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Isra Vision AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Isra Vision
Datum

Titel

Analysis

Die Aktie des Entwicklers und Herstellers von optischen Steuer- und Überwachungssystemen für hochsensible Produktionsabläufe ISRA Vision hat schon oft größere Kursausschläge gesehen als dieses Minus von 5,58 Prozent, das am Mittwoch zu Buche stand. Aber dieses Minus könnte von besonders hoher Bedeutung sein. Denn es führte die Aktie unter ihre 200-Tage-Linie.

Unter diesen für viele mittel- und langfristige Investoren so wichtigen gleitenden Durchschnitt, der seit Sommer 2016 nur dreimal touchiert wurde. Im Sommer 2016 und im Herbst 2017 wurde er perfekt gehalten und zum Ausgangspunkt neuer Aufwärtsimpulse. Und Anfang April 2018 wurde diese Linie zwar eine Zeitlang unterboten, das mündete aber nicht in nennenswerten Anschlussverkäufe. Dadurch wurde die 200-Tage-Linie recht zeitig zurückerobert – und wieder wurde das zum Ausgangspunkt einer großen Rallye.

Einer Rallye, die zwar zu neuen Rekordhochs führte. Die aber auch in ein Doppeltopp mündete, das im September auf eine Art und Weise vollendet wurde, die befürchten ließ, dass da nach unten noch einiges anbrennen könnte. Sie erinnern sich:

Expertenmeinung: Am 31. August präsentierte ISRA Vision seine Quartalsbilanz. Die war zwar gut, aber nicht überraschend gut. Da gab es keine Gewinnexplosion, keine Anhebung der Jahresprognose oder die Ankündigung großer Akquisitionen. Man lag schlicht gut im Plan.

Daher überraschte es schon, dass die Aktie, die zuvor konsolidiert hatte, plötzlich durchstartete und das vorherige Rekordhoch bei 59,70 Euro knapp überwand. Knapp, aber nicht signifikant. Das reichte, um einige, nicht zuletzt mit Blick auf die atemberaubenden Gewinne in den Monaten zuvor, zu Gewinnmitnahmen zu bewegen. Und auf der Gegenseite mochte niemand die Hand aufhalten.

Die Unterstützungen fielen eine nach der anderen, ohne dass es zu nennenswerter Gegenwehr gekommen wäre. Immerhin war ISRA Vision vom Kurs/Gewinn-Verhältnis nicht gerade billig, da wollte man doch lieber auf die Bodenbildung warten. Der Versuch einer solchen Bodenbildung wurde knapp über der wichtigen 200-Tage-Linie unternommen. Gut zwei Wochen gelang es, den Kurs über diesem wichtigen, bei 44 Euro verlaufenden gleitenden Durchschnitt zu halten. Aber die Käufer blieben weg, mehr als die Verteidigung des Terrains gelang nicht.

Das dürfte die Bären motiviert haben, einfach mal zu prüfen, ob diese Linie wirklich so stabil ist, wie sie sein sollte, um Basis eines neuen Aufwärtsimpulses zu sein – und brachen gleich beim ersten Direktkontakt mit der 200-Tage-Linie durch. Die nächste markantere Unterstützungszone findet sich im Bereich 39,70/40,60 Euro. Dass man versuchen wird, diese anzusteuern ist wahrscheinlich. Ob sie halten wird, ist indes noch völlig offen. Auf der Long-Seite ist dieser Highflyer des zweiten Quartals momentan ein äußerst scharfes, fallendes Messer, in das hinein zu greifen man sich eher hüten sollte.

Chart vom 26.09.2018, Kurs 43,10 Euro, Kürzel ISR

Isra Vision ist nach eigenem Bekunden einer der Weltmarktführer für Oberflächeninspektionssysteme sowie einer der global führenden Anbieter intelligenter Bildverarbeitungssysteme.

Ihren Kunden aus den Branchen Glas, Kraftfahrzeuge, Kunststoff, Vlies, Folie, Film und Logistik bietet der Konzern Machine-Vision-Lösungen, anhand derer komplexe Aufgabenstellungen automatisiert werden können.

