Zurück Oktober Weiter
Zurück 2018 Weiter

Infineon Technologies AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Infineon
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Unser Kursziel für die Aktie des Halbleiterproduzenten Infineon hatten wir bereits im August auf 16 EUR gesenkt. Grund für diese Annahme war der technische Bruch der Schulter-Kopf-Schulter Formation – wir haben darüber berichtet. Seither haben die Bären gute Arbeit geleistet und konnten die Talfahrt wie geplant fortsetzen. Nach der ersten Verkaufswelle Anfang September, folgte kürzlich der zweite Impuls nach unten. Die ursprüngliche Gesamtspanne der Abwärtsbewegung von rund vier Euro ist auch jetzt nahezu schon erreicht worden und somit könnte sich alsbald eine kleine technische Gegenbewegung ergeben. Die Ampeln stehen jedenfalls nach wie vor auf Rot, denn der Abwärtstrend ist klarer denn je. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 haben in den letzten Wochen ihre Richtung nicht verändert und signalisieren weiterhin negatives Momentum.

Expertenmeinung: Aus kurzfristiger Sicht könnte die Aktie recht interessant werden und womöglich eine kleine Zwischenrallye starten. Diese dürfte unter Umständen einen Anstieg von 5 bis 10 Prozent mit sich bringen, sollte jedoch nur von geübten Tradern vollzogen werden. Der Trade würde nämlich gegen den intakten Abwärtstrend erfolgen und ist deshalb recht heikel und mit Vorsicht zu genießen. Für ein längerfristiges Investment ist es derzeit noch zu früh, denn es gibt absolut keine Hinweise auf eine mögliche Stabilisierung der Kursentwicklung oder gar auf ein Ende der Talfahrt. Wir bleiben daher vorläufig bärisch auf die Infineon Aktie.

Aussicht: BÄRISCH

20181012-infineon-kurzfristiger-boden-moeglich-aber

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In unserer letzten Analyse vom 13. September sind wir bei der Aktie des Halbleiterherstellers Infineon von einer kurzfristigen technischen Gegenbewegung nach oben ausgegangen. Grund hierfür war die überaus stark überverkaufte Gesamtsituation, gepaart mit einer großen roten Ermüdungskerze, welche darauf hindeutete, dass sich hier ein kurzfristiges Kaufsignal ergeben könnte. Die Bullen übernahmen tags darauf das Kommando und sorgten für den erwarteten Schub nach oben. Angekommen am fallenden 20-Tage-Durchschnitt wird die Luft jetzt jedoch wieder dünner und erste Gewinnmitnahmen setzen ein. Nachdem sich der Trend weiterhin bärisch präsentiert, ist anzunehmen, dass die Bären den Druck von hier aus wieder erhöhen dürften.

Expertenmeinung: Sollte der Kurs der Aktie unter das Tief der letzten drei Tage fallen, wären klare Verkaufssignale am Tisch und die nächste Impulswelle könnte die Kurse auf unser anberaumtes Kursziel von 16 EUR bringen. Anleger sollten auf aktuellem Niveau überaus vorsichtig agieren. Von einem Trendwechsel nach oben ist das Papier nach wie vor meilenweit entfernt. Wir gehen davon aus, dass diese Woche die Bären erneut ihren Standpunkt klarmachen und die nächste Abverkaufswelle nach unten einleiten dürften.

Aussicht: BÄRISCH

20180925-infineon-folgt-jetzt-die-naechste-abverkaufswelle

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Ende August, als die Kurse in der Aktie des Halbleiterherstellers Infineon noch deutlich über der Marke von 21 EUR notierten, hatten wir davor gewarnt, dass ein größerer Abverkauf vor der Tür stehen könnte. In dem Fall, dass die eingezeichnete Schulter-Kopf-Schulter-Formation zur Vollendung gebracht werden würde, hatten wir dem Wertpapier einen Absturz auf bis zu 16 EUR in Aussicht gestellt. Jetzt konnten wir dieses negative Szenario tatsächlich beobachten. Bereits wenige Tage nach unserer Analyse ergriffen die Bären das Ruder und es kam zum Durchbruch nach unten (siehe Chart). Innerhalb weniger Tage verlor die Aktie jetzt bereits mehr als 15 Prozent an Wert und befindet sich quasi im freien Fall. Der technische Schaden ist riesig, zumal sich jetzt auch der Trend in eine bärische Gesamtlage gebracht hat.

