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Dialog Semiconductor plc: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Dialog Semiconductor
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im gestrigen Handel hat die Aktie des Halbleiterproduzenten Dialog Semiconductor endlich die Raketen gezündet. Lange Zeit über hatten wir die Konsolidierungsformation der letzten Wochen im Auge und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das eingezeichnete Dreieck gebrochen werden würde. Der Startschuss zu einer möglichen Rallye könnte jetzt gefallen sein – jedenfalls sind derzeit klare Kaufsignale erkennbar. Der Boden bei 18.50 EUR konnte von den Bullen erfolgreich verteidigt werden und dies trotz der Schwäche im DAX zum Ende der vorigen Woche. Die Aktie beweist somit weiterhin relative Stärke und der Aufwärtstrend bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Expertenmeinung: Wichtig war dieser Tage vor allem auch, dass die 50-Tage-Linie nicht nach unten verletzt wurde. Diese tat sich mit der eingezeichneten Unterstützung zusammen und so fungierten beide als Initiatoren für den Ausbruch nach oben. Zwar sind noch im Bereich von 20 EUR kleinere Widerstände im Chart ersichtlich, doch sollten diese, sofern alles nach dem Regieplan der Bullen läuft, schon bald gebrochen werden. Danach könnte möglicherweise sogar eine Rückkehr zu den Niveaus von Anfang des Jahres im Bereich von rund 27.50 EUR auf dem Plan stehen. Wir bleiben weiterhin bullisch auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH

20181002-dialog-semiconductor-mit-ausbruch-aus-der-konsolidierung-klare-kaufsignale

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach der überaus beeindruckenden Kursrallye der Aktie des Halbleiterkonzerns Dialog Semiconductor während der letzten Monate, bildet sich jetzt schon seit Wochen eine interessante Konsolidierungsformation im Rahmen eines fallenden Dreiecks aus.  Eine ähnliche Situation konnte bereits im Mai beobachtet werden. Damals wurde die Formation nach unten gebrochen, was klare Verkaufssignale zu Folge hatte. Doch die Lage war etwas anders, denn der mittelfristige Trendindikator, die 50-Tage-Linie, zeigte zu diesem Zeitpunkt nach unten und signalisierte negatives Momentum. Nun aber zeigt dieser gleitende Durchschnitt nach oben, was einen möglichen Breakout gen Norden andeutet. Noch ist der Ausbruch nicht geschehen, doch eine Kursexplosion könnte schon bald folgen.

Expertenmeinung: Die Lage ist aus technischer Sicht absolut klar. Bricht die Aktie über das Niveau von 20 EUR nach oben aus, wären neue Kaufsignale vorhanden, welche die intakte Rallye weiter antreiben dürften. Sollte jedoch der Boden bei rund 18.50 EUR gebrochen werden, müssten sich Anleger wohl oder übel auf eine bevorstehende Zwischenkorrektur einstellen. Derzeit können wir davon ausgehen, dass mit dem Bruch der Formation eine starke Kursbewegung einhergehen wird. Die kommenden Tage werden daher überaus spannend.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 25.09.2018 Kurs: 19.035 Kürzel: DLG

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Anfang August konnten die Bären in der Aktie des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor endlich nachhaltig zurückgedrängt werden. Der Ausbruch nach oben wurde von uns sorgfältig beobachtet und auch die Rückeroberung der wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50, war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.  Auch der Retest dieser Indikatoren nach unten, konnte Mitte August erfolgreich verteidigt werden. In der Folge bildete sich ein klares Kaufsignal, welches die Aktie eine weitere Etage nach oben brachte. Die hier eingeleitete Zwischenkorrektur wurde im gestrigen Handel abgeschlossen und derzeit bilden sich gerade klare Kaufsignale. Die Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs setzt sich somit weiter fort. Die Aktie befindet sich in einem klaren Aufwärtstrend.

 

Expertenmeinung: Das Tief dieser Woche bildet jetzt eine neue Unterstützung im Chart. Die Marke bei 18.51 EUR wird somit so manchem Anleger als Absicherung mittels Stopp-Loss Order dienen. Längerfristig orientierte Anleger können sich auch auf das Pivot-Tief von Mitte August konzentrieren, welches ebenfalls einen wichtigen Support darstellt. Sollte mit dem jetzt eingeleiteten Kaufsignal das Widerstandsband rund um das Niveau von 21.25 EUR gebrochen werden, wäre gar ein Anstieg auf bis zu 26 EUR möglich. Wir heben unsere Aussichten auf die Dialog Semiconductor Aktie auf bullisch an.

