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Nordex SE: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Nordex
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ein klassisches Verkaufssignal machte sich dieser Tage im Chart des Windkraftspezialisten Nordex breit. Die in den letzten Wochen gebildete Konsolidierungsformation wurde zu Beginn der Woche nach unten gebrochen, wodurch die Bären wieder zurück sind. Aktuell werden gerade die Pivot-Tiefs der letzten Monate getestet. Sollten diese nicht halten, droht der Aktie sogar ein noch tieferer Abschlag. Im Wochenchart wären die nächsten wichtigen Unterstützungen erst bei rund um den Bereich von 7 EUR zu finden. Die Lage hat sich dieser Tage deutlich verschlechtert und das Chartbild ist wieder bärisch.

Expertenmeinung: Auch unsere Aussicht auf Nordex müssen wir auf die bärische Seite geben, denn der erhoffte Ausbruch über den Widerstand bei 9.60 EUR gelang den Bullen nicht. Der Gegenwind im Kursverlauf ist offensichtlich und so wäre ein Einstieg auf aktuellem Niveau viel zu riskant. Die Gefahr weiterer Abschläge nach unten ist hoch und Anleger sollten geduldig warten, wo und wann sich der nächste Boden bildet. Als möglicher Kaufkandidat ist die Aktie zumindest vorerst vom Tisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 02.10.2018 Kurs: 8.17 Kürzel: NDX1

Ein Minus von über sechs Prozent, und das ohne neue Nachrichten: Das war ein Start ins vierte Quartal, wie er nicht unerfreulicher hätte sein können. Die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex stellte damit den Top-Verlierer des TecDAX zum Quartalsstart. Und der Chart suggeriert:

Das könnte womöglich erst der Startschuss eines neuen Abwärtsimpulses gewesen sein. Dabei ist es schon richtig, dass Nordex seit einiger Zeit der Wind ins Gesicht bläst, statt den Gewinnen Rückenwind zu verleihen. Im laufenden Jahr wird es mit einem Gewinn wohl nichts.

Aber es gibt Unternehmen, die einen noch schwereren Stand haben und deren Aktien trotzdem von Zuversicht geprägt sind. Und Nordex kann immerhin äußerst erfreuliche, gegenüber 2017 deutlich höhere Auftragseingänge vorweisen, die die Chance offerieren, kommendes Jahr in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. Hinzu kommt, dass es für Nordex einen Schub bedeuten könnte, würden seitens der Bundesregierung die ausstehenden Entscheidungen zur Förderung der Windkraft fallen. Aber es ist auch durchaus nicht so, dass Anleger nicht immer wieder neue Hoffnung schöpfen und zugreifen würden. Sie haben nur das Problem, dass ihre Käufe immer wieder ohne Effekt bleiben, denn:

Expertenmeinung: Immer dann, wenn wichtige Hürden anstehen oder Widerstände überboten wurden und man auf Anschlusskäufe wartet, wird die Aktie plötzlich unter Druck gesetzt. Die Leerverkäufer haben Nordex fest im Griff. Ein Ausbruch aus der breiten, seit gut einem Jahr geltenden Seitwärtsspanne nach oben erscheint in dieser Gemengelage nur dann möglich, sollte es bei Nordex zu wirklich extrem positiven Nachrichten kommen:

Zuschläge bei großen Windkraftprojekten im Zuge der Förderung (die nicht vorankommt) oder eine Rolle als Übernahmekandidat könnten das bewerkstelligen. Ansonsten bräuchte es den langen Weg, den zurück zu nachhaltig schwarzen Zahlen in der Bilanz. Und das geht nicht schnell. Auf der Trading-Ebene kann es indes durchaus sein, dass die Aktie ein wenig Luft nach oben bekommt, sollten die Bären überrumpelt werden.

Eine Möglichkeit wäre ein eindeutiger Anstieg über die aktuell bei 9,48 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Ganze sechs Mal war Nordex in den letzten sechs Wochen an bzw. sogar kurz über diese Linie gelaufen, jedes einzelne Mal wurde der Kurs sofort nach unten abgewiesen. Das macht sehr deutlich:

Die Bären haben nicht vor, die Käufer dort vorbei zu lassen. Gelänge es doch, kann eine Eindeckungswelle der dann in die Defensive gedrängten Leerverkäufer die Aktie durchaus bis in den oberen Bereich dieser bis 11,70 Euro reichenden, breiten Handelsspanne tragen. Aber die wahrscheinlichere Variante wäre momentan eine Attacke an den Unterstützungsbereich 8,17/8,31 Euro. Eine Attacke, die mit Blick auf die Dynamik, mit der die Bären die Aktie am Montag zu drücken vermochten, durchaus Chancen auf Erfolg hätte.

Chart vom 01.10.2018, Kurs 8,68 Euro, Kürzel NDX1

Relativ marktenge, kleinere Aktien, die zugleich von den Investoren intensiv verfolgt werden, sind ideale „Opfer“ für die Leerverkäufer. Große Akteure können über den Optionsmarkt gezielt bullishe Signale „abschießen“, solche Aktien im Abwärtstrend halten, wenn der Kaufdruck gering genug bleibt. Was die Anleger entmutigt, sie sukzessiv vom Einstieg abhält und es den Leerverkäufern, den „Bären“ umso leichter macht, einen Abwärtstrend durchzuhalten.

