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Dow Jones Transportation Index: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Index-Portrait und Kursentwicklung: Dow Jones Transportation
Datum

Titel

Analysis

Der Dow Jones Transportation Index stellt ebenso wie der Dow Jones Utilities Index, der Versorgertitel umfasst, eine Art „kleiner Bruder“ des US-Index-Flaggschiffs Dow Jones Industrial Average dar. In ihm sind 20 große US-Unternehmen aus dem Transport- bzw. Logistiksektor enthalten: Airlines, Paketdienstleister, Eisenbahngesellschaften.

Je solider das Wachstum, desto stärker profitieren speziell diese Branchen davon. Daher sollte man davon ausgehen, dass dieser Index anderen vorausläuft, wenn das US-Wachstum stark ist, dafür aber umso steiler wegrutscht, wenn das Wachstum stagniert oder gar rezessive Tendenzen auftauchen. Und auf den ersten Blick scheint der Index, den wir hier in der Darstellung auf Wochenbasis über drei Jahre zeigen, die Erwartung, dass die US-Wirtschaft boomt, zu bestätigen:

Die Hochs, die der Transport-Index im Januar markiert hatte, wurden bereits überwunden. Dem „großen Bruder“, dem Dow Jones Industrial Average, gelang das bisher nicht. Neue Hochs im Transportindex sind aber, so lautet die landläufige Ansicht, ein gutes Zeichen dafür, dass auch das Flaggschiff nachziehen und neue Rekorde erreichen wird. Diesmal auch?

Expertenmeinung: Grundsätzlich ja … vorausgesetzt, dass die Meinung, dass die US-Indizes jedwede Risiken einfach abschütteln werden und das US-Wachstum konstant auf hohem Niveau bleiben wird, erhalten bleibt. Davon gehen zwar diejenigen aus, die längst hoch oder sogar voll investiert sind. Aber es müssen ja neue Käufer hinzukommen, die nicht nur Gewinnmitnahmen auffangen, sondern die Kurse noch weiter nach oben tragen können. Und da vorstehende Überzeugungen auf ziemlich dünnem Eis daherkommen, weil sie subjektiv und damit wankelmütig sind, sollte man da besser nicht zu sicher sein und das Geschehen umso genauer überwachen.

Und da fällt auf, dass der Dow Jones Transportation Index in den vergangenen beiden Wochen (gestern war die US-Börse feiertagsbedingt geschlossen) zwar jeweils über das vormalige Rekordhoch vom Januar (11.423,92 Punkte, die Chart-Skalierung zeigt den Kurs in Zehnerschritten) gelaufen war, aber keine neuen Rekordhochs auf Wochenschlusskursbasis erreichen konnte. In beiden Wochen ging es Richtung Wochenschluss wieder abwärts. Das deutet zwar, da in der Folge noch kein markanter Druck daraus resultierte, „nur“ Gewinnmitnahmen an. Aber wenn die zwei Wochen nacheinander am bisherigen Rekordhoch auftauchen, zeugt das davon, dass nicht wenige Akteure der Ansicht sind, dass der Index erst einmal sein Pulver verschossen hat.

Das sind Gewinnmitnahmen zum falschen Zeitpunkt, wenn man auf der bullischen Seite steht. Hier den Einstieg oder Zukäufe Long zu erwägen, wäre daher erst dann mit einem tauglichen Chance/Risiko-Verhältnis versehen, wenn das alte Verlaufshoch von 11.423,92 Punkten auf Wochenschlusskursbasis bezwungen und das mit diesen beiden “Inverted Umbrella“-Dojis auf Wochenbasis gestiegene Risiko einer kurzfristigen Korrektur dadurch gebannt wäre.

DTX_2018_09_04

Die meisten Anleger wissen gar nicht, dass das US-Index-Flaggschiff Dow Jones, richtiger „Dow Jones Industrial Average“, zwei „Brüder“ hat: Den Dow Jones Utilities Index, der Versorgeraktien enthält, und den Dow Jones Transportation Index, der 20 Aktien aus dem Transportsektor umfasst: Fluglinien, Paketdienstleister, Eisenbahngesellschaften. Und dieser Index spielt eine interessante Rolle, denn oft ist er eine Art unsichtbarer Wegweiser für den Dow Jones … und in der Folge aufgrund dessen Rolle als Flaggschiff für den gesamten Aktienmarkt. Warum? Weil diese Transportaktien außerordentlich sensibel auf konjunkturelle Veränderungen reagieren. Wenn der Transport-Index anzieht, gehen viele Anleger davon aus, dass das eine anziehende Konjunktur indiziert und kaufen auch am Gesamtmarkt. Umgekehrt gilt es als Warnsignal, wenn der Transport-Index abrutscht, obgleich der Gesamtmarkt noch nicht reagiert. Hinzu kommt die „Dow-Theorie“. Diese schon recht alte Theorie umfasst mehrere Regeln, anhand derer Anleger Indikationen für Trendwenden finden sollen. Eine davon ist, dass eine Trendwende erst vorliegt, wenn der klassische Dow Jones und der Transport-Index beide neue Tiefs markieren. Viele US-Investoren haben das im Hinterkopf. Und das bedeutet: Es bleibt immer eine Chance bei neuen Tiefs eines der beiden Indizes, das Ruder noch herumzureißen, wenn man Tiefs beim anderen verhindert. Umgekehrt heißt das aber auch:

Expertenmeinung: Wenn einer der beiden Indizes ein neues Tief markiert, steigt die Nervosität am Markt. Dann müssen die Bullen „funktionieren“ … und die Bären sich zurückhalten, denn für sie ist ein neues Tief in einem der beiden Indizes natürlich das Signal, anzugreifen und den Sack mit einem neuen Tief im anderen Index zuzumachen. Und ebenso, wie der Dow Jones weiterhin nicht imstande ist, sich nach oben abzusetzen, ist auch der Transport-Index weiterhin höchst gefährdet, entscheidende Unterstützungen zu brechen. Eine ganze Phalanx an entscheidenden Supportmarken ballt sich zwischen 970 und 1.010 Punkten auf engem Raum: Das Oktober-Hoch, die August-Aufwärtstrendlinie, die 200-Tage-Linie, die Aufwärtstrendlinie, die seit der US-Wahl Bestand hat, das Februar-Tief als bisheriges Jahrestief, die psychologisch relevante 1.000 Punkte-Marke – all diese Unterstützungen liegen innerhalb dieser etwa vier Prozent schmalen Zone, von der sich der Dow Jones Transportation weiterhin nicht nachhaltig lösen kann. Und mit den hier nur 20 Aktien, die zudem recht volatil sind, hätten die Bären leichteres Spiel als beim Dow Jones Industrial Average. Achten Sie auf diesen Index – wenn er „vorfällt“, kann der Dow Jones und der gesamte US-Aktienmarkt hinterher rutschen!

DTX_2018_04_13

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