Aussicht: BULLISCH

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die ersten Anzeichen einer möglichen Stabilisierung des Kursverlaufs der Aktie von Dialog Semiconductor hatten wir bereits Anfang August erwähnt. Mittlerweile schaffte die Aktie auch den Sprung über die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 und ein neues Hoch war geboren. Auch das höhere Tief im Bereich von 14.75 EUR konnte verteidigt werden. In Folge wurde das Interesse der Marktteilnehmer an der Aktie immer größer und weitere positive Impulse führten zum Gapfill (Füllen der Kurslücke) von Anfang Juni. Hier bei rund 18.70 EUR begann der letzte Abverkauf in Richtung Süden und daher stellt dieses Kursniveau einen klaren Widerstand im Chart dar. Derzeit konsolidieren die Kurse knapp darunter. Der Trend bleibt vorerst neutral.

Chart vom 23.08.2018 Kurs: 18.08 Kürzel: DLG

Expertenmeinung: Was uns am Chart sehr gefällt ist die Tatsache, dass die Kurse in der letzten kleinen Zwischenkorrektur in der vorigen Woche nicht mehr unter die besagten gleitenden Durchschnitte gefallen sind. Besonders die 20-Tage-Linie scheint derzeit einen überaus guten Support zu liefern. So diente dieser Indikator nicht nur Ende Juli, sondern auch letzte Woche punktgenau als Unterstützung im Kursverlauf. So lange die Kurse über diesem Indikator bleiben, sehen wir eine gute Chance, für steigende Kurse, vor allem wenn der Widerstand gebrochen werden kann. Unsere Aussichten würden wir daher bei Schlusskursen über der Marke von 18.75 EUR auf die bullische Seite anheben.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 23.08.2018 Kurs: 18.08 Kürzel: DLG

Dialog Semiconductor hat sich auf Lösungen für mobile Endgeräte spezialisiert hat. Der Konzern entwickelt integrierte Mixed-Signal-Schaltungen, vor allem hochintegrierte Halbleiterlösungen im Bereich Power-Management.

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Mobilgeräten ist auch der Energiebedarf deutlich gestiegen. Die Produkte von Dialog Semiconductor tragen zu einer effizienteren Nutzung der begrenzten Batteriekapazität bei und führen zu einer längeren Lebensdauer der Akkus. Derartige Power-Management-Chips finden ihren Einsatz in allen modernen, mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Man muss den Überblick behalten

Langfristig ist die Entwicklung äußerst erfreulich. In den letzten zehn Jahren legte der Umsatz von 0,16 auf 1,35 Mrd. Euro zu, stagnierte in den letzten drei Jahren allerdings auch.

Die Profitabilität hat sich im selben Zeitraum ebenfalls verbessert und dementsprechend legte der Gewinn von 0,15 auf 2,21 Euro je Aktie. Doch auch das Ergebnis entwickelte sich gemeinsam mit dem Umsatz, von 2015 bis 2017 seitwärts.

Daher ist es durchaus verständlich, dass die Aktie von den Höchstkursen zurückgekommen ist. Die große Abhängigkeit von Apple belastete die Aktie zusätzlich und auch das zurecht.
Weitere Unsicherheit brachte dann die mögliche Übernahme von Synaptics. Dadurch wäre Dialog zwar deutlich diversifizierter gewesen, doch die Börse nahm die Pläne dennoch nicht positiv auf.

All diese Punkte wurden in den letzten beiden Analysen ausführliche besprochen und trotz alledem war die fundamentale Einschätzung positiv und ich hatte den Wert zweimal zum Kauf empfohlen.
Zunächst bei einem Kurs von 18,64 Euro, anschließend legte die Aktie im Hoch um 15% auf 21,48 Euro zu.
Nach der gescheiterten Übernahme von Synaptics bei 16,00 Euro, wonach die Aktie abermals um mehr als 15% zulegte.

Doch warum war die Einschätzung positiv?