Aktien wie Dialog Semiconductor und Evotec waren lange Zeit in den Fängen der Bären, bis endlich der Befreiungsschlag gelang. Die Nordex-Aktie hingegen warten auf diesen Befreiungsschlag immer noch. Im Moment bestünde die Chance, dahingehend einen ersten, entscheidenden Schritt zu tun. Aber der Chart macht klar: Das wird nur gelingen, wenn die Leerverkäufer den Weg freigeben. Und das dürften sie nicht freiwillig tun.

Auch, wenn die Nachrichtenlage immer mehr dafür spricht, dass die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex allemal auch zwanzig, dreißig oder mehr Prozent höher stehen könnte, ohne dass deswegen reihenweise die Augenbrauen hochgehen müssten.

Expertenmeinung: Im September wurden mittlerweile drei neue Großaufträge gemeldet, davon jeweils einer am Mittwoch und Donnerstag, die die starke Entwicklung der Auftragseingänge des ersten Halbjahrs nahtlos fortführen. Dass man noch nicht absehen kann, wie viel dabei an Gewinn hängen bleibt, ob diese ja erst abzuwickelnden Aufträge imstande sein werden, die Ertragslage noch in diesem Jahr über die unternehmenseigene Prognose zu tragen, die nicht von einem Gewinn ausgeht, ist klar. Aber was, wenn nicht starke Auftragseingänge, könnten Basis neuer Zuversicht sein?

Dementsprechend legte Nordex am Mittwoch ebenso wie am Donnerstag auf die Meldungen über neue große Aufträge hin zu, lief an beiden Tagen über die 200-Tage-Linie – und landete an beiden Tagen zum Handelsende darunter. Genau an solchen wichtigen Charthürden pflegen die Leerverkäufer zuzuschlagen, weil das nicht nur aus charttechnischer, sondern auch aus psychologischer Sicht negativ wirkt.

Bereits fünf Mal in den letzten drei Wochen versuchte man sich am Ausbruch über diesen 200-Tage-Durchschnitt, fünfmal wurde man abgewiesen. Würde ein umgehender, erneuter Anlauf Erfolg haben, würde das zwar einen Short Squeeze auslösen können, ein hastiges Eindecken von Leerverkäufen, die die Aktie noch zusätzlich nach oben treiben. Dann wäre das obere Ende der seit einem Jahr geltenden, breiten Handelsspanne zwischen 6,86 und 11,70 Euro womöglich schnell erreicht. Aber sollten die Bären erneut erfolgreich sein, Nordex unter die 20-Tage-Linie und das letzte kleinere Zwischentief bei 8,82 Euro zurückfallen, wäre auch diese Chance vergeben und die Nordex-Aktie bliebe ein äußerst heißes Eisen für Long-Trades.

Chart vom 13.09.2018, Kurs 9,13 Euro, Kürzel NDX1

 

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der DAX im gestrigen Handel wieder deutlich an Boden verlor, konnte der Windkraftspezialist Nordex bis zum Ende des Handelstages ein sattes Kursplus verteidigen. Die relative Stärke der Aktie gegenüber dem Vergleichsindex in den letzten beiden Handelswochen ist auffällig. Zwar befindet sich der Gesamttrend aktuell nur in einer neutralen Phase, doch seit einigen Wochen sind höhere Tiefs zu beobachten. Das ist ein Zeichen von erhöhtem Kaufinteresse seitens der Marktteilnehmer. Knapp unter dem Niveau von 9.60 EUR hat sich nun ein kleiner Widerstand gebildet, den es noch zu brechen gilt. Die Bullen hätten von hier aus eine gute Chance wieder neue Kaufimpulse zu setzen.

Expertenmeinung: Bislang hatten wir zu Nordex eine neutrale Haltung, doch wir sehen nun gute Chancen, dass die Aktie von hier aus wieder ordentlich aufdrehen könnte. Daher heben wir unsere Aussicht auf die bullische Seite an. Dennoch müssen wir klarstellen, dass ein klares Kaufsignal erst bei Schlusskursen über der Marke von 9.60 EUR entstehen würde. Daher ist unsere Einschätzung derzeit noch spekulativer Natur. Nach unten hin muss das Tief der vorigen Woche bei 8.81 EUR möglichst verteidigt werden. Sollten die Kurse wider Erwarten unter dieses Niveau abdrehen, wäre die technisch überaus vielversprechende Lage wieder negiert.

Aussicht: BULLISCH

20180905-nordex-sind-das-neue-kaufsignale-das-sieht-gut-aus

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wieder einmal konnten die Bullen beim Windkraftspezialisten Nordex nur kurzfristig überzeugen. Sämtliche Rallyes, die es in den letzten Monaten zu sehen gab, hatten selten eine Dauer von mehr als acht Tagen, bis es in Folge immer wieder zu scharfen Gegenkorrekturen kam. Auch im Juli versuchte die Aktie nach oben durchzustarten. Das technische Gesamtbild zeigte deutlich positive Tendenzen, zumal auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zurückerobert werden konnten. Doch wieder einmal hielt der Schwung gen Norden nicht allzu lange an. Diese Woche wurde die kleinere Unterstützung bei 9.32 EUR nach unten verletzt und sorgte für frische Verkaufssignale. Der Trend verläuft neutral.

