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Deutsche Post AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Deutsche Post
Datum

Titel

Analysis

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Tage und Wochen liefen für viele Anleger an der Deutschen Börse alles andere als positiv. Der DAX durchbrach erneut wichtige Böden nach unten und eine Vielzahl der im Index befindlichen Papiere zeigen sich schwer angeschlagen. Nicht so die Aktie der Deutschen Post. Zwar gab es auch hier im Laufe der Woche eine kleine Zwischenkorrektur, doch nach wie vor befindet sich der Trend in einer Aufwärtsphase. Die Kurse sind gerade an den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50 angekommen, welche jetzt unterstützend in den Kursverlauf eingreifen. Die positiven Tendenzen überwiegen und weiterhin sehen wir hier relative Stärke zum Vergleichsindex.

Expertenmeinung: Weiterhin belassen wir unsere Aussichten auf der bullischen Seite. Wichtig ist vor allem, dass sowohl die erörterten gleitenden Durchschnitte, als auch das letzte kleine Zwischentief bei 30 EUR möglichst nicht nach unten gebrochen werden. Sollte sich dieses Szenario einstellen, wäre dies ein klares Warnsignal und könnte die Kurse belasten. Wenn die Aktie jedoch von hier aus wieder nach oben dreht und die eingezeichnete Bullenflagge bricht, wäre dies ein klares Kaufsignal und könnte in Folge eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen.

Aussicht: BULLISCH

20180907-deutsche-post-aktie-zeigt-relative-staerke

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Erstmals in diesem Jahr haben Aktionäre der Deutschen Post wieder Grund zu jubeln. Der Abwärtstrend der Aktie konnte bereits Ende Juli beendet werden. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auf die mögliche Trendwende in der Aktie hingewiesen. Seither geht es mit den Kursen stetig nach oben und die Bären verlieren immer weiter an Boden. Durch die neu gebildete Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs befindet sich das Papier seit Januar dieses Jahres wieder in einem bestätigten Aufwärtstrend. Die Zwischenkorrektur, welche sich Mitte August bildete, konnte exakt am 20-Tage-Durchschnitt aufgehalten werden. Dies ist ein positives Zeichen und deutet auf erhöhtes Interesse der Marktteilnehmer hin.

Expertenmeinung: Die Unterstützung bei 30 EUR wird zu einem nicht unwichtigen Referenzpunkt im Chart. Solange sich die Kurse über diesem Niveau halten können, sehen wir weiterhin gute Chancen auf steigende Kurse. Zumindest in den nächsten Wochen sehen wir ein Potenzial auf bis zu 34 EUR. Auf diesem Niveau befindet das Pivot-Tief von März, welches in das aktuelle Kursgeschehen als Widerstand eingreifen dürfte. Bis zu dieser Marke sind keine nennenswerten Hürden im Chart erkennbar. Wir bleiben vorerst bullisch auf die Aktie der Deutschen Post.

Aussicht: BULLISCH

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Bis Ende 2017 war nahezu jeder überzeugt: Die Post macht alles richtig, kann und wird in einem schwierigen Umfeld Umsatz und Gewinn stetig und ansehnlich steigern … und folgerichtig muss man hier auf der Long-Seite dabei sein. Doch einer Phase des Wassertretens im Januar folgte eine Korrektur, die einfach nicht enden mochte – und sich dann wider Erwarten vieler Marktteilnehmer in einen Abwärtstrend verwandelte, der die „Aktie Gelb“ im Mai und Juni kräftig unter Druck setzte. Vor allem, als das Unternehmen im Juni völlig überraschend Probleme bei der Rentabilität meldete, die Prognosen kassierte und eine kostenintensive Restrukturierung im Schnellverfahren avisierte. Am Dienstag kam die erste Quartalsbilanz seit dieser am 8. Juni lancierten Umsatz- und Gewinnwarnung auf den Tisch. Und die Aktie beendete den Handelstag mit +3,79 Prozent als Tagessieger des DAX. Waren die Ergebnisse derart überzeugend? Hatte die Deutsche Post bei dieser Warnung vom Juni womöglich zu tief gestapelt?

Expertenmeinung: Letzteres weiß man noch gar nicht. Denn die eigentlichen Kosten für die Restrukturierung stehen erst im laufenden dritten sowie im vierten Quartal an. An der gesenkten Umsatz- und Gewinnprognose hielt man fest. Und bei leicht zum Vorjahresquartal gestiegenem Umsatz präsentierte sich der Gewinn, ob als EBIT oder netto gerechnet, unter dem Vergleichszeitraum 2017. Nicht gut. Was aber hat die Akteure dann zum Einstieg bewogen? Zum einen dürfte es die Offenheit gewesen sein, mit der der Vorstand das Problem angeht, indem z.B. der Chief Financial Officer erklärte, dass man sich bewusst sei, mit der Gewinnwarnung Vertrauen verspielt zu haben und es daher nötig sei, zu „liefern“. Zum anderen ist es die charttechnische Konstellation, die den Kursanstieg befeuert haben dürfte. Denn da sehen wir, zusätzlich zur Einsicht des Vorstands, die Umkehr des Kurses in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Deren Nackenlinie bei 30,30 Euro wurde im Zuge der Käufe nach der Quartalsbilanz schwungvoll überboten. Und dass die Aktie die 20-Tage-Linie als Sprungbrett zu nutzen vermochte, dürfte den technisch orientierten Tradern nicht minder gefallen haben. Wenn sich die Post-Aktie über dieser Nackenlinie halten kann, wäre die nächste Widerstandszone erst wieder im Bereich zwischen 34,20 und 35,75 Euro zu finden. Aber da hier auf einmal wieder viele Vorschusslorbeeren verteilt werden, wäre es besser, im Fall von Long-Trades mit „Fallschirm“ unterwegs zu sein, indem man einen Stop Loss knapp unterhalb von 29 Euro einzieht.