Am Jahrestief war das Unternehmen nur noch 970 Mio. Euro Wert, trotz Barmitteln von mehr als 400 Mio. Euro.
Das KGVe für das laufende Geschäftsjahr lag unter 6 und erschien bei der beeindruckenden Historie und der Technologieführerschaft des Unternehmens unangebracht. Vor allem auch im Vergleich zu den Konkurrenten, die auf ein Vielfaches der Bewertung kamen.

Das echte KGVe war aber durch die hohen Barmittel ohnehin noch niedriger, es lag bei kaum mehr als 3,2. Derzeit liegt dieser Wert bei 5,1.

Es ist also kaum verwunderlich, dass die Aufwärtsbewegung, hatte sie erst einmal Fahrt aufgenommen, doch sehr impulsiv verlaufen ist.

Charttechnischer Ausblick

Dialog Semiconductor hat erste Aufwärtsimpulse ausgebildet und scheint einen Boden gefunden zu haben.

In den letzten Tagen hat der Wert an das letzte Ausbruchsniveau zurückgesetzt und scheint hier wieder zu starten. Es besteht direktes Potenzial in Richtung 17,50 und 18,50 Euro.
Darüber kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 20 und 21,25 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 16,50 Euro, muss ein erneuter Test der 15-Euro-Marke eingeplant werden.

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Im April 2017 schockierte eine von einem Analysten in den Raum gestellte Überlegung die Investoren des Chipherstellers Dialog Semiconductor: Was, wenn Apple, der mit etwa zwei Drittel des Umsatzes entscheidende Kunde des Unternehmens, bald eigene Chips entwickeln und herstellen würde? Die Anleger reagierten mit einer panischen Verkaufswelle, obwohl Apple derlei Bestrebungen damals nicht kommentierte und das bis heute nicht getan hat. Es reichte offenbar zu wissen „sie könnten es tun“, um die Bären die Dialog-Aktie ungehindert immer tiefer drücken zu lassen. Und in der Tat hatten potenzielle Käufer das Problem: Wie will man belegen, dass etwas nicht passieren wird, das ja theoretisch durchaus passieren könnte? Das führte dazu, dass die Aktie von Dialog Semiconductor weiter fiel, insbesondere dann, wenn irgendjemand wieder dieses „Damoklesschwert Apple“ ins Gespräch brachte, das sich immer mehr zu einem Fluch für die Aktie entwickelte.

Was dabei besonders grotesk wirkte war, dass die Bewertung des Unternehmens immer weiter fiel, nicht nur, weil die Aktie in immer neuen Schüben in die Knie ging, sondern auch, weil Umsatz und Gewinn sukzessive zulegten. Dialog Semiconductor wurde von der Bewertung her immer „billiger“ und wurde dennoch von den Bären alleine aufgrund einer im Raum stehenden Möglichkeit immer tiefer gedrückt. Es schien, als gäbe es aus dieser Abwärts-Spirale kein Entkommen. Doch auf einmal überwand die Aktie in dieser Woche eine immens wichtige Charthürde – was war passiert?

Expertenmeinung: Genau der richtige Analyst hatte sein Kursziel für Dialog Semiconductor angehoben, und zwar von 22 auf 25 Euro. Mit der Begründung, dass die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens zu Apple mit Blick auf Apple’s Wachstumspotenzial nicht ausreichend in der Dialog Semiconductor-Aktie berücksichtigt sind. Genau der richtige, weil es der Analyst war, der den Stein im April 2017 ins Rollen gebracht hatte. Und da sagten sich die Marktteilnehmer: Wenn einer Bescheid weiß, dann doch der. Die Bullen griffen zu, die Bären deckten ein – und schon war die immens wichtige Widerstandslinie bei 17,05 Euro überboten. Im Vorfeld hatte sich ein „rounding bottom“ abgezeichnet, an dessen Nackenlinie die Aktie in der vergangenen Woche herangelaufen war, als zuerst gut aufgenommene Quartalsergebnisse bei Apple und danach gute Zahlen von Dialog Semiconductor selbst die Anleger daran erinnerten, dass dieses Unternehmen schließlich steigende Gewinne vorweisen kann.