Expertenmeinung: Für mittel- bis längerfristige Anleger ist die Bewegung der Aktie in den letzten Monaten nicht wirklich zufriedenstellend. Wer sich jedoch auf kurzfristigere Schwünge (Swing Trading) konzentriert, hat mit Nordex jede Menge Spaß. Daher sollte hier die entsprechende Anlagestrategie mit Sorgfalt gewählt werden, denn bislang war die Suche nach einem nachhaltigen Trend eher vergebens. Wir bleiben vorläufig neutral. Die nächsten wichtigen Unterstützungen befinden sich nun bei 8.17 EUR und 6.86 EUR.

Aussicht: NEUTRAL

20180810-nordex-weiterhin-voellig-richtungslos-dies-sind-die-wichtigen-punkte-im-chart

Ende vergangener Woche meldete der Windkraftanlagenbauer Nordex, dass es gelungen sei, den Auftragseingang im gerade beendeten zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr zu verdoppeln. Das zeigt, dass die überraschend starken, meilenweit über Vorjahr liegenden Auftragseingänge des ersten Quartals offenbar keine Eintagsfliege sind, zumal Nordex kurz zuvor den mit einem Leistungsvolumen von 595 Megawatt bislang größten Einzelauftrag überhaupt vermeldete. Damit steigt die Chance, dass die bewusst vorsichtige Prognose des Unternehmens, in der man für 2018 einen Nettoverlust in den Raum stellte, womöglich zu restriktiv geschätzt war, das Jahr klar besser als gedacht laufen könnte.

Klarer sehen wird man, sobald das komplette Zahlenwerk für das zweite Quartal vorliegt. Das ist zwar erst für den 14. August vorgesehen. Aber bei dieser Häufung ermutigender Nachrichten wäre es in einem normalen Umfeld nicht überraschend, wenn die Investoren schon einmal im Vorfeld beherzt zugreifen und Nordex damit auf eine bullische Schiene stellen würden. Aber das Umfeld bei Nordex ist eben nicht normal. Die Leerverkäufer dominieren die Aktie bislang immer noch nach Belieben.

Seit Nordex Anfang 2016 vom Publikumsliebling zum Prügelknaben wurde, weil die immer höher steigenden Erwartungen in Bezug auf Umsatz- und Gewinnanstieg nicht mehr zu erfüllen waren, haben die Bären die Aktie nicht mehr aus ihrem Würgegriff gelassen. Nachdem Ende 2016 der Versuch einer Bodenbildung scheiterte und das Unternehmen zugleich immer kleinere Brötchen backen musste, wurde jeder Versuch, Nordex in einen Aufwärtstrend zurückzuführen, abgewiesen.

Chart vom 17.07.2018, Kurs 9,78 Euro, Kürzel NDX1

Allerdings zeigt der langfristige Chart auf Wochenbasis, dass derzeit ein erneuter Versuch läuft, den Abstieg der Aktie zu beenden, einen tragfähigen Boden zu finden. Wobei das bei Tiefs, die Nordex Ende März kurzzeitig sogar unter sieben Euro führten, in Verbindung mit der Aufhellung der Umsatzentwicklung auch kaum anders denkbar ist. Aber ein potenzieller Boden ist noch keine Wende. Wo liegen die Ankerpunkte, über die der Kurs laufen muss, über denen man zumindest unterstellen könnte, dass die Leerverkäufer Nordex freigeben, sich andere Aktien mit problematischeren Rahmendaten als Ziel suchen?

Für ein mittelfristiges Kaufsignal müsste Nordex den Bereich 11,70/12,20 Euro überbieten. Dann wäre die im Chart auf Wochenbasis eingezeichnete, übergeordnete Abwärtstrendlinie bezwungen, die derzeit um 12,20 Euro verläuft. Sie würde dann als „Confirmation Point“ einer Vollendung der Bodenbildung dienen. Denn die Bodenbildung wäre eigentlich bereits vollendet, wenn Nordex über dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch bei 11,70 Euro schließen würde, da die Zone der Bodenbildung nach oben durch dieses Hoch begrenzt wird.

Chart vom 17.07.2018, Kurs 9,78 Euro, Kürzel NDX1

Aber Sie sehen anhand des kurzfristigen Chartbilds, dass das noch keine beschlossene Sache ist, es kann auch ganz anders kommen, Nordex ein weiteres Mal massiv abverkauft werden. Dass die Aktie nach dem durch den oben erwähnten Super-Auftrag aus Brasilien vom 10. Juli ausgelösten Kurssprung erst einmal eine rote Kerze nach der anderen zeigte, macht deutlich:

Noch geben die Bären nicht nach, sind unübersehbar bemüht, Nordex von charttechnischen Kaufsignalen fernzuhalten. Aber wie lange geht das noch gut, wenn die Rahmenbedingungen besser werden? Bei kleineren Aktien wie Nordex können die Leerverkäufer, wenn es sich um größere Adressen handelt, lange durchhalten. Und gelänge es, mit Schlusskursen unter 9,30 Euro auch noch die nahe gekommenen 20-Tage- und 200-Tage-Linien zu brechen, könnte es erneut richtig ungemütlich werden.

