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Evotec AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Evotec
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Chart der Evotec Aktie sind mittlerweile sämtliche Dämme gebrochen. Begonnen hatte die Talfahrt in Richtung Süden bereits Ende August, als wir in unseren Analysen zur Vorsicht mahnten und Anlegern dazu rieten, einen Großteil ihrer Gewinne mitzunehmen. Die Börse ist eben keine Einbahnstraße und parabolische Kursanstiege enden meistens in einer scharfen Korrektur. Die letzte Hoffnung der Anleger war noch die mögliche Unterstützung durch die 50-Tage-Linie, doch auch dieser Indikator wurde Mitte September deutlich gebrochen. Seither wächst der Druck nach unten. Die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 haben längst gedreht und signalisieren negatives Momentum. Nachdem jetzt auch das Pivot-Tief des Vormonats gebrochen wurde, ist der Trend sogar in eine bärische Phase übergegangen.

Expertenmeinung: Der Chart verspricht nichts Gutes und es gibt es auch keinen Grund mehr eine neutrale, oder gar bullische Haltung einzunehmen. Die Signale sind deutlich bärischer Natur. Nach unten ist erst im Bereich von 16.25 EUR wieder eine Unterstützung zu finden. An dieser hatte die Aktie die jüngste Rallye durch einen Ausbruch nach oben starten können. Wir senken unsere Aussichten auf das Papier auf bärisch. Erst Schlusskurse über der Marke von 19.40 EUR würden das angeschlagene Bild wieder verbessern.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 05.10.2018 Kurs: 17.46 Kürzel: EVT

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ende August hatten wir Anlegern nahegelegt, einen Großteil ihrer Gewinne zu sichern und zwar zum exakt richtigen Zeitpunkt. Doch warum war die Wende nach unten so absehbar? Zum einen wurde der Kursverlauf in Richtung Norden teils schon parabolisch – eine Bewegung, welche meist das Ende einer Aufwärtsbewegung signalisiert. Zudem stiegen die Voluminas recht deutlich. Dies zeigte uns, dass hier eine breite Rotation von Positionen stattfand. Anleger, welche bereits seit Wochen Positionen hielten, verkauften an jene, welche noch ganz oben auf den Zug mit aufspringen wollten. Die ersten Kursreaktionen nach unten folgten direkt und am 10. September hatten wir folglich sogar eine Korrektur auf bis zu 20.00 EUR in Aussicht gestellt. Exakt auf diesem Niveau sind die Kurse der Aktie im gestrigen Handel angekommen. Der Trend hat sich mittlerweile von bullisch auf neutral abgeschwächt.

Expertenmeinung: Warum die Marke bei 20.00 EUR als Ziel diente, liegt ebenfalls auf der Hand. Hier befindet sich die 50-Tage-Linie, welche den mittelfristigen Aufwärtstrend signalisiert und häufig von Marktteilnehmern und Algorithmen als möglicher Boden interpretiert wird. Hier dürfte sich wohl der weitere Weg der Aktie entscheiden. Schlusskurse unter diesem Niveau würden eine Fortführung der intakten Korrektur andeuten, während Stärke über dieser Marke wieder neue Käufer anlocken dürfte. Wir bleiben vorerst neutral auf Evotec und warten auf weitere Signale.

Aussicht: NEUTRAL

20180919-evotec-mit-zwischenkorrektur-wie-geht-es-jetzt-weiter

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits in unserer letzten Analyse auf den Biotechnologiekonzern Evotec haben wir Ende August vor einer kurzfristigen Überhitzung der Kurse gewarnt und zu Gewinnmitnahmen geraten. Warum die Aktie auf diesem Niveau  zur Korrektur ansetzte, hat zwei Gründe: Zum einen, weil der DAX in der vorigen Woche einen herben Rückschlag hinnehmen musste und zum anderen, weil das Papier gerade am bisherigen Allzeithoch aus dem vorigen Jahr angekommen ist. Dieses Niveau ist viel zu steil erreicht worden und es wurde bereits einiges an Energie aufgewendet, um zu diesem Punkt im Chart zu kommen. Ein Ausbruch über selbigen ist zum jetzigen Zeitpunkt aus technischer Sicht äußerst unwahrscheinlich. Hier muss eine kleine Zwischenkorrektur her, welche in der vorigen Woche eingesetzt hat. Der Trend bleibt auf der bullischen Seite.