Aber ob der Kurs über diese wichtige Linie hinausgekommen wäre, ohne dass diese Kursziel-Anhebung den „Apple-Fluch“ erst einmal aufhob, ist fraglich. Jetzt aber sieht es deutlich besser aus – und „teuer“ wäre diese Aktie vom Kurs/Gewinn-Verhältnis im Vergleich zu anderen Chipherstellern immer noch nicht. Würde die am 1. Juni entstandene Kurslücke mit Schlusskursen über 18,79 Euro geschlossen, wäre ein Anlauf in den Bereich 21,50/22,40 Euro mittelfristig nicht allzu überraschend. Aber haben die Bären wirklich schon aufgegeben? Sicher ist das nie, daher sollte man unbedingt einen Stop Loss Long unterhalb der überwundenen Linie von 17,05 Euro erwägen.

Chart vom 09.08.2018, Kurs 18,30 Euro, Kürzel DLG

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Erholung der Kurse beim Halbleiterkonzern Dialog Semiconductor hat sich auch in der vorigen Handelswoche weiter fortgesetzt. So konnte mittlerweile sowohl der 20- als auch der 50-Tage-Durchschnitt erstmals in diesem Jahr für mehr als einen Tag gebrochen werden. Dies sind klare Anzeichen einer möglichen Stabilisierung, welche in Folge gar eine Trendwende einleiten könnte. Der Abwärtstrend wurde indes bereits beendet und durch das jüngst generierte höhere Hoch ist schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung getan. Nun darf aber das Momentum nach oben nicht abreißen, da sich sonst die Bären rasch wieder zurückmelden würden.

Expertenmeinung: Wir heben unsere Aussichten auf das Papier auf die neutrale Ebene an. Um richtig bullisch zu werden, müssen wir mehr positive Signale bekommen. Einige positive Tage sind uns hier zu wenig und so müssen die Bullen nun noch einen drauflegen. Wichtig ist vor allem, dass das Tief der letzten Wochen bei 14.75 EUR nicht mehr nach unten gebrochen wird. Dies ist ein überaus wichtiger Bereich im Chart und ist somit ein Referenzpunkt für die intakte kurzfristige Aufwärtsbewegung. Alles darüber sieht zumindest recht konstruktiv aus.

Aussicht: NEUTRAL

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Dialog Semiconductor hat sich auf Lösungen für mobile Endgeräte spezialisiert hat. Der Konzern entwickelt integrierte Mixed-Signal-Schaltungen, vor allem hochintegrierte Halbleiterlösungen im Bereich Power-Management.

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Mobilgeräten ist auch der Energiebedarf deutlich gestiegen. Die Produkte von Dialog Semiconductor tragen zu einer effizienteren Nutzung der begrenzten Batteriekapazität bei und führen zu einer längeren Lebensdauer der Akkus. Derartige Power-Management-Chips finden ihren Einsatz in allen modernen, mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Sie werden aber auch für Displays, Beleuchtungen oder im Automobilbereich eingesetzt. Zu den Kunden zählen Entwickler und Hersteller von Smartphones, der mit Abstand größte Kunde ist Apple.

Übernahme abgesagt. Was bedeutet das für Dialog?

Die sehr positive langfristige Entwicklung, die jedoch problematische Abhängigkeit von Apple und eine Bewertung im Branchenvergleich wurden ausführlich im letzten Artikel besprochen.

Damals waren bereits Gerüchte im Umlauf, wonach Dialog Semiconductor und Synaptics Übernahmegesprächen führten. Die Berichte verdichteten sich anschließend. Während die Papiere von Synaptics auf die Meldung positiv reagierten und deutlich zulegten, gab Dialog Semiconductor weiter nach.

Eigentlich unverständlich, denn dem deutsch-britischen Chiphersteller wird stets die hohe Abhängigkeit von Apple vorgeworfen. Versucht der Konzern im großen Stil zuzukaufen und diese Abhängigkeit zu reduzieren, wird die Aktie aber dennoch abgestraft. Sicherlich wäre Synaptics ein etwas großes Ziel gewesen, die Richtung stimmte aber. Dialog sollte sich nun nach einem neuen, kleineren Ziel umsehen, denn die Summen offenbaren durchaus ein gewisses Ungleichgewicht.