Expertenmeinung: Wieder einmal sehen wir, dass uns die Charttechnik hervorragende Signale über mögliche bevorstehende Bewegungen gibt. Anleger reagieren nahezu immer gleich auf bestimmte Signale und so kommt auch der jüngste Kurseinbruch bei Infineon für uns wenig überraschend. Unser anberaumtes Kursziel könnte in wenigen Tagen erreicht werden, wenngleich das Niveau bei 16 EUR natürlich nicht in Stein gemeißelt ist. Die Kurse präsentieren sich derzeit extrem überverkauft und eine technische Gegenreaktion nach oben kann somit jederzeit einsetzen.

Aussicht: BÄRISCH

20180913-infineon-mit-extremen-kurseinbruch-was-ist-da-los

Die meisten Chiphersteller haben ein ähnliches Problem wie die Autobauer: Noch steigen Umsatz und Gewinn, aber das Momentum hat ganz erheblich nachgelassen, wie bei einer Rakete, die unmittelbar vor dem Scheitelpunkt ihrer Flugbahn steht. Das Ergebnis des Frühjahrsquartals, das Infineon am 1. August vorlegte, war zwar gut und im Rahmen der Prognosen. Aber diese Prognosen hatten auch nicht viel erwartet.

Umsatz und Gewinn stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal im einstelligen Prozentbereich. Und eines weiß man: Stark zyklische, d.h. konjunktursensible Unternehmen können beim Gewinn ebenso schnell zulegen wie der sich in Wohlgefallen auflöst, wenn das konjunkturelle Umfeld ungemütlicher wird. Und damit rechnet man derzeit. Dementsprechend wurde nicht nur das Quartalsergebnis am 1. August abverkauft und beendete damit die Gegenreaktion auf den markanten Abstieg der Aktie im Juni. Es ging seither nur noch an wenigen Tagen bergauf … und in der vergangenen Woche, mit Beginn des neuen Monats, gar nicht mehr.

Expertenmeinung: Damit ist eine Unterstützungszone unterboten worden, die mittelfristige Relevanz hat. Am Freitag erreichte Infineon ein neues Jahrestief und zugleich den tiefsten Stand seit einem Jahr. Das bedeutete mit dem Unterschreiten der Zone 20,50/21,00 Euro die Vollendung einer sich über fast ein Jahr hinziehenden Toppbildung. Und bedenkt man, dass die Hoffnung, dass sich das Wachstum kurzfristig so belebt, dass wieder überzeugender Schwung in die Gewinne von Infineon kommt, aufgrund der dunklen Wolken des Handelskriegs gering ist, hätte das Bären-Lager jetzt eigentlich freie Bahn, um die nächste „Etage“ aus charttechnischer Sicht anzusteuern.

Das wäre der Bereich 17,83 zu 18,26 Euro. Vom aktuellen Schlusskurs aus eine Distanz, die die Bären durchaus locken könnte. Aber es fällt auf, dass Infineon am Freitag relativ deutlich über ihrem Tagestief geschlossen hat. Das Minus konnte zum Xetra-Handelsende immerhin halbiert werden. Das dürfte denjenigen, die auf der Long-Seite ausharren, Hoffnung machen, dass dieser Bruch der Zone 20,50/21,00 Euro zu einer Bärenfalle wird, die Aktie schnell wieder über diese Zone zurück läuft. Natürlich ist das nicht unmöglich. Aber es ist nicht wahrscheinlich genug, um darauf zu setzen.