Expertenmeinung: Obwohl sich die Kurse jetzt in einer kleinen Zwischenkorrektur befinden, gefällt uns der Chart von Evotec erheblich besser, als noch vor einigen Tagen. Diese Verschnaufpause war äußerst wichtig für de weiteren Kursverlauf und die Aktie kann jetzt neues Potential für die bevorstehenden Impulse aufbauen. Wichtig ist hierbei, dass die eingeleitete Konsolidierung nicht zu stark nach unten abgleitet, um keinen technischen Schaden zu erleiden. Selbst ein Pullback auf bis zu 19.50 bis 20.00 EUR wäre noch absolut im Normbereich.

Aussicht: NEUTRAL

20180910-darum-dreht-die-evotec-aktie-gerade-nach-unten-ab

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Positive Fundamentaldaten, einige neue Kooperationen sowie ein ungemein bullischer Chart haben die Aktie des deutschen Biotechnologiekonzerns Evotec in den letzten Wochen geradezu explodieren lassen. Seit dem Breakout über die Widerstandslinie Anfang Juli gab es klare Kaufsignale und die Bullen haben in beeindruckender Manier das Ruder übernommen. Seither geht reibungslos in Richtung Norden. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nachhaltig nach oben und unterstreichen das positive Momentum in der Aktie. Kurzfristig betrachtet befindet sich das Papier jedoch in einer stark überkauften Phase, zumal der Abstand zur 50-Tage-Linie neue Höchststände erreicht hat. Dies ist ein klares Warnsignal für eine mögliche bevorstehende Korrektur. Der Trend selbst befindet sich in einer bullischen Gesamtsituation.

Expertenmeinung: Nicht nur die stark überkaufte Gesamtsituation bereitet uns etwas Sorge. Auch die Tatsache, dass sich der Kurs jetzt dem Allzeithoch aus dem vorigen Jahr genähert hat, könnte die Aktie in den kommenden Tagen belasten. Der Anstieg bis hierhin verlief viel zu steil und selbst ein Ausbruch über die Marke von 22.50 EUR hätte wohl schlechte Karten, auf lange Sich gehalten zu werden. Ein Fehlausbruch ist geradezu vorprogrammiert. Besser wäre es demnach, wenn die Bullen hier ihre Gewinne ins Trockene bringen und das Papier zu einer wohlverdienten Verschnaufpause ausholt.

Aussicht: NEUTRAL

20180828-evotec-zeit-zur-gewinnmitnahme-darum-steigt-jetzt-das-risiko

Eigentlich gab es im vergangenen Herbst keinen Grund, warum sich die Evotec-Aktie binnen zwei Monaten im Kurs fast halbierte. Das deutsche Biotech-Unternehmen Evotec gehört zu den immer noch in der Minderheit befindlichen Unternehmen der Branche, die solide schwarze Zahlen schreiben und konnte 2017 mit einer breiteren Aufstellung und ansehnlichem Wachstum aufwarten. Doch die vorherige Super-Hausse zog eben auch viele Spekulanten an. Und da sich der Kurs zuvor in wenig mehr als zwei Monaten fast verdoppelt hatte, rechneten zu viele mit der ewigen Hausse, wurden bei den ersten, größeren Abgaben kalt erwischt – und so landete das Papier Anfang Dezember 2017 dort, wo es vor dieser Super-Rallye Ende Juli 2017 hergekommen war.