Laut CNBC hatte Synaptics wenige Monate zuvor bereits eine Offerte von 59 US-Dollar je Aktie abgelehnt. Man musste also davon ausgehen, dass der Preis im Falle eines Abschlusses nördlich von 2,0 Mrd. USD liegen würde. Im Vergleich dazu kommt Dialog derzeit nur auf einen Börsenwert von circa 1,25 Mrd. Euro.

Die Übernahme wäre aber wohl zu stemmen gewesen, denn zuletzt hatte man Bargeldreserven von über 400 Mio. Euro in der Hinterhand.

Nun ist die Sache aber vom Tisch und scheinbar sind die Aktionäre erleichtert. Bei Synaptics dürfte die Kursreaktion wohl spiegelverkehrt ausfallen, die Papiere notieren vorbörslich bereits 13% im Minus.

Eine bedeutende Übernahme würde für Dialog absolut Sinn ergeben, um die Diversifizierung voranzutreiben und die Abhängigkeit von Apple zu reduzieren. Synaptics war aber wohl eine Nummer zu groß.

Fundamentale Bewertung

Dialog Semiconductor kommt derzeit auf einen Börsenwert von 1,25 Mrd. Euro. Im Verhältnis dazu ist der Cashbestand mit über 400 Mio. Euro erheblich und sollte bei der Bewertung beachtet werden.

Doch auch ohne Cash liegt das KGV derzeit nur bei 8,1 und das KGVe für das laufende Geschäftsjahr bei 7,2. Die Bewertung ist vergleichsweise sehr niedrig.

Charttechnischer Ausblick

Mit dem Rückkehr in den Abwärtstrend und den Anstieg über 15,00 Euro hat sich die Gesamtlage zuletzt wieder deutlich entspannt.

Der heutige Aufwärtsimpuls könnte nun endlich den Knoten zum Platzen bringen. Gelingt ein Tagesschluss oberhalb von 15,66 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit Kurszielen bei 17,00 und 17,40 Euro. Darüber würde sich die Lage weiter aufhellen.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 15,66 Euro zurück, drohen erneute Verluste in Richtung 15,00 und 14,75 Euro.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Trotz der Rallye zahlreicher Aktien der selbigen Branche an der Technologiebörse Nasdaq, als auch der mittlerweile wieder stabilen Lage des deutschen Gesamtmarktes, kann sich die Aktie des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor weiterhin nicht nachhaltig erholen. Seit Monaten hat das Papier mit vehementen Abwärtsdruck zu kämpfen und über weite Strecken zeigt sich ein nachhaltiger Abwärtstrend. Immer wieder sind Versuche zu beobachten den mittelfristigen Trendindikator, den 50-Tage-Durchschnitt, nach oben zu durchbrechen. Bislang waren die Bullen jedoch recht erfolglos und Ende Februar, als auch Anfang Mai wurden Erholungsversuche rasch im Keim erstickt. Hier haben weiterhin die Bären das Sagen.

Expertenmeinung: Das Papier zeigt relative Schwäche gegenüber wichtigen Indizes und das Interesse der Marktteilnehmer scheint weiterhin eher gering. In den letzten Wochen ergab sich zumindest eine technische Gegenbewegung nach oben, doch ob diese von Nachhaltigkeit geprägt sein wird, darf vorerst in Frage gestellt werden. Es ist davon auszugehen, dass der Druck nahe dem 50-Tage-Durchschnitt in den kommenden Tagen wieder stärker werden wird. Alles in allem wohl eher eine gute Short-Gelegenheit als vice versa. Wir bleiben weiterhin bärisch auf die Aktie.

Aussicht: BÄRISCH

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Dialog Semiconductor ist einer der führenden Anbieter für hochintegrierte Halbleiterlösungen im Bereich Power-Management.
Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit von Mobilgeräten ist auch der Energiebedarf deutlich gestiegen. Die Produkte von Dialog Semiconductor tragen zu einer effizienteren Nutzung der begrenzten Batteriekapazität bei und führen zu einer längeren Lebensdauer der Akkus. Derartige Power-Management-Chips finden ihren Einsatz in allen modernen, mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Überzeugendes Wachstum

Dialog Semiconductor gehört zu den großen Wachstumsstorys. In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 0,16 auf 1,35 Mrd. Euro regelrecht explodiert. Der Gewinn legte sogar noch überproportional von 0,15 auf 2,21 Euro je Aktie zu.

