Zurück Oktober Weiter
Zurück 2018 Weiter

Metro Wholesale & Food Specialist AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Metro
Datum

Titel

Analysis

Seit gut anderthalb Monaten steigt Metro jetzt. Eine Aktie, die zuvor ein halbes Jahr nur den Weg nach unten kannte. Und jetzt, in weit höherem Tempo, hat sie genau die Hälfte dieser Kursverluste wettgemacht. Genau die Hälfte … ein Punkt, der ein klassisches Fibonacci-Retracement darstellt. Und der am Freitag zunächst erreichte Level von 14 Euro markiert nicht nur den halben Weg des vorherigen Abstiegs. Er ist ein Bereich, an dem die Metro-Aktie Ende August schon nicht vorbeikam.

Und dort liegt nicht nur ein Widerstand aus dem Frühjahr, dort verläuft auch, im Chart aufgrund der kurzen „Historie“ der Aktie noch nicht abgebildet, die 200-Tage-Linie. Und dass dieser Level nicht nur rein theoretisch als potenzieller Umkehrpunkt gesehen werden könnte, manifestiert sich darin, dass die Metro-Aktie genau dort am Freitag einen „bearish engulfing pattern“ ausbildete: Eine lange rote Kerze, die den Kerzenkörper des Vortags komplett einhüllt, was übersetzt heißt: Stark angefangen, stark nachgelassen. Und wer hier jetzt aussteigen oder Short gehen würde, hätte durchaus Argumente, denn:

Expertenmeinung: Die Basis dieser Aufwärtsbewegung, welche die Aktie in der Spitze immerhin 40 Prozent höher getragen hatte, wirkt ein wenig wacklig. Die Käufe setzten ein, weil Metro zunächst avisierte, das defizitäre Geschäft in Russland effektiv zu konsolidieren. Dann wurde ruchbar, dass Ceconomy, die nach der Aufspaltung in Metro und Ceconomy einen etwa zehn Prozent ausmachenden Anteil an der Metro halten, diesen abgeben wolle. Auch ein anderer Großaktionär, Haniel, reduzierte seinen Anteil. Man hofft auf eine klarere Aktionärsstruktur. Und seit Ende letzter Woche hofft man zudem darauf, dass die Metro ohne ihre Supermärkte endlich gute Gewinne erreichen könnte.

Die Real-Supermärkte sollen verkauft werden, man will sich in Zukunft auf den Großhandel fokussieren. Kurz: Es ist allerhand im Fluss. Aber eines weiß man eben noch nicht: Ob all diese Bewegung am Ende in eine Metro mündet, die wieder wachsen und gute Gewinnsteigerungen erzielen kann. Es mag eine Chance sein, aber was am Ende dabei herauskommt – es wird dauern, bis das absehbar ist. Und dafür ist eine 40 Prozent-Rallye äußerst reichlich dimensioniert. Hier sollte man einen Rücksetzer in die Region 12,10/12,50 Euro als Möglichkeit besser einplanen.

Chart vom 14.09.2018, Kurs 13,47 Euro, Kürzel B4B

Die Metro AG ist ebenso wie Ceconomy aus der Aufspaltung der Metro Group hervorgegangen. Inzwischen notieren beide Unternehmen eigenständig an der Börse. Ceconomy als Holdinggesellschaft der Elektronikeinzelhändler Media Markt und Saturn. Die Metro AG vereint unter ihrem Dach die Supermarktkette Real sowie Metro Cash & Carry und zahlreiche Servicegesellschaften.

Das macht keinen Spaß

Seit der Aufspaltung hatten die Aktionäre der Metro wenig Freude an dem Papier. Vom Eröffnungskurs bei rund 20 Euro ging es geradezu stetig abwärts und der Kurs halbierte sich.

Die Zahlen haben auch wenig Grund zur Freude geboten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Umsatz lediglich um 1,6% auf 37,14 Mrd. Euro zu. EBIT, EBT und Periodenergebnis waren jedoch stark rückläufig.
Der Gewinn sank von 1,39 auf 0,89 Euro je Aktie und die Dividende wurde von 1,00 auf 0,70 Euro gekürzt.

Wie läuft das aktuelle Geschäftsjahr?

Hier sieht es leider nicht besser aus. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 1,4% und das Ergebnis stagnierte bei 0,66 Euro je Aktie.
Das dritte Quartal selbst war in diesem Kontext allerdings noch schwächer und trübt den Ausblick natürlich ein. Der Umsatz ging um 3,7% auf 9,0 Mrd. Euro zurück und das Ergebnis sackte von 0,21 auf 0,16 Euro je Aktie ab.