Zurück auf „Los“ und wieder aufwärts, hieß es daraufhin. Doch diesmal gestaltete sich die Aufwärtsbewegung mühsamer. Und als Evotec mit dem Ergebnis des ersten Quartals 2018 nicht recht zu überzeugen vermochte, wurde das eroberte Terrain auch noch schnell wieder verloren. Jetzt jedoch wirkt die Aktie wie verwandelt. Was nicht unbedingt daran liegt, dass die Rahmenbedingungen im positiven Sinne auf den Kopf gestellt worden wären. Es liegt daran, dass immer mehr Investoren bemerken, dass Evotec sein immenses Potenzial schnell und geschickt immer weiter vergrößert.

Expertenmeinung: Im ersten Halbjahr schloss Evotec strategische Allianzen mit dem Pharmariesen Sanofi und dem großen Biotech-Unternehmen Celgene. Beide Verbindungen brachten Evotec umfassende Zahlungen ein, die man neben der Erfüllung der gemeinsamen Projekte in eine Verbreiterung der Operationsbasis stecken kann. Und schon im Halbjahresergebnis, das Anfang August veröffentlicht wurde, schlug sich das nieder: Umsatz und Gewinn zogen im zweiten Quartal nach dem verhaltenen Jahresstart sehr deutlich an. Das intensivierte einen ohnehin bereits ins Laufen gekommenen Aufwärtstrend. Und am Mittwoch setzte man bei Evotec hinsichtlich guter Nachrichten noch eins obendrauf, indem man meldete, mit dem Pharmariesen Novo Nordisk, der sich bereits vor einiger Zeit mit zehn Prozent an Evotec beteiligt hatte, eine weitere strategische Forschungsallianz geschlossen zu haben. Die Anleger erkennen: Hier tut sich etwas. Und hier tut sich viel und schnell.

Die Aktie, die noch am Dienstag einen Rücksetzer auf die Kreuzunterstützung aus der oberen Begrenzung des im Mai initiierten Aufwärtstrendkanals und dem bei 19,82 Euro gelegenen Hoch vom November 2017 vollzogen hatte, zog erneut davon. Auch die Evotec-Aktie kann und wird keine Einbahnstraße sein, aber derzeit passen Charttechnik und fundamentale Entwicklung perfekt zusammen. Ein Anlauf an das Hoch der zu schnell absolvierten Rallye des Jahres 2017 bei 22,50 Euro ist daher momentan durchaus wahrscheinlich … und ein Anstieg über diese vorerst letzte Hürde auf ein neues 17 Jahres-Hoch zumindest gut möglich. Die nächste charttechnisch basierte Hürde wäre ein aus dem Frühjahr 2001 stammendes Zwischenhoch bei 23,13 Euro. Aber ob das irgendjemand als mögliches Kurs- und Ausstiegs-Ziel noch auf einem dann wohl schon recht vergilbten Zettel hätte, ist zu bezweifeln.

Chart vom 23.08.2018, Kurs 21,40 Euro, Kürzel EVT

Große, neue Kooperationen mit Celgene und Sanofi, bei denen zweistellige Millionenbeträge fließen, waren die Nachrichten, die die Aktie des Wirkstoff-Forschungsunternehmens Evotec in den letzten Monaten zunächst stabilisiert und dann in einen moderaten Aufwärtstrend überführt haben. Aber viele mochten sich dennoch nicht so recht an die Aktie heranwagen. Nicht, weil die Perspektiven des Unternehmens wacklig gewesen wären.

Aber seitdem Evotec im vergangenen Herbst wie ein defekter Fahrstuhl fiel, sich binnen zwei Monaten fast im Kurs halbierte, obwohl es dafür keine rationalen Argumente gab, konnten die Bären die Aktie mehrfach vor dem Überwinden entscheidender Charthürden abfangen und erneut unter Druck setzen. Da wurden es viele einfach leid, sich mit ihren Käufen immer wieder ausstoppen zu lassen. Aber dann sprang die Aktie eben doch an. Und die vorherige Skepsis dürfte dazu geführt haben, dass viele erst nach dem Sprung über die wichtige Widerstandszone 16,70/16,92 Euro auf den Zug aufgesprungen sind … und manch ein Marktteilnehmer auch jetzt noch auf einen Rücksetzer wartet der, vielleicht, vorerst nicht kommt.