Deutsche Post Aktie Chart 2018

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Monate über hatten die Bären ihren Spaß mit der Aktie der Deutschen Post. Die Kurse wurden immer weiter nach unten gedrückt, bis sich im Anfang Juli ein vorläufiger Boden bildete. Zwischenzeitlich musste das Papier seit Jahresanfang rund 30 Prozent an Wert einbußen und gehörte damit zu den großen Verlierern im DAX. Die Frage blieb, wann denn diese beispiellose Talfahrt enden würde. Vorläufig sieht es zumindest recht gut aus, denn erstmals seit Monaten konnte im Chart ein neues Hoch gebildet werden. Der Abwärtstrend ist somit aus technischer Sicht in eine neutrale Kaufphase übergegangen. Für eine wirkliche Trendwende müssten die Bullen jetzt Stärke zeigen und für weitere positive Impulse sorgen.

Expertenmeinung: Bereits Ende April haben die Bullen eine Wende nach oben versucht (1). Die Kurse konnten sich aber nur wenige Tage lang oberhalb der gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 halten. Recht schnell war damit klar, dass die begonnene Aufholjagd ihr Ende baldiges Ende finden würde. Es wäre also aktuell sehr wichtig, dass das kurzfristig höhere Tief bei 28.18 EUR möglichst nicht mehr nach unten gebrochen wird. Je länger sich die Kurse jetzt über diesem Niveau halten können, umso erträglicher ist das für den weiteren Kursverlauf. Es bleibt abzuwarten, ob sich die positiven Tendenzen der letzten Tage weiter fortsetzen werden.

Aussicht: NEUTRAL

20180727-deutsche-post-mit-ersten-lebenszeichen-ist-das-die-wende

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Ende Mai hatten wir unsere Aussicht für die weitere Entwicklung der Aktie der Deutschen Post auf die bärische Seite abgeändert. Dementsprechend sind wir nicht überrascht, dass sich die Talfahrt der Aktie in den letzten Wochen weiter fortsetzte. Der Trend zeigt schon seit geraumer Zeit Richtung Süden. Auch die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen, bis auf wenige Ausnahmen, seit Monaten fast kontinuierlich nach unten und signalisieren somit negatives Momentum. Aktuell haben die Bären das Zepter fest in der Hand und mittelfristig ist ein Ende der Talfahrt noch nicht in Sicht.

Expertenmeinung: Um einen möglichen Boden in der Aktie zu finden, bedarf es eines Blickes auf den Wochenchart. Hier ist das nächste wichtige Pivot-Tief erst im Bereich von 27 EUR auszumachen. Dieses Tief stammt aus dem September 2016. Ansonsten findet sich noch ein alter Widerstand im Bereich von 29 EUR, welcher erst Ende 2016 nach oben durchbrochen werden konnte. Dies sind also die nächsten Zielmarken der Aktie. Kurzfristig könnte es trotz der negativen Signale aber zumindest zu einer technischen Gegenreaktion nach oben kommen, da die Kurse extrem überverkauft sind. Dennoch bleiben wir mittelfristig weiter bärisch auf die Aktie.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 12.06.2018 Kurs: 29.46 Kürzel: DPW

Die Aktie der Deutschen Post ist nach einer Gewinnwarnung um über 8% eingebrochen. Der größte deutsche Post- und Logistik-Konzern musste die Prognose für das EBIT im laufenden Jahr von 4,15 Mrd. auf 3,2 Mrd. Euro senken!

Erst vor einem Monat, im Rahmen der Quartalszahlen, hatte man den Ausblick noch bestätigt. Als Aktionär darf man sich also durchaus fragen, ob die Probleme nicht auch schon damals absehbar waren. Denn immerhin war der Umsatz auf Jahressicht bereits leicht rückläufig und das Periodenergebnis sank um 5,2%.

Die Ziele für 2020 wolle man aber dennoch erreichen und ein EBIT von 4,0 Mrd. Euro erwirtschaften. Der Ausblick ist für sich alleine schon bedenklich genug, liegt die Prognose für 2020 doch ohnehin schon unter den bisherigen Erwartungen für dieses Jahr. In Sachen Wachstum also weiter Fehlanzeige.