Doch seit 2014 stockt der Motor etwas und der Umsatz pendelte zwischen 1,15 und 1,35 Mrd. Euro. Gleiches gilt für den Gewinn, dieser schwankte zwischen 1,93 und 3,25 Euro je Aktie.

Bewertung im Branchenvergleich und Abhängigkeit von Apple

Trotz dieser Probleme ist die Bewertung des Unternehmens erstaunlich niedrig, vor allem im Branchenvergleich. Für die direkten Konkurrenten von Dialog Semiconductor wird am Markt das Mehrfache bezahlt. Das große Problem ist allerdings die Abhängigkeit von Apple.

Dieser Punkt ist durchaus problematisch, entfallen doch über 50% des Umsatzes auf den iPhone-Hersteller, der Gerüchten zufolge eigene Power-Management-Chips entwickelt. All diese Punkte habe ich in meiner letzten Analyse ausführlich besprochen. Wir hatten damals eine Gegenbewegung erwartet und immerhin knapp 10% wurden es dann auch.

Derzeit kommt Dialog Semiconductor auf ein KGV von 7,5 und ein KGVe für das bereits laufende Geschäftsjahr von 6,2. Das Unternehmen kann also keineswegs als teuer eingestuft werden. In Anbetracht der bestehenden Risiken ist ein deutlicher Abschlag im Vergleich zu den direkten Konkurrenten aber auch gerechtfertigt.

Der Kursrückgang scheint inzwischen doch aber grenzwertig. Binnen drei Monaten gaben die Papiere um knapp 40% nach, auf Sicht von einem Jahr sind es über 65%. Im gesamten HDax ist kein anderer Wert derartig stark eingebrochen.

Diversifizierung schreitet voran

Dialog Semiconductor ist dementsprechend bemüht unabhängiger vom Großkunden zu werden und die Sorgen zu zerstreuen. Der Vorstand verwies darauf, dass Dialog erst kürzlich von Apple mit dem Design neuer Chips beauftragt wurde, die 2019 geliefert werden sollen. Die Auftragslage scheint also vorerst gesichert.

Einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung stellt sicherlich auch die Ende letzten Jahres durchgeführte Übernahme von Silego für rund 235 Mio. Euro dar. Das Unternehmen ist der Weltmarktführer für sogenannte CMICs. Die neuartigen Chips können auf besonders kleiner Fläche sowohl analoge als auch digitale, diskrete und logische Signale verarbeiten und werden daher in einer ganzen Reihe von Wachstumsmärkten wie IoT und autonome Fahrzeuge stark nachgefragt.

Wohl noch bemerkenswerter ist die dazugehörige Softwareumgebung von Silego, die es Anwendern erlaubt, die gewünschten Funktionen intuitiv zu konfigurieren. Prototypen können dadurch binnen Stunden produziert werden.

Fusion mit Synaptics?

Berichten zufolge werden derzeit auch Fusionsgespräche mit dem US- Touchscreen-Hersteller Synaptics geführt. Nach Angaben von Bloomberg befinden sich die Verhandlungen aber noch in einem frühen Stadium. Laut CNBC hatte Synaptics vor wenigen Monaten bereits eine Offerte von 59 US-Dollar je Aktie abgelehnt.
Synaptics ist an der Börse Wert derzeit rund 1,35 Mrd. Euro Wert, Dialog knapp unter 1,2 Mrd. Euro. Die Übernahme wäre also wirklich keine Kleinigkeit, würde die Abhängigkeit von Apple aber mit einem Schlag deutlich reduzieren. Darüber hinaus scheint man es sich leisten zu können, trotz der Übernahme von Silego hatte Dialog am Ende des ersten Quartals 2018 Cashbestände von rund 425 Mio. Euro.
Die Aktien des deutsch-britischen Chipherstellers reagierten bisher aber kaum, im Gegensatz zu den Papieren von Synaptics, die zeitweise um 15% zulegten.

Charttechnischer Ausblick

Dialog Semiconductor hat die Nachricht des Marktes verstanden und einen klaren Weg in Richtung Diversifizierung beschritten. Bei einem KGVe von 6,2 und einem Cashbestand von rund einem Drittel des Börsenwerts scheinen die Chancen auf diesem Niveau daher zu überwiegen.