Expertenmeinung: Vergangenen Donnerstag vermochte Evotec mit einer Halbjahresbilanz aufzuwarten, die keine Wünsche offen ließ. Wer nach Haaren in der Suppe suchte, suchte vergebens. Umsatz und Gewinn hatten nach einem ein klein wenig langsam gelaufenen ersten Quartal zwischen April und Juni sehr dynamisch angezogen. Und derzeit spricht nichts dagegen, dass Evotec das Tempo halten kann.

Mit dem Break über die Zone 16,70/16,92 Euro ist zugleich auch aus charttechnischer Sicht das Eis gebrochen, so dass eine starke fundamentale Entwicklung des Unternehmens und der Trend wieder Hand in Hand laufen. Und das kann, das hatte Evotec vor diesem Absturz im vergangenen Herbst bewiesen, ein hartnäckiger Aufwärtsimpuls sein, vorausgesetzt, Evotec hält das am Montag eroberte Niveau. Sie sehen im Chart, dass es mit dem Rückenwind der Quartalsbilanz zu einer Beschleunigung der Aufwärtsbewegung gekommen ist.

Es ist am Montag gelungen, aus dem im Mai begonnenen Aufwärtstrendkanal nach oben auszubrechen und zugleich die Wendemarke bei 19,75 Euro zu überbieten. Noch ist der Anstieg über diesen Kreuzwiderstand aber noch nicht signifikant. Evotec sollte auf Schlusskursbasis nicht mehr unter das Juli-Hoch bei 18,44 Euro zurückfallen, dann wäre die Chance gegeben, dass die Aktie das letztjährige Hoch bei 22,50 Euro anpeilt … und, wenn die Entwicklung bei Umsatz und Gewinn weiterhin überzeugen sollte, auch überwinden könnte.

Chart vom 13.08.2018, Kurs 19,90 Euro, Kürzel EVT

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die positive Gesamtstimmung im US-Biotechnologiesektor hat in den letzten Wochen auch die Kurse der deutschen Biotech-Aktien Evotec und Morphosys beflügelt. Erstere hat Anfang Juli einen wichtigen Breakout nach oben anstoßen können, als die Widerstandslinie des letzten halben Jahres gebrochen wurde. In Folge legte der Kurs der Aktie stark zu und ein neuer Aufwärtstrend wurde eingeleitet. Mittlerweile hat sich das Papier jedoch recht weit vom 50-Tage-Durchschnitt entfernt und befindet sich somit in einer stark überkauften Gesamtsituation. Dies macht Evotec anfällig für mögliche Korrekturen.

 

Expertenmeinung: Auch die recht schwache Kerze im gestrigen Handel deutet auf eine baldige Korrektur hin, weshalb wir unsere Aussichten auf die Aktie vorläufig auf der neutralen Ebene belassen. Das letzte Mal, als sich die Kurse derart weit vom mittelfristigen Trendindikator entfernten, war im Zeitraum Januar. Kurz danach setzte es einen Abschlag von über 20 Prozent innerhalb weniger Tage. Alles in allem haben wir zwar einen positiven Chart vor uns, doch Einstiege auf dem aktuellen Niveau wären wohl zu überdenken. Auf eine Zwischenkorrektur zu warten, könnte sich somit lohnender erweisen.