Doch der CEO beschwichtigt, nach den Worten von Frank Apple starte man nun ein „Programm zur Verbesserung der Produktivität und Senkung der indirekten Kosten in der Post-eCommerce-Parcel-Sparte.“

War früher alles besser?

Wir haben also bereits festgestellt, dass die Deutsche Post aktuell Probleme hat und der Ausblick kaum zu Freudensprüngen führen dürfte. Doch vielleicht ist das nur ein kurzfristiges Problem und zumindest der Trackrecord überzeugend. Die kurze Antwort ist nein.

In den zurückliegenden zehn Jahren stieg der Umsatz lediglich von 54,4 auf 60,4 Mrd. Euro, inflationsbereinigt gab es also kein Wachstum und das trotz boomendem Online-Handel. Man kann eigentlich nur von operativem Versagen sprechen.
Das Ergebnis konnte sich von dieser Entwicklung natürlich nicht abkoppeln. Im Vorjahr lag der Gewinn je Aktie mit 2,15 Euro quasi auf demselben Niveau wie 2010.

Trotz fehlendem Wachstum und schwachem Ausblick kam die Deutsche Post in den letzten Jahren meist auf ein KGV von 15 bis 20. Aus fundamentaler Sicht war diese Bewertung nicht zu rechtfertigen.

Denn es handelt sich schlichtweg um ein schwieriges Geschäft. Es ist kapitalintensiv, renditeschwach und eine Art „Commodity Business“. Der Service der Deutschen Post ist austauschbar. Niemanden interessiert es wirklich, ob seine Pakete mit der Deutschen Post, Hermes oder UPS geliefert werden. Daher setzt sich der Low-Cost-Provider durch und die Margen sind für alle Wettbewerber niedrig.

Wo liegt jetzt die faire Bewertung?

In Anbetracht der Gewinnwarnung werden in den kommenden Tagen wohl einige Downgrades folgen. Das Ergebnis sollte in diesem Jahr eher im Bereich von 1,75 Euro je Aktie liegen, bisher war der Konsens bei 2,25 Euro. Es bleibt daher abzuwarten, ob nicht auch noch die Dividende gekürzt werden muss.
Es stellt sich die Frage, ob der Markt in Anbetracht der Probleme auch zukünftig noch ein KGV von 15 und mehr akzeptieren wird. Doch selbst in diesem Fall läge der entsprechende Aktienkurs in diesem Jahr zwischen 26,15 und 30,00 Euro.
Würde der Markt in Zukunft beispielsweise nur noch ein KGV von 10 hinnehmen, könnte der Aktienkurs bis Ende 2020 in Richtung 23,00 Euro fallen.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie der Deutschen Post hat in den zurückliegenden Jahren eine größere Rallye vollzogen. Doch Ende letzten Jahres stockte die Aufwärtsbewegung und über Wochen hinweg hat sich ein Top bei 41,00 Euro ausgebildet. Einige Zeit später wurde dann der Aufwärtstrend verlassen. Seitdem lastet spürbarer Druck auf der Aktie und es wurden zahlreiche Verkaufssignale generiert. Der Absturz kommt daher nicht unerwartet.
Unterhalb von 31,00 Euro ergibt sich nun weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 29,00 Euro.
Kurzfristig ist der Wert aber auch überverkauft, es könnte durchaus zuvor noch zu einer technischen Gegenbewegung kommen. Es ist wahrscheinlich, dass die Aktie in diesem Fall bei 31,00 oder 32,00 Euro scheitert und wieder zur Unterseite dreht.

20180608-deutsche-post-schockt-anleger

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mitte April sah es fast danach aus, als ob die Aktie der Deutschen Post die Trendwende nach oben schaffen könnte. Zu diesem Zeitpunkt waren erstmals seit Januar die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zurückerobert worden und der Widerstand im Bereich von 37.80 EUR schien endlich gebrochen zu sein. Es waren dann jedoch die Dividenden, die die Kurse wieder nach unten zogen, wie auch die für das erste Quartal dargelegten Ergebnisse, welche die Anleger enttäuschten. Seither haben die Bären das Ruder übernommen und ein neuer Abwärtstrend wurde ausgebildet. Alles in allem ein recht düsteres Gesamtbild mit weiterem Potential nach unten.

Chart vom 28.05.2018 Kurs: 33.54 Kürzel: DPW

Expertenmeinung: Erst beim Blick auf den längerfristigen Chart wird deutlich, wohin die weitere Reise der Aktie noch gehen könnte. So befindet sich bei 32.34 EUR ein Pivot-Tief, welches sich im Juli 2017 gebildet hat. Danach wären noch Unterstützungen im Bereich von 31.18 EUR und bei rund 30 EUR zu finden. Diese könnten durchaus noch mögliche Kursziele für die kommenden Wochen darstellen. Aktuell bleibt untere Aussicht auf die Aktie jedenfalls auf der bärischen Seite.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 28.05.2018 Kurs: 33.54 Kürzel: DPW

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