Als eine Schlüsseltechnologie der Sehenden Systeme imitiert Machine Vision das menschliche Auge und deckt die drei Bereiche „Robot Vision“ (Roboterführung für diffizile Aufgaben wie Positionieren, Montieren etc.), „Surface Vision“ (Inspektion von Oberflächen von Bahnwaren aus Glas, Folien oder Kunststoff) und „Quality Inspection“ (Qualitätskontrolle in der Montage, Code-Identifikation) ab. Das operative Geschäft gliedert sich in die beiden Segmente Industrial Automation und Surface Vision.

Es läuft immer besser

Es ist also kein Wunder, dass der Wert zu den Börsenlieblingen gehörte. Schließlich handelt es sich um bedeutende Zukunftstechnologien und auch die Zahlen entwickelten sich dementsprechend.

In den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz von 68 auf 143 Mio. Euro. Das Wachstum setzte aber erst ab 2012 so richtig ein, zuvor stagnierten die Einnahmen weitgehend.
Isra Vision war aber stets profitabel und der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,35 auf 0,94 Euro je Aktie. Der freie Cashflow bewegt sich in einem ähnlichen Rahmen.

Jüngste Zahlen und Ausblick

Im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 konnte nahtlos an die positive Entwicklung angeknüpft werden. Der Umsatz legte in den ersten drei Quartalen um 10% auf 102,82 Mrd. USD zu und das Ergebnis von 0,57 auf 0,66 Euro je Aktie.

Beim Ausblick ergeben sich erste kleinere Schwachpunkte. Das Unternehmen erwartet zwar von 2017 bis 2020 durchgehend ein zweistelliges Umsatzwachstum, doch das scheint bis zu einem gewissen Teil auch auf Kosten des Gewinns zu gehen.

Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Ergebnis von 0,76 Euro je Aktie erwartet, nach 0,93 und 0,80 in den beiden Vorjahren. Erst ab dem Folgejahr soll es wieder spürbar bergauf gehen und 1,20 erreicht werden.

Fundamentale Bewertung

Natürlich dürfen diese Konsensschätzungen immer in Zweifel gezogen werden, doch auch wenn sich das Ergebnis deutlich besser entwickelt, wäre die Bewertung doch sehr hoch.

Auf dieser Basis kommt Isra Vision derzeit auf ein KGV von 58,2 und ein KGVe von 71,2 im laufenden Geschäftsjahr. Der Vollständigkeit halber sollte man wohl anmerken, dass dieser Wert im Folgejahr dann aber auf 45 fallen könnte.

Fassen wir also zusammen. Es handelt sich um ein Top-Unternehmen mit guten Wachstumsaussichten und erfüllt alle grundsätzlichen Kriterien für ein Investment. Aber eben nur zum richtigen Preis und der scheint hier nicht gegeben zu sein.

Charttechnik

Die Aktie ist mehrfach im Widerstandsbereich zwischen 56 und 60 Euro gescheitert und es haben sich bereits vor dem gestrigen Abverkauf bärische Kerzen ausgebildet, die auf kommendes Unheil hindeutenden.
Der Aktie droht nun ein Doppeltop. Unterhalb von 52,50 Euro kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 50 und 48,50 Euro. Wird auch diese Unterstützung aufgegeben, trübt sich das Chartbild zunehmend ein.

Können die Bullen den Support bei 52,50 Euro hingegen verteidigen, besteht die Chance auf eine Erholung in Richtung 55 bis 56 Euro. Die Gefahr eines Doppeltops bestünde aber weiterhin.

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Wenn man lange auf etwas warten muss, erhöht das die Spannung. Das kennt man von Weihnachten. Ähnlich war es mit der Bilanz des dritten, bei ISRA Vision jeweils am 30. September endenden Geschäftsquartals. Erst am Freitag, als das nächste Quartal schon zu zwei Dritteln über die Bühne war, kamen diese Zahlen. Und ja, sie waren gut. Aber waren sie gut genug für einen Kurssprung von sagenhaften 12,38 Prozent? Hätte es da nicht grandioser Überraschungen bedurft? Eigentlich schon, aber so beeindruckend war das Zahlenwerk eben nicht. Denn mit Wachstum rechnete ja ohnehin jeder bei diesem Hersteller von Hard- und Software für optische Überwachungs- und Steuerungssysteme. Das bekam man auch geliefert: Der Umsatz legte um zehn, der Gewinn vor Steuern 13 Prozent zu. Das Auftragsbuch war etwas, aber nicht allzu sehr voller als zum Vorjahresquartal. Und die eigenen Prognosen wurden von ISRA Vision bestätigt, aber nicht angehoben. Wenn man sich dann ansieht, dass das mit einem derart gewaltigen Plus quittiert wurde, das zugleich ein neues Rekordhoch bedeutete, sollten eine, besser sogar beide Augenbrauen hochgehen. Zumindest wäre hier jetzt Vorsicht satt Euphorie über das neue Hoch angezeigt. Zumal das nur knapp erreicht wurde:

Expertenmeinung: Bei 59,70 Euro lag die alte Rekordmarke aus dem Juni. Bei 59,90 Euro ging die Aktie am Freitag ins Wochenende, im Tageshoch wurden 60,70 Euro erreicht. Was auffiel – und zu erwarten war: Die Umsätze waren die höchsten seit zwei Monaten. Und ISRA Vision ist eine Aktie, die eher markteng ist. An einem Tag, auf den die Akteure lange warten mussten, bei guten Ergebnissen, die nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung zumindest keinen Anlass zum Verkauf gaben, ist es nicht allzu überraschend, dass der Kurs derart zulegte: Viele sahen nach der wochenlangen Seitwärtsbewegung in diesem Quartalsergebnis einen Grund, um einzusteigen, die Verkäuferseite war zugleich verwaist … und solange die Aufwärtsbewegung ihre Dynamik beibehielt, was bis zum Handelsende um 17:30 Uhr auch der Fall war, kamen auch keine Verkäufer an den Markt. Ob dieses Plus der Aktie aber den gemeldeten Ergebnissen angemessen ist, ist eine Frage, die man sich am Freitag nicht stellte. Darüber denken die Akteure verständlicherweise erst nach, wenn sich abzeichnet, dass der Schwung der Rallye vorüber ist, man womöglich kurzfristig „oben“ wäre. Dann erst kommt die Frage: Gewinne mitnehmen oder nicht? Und es wäre zumindest möglich, dass so viele diese Frage mit „Ja“ beantworten, dass der Kurs wieder deutlicher nachgibt. Wohin mit der Gewinnabsicherung? Da würde sich ein Level knapp unterhalb der oberen Begrenzung der vorherigen Seitwärtsbewegung bei 55,70 und der 20-Tage-Linie bei 54,50 Euro anbieten. Bis dahin dürfte ein Rücksetzer führen, darunter aber sollte ISRA Vision auf keinen Fall rutschen, denn dann wäre die Indikation auf einmal bärisch.

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Isra Vision ist nach eigenem Bekunden einer der Weltmarktführer für Oberflächeninspektionssysteme sowie einer der global führenden Anbieter intelligenter Bildverarbeitungssysteme.

Ihren Kunden aus den Branchen Glas, Kraftfahrzeuge, Kunststoff, Vlies, Folie, Film und Logistik bietet der Konzern Machine-Vision-Lösungen, anhand derer komplexe Aufgabenstellungen automatisiert werden können.

Als eine Schlüsseltechnologie der Sehenden Systeme imitiert Machine Vision das menschliche Auge und deckt die drei Bereiche „Robot Vision“ (Roboterführung für diffizile Aufgaben wie Positionieren, Montieren etc.), „Surface Vision“ (Inspektion von Oberflächen von Bahnwaren aus Glas, Folien oder Kunststoff) und „Quality Inspection“ (Qualitätskontrolle in der Montage, Code-Identifikation) ab. Das operative Geschäft gliedert sich in die beiden Segmente Industrial Automation und Surface Vision.

Das Wachstum beschleunigt sich

Die starke Stellung und technologischen Entwicklungen schlagen sich auch in den Zahlen nieder. Der Umsatz stieg in den letzten zehn Jahren von 68 auf 143 Mio. Euro. Gleichzeitig verbesserte sich auch die Profitabilität etwas und dementsprechend stieg der Gewinn überproportional.
Das Ergebnis klettere im selben Zeitraum von 0,35 auf 0,94 Euro je Aktie. Langfristig sieht es also gut aus.

In der jüngeren Vergangenheit war eher eine Beschleunigung des Wachstums zu erkennen. Ein Großteil des Umsatz- und Gewinnwachstums entfiel auf die letzten Jahre.