Aussicht: NEUTRAL

20180725-evotec-wird-die-rallye-hier-enden

Der große Star unter den deutschen Biotech-Aktien war am Donnerstag zwar MorphoSys, aber die Evotec-Aktie folgte dem Anstieg von MorphoSys im Windschatten. Und das nicht, weil die Akteure aufgrund der positiven Nachrichten bei MorphoSys einfach mal querbeet Biotech-Titel einsammelten. Evotec hatte durchaus eigene gute Nachrichten zu bieten. Aus einer Zusammenarbeit mit Bayer fließen jetzt vier Millionen Euro als Meilensteinzahlung. Das ist nicht grandios viel, wenngleich ein eher kleines Unternehmen wie Evotec mit vier Millionen schon einiges anfangen kann. Aber die Größe der Zahlung war auch nicht der entscheidende Punkt. Dieser „Milestone“ erinnerte die Investoren daran, dass Evotec sich in Bezug auf seine Kooperationen sehr breit und klug aufgestellt hat. Die neuen Allianzen mit Sanofi und Celgene mögen bei einigen in den Hintergrund gedrängt haben, dass da noch eine ordentliche Zahl anderer Partner ist, so eben auch Bayer. Und ebenso wie bei MorphoSys, wo durch den Verkauf der Vermarkungslizenz eines Antikörper-Wirkstoffs Geld floss, verstetigt sich der Eindruck: Die Zeit der Ernte, der sprudelnden Gewinne, scheint, nach so vielen Jahren der Aussaat, langsam anzubrechen.

Expertenmeinung: Kann diese Kette positiver Nachrichten dazu führen, dass die Leerverkäufer Evotec endlich freigeben, nicht wie seit Herbst 2016 versuchen, eine Wende auf Höhe entscheidender Widerstände „abzuschießen“? Das ist jetzt durchaus drin. Denn dem Bären-Lager ist schon klar: Wenn der Druck im Kessel zu hoch wird, die Schere zwischen positivem Umfeld und gedrücktem Kurs zu groß wird, kann es leicht zu einem fulminanten Ausbruch nach oben kommen, der für die Leerverkäufer mit blutigen Nasen enden würde. Positiv ist, dass sich Evotec seit Monatsbeginn über der 200-Tage-Linie festsetzen kann. Aber die entscheidenden Charthürden liegen noch über dem aktuellen Kurs. Sie zu erreichen reicht nicht, die Aktie muss sie klar überwinden. Denn schon im Januar hatten wir eine ähnliche Situation: Höhere Zwischentiefs, der Anstieg über die 200-Tage-Linie – und dann doch wieder eine erfolgreiche Verkaufswelle der Bären. 16,70 und 16,92 Euro, die Monatshochs vom März und Januar, das sind die beiden Linien, die diese Aktie überbieten müsste. Darüber wäre der Weg nach oben aus charttechnischer Sicht erst einmal frei.

EVT_2018_07_20

Seit der heftigen Korrektur im letzten Quartal 2017, in deren Verlauf sich der Aktienkurs des deutschen Biotech-Unternehmens Evotec nahezu halbierte, haben die Leerverkäufer, sprich die Bären, diese Aktie nicht mehr aus ihren Fängen gelassen. Das zu ändern, ist die Käuferseite jetzt angetreten. Und da ist man auf einem sehr guten Weg, zumal: Die Bullen haben Rückenwind. Zwar lagen die Ergebnisse des ersten Quartals leicht unter den Analystenprognosen. Aber sie lagen klar über dem Vorjahresquartal. Und bei Unternehmen wie Evotec mit hohem Forschungsaufwand und nie vorhersehbaren Zahlungen der Kooperationspartner lassen sich die Ergebnisse nicht gut vorhersehen. Das realisierten auch die Anleger und „verziehen“ Evotec  diese Ergebnisse. Die Reaktion auf diese am 9. Mai präsentierte Bilanz war nur moderat und kurze Zeit negativ, nicht zuletzt wohl, weil die Aktie im Vorfeld ohnehin schon kräftig gedrückt wurde. Aber recht bald nach diesen Zahlen folgten außerordentlich positive Nachrichten:

Expertenmeinung: Neben der noch in Verhandlungen befindlichen großen Kooperation mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi kommt es zu einer weiteren wichtigen und vor allem geldwerten Zusammenarbeit. Am 22. Mai verkündete man eine große Kooperation mit dem US-Biotechunternehmen Celgene, für das Evotec vorab 65 Millionen US-Dollar Vorauszahlung erhält, zu denen unlängst noch weitere sechs Millionen für zusätzliche Zellreihen kamen. Wieder wurde deutlich, dass das ohnehin in den schwarzen Zahlen arbeitende Unternehmen geschickt und zielgerichtet agiert. Diese positiven Perspektiven wurden durch umgehende Käufe honoriert, die den Kurs zunächst mit Schwung über die 20-Tage-Linie und kurz darauf an die 200-Tage-Linie trugen. Dort, so schien es, verteidigten die Bären ihre Stellungen, erst einmal ging es an dieser Linie nicht vorbei. Aber dieser Widerstand konnte gebrochen werden, am Mittwoch lief Evotec deutlicher über diese „Bremsmarke“ hinaus. Jetzt liegen die nächsten Ziele auf Höhe der Monatshochs des März (16,70 Euro) und des Januars (16,92 Euro). Eine auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 15,92 Euro „machbar“ wirkende Distanz. Gelingt es, auch diese Widerstandslinien zu sprengen, dürften auch die letzten Leerverkäufer ihr Heil in der Flucht suchen und die Aufwärtswende glaubwürdig vollzogen sein.

Chart vom 06.06.2018, Kurs 15,83 Euro, Kürzel EVT

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es waren überaus positive Quartalsergebnisse, welche die Aktie des Biotechnologieunternehmens Evotec Ende Mai aus dem Sog des Abwärtstrends befreien konnten. Nach dem Gap (Kurslücke) nach oben, konnten die Bullen die positive Gesamtstimmung für sich nutzen und die Kurse legten innerhalb weniger Tage mehr als 20 Prozent an Wert zu. Danach kam es zu einer wohlverdienten Verschnaufpause und so bildet sich seit Tagen eine trendbestätigende Formation im Rahmen eines Wimpels aus. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass diese bald nach oben verlassen werden sollte. Der Trend bleibt vorerst noch auf der neutralen Ebene. Für eine nachhaltige Rallye, müssten weitere Hochs geschaffen werden.

Expertenmeinung: Wenn alles nach Regieplan läuft, sollte der eingezeichnete Wimpel noch diese Woche nach oben gebrochen werden. Die Chancen stünden recht gut, dass die alten Hochs im Bereich von 16.69 bis 16.92 EUR erreicht werden dürften. Danach werden die Karten neu gemischt. Derzeit ist noch nicht klar, ob die Aktie dieses Widerstandsniveau auch wirklich nachhaltig brechen kann oder nicht. Wir sehen aktuell eine solide Wahrscheinlichkeit auf weiter steigende Kurse und revidieren unsere Aussichten auf bullisch.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 04.06.2018 mit Kurs 15.22 Kürzel: EVT

Das im TecDAX gelistete Biotech-Unternehmen Evotec hat einiges für mittelfristige Anleger zu bieten. Die Bilanz bewegt sich solide in den schwarzen Zahlen, was nicht viele Unternehmen dieser Branche von sich behaupten können. Und Umsatz und Gewinn wachsen derzeit sehr stetig, der Lohn für kluge Zukäufe und vielversprechende Kooperationen. Vor einigen Wochen gab Evotec eine vor dem Abschluss stehende, weitreichende Kooperation mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi bekannt. Und am Dienstag wurde gemeldet, dass es zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit dem US-Biotechunternehmen Celgene kommt, die mit einer Vorabzahlung von 65 Millionen US-Dollar einhergeht, zudem stehen Meilenstein-Zahlungen und Umsatzbeteiligungen im Tausch gegen aus der Kooperation entstehende Lizenzrechte an. Diese Kooperationen ermöglichen es Evotec, seinen Wachstumskurs konsequent fortzusetzen und die Kapazitäten auszubauen. Das sind unstrittig bullische Rahmenbedingungen für die Aktie, auch, wenn die Ergebnisse des ersten Quartals leicht unter den Erwartungen der Analysten (aber klar über denen des Vorjahresquartals) lagen. Dass es auch mal langsamer vorangeht mit dem Anstieg der Gewinne, ist in dieser Branche völlig normal, denn immer wieder gilt es, Geld für neue Projekte und neue Möglichkeiten in die Hand zu nehmen. Doch schaut man sich das Chartbild an, scheint dieses absolut nicht zu einem solch bullischen Gesamtbild zu passen – wieso?