Für das Gesamtjahr erwartet Metro ein Umsatzwachstum von 0,5% und ein währungsbereinigtes Ergebnis „über dem Vorjahr“. Wie viel über dem Vorjahr, wird allerdings nicht genannt. Gleichzeitig wird bereits davor gewarnt, dass die Kündigung des Zukunftstarifvertrags bei Real das Ergebnis im zweiten Halbjahr stark belasten wird.

Fundamentale Bewertung

Es dürfte also nicht verwundern, wenn die Bewertung niedrig ausfällt. Das KGVe für 2018 liegt zum aktuellen Kurs bei 14.

Der Gewinn soll nach 0,89 im Vorjahr auf 1,01 Euro je Aktie steigen. Im Folgejahr sollen dann 1,07 Euro erreicht werden. Zumindest zeigt der Trend in die richtige Richtung, alle Werte liegen jedoch noch unter dem Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2015/16.

Noch unerfreulicher wird das Bild mit einem Blick auf Bilanz und Kapitalfluss. Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016/17 lag die Nettoverschuldung bei 3,1 Mrd. Euro und die Eigenkapitalquote betrug nur 20,3%.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag zwar bei 1,0 Mrd. Euro, jedoch unter dem Vorjahreswert von 1,2 Mrd. Euro. Daraus fließen aber natürlich auch noch die Mittel für Investitionen und Zinsen ab. Unter dem Strich bleibt ein Mittelabfluss von 12 Mio. Euro.

In den ersten neun Monaten des Jahres sah es nicht besser aus, ganz im Gegenteil. Aus der Unternehmen sind 522 Mio. Euro abgeflossen, obwohl sich der Schuldenstand um mehr als 150 Mio. Euro erhöht hat.

Das einzige Argument für die Aktie scheint die hohe Dividendenrendite von knapp 4,9% zu sein. Doch die ist nicht sicher und wurde auch in den beiden Vorjahren gesenkt.

Kurssprung – Metro vor Übernahme?

Der Duisburger Familienkonzern Haniel könnte womöglich bei Metro aussteigen. In einem ersten Schritt wird die EP Global Commerce GmbH 7,3% der Stammaktien kaufen, zudem besteht eine Option auf den Kauf der restlichen 15,2%, die Haniel hält.

Hinter der EP Global Commerce GmbH steht der Milliardär und CEO des tschechischen Versorgers EPH, Daniel Křetínský.

Darüber hinaus scheint man wohl auch mit Ceconomy über einen Verkauf ihrer Metro-Anteile verhandeln. Wie und zu welchen Konditionen eine Transaktion erfolgen könnte, ist allerdings unklar.

Unter dem Strich ist das für die Aktionäre der Metro selbst aber ohnehin ein Nullsummenspiel. Ein Großaktionär wird durch einen anderen ausgetauscht. Der Kurssprung kann also nur auf der Annahme beruhen, dass Křetínský ein Komplettübernahme anstrebt oder den Konzern in eine profitablere richtige Richtung lenken wird.

Was ist aber mit Ceconomy?

Das ist allerdings eher vage und wie so oft könnte die zweite Ebene einer Gleichung die besseren Optionen bieten. Die größten Profiteure könnten am Ende Ceconomy und deren Aktionäre sein.
Beim aktuellen Kurs wären die 10% an Metro immerhin rund 500 Millionen Euro Wert. Da die Marktkapitalisierung von Ceconomy selbst bei nur 2,5 Mrd. Euro liegt, könnte sich der Deal also auszahlen.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie ist übergeordnet klar bärisch und mit dem heutigen Kurssprung in einem Widerstandsband zwischen 14,00 Euro und der oberen Abwärtstrendlinie angekommen.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Wert hier zunächst abprallt. Interessante Kaufmarken lägen in diesem Fall allerdings im Bereich zwischen 12,00 und 12,40 Euro. Eventuell zeichnet sich aber bereits nahe 13,00 Euro wieder größeres Interesse ab.

Prozyklische Kaufsignale ergeben sich oberhalb von 14,00 und 14,50 Euro.