Wie sehen die letzten Zahlen aus?

Da das Geschäftsjahr von Isra Vision bis Ende September läuft, liegen bereits die Zahlen für die ersten beiden Quartale vor.

Der Umsatz legte um 10% auf 64,7 Mio. Euro zu und EBT, EBIT sowie EBITDA um 10-11%. Das Ergebnis stieg allerdings um 15% auf 0,41 Euro je Aktie (Post Aktiensplit).

Der Ausblick wurde bestätigt und das Unternehmen erwartete eine anhaltend gute Geschäftsentwicklung. Der Umsatz soll im niedrigen zweistelligen Bereich wachsen, bei gleichbleibenden oder leicht steigenden Margen.

Fundamentale Bewertung

Aus dieser Perspektive spricht nichts gegen ein Investment. Isra Vision ist gut aufgestellt und liefert neben guten Zahlen auch einen positiven Ausblick.

Kommen wir zur Bewertung. Derzeit liegt das KGV bei 54,6 und das KGVe für das laufende Geschäftsjahr je nach Schätzung bei 40 bis 70. Die Dividendenrendite ist mit rund 0,2% kaum relevant.
Trotz der starken Historie und des Ausblicks erscheint die Bewertung deutlich zu hoch. Aus fundamantaler Sicht kann daher keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnischer Ausblick

Isra Vision ist langfristig bullisch und bewegt sich in einem steilen Aufwärtstrend. Die Aktie ist allerdings auch hochvolatil und hat ab Anfang April eine geradezu atemberaubende Rallye vollzogen.
In den letzten Wochen hat sich ein Top ausgebildet, welches nun das Chartbild belastet. Unterhalb von 52,50 Euro ist es zu einem Verkaufssignal mit ersten Kurszielen bei 50,00 und 48,60 Euro gekommen. Darunter drohen weitere Verluste in Richtung 45 und 40 Euro.

Gelingt hingegen eine Rückkehr über 52,50 Euro, dürften die Chartmarken bei 56,30 und 58,40 Euro wieder ins Visier der Anleger rücken.

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Im zweiten Quartal gehörte die ISRA Vision-Aktie zu den ganz großen Stars des deutschen Aktienmarkts. Der Kurs verdoppelte sich zwischen Anfang April und Ende Juni nahezu. Es ist zwar nicht so, dass die Aktie des Herstellers von Hard- und Software zur optischen Überwachung und Steuerung von komplexen Produktionsprozessen vorher einen Dornröschen-Schlaf absolviert hätte, aber nachdem ISRA Vision im März in den TecDAX aufgestiegen war, lief sie nach kurzer Anlaufzeit wie geschnitten Brot.

Ein Grund ist natürlich, dass sich das Unternehmen in einem Bereich bewegt, der eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive hat, was sich auch darin manifestiert, dass Umsatz und Gewinn in den vergangenen Jahren konstant zugelegt hatten. Ein anderer mag darin liegen, dass dieser innovative Bereich eher nicht in den Sog von US-Strafzöllen geraten dürfte und nicht wenige in ISRA Vision deshalb eine gute Alternative zu ggf. gefährdeten, konjunktursensiblen Aktien sehen. Aber eine Verdoppelung des Kurses ohne neue Nachrichten, im Vorfeld der erst Ende August anstehenden, nächsten Quartalszahlen, das macht die aktie für den Moment nur „teurer“ … und verlockt dazu, Gewinne mitzunehmen. Was sich im Kursbild niederschlägt, denn da häufen sich die Warnsignale:

Expertenmeinung: Seit Ende Juni reihen sich in kürzester Zeit zwei „bearish engulfing pattern“ und zuletzt ein nicht ganz perfekter „evening star“ aneinander. Hinzu kommt, dass die kleinen Zwischenhochs seit dem Erreichen des bisherigen Verlaufsrekords (59,70 Euro am 28. Juni) sukzessive tiefer liegen. Nur eine Konsolidierung? Das ist möglich. Aber Vorsicht, wenn die 20-Tage-Linie bricht. Denn dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine größere Korrektur ansteht, erheblich. Und dass ISRA Vision momentan Mühe hat, sich von dieser zuletzt immer öfter getesteten Linie zu lösen, unterstreicht: Jetzt sollte man genau hinsehen. Sie sehen im Chart, dass diese 20-Tage-Linie bereits im Mai und Juni mehrfach die Ausgangsbasis für neue Aufwärtsimpulse wurde.