Expertenmeinung: Sehen die Anleger nicht, dass diese Aktie Potenzial hat? Doch, das tun sie sicherlich. Aber diejenigen, die die Aktie leer verkaufen und so gedrückt halten, um an fallenden Kursen zu verdienen, lassen Evotec bislang nicht aus ihren Fängen. Gerade kleinere, marktenge Aktien, wie man sie im TecDAX, auch Heimat-Index der Evotec-Aktie, zahlreich findet, können von größeren Tradern durchaus unter Kontrolle gehalten werden. Manche Aktien steigen dann, obwohl sie rational betrachtet fallen sollten, andere fallen, obwohl sich niemand über einen Aufwärtstrend wundern dürfte. Das klingt problematisch, ist es aber durchaus nicht, zumal solche Phänomene von gegen die Ratio laufenden Aktien nichts Neues sind, das gibt es, seit es Börsen gibt. Wichtig ist nur: Man muss klare Signale abwarten, um hier zugreifen zu können. Evotec hätte, käme es zu einem Befreiungsschlag, all die vorgenannten positiven Faktoren im Rücken. Und Leerverkäufer, die ihre Positionen schließen wollen, müssen dafür diese vorab „leer“ verkauften Aktien zurückkaufen. Das heißt: Wenn der Bann der Bären bricht, stehen auf einmal alle zugleich auf der Käuferseite: Die Anleger, die die Aktie wegen ihres Potenzials kaufen, die Trader, die auf den Break über wichtige Charthürden reagieren und die Leerverkäufer, die nur durch den Kauf der Aktie ihre Position schließen können. Das nennt man im Trader-Jargon „Short Squeeze“, weil die Bären da dann ausgequetscht werden wie Zitronen. Dann kann eine solche Aktie in kürzester Zeit sehr weit laufen. Dass Evotec den Kurssprung, mit dem der Kurs auf die Celgene-Kooperation reagierte, am Mittwoch trotz eines schwächeren Gesamtmarkts verteidigen konnte, ist ein gutes Zeichen, dass sich die Bären diesmal doch zurückziehen könnten. Aber erst, wenn die charttechnisch entscheidenden Hürden bezwungen sind, wäre das „spruchreif“. Achten Sie da neben der bei 15,36 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie auf das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 16,92 Euro. Wird das auf Schlusskursbasis bezwungen, wäre Evotec aus charttechnischer Sicht nach oben frei.

Chart vom 23.05.2018, Kurs 14,25 Euro, Kürzel EVT

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im März sah die Lage des deutschen Biotechnologieunternehmens Evotec noch wesentlich besser aus. Neue Kaufimpulse prägten das Bild der Aktie und es bildete sich gerade eine überaus konstruktive Konsolidierung zwischen 15 und rund 16.50 EUR. Diese wurde jedoch nicht nach Regieplan nach oben, sondern letzten Endes nach unten gebrochen – ein klares Verkaufssignal. Die Bären erkannten die Schwäche und drückten die Kurse in Folge weiter nach unten. Somit sehen wir nunmehr wieder eine Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs im Chart. Ergo befindet sich der Trend nunmehr in einer bärischen Gesamtlage.