Der Schwung der Abwärtsbewegung ist hoch, die Bären dominant. Und die Aktie wäre ohnehin erst wieder auf kurzfristiger Ebene bullisch, wenn die Juni-Abwärtstrendlinie mit Schlusskursen über 21,90 Euro überwunden würde. Das ist ein weiter Weg. Ob sich da genug finden, die das versuchen wollen, ist fraglich. Derzeit haben die Bären die weit besseren Karten.

Chart vom 07.09.2018, Kurs 20,09 Euro, Kürzel IFX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die aktuelle technische Lage beim Halbleiterhersteller Infineon spitzt sich immer weiter zu und die Aktie droht nun den finalen Durchbruch nach unten vorzubereiten. Bereits Ende August haben wir auf die überaus prekäre Lage hingewiesen. Die nach oben verlaufende Unterstützungslinie konnte zwischenzeitlich bei 21 EUR gehalten werden und die Bullen haben einen kleinen Impuls nach oben starten können. Doch dieser führte bislang lediglich zu einem tieferen Hoch im Chart. Dieser Tage dürfte der Boden ein weiteres Mal getestet werden, doch aufgrund der Vielzahl von Berührungen ist fraglich, ob die Bullen ein weiteres Mal dem Verkaufsdruck Stand halten können. Der Trend bleibt vorerst noch neutral.

Expertenmeinung: Wir behalten unsere bärische Gesamthaltung auf die Aktie bei und warnen vor einem Bruch der eingezeichneten Unterstützungslinie. Sollte das Papier tatsächlich in den kommenden Tagen einen Schlusskurs unter der Marke von 21 EUR bilden, wäre dies ein klares Verkaufssignal, welches einen neuen Abwärtstrend einleiten würde. Infolge dürften die Bären den Druck erhöhen und einen rasanten Kursabfall einleiten. Aktuell würde erst ein Schlusskurs über dem Niveau von 22.50 EUR die Gesamtsituation wieder deutlich entschärfen. Alles darunter ist mit Vorsicht zu genießen.

Aussicht: BÄRISCH

20180905-infineon-warum-anleger-nun-besonders-vorsichtig-sein-muessen-droht-der-totalabsturz

Die Anfang 2016 knapp über zehn Euro begonnene Hausse der Infineon-Aktie hatte man seit letzten November schon mehrfach begraben. Doch immer wieder gelang es den Bullen, rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Sich aber effektiv nach oben abzusetzen, gelang nicht mehr, auch nicht Mitte Juni, als knapp ein neues, mehrjähriges Hoch erreicht, aber sofort abverkauft wurde. Und das könnte der Käuferseite jetzt zum Verhängnis werden, denn eine breite Toppbildung steht kurz vor der Vollendung. Und das noch abzuwenden, könnte sich knifflig gestalten. Denn derzeit wird realisiert, dass es ein, wenngleich üblicher, Fehler gewesen sein dürfte, den seit 2014 sehr dynamischen Anstieg der Gewinne einfach in die Zukunft fortzuschreiben.

Irgendwann muss da ein Zenit erreicht werden. Und der könnte, so wird jetzt befürchtet, in diesem Jahr erreicht sein. Denn das Ergebnis zum 3. Quartal des bei Infineon am 30.9. endenden Geschäftsjahrs fiel nicht so viel besser aus als im Vorjahresquartal. Umsatz und Nettoergebnis legten zwar zu, aber beide im einstelligen Prozentbereich. Und die Gewinnmarge von 17,5 Prozent, die Infineon damit um einen halben Prozentpunkt gegenüber der letzten Prognose nach oben nahm, kann daraus keinen dynamischen Zuwachs machen, denn die lag bereits im vorherigen Geschäftsjahr in dieser Spanne. Damit nicht genug:

Expertenmeinung: Dass Infineon vor einem halben Jahr aufgrund des zu hohen Euro die Prognose etwas zurücknahm, die Ergebnisse aber nicht höher ausfallen als damals angepeilt, obgleich der Euro/US-Dollar-Kurs deutlich zurückkam, ist auffällig. Die Dynamik der vergangenen Jahre scheint dahin. Und die Investoren argwöhnen verständlicherweise, dass es von einem Schritt Richtung Wassertreten bis hin zu fallenden Gewinnen nicht mehr weit sein könnte, zumal die Chiphersteller zu den Branchen gehören, die am empfindlichsten und schnellsten auf konjunkturelle Irritationen reagieren. Das führte dazu, dass die anfänglich positive Reaktion auf diese jüngste, am 1. August veröffentlichte Quartalsbilanz in einen kräftigen Abverkauf überging.