Dass das derzeit nicht gelingt, diese Linie aber unübersehbar eisern verteidigt wird, deutet an, dass viele bullische Akteure diesen gleitenden Durchschnitt als Leitstrahl der Rallye erkannt haben und sich knapp darunter entsprechend abgesichert haben. Sollte die 20-Tage-Linie fallen, kann das daher einen schnellen Abverkauf auslösen. Und die kurzzeitig dramatisch und bis zu 18 Prozent ausmachenden Abgaben an dem Tag, an dem die Aktie ihr bisheriges Rekordhoch erreichte, macht klar, dass bei dieser eher marktengen Aktie schnelle, weitreichende Impulse leicht möglich sind. ein Stop Loss mit einem oder zwei Euro „Toleranz“ unter dem derzeit bei 54,31 Euro verlaufenden 20-Tage-Durchschnitt wäre daher für Long-Trades unbedingt zu überlegen.

Chart vom 13.07.2018, Kurs 55,60 Euro, Kürzel ISR

ISRA Vision, im März neu in den TecDAX „aufgestiegen“, ist ein Hersteller von optischen Überwachungs- und Beobachtungsanlagen. Aber nicht für Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen, sondern für die Industrie. Hier geht es um die visuelle Überwachung von Arbeitsprozessen, z.B. das „Roboter-Sehen“. Das Unternehmen ist schon lange börsennotiert und kann seit Jahren stetig steigende Umsätze und Gewinne vorweisen. Daran soll sich auch 2018 und 2019 nichts ändern, wenn Unternehmen und Analysten Recht behalten. Trotzdem bewegt sich die Aktie seit Anfang Januar in einem Abwärtstrend, hatte in der Spitze von ihrem Rekordhoch, das am 8. Januar bei 243,50 Euro markiert worden war, ganze 35 Prozent an Boden preisgegeben. Aber das lag weniger am Geschäftsverlauf bzw. dessen Perspektiven als daran, dass die Marktteilnehmer mit ihrer positiven Reaktion auf die Mitte Dezember präsentierte Jahresbilanz des Geschäftsjahres 2016/2017 einfach überzogen hatten. Jetzt besteht die Chance, den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen – aber da sollte in den kommenden Tagen nichts schiefgehen, denn noch haben die Bullen nicht gewonnen.

Expertenmeinung: Die Aktie war Ende März zwar unter die seit Frühjahr 2017 nicht mehr auf Schlusskursbasis unterbotene 200-Tage-Linie gefallen, setzte dann aber präzise auf der im November 2016 etablierten Aufwärtstrendlinie auf und hielt diese. Zur Wochenmitte führte der Weg dann zurück über die 200-Tage-Linie, die Teil eines wichtigen Kreuzwiderstands aus eben diesem gleitenden Durchschnitt, der 20-Tage-Linie und den markanten Zwischenhochs vom Juni, Oktober und November 2017 im Bereich 170,20/171,40 Euro ist. Was blieb, war die aus dem Januar stammende Abwärtstrendlinie bei 176 Euro. An diese Linie lief ISRA Vision am Mittwoch heran und schloss genau auf diesem Level. Am Donnerstag dann gingen die Bullen diese vorerst letzte Bremsmarke an – und scheiterten. Die Aktie hatte im Hoch bereits bei 179 Euro und damit recht klar über der Abwärtstrendlinie notiert, fiel dann aber zurück und beendete den Tag unter der Linie und wieder im Bereich des vorgenannten Kreuzwiderstands, den man, da er noch nicht wirklich signifikant bezwungen wurde, weiterhin als Widerstand ansehen müsste. Gelingt ein Schlusskurs über 180 Euro, sollte das Eis gebrochen sein … aber falls der Kurs weiter zurückfällt, könnte das bärische Lager seine Chance bekommen, die Korrektur zu verlängern. Würde ISRA Vision das Anfang des Monats markierte Tief bei 156,60 Euro durchschlagen und damit auch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie brechen, wäre der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht erst einmal frei.

Chart vom 19.04.2018, Kurs 172,80 Euro, Kürzel ISR

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