20180827-metro-vor-einer-uebernahme-neuer-grossaktionaer-steigt-ein

Fast ein halbes Jahr lang, seit Mitte Februar, war die Aktie des Einzelhandelskonzerns METRO einer der Prügelknaben des MDAX. Und auf einmal steht die Aktie von einem Tag auf den anderen knapp zehn Prozent höher. Wie das? Kann man dieser Super-Rallye, die den Kurs am Donnerstag um 9,72 Prozent nach oben trug, über den Weg trauen? Diese Frage sollte man zumindest nicht einfach pauschal mit „nein“ beantworten, weil ein entscheidender Grund, dass die Aktie derart steil zulegte, zwar zweifellos ein Short Squeeze war, bei der Leerverkäufer, sprich Bären, in fliegender Hast METRO-Aktien einkaufen und so ihre Leerverkäufe neutralisieren mussten, um zu große Verluste zu vermeiden. Dass dieser Aspekt am Donnerstag eine große Rolle gespielt hat, lässt sich vermuten, weil die Aktie zunächst die vorher noch nicht signifikant zurückeroberte 20-Tage-Linie deutlicher überbot und kurz danach das Zwischentief vom Mai überwand. Das dürfte viele Stop-Loss-Kauforders der Bären ausgelöst haben. Denn dass die hier zahlreich vertreten waren, darf man annehmen. Zum einen, weil METRO bis dahin wie ein sicherer Short-Trade aussah. Zum anderen, weil die Aktie bis Anfang der Woche mehrfach an der 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen wurde, was eine typische Linie ist, an der Leerverkäufer ihre Position verteidigen und ausbauen. Aber der eigentliche Auslöser der Käufe war ein anderer:

Expertenmeinung: Vor Handelsbeginn hatte METRO seine Bilanz für das dritte Geschäftsquartal des bis 30.9. laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Die war rein vom Zahlenwerk her keine positive Überraschung. Mit einem Umsatzminus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal lag man im Rahmen der durchschnittlichen Analystenprognose. Mit einem EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 302 Millionen Euro übertraf man die Konsenserwartung der Experten von 295 Millionen leicht, aber nicht wesentlich. Aber die Aussage, dass die Maßnahmen, um den defizitären Geschäftsbereich in Russland in den Griff zu kriegen, erste Wirkung zeigen, die war es, die diese Rallye ausgelöst haben dürfte. Denn METROs „Russland-Abenteuer“ hat immense Summen verschlungen. Würde es gelingen, dort schwarze Zahlen zu erreichen, würde das Gesamtbild der Bilanz weit rosiger aussehen. So gesehen ist zwar sicherlich ein Teil der Rallye nur auf Leerverkäufe eindeckende Bären zurückzuführen, so dass man damit rechnen müsste, dass der Anstieg heute oder in den kommenden Tagen einen Rücksetzer erfährt. Aber die Chance, dass hier die Zuversicht unter den Marktteilnehmern zurückkehrt, ist da. Sollte die Aktie die nächstliegende Widerstandslinie bei 12,09 Euro mit Schlusskursen über 12,20 Euro glaubwürdig deutlich nehmen, wäre die Chance, dass sich hier eine Wende etabliert, deutlich greifbar.

B4B_2018_08_03

Es ist gerade einmal elf Monate her, dass die alte Metro in die beiden Teile Metro mit dem Lebensmittel-Einzelhandel und Ceconomy mit den Elektronikmärkten aufgespalten wurde. Während es oft heißt „gemeinsam sind wir stärker“, entschloss man sich hier, mit einer klareren Fokussierung auf den jeweiligen Bereich mehr Stärke und Werthaltigkeit zu entwickeln. Man sieht, was dabei herauskam: Metro startete dieses neue Börsenleben am 13. Juli 2017 bei genau 20 Euro. Jetzt taumelt der Aktienkurs schon in Richtung Kurshalbierung. Die Investoren waren zwar von Anfang an skeptisch gewesen, aber als Metro im April seine Jahresprognose kappen musste, war es ganz vorbei. Nach dem auf diese Nachricht folgenden, scharfen Abverkauf gelang es nicht einmal mehr, auf kurzfristiger Ebene einen glaubwürdigen Aufwärtsimpuls zusammen zu bringen. Woher rührt dieses so intensive Misstrauen?