Expertenmeinung: Im Laufe der letzten Handelstage wurde zudem eine wichtige Unterstützungslinie nach unten gebrochen. Technisch wurde der Bruch noch nicht bestätigt, doch unter der Marke von 13.25 EUR könnte sich die Situation weiter zuspitzen. Sollten die Kurse unter dieses Niveau fallen, wäre ein Rückfall auf bis zu 11.50 EUR denkbar. Dies würde einen weiteren Verlust von rund 20 Prozent vom aktuellen Niveau bedeuten. Licht am Ende des Tunnels wäre für die Anleger frühestens bei Schlusskursen über dem Niveau von 15.16 EUR zu sehen.

Aussicht: BÄRISCH

20180503-wird-die-evotec-aktie-jetzt-20-einbrechen

Das im TecDAX notierte Biotechunternehmen Evotec hat eher keine Probleme damit, ob der Euro hoch steht oder nicht, denn die meisten Forschungs-Allianzen hat Evotec mit europäischen Unternehmen. Ob die USA die angedrohten Strafzölle in den kommenden Wochen wirklich umsetzen, kann dem Wirkstoff-Forschungsunternehmen ebenfalls egal sein. Und Angst vor der am 9. Mai erwarteten Bilanz des ersten Quartals müsste man hier auch nicht haben. Es gibt keine Hinweise darauf, dass der optimistische Ausblick, den Evotec gerade erst im Zuge der Jahresbilanz 2017 Ende März ausgegeben hatte, ins Wanken geraten würde. Trotzdem gehörte Evotec am Mittwoch mit knapp fünf Prozent Abschlag zu den größten Verlierern im TecDAX. Aber wieso? Weil die Bären sich hier eben durchsetzen können. Seit Evotec nach einer beeindruckenden Hausse im vergangenen Oktober in eine immens scharfe Korrektur überging, trauen sich die Anleger nicht, ernsthaft zu versuchen, die Bären zurückzudrängen, die ein ums andere Mal imstande sind, die Aktie wieder zu drehen, bevor sie eine tragfähige Aufwärtswende vollziehen kann. Aber:

Expertenmeinung: Der Umstand, dass die Aktie grundsätzlich zu denen gehört, die eine sehr gute Perspektive haben und von den Aspekten, die den Aktienmarkt insgesamt derzeit gefährden, eher nicht betroffen ist, macht diese Verkäufe zu einem gefährlichen Unterfangen. Positive Nachrichten in Form von Erfolgen bei einzelnen Wirkstoffen und damit meist verbundene, den Gewinn steigernde Meilensteinzahlungen der Forschungspartner können bei einer solchen Aktie jederzeit eine Rallye auslösen. Daher sollte man es sich eher zweimal überlegen, ob man hier dem am Mittwoch vollzogenen Bruch der Dezember-Aufwärtstrendlinie auf der Short-Seite folgen will. Dass die Aktie aus einem in den letzten Wochen entstandenen, ansteigenden Dreieck nach unten ausgebrochen ist, ist aus charttechnischer Sicht zwar bärisch. Und sollten die Bären weiterhin Druck machen, ohne dass sich ihnen jemand entschlossen entgegenstellt, wird sich die fundamental bullische Situation dieses Unternehmens auch weiterhin noch nicht auswirken, die Aktie nur noch „billiger“ werden. Aber die abrupten Kurssprünge im Dezember, Februar und März zeigen: Das ist ein riskantes Spiel. Hier wäre es für Marktteilnehmer, die nicht gezielt risikofreudig und kurzfristig traden, eher angezeigt, abzuwarten, bis die Aktie durch das Bezwingen der letzten drei Zwischenhochs zwischen 16,65 und 16,92 Euro eine taugliche Aufwärtswende vollzieht und damit wieder der positiven Entwicklung von Umsatz und Gewinn folgt.

Chart vom 25.04.2018, Kurs 13,59 Euro, Kürzel EVT

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