RWE in etwa auf dem Level, das als Reaktion auf die Straffung der Strukturen zusammen mit E.ON im März erreicht wurde. Aber mehr passierte eben nicht. Was eher überraschend war, denn der DAX lief sukzessive schlechter, die Verunsicherung der Investoren in Bezug auf die Wachstumsperspektiven nahm zu, besonders zyklische, konjunktursensible Aktien wie die Autobauer, Lufthansa oder Infineon, gingen in den Sinkflug über. Aber niemand, schien es, wollte eine sonst gerade in solchen Phasen gesuchte defensive Aktie wie RWE haben. Doch kaum war das zweite Quartal vorüber, änderte sich das: Seit das dritte Quartal begonnen hat, lautet die Bilanz für RWE: drei Handelstage, drei Kursgewinne. Woher kommt diese plötzliche Wiederbelebung einer im zweiten Quartal im Saldo kaum veränderten Aktie?

Expertenmeinung: Womöglich gerade aus dieser Richtung. Für die Fonds war mit RWE im zweiten Quartal nichts zu verdienen. Da lässt man eine solche Aktie gerne so lange liegen, bis die Performance des endenden Quartals am Ultimo den Sparern präsentiert wird. Doch dann wird oft neu disponiert, entschieden, was im neuen Quartal laufen könnte und was eher nicht. Und es hat den Eindruck, dass nicht wenige große Adressen davon ausgehen, dass dieses Sommerquartal kein gutes für zyklische Aktien wird. RWE als Defensiv-Titel ist auf einmal gesucht – und das kann durchaus die Basis eines größeren Aufwärtsimpulses sein. Der Start der Bewegung lief aus charttechnischer Sicht schon einmal sehr günstig: Ein Impuls von der 200-Tage-Linie aus, der mit einem MACD-Trendfolgeindikator einhergeht, der genau auf seiner Signallinie wieder nach oben dreht und damit das vorbestehende Kaufsignal des Indikators bestätigt. Zwar würde die Aktie schon bei 21,75 Euro (Abwärtstrendlinie), 22,20 Euro (das bisherige Jahres-Verlaufshoch) und 23,32 Euro (Jahreshoch 2017) auf möglicherweise nicht leicht zu überbietende Widerstände treffen, sobald es gelingt, das die Aktie am Mittwoch noch bremsende Dezember-Hoch bei 20,90 Euro unter sich zu lassen. Aber wenn die Wolken in Bezug auf die Rahmenbedingungen weiterhin dunkler werden, könnte das allemal bis zum Herbst gelingen.

Chart vom 04.07.2018, Kurs 20,92, Kürzel RWE

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Mitte April konnten die deutschen Energieaktien kaum noch überzeugen und sowohl E.ON als auch RWE verloren seither nachhaltig an Boden. Im Mai hatten die Bullen eine sehr gute Gelegenheit, wieder neue Kaufsignale zu generieren, doch der Widerstand knapp unter der Marke von 20.40 EUR konnte nicht gebrochen werden. Stattdessen ging es eine Etage weiter nach unten und der Aufwärtstrend wurde jäh beendet. Erst zum Ende der Woche zeigte das Papier wieder erste Lebenszeichen und es wurden die wichtigen gleitenden Durchschnitte nach oben durchbrochen. RWE meldet sich mit ersten Kaufsignalen zurück und nähert sich aktuell wieder dem alten Widerstandsbereich.

Expertenmeinung: Derzeit belassen wir unsere Aussichten auf die Aktie noch auf der neutralen Seite und wollen abwarten, ob der Widerstandsbereich, welcher bereits im Mai eine wichtige Hürde darstellte, jetzt ebenfalls gebrochen werden kann.  Danach wäre der Weg nach oben frei und ein Test des bisherigen Jahreshochs wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Die Bullen scheinen sich schön langsam wieder mehr zuzutrauen und die Hoffnung auf weiter steigende Kurse ist in letzten Tagen deutlich gestiegen.

Aussicht: NEUTRAL

20180618-rwe-aktie-mit-ersten-kaufsignalen

Trendbetrachtung auf Basis 12 Monate: In den letzten Wochen hatten wir die Aktie des Energieriesen RWE des Öfteren in den Fokus genommen. Nachdem sich das Wertpapier im März geradezu hervorragend entwickeln konnte, gingen die Kurse in Folge in eine wohlverdiente Zwischenkonsolidierung über. Die Seitwärtsphase dauerte mehrere Wochen an und die Erwartung war groß, dass diese schon bald nach oben gebrochen werden würde. So kam es auch und die Bullen übernahmen die Initiative. Kurz nach dem Breakout konnte die Aktie weitere zehn Prozent an Wert zulegen und hat wahrscheinlich bis zum Hoch im November des vorigen Jahres vorerst keine nennenswerten Widerstände mehr im Weg.