Die daraus resultierende rote Kerze markierte den zweiten Punkt der jetzt die Aktie führenden Juni-Abwärtstrendlinie. Und diese drückt Infineon jetzt in die entscheidende Zone, dorthin, wo die Aktie seit Jahresanfang immer wieder nach oben drehen konnte. Seit einer Woche wird darum gerungen, diese zwischen 20,50 und 21,00 Euro liegende Zone zu halten. Aber mehr als sie zu halten gelingt bislang nicht. Würde dieser Bereich diesmal brechen, dürfte das alleine durch dann ausgelöste Stop Loss-Verkaufsorders zu einer schnellen Erosion des Kurses führen. Die nächste Unterstützungszone von Belang bei 17,80/18,30 Euro wäre dann durchaus zeitnah erreichbar, vor allem, wenn sich die oben erwähnten konjunkturellen Irritationen konkretisieren sollten.

Chart vom 22.08.2018, Kurs 21,29 Euro, Kürzel IFX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang August hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des Halbleiterunternehmens Infineon auf die bärische Seite nach unten revidiert. Grund hierfür war die auffällig große rote Kerze vom 01. August. Dies zeigte eine Änderung im Momentum des Wertpapieres an. Der Verkaufsdruck an diesem Tag war enorm hoch, was darauf hindeutete, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer einen Weg aus der Aktie suchte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach einer kleinen technischen Gegenreaktion der Verkaufsdruck erneut erhöhen dürfte war hoch und ist in Folge auch absolut nach Regieplan geschehen. Unser erstes Kursziel war der Bereich von 20.75 EUR, gefolgt vom April Tief bei 20.50 EUR. Ersteres Niveau wurde bereits zum Ende der vorigen Woche getestet. Der Trend bleibt vorerst auf der neutralen Ebene.

Expertenmeinung: Wir behalten vorerst unsere bärische Haltung auf Infineon bei. Mittlerweile haben auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nachhaltig nach unten gedreht und unterstreichen das aktuell vorherrschende negative Momentum in der Aktie. Sollte das Unterstützungsband wirklich gebrochen werden, droht dem Papier gar ein Abverkauf auf bis zu 16 EUR. Ein Kursziel, welches sich aus der SKS- (Schulter-Kopf-Schulter) ähnlichen Formation ergeben würde. Anleger sollten daher weiterhin überaus vorsichtig sein.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 17.08.2018 mit Kurs: 21.22 Kürzel: IFX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach dem Ausverkauf im Juni war die Hoffnung der Anleger groß, dass das Halbleiterunternehmen Infineon wieder zurück zur alten Stärke finden könnte. Ein Teil der Kursverluste wurde in den letzten Wochen wieder aufgeholt, bis das Unternehmen dieser Tage seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentierte. Diese lagen zwar weitgehend im Rahmen der Erwartungen, doch die Sorge um schwächere Umsätze vor allem im Automobilbereich belastete die Kurse sichtlich. Es setzte ein klares Verkaufssignal, welches nun wohl die nächste Welle nach unten einleiten dürfte. Das technische Gesamtbild hat sich durch die große rote Kerze von Mittwoch deutlich eingetrübt. Der Trend bleibt vorerst neutral.

Expertenmeinung: Alles in allem gehen wir derzeit eher davon aus, dass die Aktie schon bald mit den bisherigen Unterstützungsebenen nach unten zu kämpfen haben wird, als dass sich hier eine neue Rallye nach oben ausbildet.  Bislang zeigten die Bullen im Bereich zwischen 20.50 und 20.75 EUR reges Interesse und ein Durchbruch unter die psychologisch wichtige Marke von 20 EUR konnte bislang verhindert werden. Wenn der Druck nach unten jedoch weiter bestehen bleibt, würde uns ein Rückfall darunter nicht wundern. Wir sehen derzeit erhöhte Risiken, weshalb wir unsere Aussichten auf die bärische Seite nach unten revidieren.

Aussicht: BÄRISCH

20180803-infineon-das-sieht-gar-nicht-gut-aus-vorsicht

Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung aus der Siemens AG hervorgegangener Halbleiterhersteller. Der Konzern fokussiert sich bei der Entwicklung seiner Halbleiter- und Systemlösungen schwerpunktmäßig auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Infineon hat das Geschäft in vier Bereiche organisiert: Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security

Zuletzt hatte ich den Wert im Juni besprochen. Sowohl Bullen und Bären haben zahlreiche Argumente für ihre Haltung. Das Unternehmen war nie profitabler und das Wachstum beschleunigte sich in den letzten Jahren.
Doch ich warnte auch vor den Gefahren, denn gerade Infineon könnte es in einer Krise hart treffen. Die Bewertung ist hoch und das Geschäft könnte kaum zyklischer sein.

Ich kam daher zum Schluss, dass die Risiken die Chancen überwiegen. Anschließend gab der Wert um mehr als 10% nach und das Kursziel bei 21,00 Euro wurde sauber abgearbeitet.

Die ausführliche fundamentale Analyse finden Sie hier.

Es stehen Quartalszahlen an

Am 1.August wird der deutsche Halbleiterhersteller die Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Was wird erwartet, wie sind die letzten Zahlen ausgefallen und wie reagierten die Kurse?

Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf Jahressicht um 8% auf 1,775 Mrd. Euro und das Ergebnis von 0,14 auf 0,18 Euro je Anteilsschein. Die Aktie zeigte sich dennoch unbeeindruckt und gab in den Tagen nach dem 31. Januar deutlich nach.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz auf Jahressicht um 4% auf 1,836 Mrd. Euro zu, das Ergebnis stieg allerdings sprunghaft von 0,18 auf 0,40 Euro je Aktie. Der bereinigte Gewinn lag allerdings nur bei 0,26 Euro je Aktie.
In diesem Fall zeigten sich die Anleger dennoch erfreut und die Papiere markierten in den Wochen danach ein neues Jahreshoch.

Für das dritte Quartal erwartete Infineon bei einem EUR/USD-Wechselkurs von 1,25 einen Umsatzanstieg um 1-5%, was 1,855 bis 1,927 Mrd. Euro entsprochen hätte. Der Wechselkurs des EUR/USD ist nun aber keineswegs bei 1,25. Zum Zeitpunkt der Analyse liegt er ziemlich genau bei 1,17.

Erfreulicherweise wirkt sich ein starker Dollar positiv auf die Ertragskraft und die Umsätze von Infineon aus.

In den zurückliegenden Quartalen wurde der schwache Dollar schließlich mehrfach bemüht. Nun sollte Infineon dringend abliefern.

Es ist also durchaus möglich, dass die Zahlen über den Erwartungen liegen werden. Nimmt man hingegen den Branchenprimus als Maßstab, sieht es eher schlecht aus. Bei Intel waren die Zahlen zwar in Ordnung, die Aktie wurde aber abverkauft. Gleiches gilt für STMicroelectronics

Chartcheck vor den Zahlen

Selbstverständlich wird der nächste Impuls maßgeblich von der Qualität der Zahlen abhängen. Langfristig ist das Chartbild aber bullisch.

Gelingt ein Ausbruch über 23,23 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 24,00 und 24,50 Euro. Darüber wäre der Weg in Richtung 25,00 und Jahreshoch frei.

Solange der Ausbruch jedoch nicht gelungen ist, droht jederzeit ein Rückfall bis 22,00 Euro und darunter bis 21,00 Euro.