Expertenmeinung: Man gewinnt den Eindruck, dass die meisten Marktteilnehmer Metro und Ceconomy immer noch als Verbund ansehen und den Eindruck haben, dass diese Trennung nichts zum Positiven verändert hat. Betrachtet man sich den Kursverlauf von Ceconomy (den wir in einer unserer gestrigen Analysen behandelt hatten) und den der Metro, wirkt es, als würden sie wie auf einem Tandem im Gleichschritt abwärts laufen. Und egal, wo etwas schiefgeht, man fürchtet, dass der andere Teil des „Tandems“ dann auch nicht besser dasteht. Wirtschaftlich ist das so nicht der Fall, aber eines bleibt den beiden Unternehmen natürlich gemein: sie sind und bleiben Konsumunternehmen und daher von einem günstigen Konsumumfeld abhängig. Das sich, wie der erneut und jetzt auf den tiefsten Stand seit Herbst 2012 gefallende deutsche ZEW-Index der Konjunkturerwartungen andeutet, einzutrüben beginnt. Am Dienstag gelang es noch, die Metro-Aktie vor einem Rutsch unter ihr bisheriges Allzeit-Tief von 10,93 Euro, markiert am 16. Mai, zu bewahren. Aber ein Tagestief bei 11,02 Euro macht sehr klar: Das kann jederzeit nachgeholt werden, Metro dann der Zehn Euro-Marke entgegen rutschen und damit der Kurshalbierung anheimfallen. Erst, wenn diese Aktie die Handelsspanne der letzten anderthalb Monate mit Schlusskursen über 12,10 Euro nach oben verlassen würde, wäre sie zumindest auf kurzfristiger Trading-Ebene bullisch. Bis dahin bleibt Metro eine Aktie, an der die Bären ihre Freude haben.

Chart vom 12.06.2018, Kurs 11,19 Euro, Kürzel B4B

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Großhandelsunternehmens Metro musste zuletzt herbe Rückschläge in Kauf nehmen. Die Kurse haben sich nahezu halbiert und seit Mitte Februar dieses Jahres haben die Bären eindeutig das Zepter übernommen. Der Chart ist gepflastert mit einer Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte zeigen seit Monaten in Richtung Süden und signalisieren somit negatives Momentum. Jegliche Rallyeversuche der letzten Wochen wurden allesamt am fallenden 20-Tage-Durchschnitt abgeblockt. Nachdem die Kurse fast schon vertikale Verläufe angenommen hatten, scheint sich aktuell eine technische Erholung anzubahnen. Der Trend bleibt auf der bärischen Seite.

Expertenmeinung: Auch unsere Aussicht bleibt negativ, wenngleich wir mit einer kurzfristig recht heftigen Gegenbewegung nach oben rechnen. Als erstes Kursziel kommt wieder einmal der 20-Tage-Durchschnitt ins Spiel, welcher sich bei ca. 12 EUR befindet – Tendenz fallend. Sollte es gelingen diesen zu brechen, wäre wohl der fallende 50-Tage-Durchschnitt an der Reihe, welcher sich derzeit in Richtung der Marke von 13 EUR bewegt. An einer der beiden Zielebenen dürften die Kurse jedoch wieder beginnen zu fallen, um die Talfahrt mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortzuführen.

Aussicht: BÄRISCH

20180518-metro-ag-trendwende-oder-lediglich-technische-erholung

Eigentlich hatten die Analysten nichts anderes erwartet als das, was der im vergangenen Sommer um die Elektronik-Ketten Media Markt und Saturn im Zuge der Aufspaltung in Metro und Ceconomy „erleichterte“ Einzelhandelskonzern Metro gestern Morgen für sein zweites Geschäftsquartal auf den Tisch gelegt hatte. Der Umsatz lag auf dem Niveau des Vorjahres, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) klar darunter. Und der Nettogewinn war keiner, sondern ein Nettoverlust von 52 Millionen Euro. Die Erwartungen waren deswegen schon im Vorfeld so mager, weil Metro seine Geschäftsjahresprognose bereits am 20. April gesenkt hatte. Die Reaktion darauf lässt sich im Chart nicht übersehen, binnen zwei Tagen sackte das Papier um knapp 20 Prozent durch. So betrachtet hätten sich die Anleger gestern sagen können „immerhin ist es nicht schlimmer gekommen“ und die gedrückten Kurse dazu nutzen können, vorsichtig „Bottom Fishing“ zu betreiben, zumal Metro den gesenkten Ausblick bestätigte. Dass das nicht passierte, macht eines klar:

Expertenmeinung: So etwas wie Optimismus bringen die meisten Investoren Metro derzeit definitiv nicht entgegen. Wenn alle schwarz sehen, birgt das zwar für Short-Trades das Risiko, dass dem Markt die Verkäufer ausgehen könnten und es bei einer positiven Überraschung zu einem blitzschnellen und weiterreichenden Kurssprung kommen kann, die alleine durch das Eindecken von Short-Positionen hervorgerufen werden kann (eine sogenannte Short Squeeze). Aber noch sehen die Bären diese Aktie als Ruhekissen, weil sie nicht befürchten, dass Metro in seiner derzeitigen Lage zu solchen positiven Überraschungen imstande sein könnte. Also gab es aufgrund von Bilanzdaten, mit denen man im Vorfeld rechnen konnte und die bereits Verkäufe ausgelöst hatten, erneuten Verkaufsdruck der Bären. Und wie der Schlusskurs nahe am Tagestief andeutete, hält auch auf diesem neuen Rekordtief der erst im September 2017 durch die oben genannte Aufspaltung entstandenen Aktie offenbar niemand die Hand auf. Dennoch sollte man hier als Short-Trader nicht zu leichtsinnig agieren, sondern auf eine konsequente Absicherung achten. Die Widerstandslinie bei 12,08 Euro in Kombination mit der momentan bei 12,26 Euro verlaufenden, aber zügig fallenden 20-Tage-Linie wäre ein Bereich, der sich für eine Absicherung von Short-Trades als Orientierung anbieten würde.

Chart vom 15.05.2018, Kurs 11,25 Euro, Kürzel B4B

Ein Minus von über zehn Prozent drückte die Metro-Stammaktie am Freitag auf ein neues Rekordtief seit der Aufspaltung des Konzerns in den Handelsbereich (Metro) und die Elektronik-Märkte (Ceconomy) im vergangenen Sommer. Bedenkt man, wie sehr momentan auch die Ceconomy-Aktie auf dem absteigenden Ast unterwegs ist, fragt man sich, ob diese Trennung wirklich eine gute Idee war. Aber jetzt muss man eben sehen, wie man zurechtkommt. Was Metro mit seinen Supermarktketten angeht, war das Urteil der Marktteilnehmer am Freitag nach der Veröffentlichung vorläufiger Halbjahreszahlen nebst der Kappung der Prognose für das Gesamtjahr eindeutig: schlecht. Ursprünglich hatte Metro einen Anstieg des bereinigten EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) um etwa zehn Prozent avisiert. Jetzt werde es nur noch eine „leichte Steigerung“ sein, so das Unternehmen. Der Grund läge in der ausgebliebenen Belebung des Geschäfts in Russland und einer kostenintensiven „alternativen Lösung“ bezüglich der Entgeltverhandlungen mit den Gewerkschaften. Dass die vorläufigen Halbjahreszahlen (die endgültige Halbjahresbilanz soll am 15. Mai folgen) bis dahin im Plan lagen, half entsprechend wenig – die Aktie tauchte ab.

Expertenmeinung: Und damit hat das bärische Lager die Lage weiterhin fest im Griff. Bis diese Zahlen am Freitag auf den Tisch kamen, wäre eine Bodenbildung oberhalb der bis dahin geltenden Verlaufstiefs vom März bei 13,85 Euro möglich gewesen. Aber mit dieser Reaktion auf die kassierte Prognose ist diese Chance vom Tisch. Wieder einmal wurde die Aktie damit im Bereich der als Trendlinien-Ersatz fungierenden 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen. Dieser gleitende Durchschnitt (am Freitag bei 14,35 Euro) und das vorgenannte, jetzt als Widerstand fungierende März-Tief (13,85 Euro) sind die Leitstrahlen der Abwärtsbewegung. Solange dieser Bereich nicht zurückerobert würde, ist an Long-Trades nicht zu denken. Da die Kurshistorie der ehemaligen Metro vor der Aufspaltung in Metro und Ceconomy bei Ceconomy liegt, zeigt der Chart die gesamte „Geschichte“ der Aktie, was heißt: Das Freitags-Tagestief von 12,63 Euro ist zugleich ein Allzeittief. Ob das alleine aber ein Argument ist, die Aktie nach einem solch kräftigen Minus kurzfristig noch deutlich tiefer zu drücken, ist fraglich. Wer dem Trend folgend Short ist, könnte das mit einem Stop Loss knapp über der 20-Tage-Linie wohl bleiben, aber diesem Abriss des Kurses unmittelbar noch mit neuen Short-Trades hinterherzulaufen scheint zumindest gewagt, nicht zuletzt, weil der am Freitag zeitgleich laufende Abrechnungstermin am Optionsmarkt den Abstieg der Aktie intensiviert haben könnte.

Chart vom 20.04.2018, Kurs 13,02 Euro, Kürzel B4B

Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN