Zurück Oktober Weiter
Zurück 2018 Weiter

Medigene AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Medigene
Datum

Titel

Analysis

Als die Aktie des im TecDAX gelisteten Biotechunternehmens MediGene Mitte Mai über 16 Euro stieg, wurde dadurch über mittelfristig wichtigen Unterstützungen ein Doppeltief vollendet. Es schien alles klar zu sein für das bullische Lager. Aber der Ausflug über das April-Hoch, der diese Wende auslöste, endete schnell, wurde zur Bullenfalle. Seither konnten die Bullen keinen Stich mehr machen. Es gelang zwar, die mittelfristige Supportzone, die im Vorfeld gleich zweimal verteidigt wurde, zunächst zu halten, konkret die doppelte Unterstützung aus der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie im Bereich 13,85/13,95 Euro. Aber nachdem das fast zwei Wochen lang keine Käufe auslöste, war den Tradern klar: Es ist die Unterseite, die verwundbar ist, auf der leichter Gewinne zu erzielen wären. Am Donnerstag wurde diese Auffangzone leicht gebrochen. Und am Freitag fiel zudem noch eine seit Herbst letzten Jahres immer wieder als Wendezone fungierende Linie um 13,40 Euro. Ergebnis: Trendbruch.

Expertenmeinung: MediGene ist eine eher marktenge Aktie. Größere Orders können starke Kursausschläge nach sich ziehen. Das wäre natürlich grundsätzlich eine Chance, diesen starken Abwärtsschub auf 13,00 Euro am Freitag mit einer Hauruck-Aktion zu egalisieren, MediGene umgehend wieder über 14 Euro und damit zurück in den alten Aufwärtstrend zu tragen. Aber da stellt sich die Frage nach der Motivation. MediGene operiert in den roten Zahlen. Und auch, wenn natürlich die Chance besteht, dass sich hohe Aufwendungen für Forschung heute irgendwann in solide Gewinne verwandeln, so weiß doch niemand abzuschätzen, wann dieses „irgendwann“ sein wird. Ob MediGene steigt oder fällt, ist daher mangels Berechnungsbasis nicht an einem Kurs/Gewinn-Verhältnis festzumachen, sondern am Grad des Optimismus der Akteure. Und nach diesem am Ende doch vergeblichen Verteidigen mittelfristiger Unterstützungen dürfte der sich in Grenzen halten, zumal: Die nächste wirklich markantere charttechnische Unterstützung wäre das Tief vom November, das aber erst bei 10,23 Euro wartet. Da wären also aus dieser Warte heraus noch 20 Prozent Luft nach unten … ob sich die Bären hier einfach die Butter vom Brot nehmen lassen, ist damit fraglich.

Chart vom 08.06.2018, Kurs 13,00 Euro, Kürzel MDG1

Bei einem Biotechunternehmen wie MediGene gelten etwas andere Maßstäbe, was die Erwartungshaltung der Investoren angeht. Man weiß, dass es viel Zeit und Geld kostet, neue Wirkstoffe zu entwickeln und die dann irgendwann so zu vermarkten, dass aus roten schwarze Zahlen in der Bilanz werden. Aber wenn die Gewinnschwelle weiterhin so fern scheint wie bei MediGene, reagieren dennoch nicht wenige Akteure enttäuscht. Die am 22. März präsentierte Bilanz des Jahres 2017 ging mit einer Prognose einher, die sinkende Umsätze und steigende Verluste avisierte. Und was noch schwerer wog: Da war nichts davon zu lesen, dass MediGene in den Fokus eines größeren Pharmaunternehmens geraten sein könnte, das an eine Übernahme denkt. Denn diese Spekulation war immer wieder aufgekommen – mit dem Hintergedanken, dass den Anlegern dann ein äußerst lukratives, weit über dem aktuellen Kurs liegendes Abfindungsangebot für ihre Aktien ins Haus flattern könnte.

Expertenmeinung: Diese Hoffnung ist erst einmal verblasst – kein Wunder, dass MediGene als Reaktion auf diese Perspektiven am 22. März kräftig unter die Räder kam und, wichtiger noch, in den beiden Tagen darauf Anschluss-Verkäufe sah, die bislang nicht auf nennenswerte Gegenwehr des bullischen Lagers gestoßen ist. Und das bringt die Aktie in eine Situation, in der es jetzt jederzeit mit nur einem schwachen Handelstag zu einem Short-Signal mittelfristiger Tragweite kommen kann. Sie sehen im Chart, dass diese Verkäufe als Reaktion auf die enttäuschten Hoffnungen der Anleger Ende März zum Test einer doppelten, mittelfristig relevanten Unterstützung geführt hat: Der Kurs setzte am 26. März knapp über der 200-Tage-Linie und der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie auf. Diese beiden Linien, die ja langsam höher laufen, verlaufen aktuell bei 13,04 bzw. 12,95 Euro. Das Tief dieses 26. März lag bei 13,02 Euro. Würde MediGene diesen Bereich auf Schlusskursbasis und, mit Rücksicht auf kurzfristige Verzerrungen aufgrund der Marktenge dieses Papiers, mit Schlusskursen unter 12,75 Euro wirklich deutlich unterbieten, wäre der Weg nach unten aus charttechnischer Sicht erst einmal frei. Ohne die Erwartung eines Übernahmeangebots und kurzfristig besserer Bilanzdaten wäre es dann durchaus keine Überraschung, wenn MediGene zügig einen Test des November-Tiefs bei 10,25 Euro vollziehen würde … womöglich sogar nur als eine erste Etappe.

Chart vom 09.04.2018, Kurs 13,85 Euro, Kürzel MDG1

Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN