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Facebook Inc. : Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Facebook
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die sogenannten FANG Aktien entwickelten sich an der Wall Street während der letzten Jahre prächtig und nahezu jeder Anleger wollte sie haben. Fast im Gleichschritt stiegen die Papiere von Facebook, Amazon, Netflix und Google (nunmehr Alphabet) und nur selten divergierten die Kursentwicklungen. In den letzten Wochen und Monaten hat sich aber vor allem Facebook deutlich von der Entwicklung der anderen Aktien abgekoppelt. Aber auch Netflix und Alphabet zeigen nur noch wenig Stärke und konnten zuletzt keine neuen Hochs generieren. Ist dies das Ende der FANG-Aktien? Die Aktie des Social-Media-Unternehmens jedenfalls befindet sich nach wie vor in einem klaren Abwärtstrend und hat zuletzt ein weiteres tieferes Hoch bei 171.77 USD gebildet. Auch die 50-Tage-Linie zeigt nach wie vor nach unten und signalisiert somit negatives Momentum.

Expertenmeinung: In unserer letzten Analyse hatten wir das vorläufige Kursziel der Aktie auf 149 USD festgelegt. Derzeit gibt es für uns keinen Grund von diesem Ziel abzuweichen, denn der Trend nach unten hat sich seit der damaligen Analyse deutlich fortgesetzt. Als erste Referenzmarke für ein mögliches Ende dient das eingangs erwähnte Pivot-Hoch bei 171.77 USD. Erst wenn die Kurse über dieser Marke schließen würden, wären die Bären erstmals seit den Quartalsergebnissen von Ende Juli wieder Ihrer Macht beraubt. Darunter bleibt die Ampel jedoch rot.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 03.10.2018 mit Kurs: 162.43 Kürzel: FB

Reicht das Minus des Freitags von 2,59 Prozent bereits aus, um auch den dritten Versuch, die Facebook-Aktie nach dem Crash vom Juli in eine Aufwärtswende zu bugsieren, scheitern zu lassen? Möglich wäre es schon.

Zum einen, weil die Aktie genau da wieder drehte, wo sie aus Sicht der Bullen nicht drehen sollte: an der Verbindungslinie zwischen den beiden letzten Zwischenhochs bei 170 US-Dollar. Damit bliebe die im Chart hervorgehobene Keilformation erhalten. Eine Formation, die innerhalb eines Aufwärtstrends als Konsolidierungsformation auftritt und meist nach oben verlassen wird. Aber hier liegt kein Aufwärtstrend vor. Das einzige, das dieser Keil zu Gunsten der Bullen vorzuzeigen hat ist, dass der Neigungswinkel der Zwischentiefs weniger intensiv ist als der der Zwischenhochs.

Das ist nicht unbedingt allzu hilfreich. Alleine der Umstand, dass die Aktie außerstande war, den Kurseinbruch, der die Reaktion auf die Bilanz des zweiten Quartals und die ausgegebene Perspektive darstellte, tauglich aufzuholen, macht deutlich, dass da viele Anleger höchst unsanft von ihrer rosa Wolke zurückgeholt wurden. Aber es ist nicht nur die Charttechnik, die die Bären jetzt in Vorfreude versetzt. Die negativen Nachrichten reißen nicht ab. Und das ist das andere, womöglich schwerwiegendere Element, das die Aktie drückt.

Expertenmeinung: Wir hatten nach der Präsentation der Bilanz zum ersten Quartal schon auf ein Gefahrenmoment hingewiesen, das die Anleger damals einfach ignorierten: Wenn es zu negativen Auswirkungen durch den „Cambridge Analytica-Skandal“ kommen würde, dann erst in der Bilanz des zweiten Quartals, weil dieser Skandal zu knapp vor dem Ende des ersten Quartals aufgedeckt wurde, um sich in diesen Zahlen schon auswirken zu können.

Und so kam es dann auch. Die Perspektiven für Facebook gestalteten sich zum Ende des ersten Halbjahres auf einmal weitaus grauer; die Aktie, vorher von blauäugigen Bullen auf ein Rekordhoch getrieben, brach massiv ein. Aber es war damit nicht vorbei mit den unerfreulichen Nachrichten.

Am Dienstag wurde gemeldet, dass die beiden Gründer von Instagram das Unternehmen wegen Differenzen mit Facebook-CEO Zuckerberg in Bezug auf die strategische Ausrichtung verlassen. Das daraufhin entstandene Minus wurde noch aufgeholt. Aber die Abschläge von 2,59 Prozent, die Facebook am Freitag hinnehmen musste, nicht mehr. Da wurde gemeldet, dass bei Facebook ein Sicherheitsleck aufgetaucht sei, von dem mindesten 50 Millionen Nutzer betroffen seien.

Das steigert das Risiko, dass noch viele in fallende Kurse immer weiter zukaufen, um durch das „Verbilligen“ der Position das Gefühl zu bekommen, es sei ja gar nicht nötig, auszusteigen. Ein solches Verhalten wäre in Situationen wie diesen typisch und würde bedeuten, dass es jederzeit zu einem zweiten Crash kommen könnte, sollte die Stabilisierung der Aktie fehlschlagen.

Gelänge Facebook mit Schlusskursen über 172 US-Dollar der Ausbruch nach oben, wäre das zumindest aus Trading-Perspektive bullisch. Aber man sollte die Unterseite nicht aus den Augen lassen. Wenn Facebook unter dem bisherigen Jahres-Verlaufstief von 149 US-Dollar schließen sollte, wäre hier nach unten nichts unmöglich!

Chart vom 28.09.2018, Kurs 164,46 US-Dollar, Kürzel FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal dieses Jahres befindet sich die Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook in der Krise. Nach dem Gap nach unten gab es zwar zwischenzeitlich eine kleine Erholung, doch wie erwartet drehten die Kurse am fallenden 20-Tages-Durchschnitt bei der ersten Berührung wieder nach unten. In Folge versuchten die Bullen einen Boden rund um das Niveau von 170 USD zu bilden, doch auch diese Marke konnte nicht gehalten werden. Das neue Verkaufssignal war im Chart nicht zu übersehen und es bildete sich ein neuer Abwärtstrend. Die Bären diktieren derzeit das Geschehen.

Expertenmeinung: Wo sind die nächsten Zielmarken für die Aktie und wie weit könnte diese noch fallen?  Den nächsten großen Support bildet das Pivot-Tief aus dem März, welches sich bei rund 149 USD befindet. Dieser Bereich könnte unter Umständen das nächste Ziel der Bären werden. Solange der fallende 20-Tage-Durchschnitt nicht nach oben gebrochen werden kann, bleibt die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario sehr hoch. Es ist gut möglich, dass erst die nächsten Bilanzergebnisse, welche am 24. Oktober präsentiert werden, den Trend nach unten stoppen. Wir bleiben vorläufig bärisch auf Facebook.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 21.09.2018 mit Kurs: 162.93 Kürzel: FB

Facebook betreibt unter demselben Namen das weltweit größte Soziale Netzwerk, zum Unternehmen gehören jedoch auch WhatsApp, Instagram und Oculus Virtual Reality. Ende des vergangenen Jahres hatte das über 25.000 Mitarbeiter und 1,4 Milliarden tägliche Nutzer, ein Anstieg um 14% zum Vorjahr.

Überzeugende Performance

In den letzten Jahren gehörte Facebook zu den großen Gewinnern. Die Rechnung war auch recht einfach, denn das Unternehmen glänzte mit hohem Wachstum und war stets hochprofitabel.

Dass Facebook eine der größten Wachstumsstorys überhaupt ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dennoch ist die Entwicklung seit dem Börsengang 2012 mehr als bemerkenswert.
In diesem Zeitraum kletterte der Umsatz von 5,1 auf 40,7 Mrd. USD und das Ergebnis von 0,88 auf 6,16 USD je Aktie.

Kurssturz nach schwachem Ausblick

Umsatz und Gewinn lagen im letzten Quartal weitgehend im Rahmen der Erwartungen, wenn auch die gesunkene Marge unerfreulich war.
Doch erst nach dem Earnings Call rauschte Facebook in die Tiefe. Das Umsatzwachstum wird sich wohl deutlich verlangsamen und gleichzeitig werden die Kosten schneller steigen, als bisher erwartet. Beides drückt natürlich auf den zu erwartenden Gewinn.

Mit etwas Abstand sollte man die Lage aber etwas differenzierter bewerten. Selbstverständlich hat sich der Ausblick vorerst eingetrübt und Mehrausgaben sind unerfreulich, aber langfristig ergeben die Investitionen durchaus Sinn.

Denn der Kampf gegen Falschmeldungen, verbotene Inhalte und höhere Sicherheitsstandards stellen sicher, dass die User dem Netzwerk auch treu bleiben. Nehmen Trolle, Spam und Falschmeldungen überhand, verabschieden sich die Nutzer. Es gibt also kaum eine Alternative, als entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, will man Facebook langfristig an der Spitze halten.

Das Gewinnwachstum wird also vorerst wohl niedriger ausfallen, dürfte aber dafür auch nachhaltiger sein.

Am Ende besteht der Konzern aber auch nicht nur aus diesem einen Portal, auch die anderen Plattformen bergen noch erhebliches Potenzial zur Monetarisierung. Man denke nur an Whatsapp und die weltweit mehr als 1,5 Milliarden Nutzern.

Fundamentale Bewertung

Bei all den Negativmeldungen zu Facebook, sollte man nicht vergessen, dass der Gewinn in diesem Jahr dennoch um knapp 16% auf 7,14 USD je Aktie steigen wird. Für die Folgejahre bis Ende 2021 wird ein ähnliches Gewinnwachstum erwartet.

Das ist zwar weniger als in der Vergangenheit, rechtfertigt aber dennoch eine entsprechende Bewertung und liegt genau in dem Bereich, den wir zuletzt ebenfalls erwartet hatten.

Für das laufende Geschäftsjahr kommt Facebook auf eine forward P/E von 24,7 und 2019 könnte der Wert bereits auf 21,8 fallen.
Auf Basis des freien Cashflows ergeben sich ähnliche Werte.
Aus fundamentaler Sicht scheint die Bewertung durchaus angemessen.

Charttechnischer Ausblick

Der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt und es besteht durchaus die Chance auf einen Doppelboden nahe der Unterstützung bei 171 USD.
Ausgehend von dieser Basis besteht Aufwärtspotenzial in Richtung 183 und 188 USD. Klare prozyklische Kaufsignale ergäben sich oberhalb von 195 USD.

Fällt die Aktie hingegen unter 170 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur bis 166 und 160 USD gerechnet werden. Spätestens zwischen 160 und 153,50 USD sollte auch das Interesse von langfristigen Investoren spürbar anziehen und weitere Kursverluste verhindern.

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Wer bei der Facebook-Aktie jetzt einsteigt, hofft auf ein Doppeltief, das Basis dafür wird, die riesige Kurslücke, die als Reaktion auf die jüngste Quartalsbilanz entstand, zu schließen und an die frühere Rekordjagd anzuschließen. Sind derlei Hoffnungen mehr als Wunschdenken? Ein baldiges Erreichen des bisherigen Rekordhochs sicherlich. Dass es gelingt, das Zwischenhoch von Anfang August bei 188,30 US-Dollar zu überwinden und damit eine Bodenbildung in Form eines Doppeltiefs zu vollenden, ist zwar auch nicht zwingend, aber zumindest nicht unmöglich. Denkbar wäre dieses Szenario dann, wenn die US-Anleger vom Stadium der Sorglosigkeit in das der blinden Euphorie übergehen würden. Was zwar die Vorstufe zu einer massiven Baisse wäre, aber zuvor könnten die Kurse noch kräftig zulegen. Auch und gerade die der „gefallenen Stars“ wie Facebook. Richtig ist zwar, dass genau das passierte, was wir bereits Ende April nach der Präsentation der Ergebnisse zum ersten Quartal vermutet hatten: Der Schaden, den der „Cambridge Analytica-Skandal“ verursachte, wirkte sich erst im zweiten Quartal aus. Und jetzt heißt es: Umsatz runter, Kosten rauf. Grundsätzlich die Mixtur für einen hartnäckigen Abwärtstrend. Aber:

Expertenmeinung: Momentan macht sich an der Wall Street unübersehbar das Gefühl breit, dass der Aufwärtstrend durch absolut nichts gebrochen werden kann, weder durch wacklige Wachstumsperspektiven noch durch den Handelskrieg oder die Innenpolitik. Zwar ist die Bewertung des Aktienmarkts jetzt schon hoch wie selten, die Renditen der Anleihen zugleich durchaus als Alternative attraktiv. Aber so absurd es klingen mag: Gerade diese Argumente dafür, dass der Aktienmarkt bereits zu heiß gelaufen ist, dienen den bullischen Akteuren als „Beleg“, dass er auch weiter laufen kann und muss, eben weil er noch nicht gedreht hat. In einem solchen Umfeld haben auch Aktien wie Facebook ihre Chance, wieder zu laufen, weil eine derartige Denkweise starke Kursrücksetzer gerne automatisch mit „billig“ und „Einstiegskurs“ gleichsetzt. Sollte es gelingen, den nächstgelegenen Widerstand in Form der 20-Tage-Linie bei 177,20 Euro zu überwinden, wäre es zumindest keine Überraschung, wenn sich die Facebook-Aktie bis zur Nackenlinie dieses theoretisch denkbaren Doppeltiefs bei 188,30 Euro voran arbeitet. Aber eines muss klar unterstrichen werden: Das ist ein Szenario, das nicht unmöglich ist, aber auch über der 20-Tage-Linie nur etwas für äußerst risikofreudige Trader wäre. Sollte Facebook hingegen die durch das Selloff-Tief von Ende Juli entstandene Aufwärtstrendlinie bei 170 US-Dollar durchbrechen, wären diese Bullen-Träume dahin und der Abwärtstrend bestätigt.

Chart vom 24.08.2018, Kurs 174,65 US-Dollar, Kürzel FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es waren überaus enttäuschende Quartalsergebnisse, welche die Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook Ende Juli in den Keller zogen – wir hatten darüber berichtet. Im ersten Moment schmissen Anleger regelrecht das Handtuch, doch dann holte die Aktie zur technischen Gegenreaktion nach oben aus. Hierbei sind wir davon ausgegangen, dass diese Erholung an den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 enden dürfte. Exakt so ist es auch gekommen und die Bären übernahmen rasch wieder das Ruder, um die nächste Verkaufswelle einzuleiten. Der Chart läuft derzeit absolut nach Regieplan und die Kursreaktionen hätten klarer nicht sein können. Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich nun bei 166.56 USD. Der Trend selbst bleibt vorerst noch neutral.

Expertenmeinung: Gleichzeitig ändern wir jedoch unsere Aussichten auf das Papier von neutral auf bärisch. Das Verkaufssignal ist wie erwartet eingetreten und die Bären bestätigen somit aus technischer Sicht ihre aktuelle Vormachtstellung. Die Wahrscheinlichkeit, dass nun das Pivot-Tief von Ende Juli attackiert wird, ist immens hoch. Danach könnte gar ein Abverkauf in den Bereich von 150 bis 155 USD drohen, wo das Papier zuletzt im Mai und April zwei markante Tiefs bildete. Der Ausverkauf in Facebook scheint als noch nicht vorüber zu sein.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 17.08.2018 mit Kurs: 173.80 Kürzel: FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Vorige Woche veröffentlichte das Social-Media-Unternehmen Facebook seine Quartalsergebnisse. Der Gewinn pro Aktie lag zwar mit 1.74 USD nur einen Cent unter den Erwartungen, doch die Flüsterschätzungen von 1.90 USD je Aktie wurden klar verfehlt. Das Papier stieg im Vorfeld bereits stark und somit war bereits ein dicker Brocken an positiven Erwartungen im Kursverlauf eingepreist. Nachdem das Unternehmen mit den Zahlen deutlich enttäuschte, war der Abverkauf nach unten reine Formsache. Nach dem ersten Schock und der Annäherung in Richtung der Kurslücke von Ende April, machten sich die Bullen jetzt auf die Schnäppchenjagd und griffen in den letzten Tagen bereitwillig zu. Der Trend befindet sich in einer neutralen Korrekturphase.

Expertenmeinung: Derzeit befindet sich die Aktie in einer technischen Gegenreaktion nach oben, was als normal nach einem solchen verheerenden Abschlag nach unten anzusehen ist. Die Kursziele sind recht klar ersichtlich und damit dürfte der Bereich zwischen 190 und 193 USD jetzt als Zielmarke für das kurzfristig generierte Kaufsignal dienen. Danach werden die Karten jedoch neu gemischt. Besonders die fallenden gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 werden dem Papier das Leben schwer machen und als massive Widerstände in den Kursverlauf eingreifen. Es bleibt abzuwarten, ob die Bullen auch diese Hürde meistern werden oder nicht.

Aussicht: NEUTRAL

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Facebook betreibt unter demselben Namen das weltweit größte Soziale Netzwerk, zum Unternehmen gehören jedoch auch WhatsApp, Instagram und Oculus Virtual Reality. Ende des vergangenen Jahres hatte das über 25.000 Mitarbeiter und 1,4 Milliarden tägliche Nutzer, ein Anstieg um 14% zum Vorjahr.

Dieses mal ist es anders

Zuletzt kam die Aktie von Facebook im März dieses Jahres unter Druck. Cambridge Analytica hatte millionenfach und unrechtmäßig die Nutzerdaten von Facebook ausgewertet. Die Vorgänge waren skandalös und wurden zurecht von den Medien aufgegriffen.

Die Kursreaktion ergab dennoch keinen Sinn, denn nicht Facebook hatte die Daten gestohlen. Die Schlussfolgerung lag nahe, dass der Fall schnell von der Öffentlichkeit ad-acta gelegt würde und die operativen Ergebnisse von Facebook nicht weiter belasten würden. Im ValuePlus Webinar hatte daher ich mehrmals zum Kauf von Facebook geraten. Die Webinare sind vollkommen kostenlos, gerne können Sie sich unter diesem Link anmelden.

Die Schlussfolgerung war meines Erachtens richtig, zumindest legte die Aktie anschließend in wenigen Wochen um über 40% zu. Doch warum hole ich so weit aus?

Ich möchte den aktuellen Kurssturz und Lage klar von der damaligen Situation abgrenzen. Damals gab es keinen vernünftigen Grund für den Kurssturz, dieses Mal gibt es ihn.

Warum ist die Aktie abgestürzt? Eine Chronologie

Am Vortag hat das Unternehmen nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt und die sind auf den ersten Blick nicht schlecht ausgefallen.

Die Zahl der monatlich und täglich aktiven Nutzer ist um 11% gestiegen. Die Werbeeinnahmen legten um 42% zu und der mobile Anteil von 87% auf 91% zu.
Das Ergebnis lag mit 1,74 USD knapp über den Erwartungen von 1,72 USD je Aktie. Der Umsatz hingegen mit 13,2 Mrd. USD unter den Schätzungen von 13,4 Mrd. USD.

Soweit so gut, diese Daten hätten wohl kaum zu einem Kurssturz geführt. Der Umsatz ist auf Jahressicht immerhin um 42% und der Gewinn um 32% gestiegen. Doch jetzt wird es holprig.

Die Zahl der Beschäftigten ist im selben Zeitraum um 47% und die Gesamtkosten um über 50% gestiegen, jeweils stärker als die Einnahmen. Dementsprechend war die operative Marge von 47% auf 44% rückläufig.

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen notierte die Aktie knapp 7% im Minus. Der Todesstoß kam dann im Earnings Call, erst danach rauschte Facebook richtig in die Tiefe.

Der Earnings Call hatte es in sich

Der Vorstand ging über eine Stunde noch einmal alle Daten durch und gab einen Ausblick, der die Anleger vollends schockte.

Das Umsatzwachstum soll im zweiten Halbjahr um einen „hohen einstelligen Prozentbereich fallen“. Also beispielsweise von derzeit 42% auf bis zu 33%.
Gleichzeitig sollen die Kosten aber schneller steigen als bisher erwartet, denn der Kampf gegen Falschmeldungen, verbotene Inhalte und die höheren Sicherheitsstandards führt zu erheblichen Mehrausgaben. Die operative Marge wird daher wohl „für mehr als zwei Jahre“ belastet.

Gruß an Mark Zuckerberg

Bei diesen Aussagen war es wohl zuvor schon klar, dass die Aktie unter die Räder kommen würde. Der werte Herr Chairman Zuckerberg nutze daher die hohen Kurse, um in den drei Tagen vor den Quartalszahlen insgesamt 774.000 Aktien an den Mann zu bringen. Insgesamt dürften die Papiere somit rund 160 Mio. USD in die Kasse von Zuckerberg gespült haben.

Selbstverständlich haben die Vorgänge keine strafrechtliche Relevanz, denn die Verkäufe waren im Rahmen der Rule 10b5-1 zuvor angemeldet. Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

Gegenüber den Aktionären ist es der blanke Hohn.

Wie sieht jetzt die Bewertung aus?

Beim außerbörslichen Kurs von 173,50 USD und den bisherigen Gewinnerwartungen von 7,70 USD je Aktie, käme Facebook auf eine forward P/E von 22,5. Vorausgesetzt die bisherigen Schätzungen können erfüllt werden. Das erscheint zum aktuellen Zeitpunkt aber eher unwahrscheinlich.

Nimmt man die Zahlen von 2017 als Grundlage und die neuen Prognosen für Umsatz- und Kostenwachstum kommt man auf andere Zahlen. Das operative Ergebnis sollte im Bereich 25 Mrd. USD liegen, was je nach Steuerquote zwischen 6,50 – 7,50 USD je Aktie entsprechen würde.

Der Kurssturz ist fundamental also absolut gerechtfertigt. Aktionäre müssen wohl auch mittelfristig mir langsamer steigenden Gewinnen rechnen und dementsprechend muss die relative Bewertung, die P/E, fallen.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie von Facebook ist nachbörslich direkt in das Unterstützungsband zwischen 166 und 174 USD gefallen – roter Pfeil im Chart. Hier könnte durchaus größeres Kaufinteresse aufkommen und eine Gegenbewegung in Richtung 185 bis 190 USD starten. Darüber würde sich das Chartbild wieder aufhellen und die Bären hätten ihre Chance verspielt.

Eine ausgedehnte Korrektur sollte aber keinesfalls ausgeschlossen werden. Solange der Wert unter 185 USD notiert, droht jederzeit ein Rückfall in Richtung 174 und 166 USD. Werden diese Supports aufgegeben, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel zwischen 150 und 156 USD.

20180726-facebook-horror-ausblick-und-fader-beigeschmack

Die Facebook-Aktie bewegte sich zum Wochenstart nicht gerade viel. Aber sie bewegte sich auf Rekordniveau. Und das unmittelbar vor den morgen, am Mittwoch, nach US-Handelsende anstehenden Quartalsergebnissen. Allgemein geht man davon aus, dass das Unternehmen schlicht unverwundbar ist, dass die seit Monaten nicht endenden Diskussionen um die Datensicherheit und die Löschung von Posts Facebook nicht geschadet haben und damit auch zukünftig nicht schaden werden.

Als Argument ziehen da viele die Bilanz des ersten Quartals heran. Da hatte das Unternehmen die Prognosen der Analysten hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Gewinnmarge sehr deutlich übertroffen. Doch dabei übersehen diejenigen, die diese Zahlen als Beleg für einen unverwüstlichen Siegeszug sehen, einen entscheidenden Aspekt: Der Skandal um die Datenweitergabe an Cambridge Analytica kam am 19. März zutage, keine zwei Wochen vor dem Quartalsende.

Das kann sich gar nicht spürbar in den Ergebnissen niedergeschlagen haben. Ob die Werbekunden sich zurückgenommen haben, ob der Anstieg der Nutzerzahl dadurch gebremst wurde, all das kann erst in dem jetzt anstehenden Zahlenwerk erkennbar werden.

Expertenmeinung: Und wenn man sich ansieht, dass die Aktie am Tag vor dem Auftauchen des Cambridge Analytica-Skandals bei 185 US-Dollar schloss und jetzt über 210 US-Dollar notiert, müssen die Ergebnisse eine saubere Steigerung des grandios ausgefallenen ersten Quartals bieten, um zu verhindern, dass man plötzlich das Gefühl hat, auf einer Leiter ohne Sprossen zu stehen. Im zweiten Quartal 2017 verdiente Facebook 1,32 US-Dollar pro Aktie, derzeit liegt die durchschnittliche Prognose für das zweite Quartal 2018 bei 1,72 US-Dollar, etwas über den 1,69 US-Dollar pro Aktie, die Facebook in den ersten drei Monaten 2018 verdiente.

Hinsichtlich der Umsätze schätzt man im Schnitt 13,3 nach 9,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Sollten diese Prognosen erreicht oder überboten werden, dürften die Skeptiker erst einmal verstummen. Aber wenn nicht, würde sich nach Netflix in der vergangenen Woche der nächste Publikumsliebling in einem defekten Fahrstuhl wiederfinden. Charttechnisch ist die Facebook-Aktie eine äußerst undankbare Angelegenheit, der Kursverlauf wirkt unstrukturiert und fahrig. Man kann zwar einen groben Aufwärtstrendkanal markieren, der besteht aber nur aus dem Minimum an Berührungspunkten (unten zwei, oben einer) und ist daher völlig unbestätigt.

Einzig das markante Hoch vom Januar bei 195,32 US-Dollar dient als guter Ankerpunkt. Sollte diese Wendemarke mit Schlusskursen unter 190 US-Dollar hinreichend deutlich unterboten werden, wäre das ein Signal dafür, dass hier der nächste der großen Tech-Star an der Nasdaq zu fallen beginnt.

FB_2018_07_24

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wieder einmal zeigt die Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook was in ihr steckt. Im gestrigen Handel konnte ein neues Allzeithoch erreicht werden und die Bullen setzten die im April gestartete Rallye vorerst ungeniert weiter fort. Das bisherige Hoch bei 195 US-Dollar war in den letzten Wochen eine heiß umkämpfte Region und so bildete sich hier ein trendbestätigendes Dreieck aus. Mit Spannung warteten Marktteilnehmer auf den Ausbruch, welcher zum Ende der vorigen Woche abermals in Trendrichtung erfolgte. Somit läuft weiterhin alles nach Regieplan und neue Hochs sind nun mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Die Bullen bleiben am Ruder und knapp über dem Niveau von 192 US-Dollar hat sich nunmehr ein neues wichtiges Pivot-Tief gebildet.

Expertenmeinung: Unsere bislang bullische Haltung auf das Papier bleibt somit weiter erhalten. Die nächsten Quartalsergebnisse bei Facebook werden am 25. Juli erwartet. Es bleiben also noch knapp zwei Wochen Zeit, bis sich das Chartbild durch neue Zahlen ändern könnte. Bis dahin gehen wir von weiter steigenden Kursen aus. Zwar nennen wir kein exaktes Kursziel, jedoch würden uns Zielniveaus im Bereich von 210 bis 220 US-Dollar derzeit wenig überraschen. Alle Ampeln stehen weiterhin auf Grün.

Aussicht: BULLISCH

20180710-facebook-die-rallye-geht-nach-regieplan-weiter

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In einer unserer letzten Analyse der Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook hatten wir über die neuen Kaufsignale berichtet, welche sich nach den positiven Quartalsergebnissen gebildet hatten. Kurz danach ging die Aktie in eine wohlverdiente Verschnaufpause über und es bildete sich ein Wimpel. Dieser konnte Ende Mai nach oben gebrochen werden, wodurch der intakte Aufwärtstrend erneut bestätigt wurde. In Folge setzte sich die Kursrallye fort. Mittlerweile wurde sogar das bisherige Allzeithoch, als auch die psychologisch wichtige Marke bei 200 USD nach oben durchbrochen. Die Bullen haben das Ruder fest in der Hand und alle Signale deuten auf eine positive Kursentwicklung hin.

Expertenmeinung: Wir lassen unsere Aussicht auf die Aktie auf bullisch. Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine baldige Kurskorrektur oder gar eine Trendwende zu sehen. Diese würde frühestens dann einsetzen, wenn der neue Boden bei rund 195 USD nach unten gebrochen werden würde. Dies war das bisherige Allzeithoch, welche mit dem Durchbruch zu einem wichtigen Support im Chart geworden ist. Der Weg nach oben ist frei und es gibt keine Widerstände mehr im Gesamtbild. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig nach oben und signalisieren somit positives Momentum.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 22.06.2018 Kurs: 201.74 Kürzel: FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook zeigt derzeit eine starke Entwicklung. Nach Bekanntgabe der positiven Quartalsergebnisse Ende April haben die Bullen das Zepter wieder übernommen und sorgen seither für Kurssprünge nach oben. Das letzte Kaufsignal erhielt die Aktie durch den Ausbruch aus einem Wimpel, welcher sich im Mai gebildet hatte. Die erste Annäherung zum bisherigen Allzeithoch war dann allerdings etwas zu steil und es folgte ein Pullback zum steigenden 20-Tage-Durchschnitt. Dieser konnte wie nach Regieplan gehalten werden. Mit dem Pullback holte die Aktie genügend Luft, um den Angriff auf die psychologisch wichtige Marke bei 200 US-Dollar zu starten.

Expertenmeinung: Alle Ampeln stehen auf Grün und es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass die Rallye der Aktie blad enden sollte. Erst ein möglicher Fehlausbruch über der Marke von 195 US-Dollar könnte die Kurse wieder ins Wanken bringen. Solange die Kurse aber über diesem Niveau bleiben, behalten wir unsere positive Gesamthaltung bei. Die Chance auf einen Bruch der 200er Marke steht recht gut. Danach wäre der Weg nach oben frei.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 18.06.2018 mit Kurs: 198.31 Kürzel: FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Auch in der abgelaufenen Handelswoche haben die Bullen bei der Aktie des Social-Media-Unternehmens Facebook alles richtig gemacht. Nachdem die Aktie von April auf Mai einen neuen Aufwärtstrend einleiten konnte, folgte eine wohlverdiente Verschnaufpause. Dabei bildete sich knapp über der Marke von 182 US-Dollar ein trendbestätigender Wimpel aus, welcher zur Mitte der vorigen Woche recht eindrucksvoll nach oben gebrochen wurde. Der positive Tenor setzt sich somit unvermindert weiter fort. Es fehlt den Kursen nicht mehr allzu viel, um neue Allzeithochs zu generieren.

Expertenmeinung: Der letzte Aufwärtsimpuls der Aktie hatte, gemessen vom Tief von Ende April, eine Spanne von über 30 US-Dollar. Wenn wir diese zum Zwischentief der eingezeichneten Formation hinzuaddieren, wäre das nächste Kursziel über dem Bereich von 210 US-Dollar zu finden. Es scheint durchaus realistisch, dass dieses Niveau in den kommenden Wochen erreicht werden könnte. Aktuell stehen alle Ampeln auf Grün und von Schwäche ist im aktuellen Chartbild nichts zu sehen. Wir bleiben daher vorerst weiter bullisch auf Facebook.

Aussicht: BULLISCH

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es waren die überaus positiven Quartalsergebnisse des Social-Media-Unternehmens Facebook, welche die Aktie aus der Abwärtsspirale katapultierten. So öffnete sich Ende April eine Kurslücke nach oben, welche bereitwillig von den Bullen gekauft wurde. Das erste Kursziel war das Pivot-Hoch von März bei rund 186 USD, welches mittlerweile erreicht und sogar übertroffen werden konnte. Die nächste größere Hürde wäre das bisherige Allzeithoch der Aktie, welches sich bei 195.32 USD befindet. Der Trend hat mittlerweile die Wende hin zu einem neuen Aufwärtstrend geschafft. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig nach oben und unterstreichen die zurückgekehrte positive Gesamtstimmung.

Expertenmeinung: Kurzfristig könnte es dennoch für die neue Handelswoche etwas schwieriger werden. Die Kurse haben nun mehrere Tage in Folge ordentlich zugelegt und sich doch etwas weit von den gleitenden Durchschnitten entfernt. Kurzfristig sehen wir hier also eine überkaufte Gesamtsituation. Ein kurzfristiger Rückschlag erscheint somit sehr wahrscheinlich, könnte aber in Folge eine interessante Kaufgelegenheit darstellen. Die Ampeln stehen mittelfristig weiter auf Grün.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.05.2018 mit Kurs: 186.99 Kürzel: FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Am Mittwoch nach Börsenschluss hatte das Social-Media-Unternehmen Facbebook seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal bekanntgegeben. Der Konzern meldete einen Gewinn je Aktie in der Höhe von 1.69 USD bei einem Umsatz von 12 Milliarden USD. Erwartet wurde ein Gewinn je Aktie von 1.36 USD bei einem Umsatz von 11.5 Milliarden USD. Die Ängste und Sorgen vieler Anleger, dass sich der jüngste Datenskandal unmittelbar auf die Unternehmensergebnisse auswirkt, hat sich somit nicht bestätigt. Auch mit den Aussichten gaben sich Anleger zufrieden und die Aktie konnte im gestrigen Handel über neun Prozent an Wert zulegen. Die Trendwende scheint somit geglückt.

Expertenmeinung: Der gestrige Handelstag könnte den unmittelbaren Beginn eines großen Comebacks der Aktie bedeuten. Wichtig ist nun vor allem, dass das eroberte Terrain verteidigt wird. Die Kurse sollten sich demnach in den kommenden Tagen über der Bandbreite von 176.50 bis 170 USD halten. Je länger dies gelingt, umso höher sind die Chancen, dass der gestrige Impuls keine Eintagsfliege war und sich daraus eine Rückkehr zu alten Hochs ergeben könnte.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 26.04.2018 mit Kurs: 174.16 Kürzel: FB

Die Investoren haben Ereignisse noch präsent: Das Bekanntwerden der riesigen Datenmengen, die von Facebook an Cambridge Analytica weitergereicht wurden. Das anfängliche Leugnen von Facebook. Ein zerknirschter Mark Zuckerberg vor fachlich überforderten US-Kongressabgeordneten. Und alle dürften sich die Frage stellen: Kann man Facebook glauben, wenn dort verkündet wird, dergleichen werde nicht mehr passieren? Dass die Schutzmaßnahmen für europäische Nutzer intensiviert wurden, dafür aber flugs 1,5 Milliarden Facebook-Accounts nicht mehr unter den neuen Geschäftsbedingungen laufen, weil man Accounts aus Asien, Afrika und Australien aus dem Geltungsbereich der internationalen Zentrale in Irland ausgliederte, lässt eine Augenbraue hochgehen. Die gestrige Meldung des Blogs „Motherboard“, dass Kriminelle auf Facebook ungehindert Identitäten, Sozialversicherungsnummern und Kreditkarteninformationen verkaufen konnten, bis Motherboard nach eigenen Angaben Alarm schlug, macht die Anleger erst recht nervös. Wie viele Leichen könnten da noch im Keller liegen? Werden die Werbekunden bei der Stange bleiben? Wird die Nutzerzahl spürbar sinken? Fragen, die die Aktie am Dienstag ins Minus drückten, denn heute nach US-Handelsende stehen die Quartalszahlen an. Und mit ihnen, noch wichtiger, die Perspektive für die kommenden Monate.

Expertenmeinung: Natürlich stellt sich die Frage, ob Facebook im Zuge der Indikationen für das laufende Quartal und die kommenden Monate nicht Zweckoptimismus verbreiten könnte. Aber man darf unterstellen, dass die Marktteilnehmer jedes Wort, jedes Komma genau unter die Lupe nehmen werden. Natürlich werden auch die Ergebnisse des abgelaufenen ersten Quartals wichtig sein. Da rechnen die Analysten im Schnitt mit einem Gewinn um 1,36 US-Dollar pro Aktie (1. Quartal 2017: 1,04 US-Dollar) und mit einem Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar (Vorjahresquartal 8,03 Milliarden). Aber wie gesagt: Die kommenden Monate sind wichtiger, denn die Zahlen des ersten Quartals können noch nicht wiederspiegeln, wie groß der Schaden für Facebook wirklich sein könnte. Um ein bullisches Signal zu generieren, müssten zwei Hürden überwunden werden: Die Widerstandszone 165/169 US-Dollar, in der die Aktie gerade nach unten abgewiesen wurde und die bei aktuell 177 US-Dollar verlaufende, von Anfang Februar stammende Abwärtstrendlinie. Momentan wäre ein Befreiungsschlag nach oben angesichts der kippenden Stimmung am Gesamtmarkt indes die weniger wahrscheinliche, wenngleich natürlich nicht unmögliche Variante. Das Abwärtsrisiko überwiegt. Und es würde sich aus charttechnischer Sicht mit Zielrichtung an die Unterstützungen bei 144 und 133 US-Dollar entladen, wenn Facebook das bisherige Jahrestief, am 26. März bei 149,02 US-Dollar markiert, durchschlagen würde.

Chart vom 24.04.2018, Kurs 159,69 US-Dollar, Kürzel FB

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Aus technischer Sicht ist es selten eine gute Idee, ein Wertpapier inmitten eines existierenden Abwärtstrends zu kaufen. Kurzfristig können sich zwar immer wieder nette Gegenbewegungen ergeben, doch die Wahrscheinlichkeit auf weiter fallende Kurse, sind in einem existierenden Abwärtstrend nun mal höher. So auch beim Social-Media-Unternehmen Facebook. Der Wertverlust im März konnte zum Teil im Laufe der vorigen Woche wieder weggemacht werden, doch sind die Kurse nun an einer wichtigen Widerstandsmarke angekommen. Das Niveau rund um die Marke von 169 USD war schon im letzten halben Jahr immer wieder heiß umkämpft. Nachdem nun jedoch der Boden gebrochen wurde, bildet sich hier ein klarer Widerstand aus. Der Trend bleibt vorläufig weiter auf der bärischen Seite.

Expertenmeinung: Viele Anleger blicken derzeit mit Argus Augen auf den bevorstehenden Quartalstermin. Am Mittwoch dem 25. April wird das Unternehmen seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Wesentlich interessanter als die vergangenen Zahlen werden vor allem die Aussichten auf die bevorstehenden Quartale. Hier stellt sich vor allem die Frage, ob sich der jüngste Datenskandal merkbar auf die zu erwartenden Unternehmensgewinne auswirken wird.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 13.04.2018 mit Kurs: 164.52 Kürzel: FB

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