Kann dieser Bereich nicht gehalten werden, würde sich das Chartbild nachhaltig eintrüben. In diesem Fall droht eine mehrwöchige Korrektur.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Halbleiterkonzerns Infineon wird seit einigen Tagen regelrecht in der Luft zerrissen. Gehörte die Aktie bis Mitte Juni noch zu den aussichtsreichsten DAX-Kandidaten, sehen sich Anleger mittlerweile teils starken Kursverlusten gegenüber. Doch kommt der Ausverkauf überraschend? Wohl eher nicht, denn Mitte Juni war ein klarer Fehlausbruch über die Marke von 25.50 EUR erkennbar. Um dieses Niveau brechen zu können, hätte die Aktie knapp darunter eine Konsolidierung aufbauen müssen. Dem war aber nicht so und wenig später wurde sogar das Pivot-Tief bei 23.33 EUR deutlich nach unten gebrochen. Spätestens jetzt war klar, dass die Bären kurzfristig das Ruder übernehmen würden und der mittelfristige Aufwärtstrend sein Ende findet. Aktuell befindet sich der Trend in einer Korrekturphase.


Expertenmeinung: Derzeit gibt es überhaupt keine positiven Signale im Chart und daher müssen wir unsere Aussicht auf die Aktie nach unten revidieren. Wieder einmal beginnt die Suche nach einem möglichen Boden. Die Aktie könnte in der Nähe des bisherigen Jahrestiefs bei 20.26 EUR zumindest eine technische Gegenreaktion nach oben erfahren. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist recht hoch, zumal sich die Kurse diesem Niveau überaus steil nähern. Mittelfristig sieht es nicht allzu rosig aus, aber kurzfristig könnte sich eine Kaufgelegenheit für Anleger auftun.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 28.06.2018 Kurs: 21.27 Kürzel: IFX

Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung aus der Siemens AG hervorgegangener Halbleiterhersteller. Der Konzern fokussiert sich bei der Entwicklung seiner Halbleiter- und Systemlösungen schwerpunktmäßig auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Infineon hat das Geschäft in vier Bereiche organisiert: Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security.

Wachstum beschleunigt sich

In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 4,32 auf zuletzt 7,06 Mrd. Euro gestiegen, aber fast das gesamte Wachstum entfällt auf die Jahre nach 2014. Beim Ergebnis ist die Entwicklung allerdings schlechter, hier wurde der Höchstwert von 2011 bis heute nicht mehr übertroffen.

Das zurückliegende Geschäftsjahr war in diesem Zusammenhang jedoch eher erfreulich. Der Umsatz legte um 9% auf 7,06 Mrd. Euro zu und das Ergebnis klettere zumindest noch um 6% auf 0,70 Euro je Aktie.
Da das Geschäftsjahr bis Ende September läuft, liegen inzwischen auch die Zahlen für die ersten beiden Quartale vor. In den ersten sechs Monaten legte der Umsatz auf Jahressicht um knapp 6% auf 3,61 Mrd. Euro zu. Der Gewinn konnte allerdings stark überproportional gesteigert werden du somit lag das Ergebnis mit 0,59 Euro je Aktie deutlich über dem Vorjahreswert von 0,32 Euro je Aktie.

Der Ausblick wurde aufgrund geänderter Erwartungen für den EUR/USD-Wechselkurs etwas angepasst. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum von 4-7% und einen Konzernüberschuss von „deutlich über einer Milliarde Euro“.
Die Konsenserwartungen 0,94 Euro je Aktie für das Gesamtjahr scheinen demnach absolut erreichbar.

Infineon kommt somit auf ein KGV von 33,9 und ein KGVe von 25,3 für das laufende Geschäftsjahr. Die Dividendenrendite liegt bei rund 1,1%. Die Aktie geht also nicht gerade als Schnäppchen durch, gerade für ein unstetes Geschäft. Aus fundamentaler Sicht ist die Bewertung nur zu rechtfertigen, wenn man die These vertritt, dass das Wirtschaftswachstum noch auf Jahre hinweg anhalten wird.

Mehr Risiko als Chance?