Ein besonderes Augenmerk sollte man aber auf den Freitag bzw. den Beginn der kommenden Woche haben. Denn am Freitag ist Abrechnungstermin am Optionsmarkt. Es ist gut möglich, dass Nordex speziell zu dieser Optionsabrechnung noch einmal gedrückt wird, danach aber weit weniger im Fokus der Leerverkäufer steht. Doch ob der Kurs dann wieder anzieht oder nicht: Erst, wenn die Zone 11,70/12,20 Euro überboten ist, wäre diese Aktie deutlich weniger gefährdet, plötzlich wieder in scheinbar grundlosen Abgabedruck zu geraten.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Volatilität in der Aktie des Windkraftspezialisten Nordex scheint derzeit keine Grenzen zu kennen. Die Nervosität und vor allem auch die Unentschlossenheit der Marktteilnehmer nimmt weiterhin sichtlich zu. Ende Juni haben wir das eingeleitete Verkaufssignal betrachtet, als der Boden rund um die Marke von 10 EUR gebrochen wurde. In Folge ging es mit den Kursen um fast 20 Prozent in Richtung Süden, bis sich die Bullen plötzlich zurückmeldeten, um die Kurse aus dem Nichts nach oben zu katapultieren. Mittelfristig sind ein tieferes Tief und jetzt ein mögliches tieferes Hoch erkennbar. Somit bleibt der Trend vorläufig weiterhin auf der neutralen Ebene. Eine klare und nachhaltige Bewegung ist derzeit nicht zu erkennen.

Expertenmeinung: Vorläufig bleibt auch unsere Aussicht auf die Nordex Aktie auf der neutralen Ebene. Es ist absolut nicht vorhersehbar, wohin die weitere Reise gehen könnte. Ein positives Signal für den weiteren Verlauf wäre jedoch erkennbar, wenn sich die Kurse über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 stabilisieren könnten. Hierzu dürfte die Aktie in den kommenden Tagen das Niveau von 9.50 EUR nicht mehr nach unten verlassen. Eine Konsolidierung über dieser Marke wäre ein gutes Indiz für eine Fortsetzung der Rallye der letzten Tage.

Aussicht: NEUTRAL

20180712-nordex-nervositaet-der-marktteilnehmer-nimmt-sichtlich-zu

Es ist gerade einmal drei Wochen her, da steuerte die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex auf die Vollendung einer Trendwendeformation in Form eines großen, breit angelegten Doppeltiefs zu. Dessen Nackenlinie, die es zu überspringen galt, lag bei 11,79 Euro. Bis 11,45 Euro lief Nordex, dann war schlagartig Schluss. Und auf der Nachrichtenseite suchte man vergebens nach Argumenten, warum der Kurs auf einmal an „Fallsucht“ zu leiden schien. Im Gegenteil, Nordex meldete in den letzten zehn Tagen gleich zwei recht große Neuaufträge für Windkraftanlagen in Spanien und Brasilien. Aber seit die Aktie Anfang 2016 von einem Publikumsliebling zu einer großen Enttäuschung wurde, weil die immer weiter steigenden Erwartungen der Marktteilnehmer an das Umsatz- und Gewinnwachstum nicht mehr erfüllt wurden, ist diese Aktie eine leichte Beute der Bären, der Leerverkäufer. Und mit jeder „abgeschossenen“ Chance auf ein markantes, bullisches Signal sitzen sie fester im Sattel, denn:

Expertenmeinung: Je öfter die Nordex-Aktie aus aussichtsreicher Position unter Druck gerät, desto weniger Anleger wagen es, hier einzusteigen. Und so können die Bären immens effektiv agieren. Zumal sie neben dem negativen Sentiment, das eine solche abverkaufte Wende-Chance auslöst, noch den Vorteil nutzen konnten, dass das Abdrehen des Kurses eine Unterstützungslinie nach der anderen brach, weil die so nahe lagen, dass der Abgabedruck ausgelöster Stoppkurse einer Unterstützung reichte, um gleich die nächste in Reichweite zu bringen. Sie sehen diese „Lawine“ im Chart: Die 20-Tage-Linie, die Wendezone bei 9,92 Euro und die 200-Tage-Linie wurden eine nach der anderen zügig angegangen und durchbrochen. Der Bruch der 200-Tage-Linie gelang am Dienstag … und das durch ein „Gap“ auf der Unterseite gleich so effektiv, dass die nächste Unterstützung, das Mai-Tief bei 8,79 Euro, gleich in einem Zug mit unterboten wurde. Der Bruch dieser Linie ist mit einem Schlusskurs von 8,72 Euro zwar noch nicht signifikant. Aber in dieser Gesamtsituation dürften die Bären die Chance, Nordex durch weitere Leerverkäufe in den „freien Raum“ bis hinunter zum 2017er-Tief bei 7,08 Euro und dem bisherigen 2018er-Jahrestief bei 6,86 Euro zu drücken, wohl nicht so leicht aus der Hand geben.