Aus charttechnischer Sicht steht die Aktie allerdings am Scheideweg und Abwärtstrends beherrschen das Bild. Fallen die Papiere nachhaltig unter 15,00 Euro, drohen weitere Verluste in Richtung 12,50 Euro.
Die Börse ist jedoch keine Einbahnstraße und eine Gegenbewegung überfällig, welche den Wert in Richtung 17,40 Euro führen könnte. Darüber würde sich das Chartbild deutlich aufhellen und es käme zu einem regelrechten Befreiungsschlag.

20180611-dialog-keine-aktie-ist-staerker-eingebrochen-jetzt-fusion

Die Quartalsbilanz des Chipherstellers Dialog Semiconductor steht erst nächste Woche, am 9. Mai, an. Aber bereits gestern zog diese Aktie kräftig an, denn die Bilanzdaten eines anderen Unternehmens werden von den Investoren als noch wichtiger für Dialog Semiconductor eingestuft als die eigenen: die von Apple. Und die kamen am Dienstagabend nach US-Handelsende. Denn Apple ist der mit Abstand größte, wichtigste Kunde des Unternehmens. Läuft es bei Apple gut, läuft es auch in Bezug auf Umsatz und Gewinn bei Dialog Semiconductor. Und vor allem suchte man bei den Statements von Apple im Zuge der Analystenkonferenz nach Hinweisen, ob etwas dran ist an dem im vergangenen Jahr mehrfach aufgeflackerten Gerücht, Apple könnte bald seine eigenen Chips entwickeln und herstellen. Denn das wäre für Dialog Semiconductor fatal. Und das ist der Grund, warum diese Aktie in den vergangenen gut zwölf Monaten, vom Jahreshoch 2017 bis zum bisherigen Tief in der vergangenen Woche, zwei Drittel an Kurswert verlor. Aber man fand bei Apple keine solchen Hinweise, war erleichtert und griff beherzt zu. Eine gute Idee – oder läuft man da in die Falle?

Expertenmeinung: Zumindest ist Vorsicht angebracht. Denn es ist zwar richtig, dass das Niveau der Dialog Semiconductor-Aktie im Fall, dass diese Gerüchte um einen Wegfall des Großkunden Apple haltlos sind, außerordentlich „billig“ wäre. Aber das setzt voraus, dass Umsatz und Gewinn weiter recht dynamisch zulegen. Und das führt angesichts deren Dominanz beim Umsatz von Dialog Semiconductor erneut zu Apple. Dort kam es zwar nach der Quartalsbilanz zu Käufen. Aber die basierten nicht darauf, dass Apple ein starkes Umsatzwachstum verbuchten konnte und/oder die Gewinnmarge deutlich gestiegen wäre, was Zulieferern wie Dialog Semiconductor Spielraum bei den Chip-Preisen nach oben bieten könnte. Die Käufe bei Apple basierten vor allem auf dem neu angesetzten, jetzt unglaubliche 100 Milliarden US-Dollar umfassenden Aktienrückkaufprogramm. Umsatz und Marge lagen gerade mal im Rahmen der eher vorsichtigen Analystenerwartungen, wobei der Umsatz mit +15 Prozent gegenüber dem ersten Kalenderquartal 2017 nicht wirklich beeindrucken kann, immerhin ist Apple derzeit erstmals mit zwei aktuellen iPhone-Modellen am Start. So betrachtet dürfte das keine Basis sein, dass bei Dialog Semiconductor Umsatz und Gewinn allzu weit über den bisherigen Erwartungen liegen werden. Und das hieße: Ja, das Risiko des Wegfalls von Apple als Großkunde scheint momentan nicht akut zu sein. Aber Apple kann eben auch keine Basis dafür sein, dass man Dialog Semiconductor mit Blick auf deren eigenes Wachstum neu bewerten müsste. Die Aktie kann also wieder in alte, normale Sphären zurückkehren, das muss aber nicht gelingen. Daher wären Long-Trades im Vorfeld eines Schlusskurses über der nächstgelegenen Widerstandszone zwischen 20,27 und 22,32 Euro, deren Break dann den Weg aus charttechnischer Sicht in den Bereich 27,33/28,29 Euro freigeben würde, hochspekulativ!

Chart vom 02.05.2018, Kurs 19,27 Euro, Kürzel DLG

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