Infineon ist ein typischer Zykliker und stark konjunkturabhängig. Dieser Umstand lässt sich auch anhand der Unternehmenszahlen erkennen, denn in Krisenzeiten können die Einnahmen mitunter massiv einbrechen. Im Geschäftsjahr 2009 halbierte sich der Umsatz beispielsweise nahezu und im Anschluss konnte erst 2014 knapp ein neuer Umsatzrekord erzielt werden. Diese Tatsache sollte immer in die Bewertung zyklischer Unternehmen einfließen, doch die letzte Krise liegt lange zurück und die Börse scheint diese Binsenweisheit vollkommen vergessen zu haben.

Die derzeitige Bewertung von Infineon ist quasi eine Wette auf eine anhaltend positive konjunkturelle Entwicklung. Dieser Standpunkt ist durchaus vertretbar, denn derzeit deutet wenig auf eine sofortige Rezession hin. Doch es muss immer auch das Chance-Risiko-Verhältnis betrachtet werden und hier wird es eher schwierig.

Historisch hohe Bewertung

Die Aktie von Infineon hat eine massive Rallye vollzogen und das KGV war 2017 mit 32,6 auf dem höchsten Niveau seit mehr als zehn Jahren. Die Bewertung lag also mehr als 50% über dem historischen Durchschnittswert von 20. Nach der Finanzkrise liefen Aktienkurs und Gewinn über Jahre hinweg quasi Hand in Hand, erst seit 2016 ist es zu einer Abkopplung gekommen.
Doch jede Expansion hat ein Ende und kommt es zu konjunkturellen Problemen, könnte es gerade Infineon mit am schwersten Treffen.
Bis dahin bleibt der Halbleiterhersteller ein gutes aber zyklisches Unternehmen mit einem im historischen Vergleich sehr hohen KGV, was einen immer zur Vorsicht mahnen sollten.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie befindet sich zwar in einem stabilen Aufwärtstrend, kommt allerdings seit Monaten auf der Oberseite nicht mehr weiter. Im Widerstandsbereich zwischen 25,00 und 25,50 Euro hat sich ein multiples Top ausgebildet. Es besteht nun durchaus die Gefahr, dass der Wert deutlich nachgibt. Unterhalb von 23,30 Euro lägen die nächsten Kursziele bei 22,00 und 21,00 Euro.

20180622-infineon-koennte-es-in-einer-krise-hart-treffen

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn der Woche hatten wir die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon bereits unter die Lupe genommen und die Bullenflagge, welche sich in den letzten Wochen gebildet hat, erörtert. Die Wahrscheinlichkeit war immens hoch, dass die Aktie die trendbestätigende Formation nach oben brechen würde und somit gaben wir dem Papier eine positive Aussicht mit auf den Weg. Jetzt ist es passiert und die Bullen haben absolut nach Regieplan agiert. Die Flagge konnte in die richtige Richtung gebrochen werden und wie erwartet setzte es einen schnellen Momentumimpuls in Richtung Norden. Damit einhergehend wurde auch ein neues Hoch gebildet, wodurch sich die Infineon Aktie wieder zurück in einen bestätigten Aufwärtstrend katapultiert.

Expertenmeinung: Der Trend zeigt also wieder nach oben und der Chart könnte aus technischer Sicht kaum besser aussehen. Alles deutet darauf hin, dass die Kurse als nächstes das Hoch von Januar dieses Jahres erreichen dürften. Danach bleibt unser Kursziel die Marke bei 27 EUR, welche vielleicht sogar noch im Juni erreicht werden kann. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen unvermindert in die Richtung der Bullen und signalisieren somit positiven Kaufdruck. Wir bleiben weiterhin bullisch auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH

20180607-infineon-aktie-zurueck-im-aufwaertstrend-kaufsignale

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit etwas Verspätung konnte Ende April auch der deutsche Halbleiterhersteller Infineon die allgemeine Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt für sich nutzen. Der Grundstein zu einer neuen Rallye wurde mit dem Bruch des Pivot-Hochs von April bei EUR 22.29 gelegt. Als die Aktie dieses Niveau brechen konnte, schossen die Kurse förmlich nach oben. Das Ergebnis war ein imposanter Anstieg, welcher nun in eine Verschnaufpause überging. So bildete sich in den letzten Wochen eine klassische Bullenflagge aus, welche jetzt darauf wartet, gebrochen zu werden. Der Trend bleibt bis auf Weiteres auf der neutralen Ebene.