Chart vom 26.06.2018, Kurs 8,72 Euro, Kürzel NDX1

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gerade erst konnte die Aktie des Windkraftspezialisten Nordex einen neuen Aufwärtstrend einleiten, da klingeln schon wieder die Alarmsirenen. Im gestrigen Handel wurde das Pivot-Tief von Mai deutlich nach unten gebrochen und so sind klare technische Verkaufssignale erkennbar. Die Bären scheinen sich nun wieder zurückzumelden und die positiven Tendenzen der letzten Monate sind vorerst wieder vom Tisch. Der nächste wichtige Boden befindet sich bei rund 8.80 EUR. Mittlerweile haben auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte ihre Aufwärtsbewegung beendet und beginnen nach unten zu drehen. Der Trend befindet sich nun wieder in einer neutralen Verkaufsphase.

Expertenmeinung: Aus aktuellem Anlass senken wir unsere Aussicht auf die Aktie von bullisch auf neutral. Noch hält sich der Schaden in Grenzen, doch die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursverluste hat mittlerweile deutlich zugenommen. Es würde uns nicht wundern, wenn der erörterte Boden in den kommenden Wochen erneut getestet werden würde. Erst bei Schlusskursen über dem Niveau von 10.50 EUR würden wir wieder eine Entwarnung und eine mögliche Erholung sehen. Vorerst sollten hier Anleger höchste Vorsicht walten lassen.

Aussicht: NEUTRAL

20180622-nordex-kommt-erneut-unter-beschuss-verkaufssignale

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es war der Ausbruch über die Marke von 10 EUR, welche zuletzt Mitte Mai den endgültigen Trendwechsel in der Nordex Aktie hin zu einem neuen Aufwärtstrend signalisierte. Die Bullen übernahmen das Ruder und zahlreiche Short-Seller wurden aus dem Markt gedrängt. Dies erklärt auch den überaus starken Impuls nach dem Breakout über den eingezeichneten Widerstand. Auch der folgende Pullback zurück zu diesem Niveau hätte sauberer nicht verlaufen können. Die Bullen konnten die neu erzeugte Unterstützung punktgenau halten und die Kurse drehten Ende Mai weiter nach oben. Erneut konnte das Papier innerhalb weniger Tage mehr als zehn Prozent an Wert zulegen. Obwohl sich der DAX in den letzten Tagen alles andere als stabil gezeigt hat, kann die Aktie des Windkraftspezialisten derzeit mit relativer Stärke überzeugen.

Expertenmeinung: Das Chartbild präsentiert sich überaus positiv und derzeit deutet alles darauf hin, dass die Aktie weiter nach oben will. Die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 signalisieren ebenfalls positives Momentum und unterstützen den aktuellen Kursverlauf. Nicht zufällig konnte auch der 20-Tage-Durchschnitt zuletzt an der Unterstützungslinie seine positive Wirkung entfalten. Wir gehen von weiter steigenden Kursen aus und bleiben aktuell bei unserer bullischen Bewertung.

Aussicht: BULLISCH

20180611-nordex-ein-technisch-sauberer-trendwechsel-mit-potential-auf-mehr

 

Stark angefangen, stark nachgelassen: Aus einem zeitweise immensen Plus wurde am Freitag zum Handelsende ein kleines. Und genau das macht deutlich: Jetzt geht es bei der Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex um die Wurst, genauer um die Entscheidung, ob hier auch auf mittelfristiger Ebene eine Trendwende nach oben gelingt und die Bären, die seit Anfang 2016 ein ums andere Mal imstande waren, jedwede Versuche einer nachhaltigen Aufwärtswende niederzuringen, endgültig in die Flucht geschlagen werden. Basis der wiederbelebten Stärke dieser Aktie waren die Mitte Mai präsentierten Quartalsergebnisse. Zwar lagen Umsatz und Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres klar unter den Ergebnissen des Vorjahres. Aber das hatte man einkalkuliert, das war so avisiert worden. Was da aufrüttelte, war der Auftragseingang, der mit 820 Millionen Euro sehr deutlich über dem des Vorjahresquartals (333 Millionen Euro) lag. Das weckte die Hoffnung, dass der Nettoverlust, den Nordex für das Jahr 2018 bislang einkalkuliert, womöglich doch schwarzen Zahlen weichen könnte. Eine realistische Hoffnung?

Expertenmeinung: Das ist unmöglich jetzt schon einzuschätzen. Das wäre der Fall, wenn der Auftragseingang auch für das laufende zweite Quartal absolut überzeugen könnte. Aber die Zahlen dazu kommen erst Mitte August. Bis dahin ist es eine Frage des Optimismus, ob man daran glauben und einstigen mag oder nicht. Und der Optimismus findet, solange es seitens des Unternehmens keine neuen Nachrichten gibt, seine Nahrung in einem bullischen Trend. Das wissen jedoch auch die Bären – und versuchen, die Wende abzuwehren. Die wäre dann in Form eines großen Doppeltiefs vollzogen, wenn Nordex über das zwischen diesen beiden Tiefs liegende Zwischenhoch, zugleich das bisherige Jahres-Verlaufshoch, bei 11,70 Euro hinaus laufen würde. Die Käufe des Freitags wären, wäre die Aktie am Tageshoch aus dem Handel gegangen, ein wichtiger Schritt dorthin gewesen. Dass die Bären dem umgehend ein Bein stellten und dagegenhielten macht klar: Noch ist Gegenwehr vorhanden. Doch die Basis sieht recht gut aus: Dass Nordex einen kleinen Rücksetzer genau auf Höhe der nächstliegenden Kreuzunterstützung in Form der April-Hochs und der 20-Tage-Linie beendete zeigt: Auch auf Seiten der Bullen wird gezielt entsprechend der Charttechnik getradet. Und das bullische Lager wird stärker. Gut möglich also, dass der Abverkauf der Gewinne am Freitag nicht ausreicht, um die Optimisten zu vergrämen. Aber nichtsdestotrotz hat das bullische Lager hier erst einen „Big Point“ eingefahren, wenn dieses Doppeltief wirklich vollendet, die Hürde bei 11,70 Euro wirklich genommen wurde.

Chart vom 01.06.2018, Kurs 10,67 Euro, Kürzel NDX1

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die große Frage im Laufe der vorigen Woche war, ob der Boden bei 8.80 EUR in der Nordex Aktie gehalten werden kann oder nicht. Es war völlig klar, dass ein Bruch nach unten frische Verkaufssignale auslösen und die Bären anlocken würde. Doch der Support konnte gehalten werden. Die große grüne Kerze vom 15. Mai markierte ein klares Kaufsignal und die Folgebewegung war überaus eindrucksvoll. Der Windkraftspezialist Nordex ist wieder im Rallyemodus und das Gesamtbild weiß zu überzeugen. Bis hin zur Marke von 11.695 EUR befindet sich derzeit kein nennenswerter Widerstand. Nach unten hin wurde mit dem Bruch des letzten Pivot-Hochs bei 9.91 EUR ein weiterer Boden im Chart gebildet.

Expertenmeinung: Bei Betrachtung des längerfristigen Charts ist klar, dass die Eroberung des Hochs von Anfang Januar kein leichtes Unterfangen wird. Wenn sich die Kurse jetzt dieser Zielmarke nähern und anschließend eine kleine Verschnaufpause generieren könnten, wäre dies schon mal eine gute Voraussetzung für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Danach befänden sich die nächsten Widerstände im Bereich von rund 12.50 EUR. Nach unten hin sind die Unterstützungen bei 9.91 und 8.80 EUR völlig klar. Diese Marken sollten die Kurse möglichst nicht unterschreiten.

Aussicht: BULLISCH

20180522-nordex-das-sieht-richtig-gut-aus

Die Hoffnung, dass sich die Lage beim Windkraftanlagenbauer Nordex durch die in den vergangenen Wochen gemeldeten, starken Auftragseingänge besser darstellen könnte als in der sehr verhaltenen Prognose des Unternehmens avisiert, wurden erfüllt: Gestern Früh wurde die Bilanz des ersten Quartals auf den Tisch gelegt – und die fiel sehr erfreulich aus: Der Umsatz lag zwar in den ersten drei Monaten mit 488 Millionen Euro sehr klar unter dem des Vorjahresquartals, als noch 648 Millionen erreicht wurden. Auch der Gewinn lag als EBITDA mit nur 20 Millionen Euro deutlich unter dem des Vorjahres (51 Millionen). Aber das basierte auf Entwicklungen, die bekannt waren. Wichtiger war der Blick nach vorne – und der ist beeindruckend: Im ersten Quartal kamen Aufträge im Volumen von knapp 820 Millionen Euro herein, weit mehr als die 333 Millionen, die im Vorjahresquartal akquiriert werden konnten. Das sieht damit für die kommenden Monate gut aus. Und auch, wenn Nordex die vorsichtige Prognose für 2018 „nur“ bestätigte, da dürfte manch einer den Eindruck bekommen haben, dass womöglich gegen Sommer eine Anhebung kommen könnte. Es konnte nicht überraschen, dass die Aktie daraufhin durchstartete. Aber es war auch keine Überraschung, dass die Bären versuchen, sich zu behaupten. Die Chartkonstellation ist extrem spannend:

Expertenmeinung: Im Tageshoch hatte Nordex 9,95 Euro, ein Plus von 12,3 Prozent, erreicht. Doch auch, wenn am Ende stattliche 9,4 Prozent übrig blieben, der Blick auf den Chart macht ganz klar: Die Leerverkäufer, d.h. die „Bären“, halten dagegen. Denn dort, wo Nordex im Hoch angekommen war, wird es für diejenigen, die Aktien leer verkauft haben, d.h. Aktien verkauft haben, die sie gar nicht besitzen, sondern sich geliehen haben und damit Nordex-Aktien am Markt kaufen müssten, um ihre Positionen wieder zu schließen, gefährlich. Nordex war nach zähem Ringen Ende April an der wichtigen 200-Tage-Linie nach unten abgewiesen worden. Auch die 20-Tage-Linie war im Zuge des jüngsten Abwärtsimpulses unterboten worden. Mit dem Anstieg gestern war Nordex im Hoch mit einem Schlag über diese Hürden hinaus gestiegen und hatte sogar die Verlaufshochs bei 9,91 Euro, die im Zuge des Kampfes um die 200-Tage-Linie im April markiert wurden, kurz überboten. Würde die Aktie diesen Level überwinden, hieße das für viele Leerverkäufer: Nordex-Aktien kaufen, um die Position zu schließen und den Verlust zu begrenzen. Zu den „normalen“ Käufen kämen dann also noch die Eindeckungen der Bären – und damit könnte Nordex zu einer Rakete werden, die mit den sehr starken Auftragseingängen auch entsprechenden Rückenwind hätte. Wer gewinnt dieses Ringen? Würde Nordex das gestrige Tageshoch mit Schlusskursen über zehn Euro überwinden, wäre auch die ganze vorgenannte Phalanx an Widerstandslinien genommen, das spräche für Anschlusskäufe und die Chance, dass die Bären die Flucht ergreifen würden. Gelingt es indes, diesen Ausbruchsversuch durch Schlusskurse unter der derzeit bei 9,37 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie abzuweisen, würde das positive Signal der starken Auftragseingänge schnell verblassen und die Aktie erneut unter Druck geraten, der sich im Fall von Closings unter dem bisherigen Monatstief von 8,79 Euro noch intensivieren könnte.

Chart vom 15.05.2018, Kurs 9,69 Euro, Kürzel NDX1

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der April brachte der Aktie des Windkraftspezialisten Nordex wieder ordentliche Zugewinne. Diese wurden mittlerweile gut verarbeitet und das Papier ging in eine wohlverdiente Verschnaufpause über. Überraschend ist jedoch die Tatsache, dass sich die Rallye danach nicht weiter nach oben fortsetzen konnte, obwohl sich der DAX auch im Monat Mai von seiner besten Seite zeigte. Die relative Schwäche ist unübersehbar. Ein weiteres Warnsignal liefert die Tatsache, dass die gleitenden Durchschnitt gerade nach unten gebrochen wurden. Dies könnte ein Signal dafür sein, dass die Kurse abermals zu einer Talfahrt ansetzen werden. Noch bleibt der Trend auf der bullischen Seite.

Expertenmeinung: Die Warnsignale überwiegen derzeit und es könnte sogar sein, dass im Laufe der Woche die eingezeichnete Unterstützung nach unten gebrochen wird. Sollte dies passieren, wäre nicht nur der Aufwärtstrend dahin. Die Bären könnten sich schnell wieder zurückmelden und den Druck nach unten erneut erhöhen. Ein Rückfall auf das bisherige Jahrestief wäre in Folge keine allzu große Überraschung. Die Bullen müssen demnach ordentlich dagegenhalten, um dieses Szenario zu verhindern. Wir senken unsere Aussichten von bullisch auf neutral.

Aussicht: NEUTRAL

20180514-nordex-das-sieht-gar-nicht-gut-aus

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Den Abwärtstrend konnte Nordex bereits im April hinter sich lassen. Die Aktie des Windkraftspezialisten drehte wie erwartet nahe dem Jahresziel bei 7 EUR wieder auf und schoss nach oben. Die Kurse konnte innerhalb weniger Tage um fast 30 Prozent zulegen. Eine überaus beachtliche Leistung. Aktuell hat sich das Papier über den wichtigen gleitenden Durchschnitten stabilisiert und gleichzeitig ein weiteres höheres Hoch kreiert. Mittlerweile haben hier die Bullen recht eindrucksvoll das Zepter übernommen.

Expertenmeinung: Das letzte Pivot-Tief bei 8.86 EUR stellt einen wichtigen Referenzpunkt für die aktuelle Aufwärtsbewegung dar. Solange sich die Kurse hier drüber halten können, belassen wir unsere Aussichten auf der bullischen Seite. Die nächsten Widerstände und gleichzeitig auch Kursziele wären die Zwischenhochs von Januar und Februar dieses Jahres. Wir gehen davon aus, dass zumindest die Marke bei 10.41 EUR im Monat Mai ein erreichbares Ziel sein dürfte.

Aussicht: BULLISCH

20180426-nordex-auf-zu-neuen-hochs

Die am 27. März veröffentlichte Bilanz des Jahres 2017 war im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse geblieben. Aber erst zu diesem Termin gab der Windkraftanlagensteller Nordex eine Antwort auf die die Investoren weit mehr interessierende Frage: Wie wird es 2018 laufen? Und da gab es Licht und Schatten. Für 2018 erwartet Nordex keinen Nettogewinn. Das war eine unschöne Nachricht, aber eigentlich konnte man damit rechnen. Und perspektivisch wurde dieser Dämpfer dadurch ausgeglichen, dass Nordex 2018 gute Auftragseingänge erwartet und davon ausgeht, dass sich der Gesamtmarkt für Windenergie in Deutschland ab 2020 erholen werde. Dementsprechend griffen die Anleger an diesem 27. März nach zunächst schwacher Eröffnung auch zu. Doch der Tag endete dennoch im Minus, der zeitweilige Gewinn wurde abverkauft. Was auch an der Mitteilung gelegen haben kann, dass Nordex nicht vorhat, mit anderen Unternehmen der Branche zusammenzugehen, sondern eigenständig zu bleiben. Eine Fusion war vielen Investoren als einziges Mittel erschienen, in einem schwierigen Umfeld schnell wieder gute Gewinne zu erzielen. Folgerichtig folgte am nächsten Tag weiterer Verkaufsdruck, was kurzzeitig sogar zum Bruch des 2017er-Jahrestiefs führte. Aber sofort danach war schon wieder alles anders:

Expertenmeinung: Nach diesem markanten Abwärtsimpuls folgte ein Doji, der mit der direkt folgenden grünen Kerze zusammen zu einem „bullish engulfing pattern“ wurde, das als Basis für eine Rallye diente, aus der sich jetzt sogar eine Trendwende nach oben ergeben könnte. Auslöser für diesen abrupten Richtungswechsel war eine Nachricht, die den Optimismus des Unternehmens hinsichtlich der Auftragseingänge bestätigte: Am 3. April meldete Nordex, dass man einen Großauftrag über 47 Windturbinen nebst mehrjährigem Serviceauftrag aus der Türkei erhalten habe. Das ist eine bemerkenswerte Größenordnung. Ob aber die Leerverkäufer, denen es seit Anfang 2016 ein ums andere Mal gelungen ist, Nordex an entscheidenden Widerständen wieder nach unten zu drücken, wirklich klein beigeben, Nordex womöglich über das Januar-Hoch bei 11,70 läuft und damit ein großes Doppeltief vollenden würde, muss sich erst herausstellen. Denn die Aktie ist an einen typischen, von den Bären verteidigten Widerstand herangelaufen: an die 200-Tage-Linie. Und dass die Aktie seit Tagen unterhalb dieser Linie verharrt, quasi einen Sicherheitsabstand einhält, um die Bären nicht zur Gegenwehr zu provozieren, unterstreicht: Diese Linie ist kurzfristig entscheidend. Sollte dieser derzeit bei 9,79 Euro verlaufende, wichtige gleitende Durchschnitt auf Schlusskursbasis eindeutig überwunden werden, wäre ein Run der Bullen bis zunächst 11,70 Euro allemal eine Möglichkeit. Aber wenn die Leerverkäufer weiter auf dem Posten sein sollten, wird dieser Ausbruch nicht über den Status einer reinen Chance hinauskommen. Dann wäre im Fall eines Bruchs der Kreuzunterstützung der aus dem Herbst stammenden Wendemarke bei 8,60 Euro und der momentan bei 8,64 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie ein erneutes, kurzfristiges Short-signal gegeben. Sekt oder Selters also … die kommenden Tage werden eine Entscheidung bringen.

Chart vom 18.04.2018, Kurs 9,51 Euro, Kürzel NDX1

Trendbetrachtung auf Basis 12 Monate: In unserer letzten Analyse von Anfang April haben wir beim Windkraftspezialisten Nordex eine technische Gegenbewegung nach oben erwartet. Die Kurse waren gerade an der wichtigen Unterstützung bei 7 EUR angekommen. Zudem war die Annäherung überaus steil, was eine stärkere Reaktion nach oben signalisierte. So kam es auch und die Aktie schoss alleine in den letzten beiden Wochen um sagenhafte 30 Prozent nach oben. Der Anstieg fiel noch heftiger aus als erwartet und konnte sogar die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 durchbrechen. Die Bullen haben kurzfristig wieder das Ruder übernommen.

Expertenmeinung: Es wäre wichtig, dass der Kaufdruck der letzten Tage anhält und das Niveau nahe 9 EUR verteidigt wird. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nun um eine längerfristige Wende nach oben handeln könnte.  Doch Vorsicht! Der Chartverlauf war bereits im Januar äußerst vielversprechend, die positiven Tendenzen konnten jedoch nicht allzu lange fortgeführt werden.

Aussicht: BULLISCH

20180412-nordex-dieser-anstieg-war-vorhersehbar-bullen-uebernehmen-das-ruder

Trendbetrachtung auf Basis 12 Monate: Die Bullen haben in den letzten Monaten sämtliche ihnen bietenden Möglichkeiten ungenutzt gelassen. So bildete sich im Januar eine trendbestätigende Formation, welche nicht nach oben gebrochen werden konnte. Auch die nächste Konsolidierung im Februar wurde nach unten verlassen und sorgte für Verkaufssignale. Die Rückkehr zum Tief von November war somit der nächste logische Schritt. Die Annäherung hin zu diesem wichtigen Support erfolgte überaus steil und dementsprechend steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es in den kommenden Tagen zumindest zu einer technischen Gegenreaktion nach oben kommen könnte. Danach wird sich entscheiden, ob die Bullen wieder das Ruder übernehmen, oder erneut versagen.

Expertenmeinung: Derzeit gehen wir davon aus, dass ein kurzfristiger Schub in Richtung 8.50 EUR durchaus möglich sein könnte. Danach würden die Aktie auf die fallenden gleitenden Durchschnitte treffen, welche etwas Gegenwind bringen dürften. Ob diese in Folge überwunden werden können oder nicht, ist aktuell noch nicht absehbar, weshalb wir unsere Aussichten für Nordex vorerst noch auf neutral belassen.

Aussicht: NEUTRAL

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