Expertenmeinung: Das Chartbild könnte derzeit positiver nicht sein und so bleiben wir mit unseren Erwartungen hinsichtlich der weiteren Kursentwicklung auf der bullischen Seite.  Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen schon seit Wochen nachhaltig nach oben und signalisieren positives Momentum. Ganz im Gegenteil zu der Bewegung von November bis Januar dieses Jahres. Die Stimmung ist gut und unser Kursziel nahe der Marke von 23 EUR bleibst weiterhin aufrecht.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 23.04.2018 Kurs: 21.27 Kürzel: RWE

Seltsam, könnte man denken, wieso läuft RWE gerade wie geschnitten Brot und E.ON nicht? Nachdem Mitte März mitgeteilt wurde, man habe unter Einbeziehung der RWE-Tochter innogy vor, sich neu auszurichten, indem man mit E.ON quasi einige Trikots tauscht und so beide Konzerne straffer und fokussierter agieren können, waren beide Energieversorger Hand in Hand blitzschnell angestiegen. Doch seither tritt E.ON auf der Stelle, RWE hingegen hat seine Seitwärtsbewegung vergangenen Donnerstag auf Höhe der 20-Tage-Linie beendet und mit diesem gleitenden Durchschnitt als Sprungbrett die Widerstandslinien bei 20,56 und 20,90 Euro überwunden. Aber wo verbirgt sich der Grund dafür? Immerhin tritt E.ON nach der ersten Reaktion auf diese Pläne von RWE/E.ON/Innogy auch deshalb auf der Stelle, weil die Kartellbehörden für solche Veränderungen erst einmal grünes Licht geben müssten. Das gälte ja auch für RWE – also?

Expertenmeinung: Einige Analysten haben ihre Kursziele für RWE zwar ordentlich angehoben, aber der wahre Grund hinter der plötzlichen Rallye ist ein anderer und hat seine Tücken: die Dividendenzahlung naht. Am 26. April, sprich in einer Woche, ist die Hauptversammlung, direkt danach wird die Dividende ausgezahlt. Und im Gegensatz zu E.ON hatte RWE beschlossen, die Anleger an der milliardenschweren Rückzahlung der Brennelemente-Steuer durch die Regierung zu beteiligen, indem über die reguläre Dividende von 50 Cent hinaus ein Euro Sonderdividende bezahlt wird. 1,50 Euro Dividende für eine Aktie, die am Dienstagabend für 21,69 Euro zu haben war, das macht eine Dividendenrendite von sagenhaften 6,9 Prozent. Und die wollen sich viele sichern. Die deswegen gestiegene Nachfrage treibt den Kurs. Aber sobald diese Dividende bezahlt ist, pflegt die Aktie das über den sogenannten Dividendenabschlag einzupreisen, d.h. man müsste damit rechnen, dass RWE dann sofort um etwa diese 1,50 Euro im Kurs fällt. Oft wird ein Dividendenabschlag zwar relativ bald wieder aufgeholt. Ob das aber bei dieser besonders hohen und ja wegen der Einmaligkeit der Sonderdividende so nicht wiederkehrenden Ausschüttung auch passieren wird, ist fraglich. Einen solchen zu erwartenden Rückschlag sollte man daher im Hinterkopf behalten, wenn man sich, ggf. ja auch gerade wegen dieser hohen Dividende, hier „einkaufen“ möchte.

Chart vom 18.04.2018, Kurs 21,69 Euro, Kürzel RWE

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit einigen Wochen hatten wir bereits die Aktie des deutschen Energieriesen RWE auf dem Radar. Nach den steilen Anstiegen von Anfang März gingen die Kurse in eine verdiente Seitwärtsphase über. Der Abwärtstrend der letzten Monate wurde gebrochen und die Frage war, ob die Bullen diesen Impuls für eine Folgebewegung nutzen könnten. Die Antwort darauf haben wir im gestrigen Handel erhalten. RWE brach auf der Konsolidierungsformation nach oben aus und lieferte somit frische Kaufsignale. Der Trend ist währenddessen erstmals seit über einem haben Jahr wieder auf die positive Seite gerutscht.

Expertenmeinung: Damit bleibt auch unserer bislang positive Aussicht auf das Papier weiter erhalten. Zwar gibt es noch das Pivot-Hoch von Dezember, welches bei 20.90 EUR in die Quere kommen könnte, jedoch sieht es ganz danach aus, als ob wir schon bald das Hoch des vorigen Jahres testen könnten. Die Aktie hätte somit in den kommenden Wochen ein Potential von immerhin zehn Prozent vor sich. Nach unten hin sollten die beiden Unterstützungen bei jeweils 19.50 EUR 20 EUR möglichst nicht mehr gebrochen werden.

Aussicht: BULLISCH
20180413-rwe-aktie-mit-frischem-kaufsignal-kursziel-23-eur

 

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