Expertenmeinung: Erstmals seit Monaten heben wir unsere Aussichten auf das Papier wieder auf die bullische Seite an. Die Chancen auf eine Fortführung der jüngsten Aufwärtsbewegung könnten derzeit besser nicht stehen. Ein Bruch der eingezeichneten Bullenflagge nach oben würde neue Kaufsignale auslösen, welche erneut frischen Wind in das Kursgeschehen bringen dürfte. Ein Bruch des Pivot-Hochs von Mai würde gleichzeitig auch einen neuen Aufwärtstrend einleiten. Das nächste Kursziel wäre in Folge bei rund 27 EUR zu finden, was aus derzeitiger Sicht einen Anstieg von rund 15 Prozent mit sich bringen würde.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 01.06.2018 mit Kurs 23.61 Kürzel: IFX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wieder einmal gelang der Aktie des Halbleiterunternehmens Infineon ein wichtiger Befreiungsschlag. Nach dem Fehlausbruch nach unten von Anfang April hatten die Bullen wieder das Zepter übernommen und sorgten in den letzten beiden Handelswochen für starke Impulse.  Immerhin konnte das Papier in wenigen Tagen über zehn Prozent an Wert zulegen. Nunmehr wurde der nächste größere Widerstand bei rund 24 EUR erreicht. Der Trend bleibt dennoch auf der neutralen Ebene, da sich bislang noch keine Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs bilden konnte.

Expertenmeinung: Das Bild hat sich wieder deutlich in Richtung der Bullen gedreht. Dennoch sind die Kurse kurzfristig zu schnell und zu steil gestiegen. Daher gehen wir zumindest kurzfristig von einer kräftigen Gegenbewegung nach unten aus. Ein Pullback in Richtung der Zone von 22.50 bis 23.00 EUR erscheint durchaus wahrscheinlich. Danach erst wird sich zeigen, ob der Weg nach oben weiter fortgesetzt werden kann. Wir belassen daher unsere Erwartungen für die Infineon Aktie vorerst auf der neutralen Seite.

Aussicht: NEUTRAL

20180514-infineon-kurzfristige-korrektur-sehr-wahrscheinlich

Trendbetrachtung auf Basis 12 Monate: Im März hatten die Bullen eine wirklich hervorragende Chance, die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon wieder in Gang zu bekommen. Der Ausbruch über das Niveau bei 22.50 EUR war geschafft und klare Kaufsignale begleiteten das Geschehen. Doch nachdem dieses Niveau wieder nach unten verlassen wurde, übernahmen kurzfristig die Bären das Ruder, um wiederum ein wichtiges Niveau zu brechen. Dieses Mal war es die Unterstützung knapp über dem Niveau von 21.00 EUR. Doch auch dieser Durchbruch erwies sich bisher als Fehlausbruch. So wurde die Durchbruchskerze bislang nicht bestätigt und die Bullen konnten Schlimmeres verhindern. Der Trend bleibt somit vorerst neutral.

Expertenmeinung: Derzeit ist völlig unklar, wohin die weitere Richtung der Aktie gehen wird. Technisch lassen sich sowohl positive, als auch negative Signale ausmachen. Negativ ist die Tatsache, dass sich die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 nach wie vor in einer Fallphase befinden und somit Verkaufsdruck signalisieren. Andererseits misslang den Bären der finale Durchbruch nach unten und das deutet zumindest wieder auf größeres Kaufinteresse hin. Wir bleiben derzeit neutral auf das Wertpapier von Infineon.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 13.04.2018 Kurs: 21.62 Kürzel: IFX

Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN