Zurück Oktober Weiter
Zurück 2018 Weiter

Deutsche Bank AG: Historische Analysen der letzten 6 Monate

Aktien-Portrait und Kursentwicklung: Deutsche Bank
Datum

Titel

Analysis

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister.
Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen beteiligt, zum Konzern gehört auch die Postbank.

Antizyklisches Handeln

An kaum einem Bundesbürger wird die Tatsache vorbeigegangen sein, dass die Deutsche Bank ernsthafte Probleme hat. Der Aktienkurs spiegelt das wieder.

Auch aus fundamentaler Sicht gibt es seit geraumer Zeit keine Gründe, den Wert zu kaufen. Seit Jahren ist mein Votum zur Deutschen Bank so negativ, wie es nur sein könnte.

Das Unternehmen kämpft an allen Fronten mit Problemen, der Umsatz stagniert, der Gewinn ist rückläufig. Das einzige was steigt, ist die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien und das ist keineswegs erfreulich.

Im Jahresverlauf habe ich die Deutsche Bank mehrfach besprochen und bis in den Juni hinein stets zum Verkauf geraten. Zuletzt zu Kursen nahe 11 Euro. Anschließend ging es dann abwärts bis unter 9 Euro.
Fast punktgenau am Tief haben wir den Wert dann zum Kauf empfohlen. Anschließend ging um mehr als 20% aufwärts.

Denn selbst eine Deutsche Bank ist zu einer Gegenbewegung fähig. Ist die Stimmung am Markt gnadenlos negativ, drehen Aktien plötzlich wie von Geisterhand. So war es auch in diesem Fall.
Das sollte jedem Anleger bewusst sein. Lassen Sie sich nicht von den Emotionen und einer negativen Stimmung mitreißen.

Wie ist die Lage?

Die Erholung war vor allem mit der Hoffnung begründet, dass die Maßnahmen des neuen CEO Sewing Früchte tragen könnten.
Durch die Integration der Postbank will man Milliarden einsparen, die Zahl der Mitarbeiter im Privat- und Firmenkundengeschäft beider Banken soll von derzeit 30.000 auf 24.000 sinken.
Und im Bereich Investmentbanking soll „kein Stein auf dem anderen bleiben“. Die Details hatte ich in der letzten Analyse dargelegt.

Vielleicht schafft man also tatsächlich den Turnaround und erwirtschaftet endlich wieder ein nennenswertes Ergebnis.

In diesem Fall käme die Deutsche Bank in diesem Geschäftsjahr auf ein KGVe von 24,9 und für das Folgejahr auf einen Wert von 11,5.

Die Bewertung könnte man durchaus akzeptieren. Für Altaktionäre sieht es durch die massive Verwässerung der Aktien aber dennoch schlecht aus.

Die Prognose sollte man allerdings mit großer Vorsicht genießen, denn in den Vorjahren wurde der Ausblick geradezu reihenweise nicht erfüllt.
Das Geschäftsjahr 2017 ist nur das jüngste Beispiel in einer Reihe der Verfehlungen, wie Sie hier im Absatz „Beispielhafter Ausblick für 2017“ nachlesen können.

Was macht man also aus dieser Gesamtkonstellation? Als Altaktionär bleiben einem wohl nur Antidepressiva und alle anderen Marktteilnehmer sollten nur an Extrempunkten einsteigen, um eine Gegenbewegung mitzunehmen. Wie wir es im Juli gemacht haben.

Großaktionär HNA muss wohl aussteigen

Als hätte die Deutsche Bank nicht schon mit genug Problemen zu kämpfen, droht nun auch noch der Ausstieg des größten Aktionärs HNA.
Seit Tagen verdichten sich die Gerüchte, nun scheint es Gewissheit zu sein.

Der bisher größte Aktionär der Deutschen Bank, der chinesische Mischkonzern HNA, will seinen Anteil komplett abstoßen. Im Jahresverlauf hatte man die Beteiligung bereits von 8,8% auf 7,6% gesenkt.

Den Berichten zufolge üben die chinesischen Behörden Druck auf den hoch verschuldeten Konzern aus, der sich wohl auch an anderer Stelle verspekuliert hat. Immerhin könnte ein Verkauf der Deutschen-Bank-Papiere rund 1,5 Mrd. Euro in die Kasse spülen.

Es bleibt die bange Frage, wer die Anteile übernehmen soll. Findet man einen langfristigen Investor, könnte das sogar mehr Stabilität bringen. Müssen alle oder ein Großteil der Aktien über die Börse abgestoßen werden, könnte das den Kurs weiter belasten.

Charttechnischer Ausblick

Genau hier liegt die Kernfrage. Kann ein neuer, langfristiger Großaktionär gewonnen werden, dürfte es zu einer Erholungsrallye kommen. Die ersten Kursziele auf der Oberseite lägen in diesem Fall bei 10 und 11 Euro. Über dieser Marke kommt es zu prozyklischen Kaufsignalen.

Solange das aber nicht der Fall ist, droht jederzeit ein Rückfall in Richtung 9 Euro. Sollte HNA seine Aktien direkt über die Börse verkaufen, dürfte das die Kurse nachhaltig belasten.
Unterhalb von 9 Euro könnte es darüber hinaus zu einer Welle von Stopps kommen. Nennenswerte Unterstützungen sind nicht auszumachen.

20180910-deutsche-bank-der-groesste-aktionaer-wirft-das-handtuch-dunkle-vorzeichen20180910-deutsche-bank-der-groesste-aktionaer-wirft-das-handtuch-dunkle-vorzeichen-langfristig

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Für ein paar Wochen konnten die Bullen den mehrmonatigen Abwärtstrend der Aktie der Deutschen Bank stoppen, doch Mitte August wurden wichtige Böden nach unten gebrochen. Der Ausflug nach oben und eine mögliche Trendwende sind damit vorerst vorüber und jetzt droht der Aktie erneut ein Abverkauf. Für die bevorstehende Handelswoche sind neue Signale zu erwarten. Nach oben hin bilden die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 klare Widerstände. Der Bereich um die Marke von 10.20 EUR wird nur schwer zu knacken sein und die Bullen werden hier auf massiven Widerstand stoßen. Nach unten hat sich bei 9.66 EUR eine kleinere Unterstützung ausgebildet. Sollte diese gebrochen werden, läuft die Aktie Gefahr, die Tiefs aus dem Juni dieses Jahres erneut zu testen. Der Trend bleibt vorerst neutral.

Expertenmeinung: In unserer letzten Analyse hatten wir bereits unsere Aussichten auf die bärische Seite verändert. Diese belassen wir vorerst bei. Erst wenn der eingangs erwähnte Widerstand auf Schlusskursbasis nach oben gebrochen werden würde, wäre dies ein Grund die aktuelle Haltung auf das Papier wieder zu revidieren. In Folge würde sich ein höheres Tief bilden, was für den Gesamtchart äußerst wichtig und vor allem positiv wäre. Alles darunter sollte jedoch sehr kritisch betrachtet werden und die Wahrscheinlichkeit auf weiter fallende Kurse ist derzeit eindeutig höher.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 24.08.2018 Kurs: 9.816 Kürzel: DBK

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nachdem die Aktie der Deutschen Bank in diesem Jahr zeitweise bereits über 40 Prozent an Wert abgeben musste, gab es im Juli erstmals eine nachhaltige Erholung. Die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 konnten nach oben gebrochen werden und die Hoffnung auf einen mittel- bis längerfristigen Trendwechsel war groß. Dieser wurde sogar zwischenzeitlich mit dem Ausbruch über das Niveau bei 10.50 EUR eingeleitet, doch die Bullen konnten sich nicht weiter durchsetzen. Der Ausflug in Richtung Norden war nur von kurzer Dauer. Spätestens, als die Kurse wieder unter die frisch gebildete Unterstützung fielen war klar, dass sich hier ein frisches Verkaufssignal ergibt. Aktuell scheinen die Bären Schritt für Schritt wieder das Zepter an sich zu reißen. Der Trend bleibt vorerst noch neutral.

Expertenmeinung: Im Chart ist gut zu erkennen, dass die wichtigen gleitenden Durchschnitte bereits wieder den Weg nach unten eingeschlagen haben. Die Wahrscheinlichkeit auf weitere Kursverluste ist somit deutlich gestiegen. Was könnte die Aktie retten? Es müsste ein höheres Tief möglichst über dem Niveau von 8.75 EUR gebildet werden. Dies wäre mittelfristig ein positives Zeichen. Ob dies jedoch gelingen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

Aussicht: BÄRISCH

20180820-deutsche-bank-dreht-die-aktie-jetzt-wieder-nach-unten-ab

Neues Halbjahr, neues Glück? Für die Aktionäre der Deutschen Bank sieht es ganz danach aus. Während die ersten beiden Quartale des Jahres ihnen ein Minus von gut 40 Prozent einbrockten, scheint die Aktie seit dem Start ins zweite Halbjahr wie verwandelt. Dabei waren die Zahlen zum zweiten Quartal, die den Treibstoff der derzeitigen Rallye bilden, auf den ersten Blick gar nicht so umwerfend. Mit gut 400 Millionen Euro Nettogewinn blieb man unter den 466 Millionen, die noch im zweiten Quartal 2017 erreicht wurden. Und der Umsatz lag in etwa auf Vorjahresniveau. Aber das war auch nicht der Punkt.

Es ist der „zweite Blick“, der die Marktteilnehmer motivierte, hier auf einmal zuzugreifen, statt stur Short zu gehen. Denn dieser Gewinn, der schon Anfang Juli vorab der in der vergangenen Woche präsentierten Quartalsbilanz gemeldet wurde, lag weit über den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Und noch etwas erfreute die Aktionäre: Die Kosten, so hieß es aus dem Geldhaus, seien im Plan und im Griff, es werde dahingehend weder im laufenden noch im vierten Quartal böse Überraschungen geben. Und schon kam der Gedanke auf:

Expertenmeinung: Ist der jüngste „Trainerwechsel“ doch der richtige gewesen, ist der neue Vorstandsvorsitzende Sewing derjenige, der schafft, was seinen Vorgängern nicht gelang? Zuversicht kommt auf … und damit setzte sich in den vergangenen Wochen eine Art „Perpetuum Mobile“ in Gang: Mit steigenden Kursen steigt der Optimismus. Mit steigendem Optimismus wiederum steigen die Kurse weiter. Und mit steigenden Kursen steigt der Optimismus erst recht. Der Spruch „der Trend nährt sich selbst“ könnte jetzt also auf der Oberseite greifen, nachdem die Aktie zuvor monatelang keine Chance nach oben bekam. Was die Charttechnik angeht, wurde da jetzt ein sehr wichtiger Schritt voran getan.

Nach dem Ausbruch über die Februar-Abwärtstrendlinie ist die Aktie am Montag noch knapp, am Dienstag aber signifikant über die nächstgelegene Charthürde in Form des April-Tiefs bei 10,82 Euro gestiegen. Die nächsten markanteren Widerstände warten jetzt erst im Bereich 12,20/12,50 Euro – und knapp darüber, bei 12,84 Euro, die noch vor wenigen Wochen unerreichbar wirkende 200-Tage-Linie. Jetzt, wo die Zuversicht zurückkehrt und in den Köpfen der Anleger beim Gedanken an die Deutsche Bank-Aktie das Wort „Chance“ und nicht das Wort „Risiko“ auftaucht, haben die Bären hier erst einmal nichts mehr zu melden.

Chart vom 31.07.2018, Kurs 11,19 Euro, Kürzel DBK

Die Deutsche Bank-Aktie an der Spitze der DAX-Gewinnerliste? Und dann auch noch mit einem Plus von über sieben Prozent? Das hat Seltenheitswert. Kommt da noch etwas nach, ist das womöglich mehr als eine Eintagsfliege, die durch von Käufen überrumpelte Leerverkäufer ausgelöst wurde? Das könnte sein. Aber noch ist das nicht entschieden. Ob wir hier nicht nur eine Gegenreaktion nach oben sehen, sondern den Abschluss einer Bodenbildung, die Wende auf kurz- und womöglich sogar mittelfristiger Ebene, hängt von zwei Dingen ab:

Von der Charttechnik und den auf den 25. Juli terminierten Ergebnissen des zweiten Quartals. Denn ja, diese Rallye basierte auf einer Vorabmeldung des Geldhauses, dass man im abgelaufenen Quartal wohl um die 400 Millionen Euro nach Steuern Gewinn erzielt habe, weit mehr als die im Schnitt von den Analysten erwarteten 180 bis 200 Millionen. Aber warum hat die Deutsche Bank es so eilig, diese guten Nachrichten an den Anleger zu bringen? Wäre es nicht besser, diese Zahlen in einem breiteren Kontext abzubilden, mit Umsatz, Kostenstruktur etc., wie das eine vollständige Bilanz bieten wird?

Expertenmeinung: Was die Kostenziele angeht, hieß es gestern vom Geldinstitut, die werde man für das Gesamtjahr erreichen. Auch gut. Aber es bleibt ein halbes Bild. Und solange offen ist, ob sich auch die Gesamtkonstellation so positiv darstellt, was gerade deswegen nicht wirklich sicher sein kann, weil die Bank diese „good news“ so hurtig auf den Tisch gelegt hat, sollte man zwar interessiert verfolgen, ob sich da wirklich eine Wende anbahnt, mit dem sofortigen Sprung auf diesen aus dem Stand davongezogenen Zug aber vorsichtig sein. Zumal die Aktie dadurch an, aber nicht über einen entscheidenden Widerstand gelaufen ist.

Sie sehen im Chart, dass diese Rallye die Aktie an die bereits durch drei Punkte definierte und dadurch als relevant bestätigte Februar-Abwärtstrendlinie geführt hat. Diese Hürde bei aktuell 10,45 Euro muss auf Schlusskursbasis überboten werden, erst dann wäre das hier mehr als eine Gegenbewegung innerhalb eines intakten Abwärtstrends. Und deutlich sattelfester würde sich die unbestritten dadurch nahe einer Vollendung befindliche Bodenbildung zeigen, wenn die Deutsche Bank-Aktie darüber hinaus auch noch den Widerstand in Form des April-Tiefs bei 10,82 Euro überwinden würde und die kommende Woche anstehende Bilanz auch in anderen Bereichen zu überzeugen vermag!

Chart vom 16.07.2018, Kurs 10,31 Euro, Kürzel DBK

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit mehreren Monaten befindet sich die Aktie der Deutschen Bank in einer stetigen Abwärtsbewegung. Der mittelfristige Trendindikator, der 50-Tage-Durchschnitt, zeigt seit Ende Januar in Richtung Süden und signalisiert negatives Momentum. Bislang konnte dieser Indikator von der Aktie nicht überwunden werden. Der jüngste Versuch der Bullen, sowohl den gleitenden Durchschnitt, als auch die psychologisch wichtige Marke bei 10 EUR zu überwinden, scheiterte. Diese Marke ist aktuell im Chart ein entscheidender Widerstand. Solange sich die Kurse unter diesem Niveau befinden, bleibt der Abwärtstrend bestehen.

Expertenmeinung: Unsere Aussicht auf die Aktie der Deutschen Bank bleibt vorerst auf der bärischen Seit und das Pivot-Hoch von Juli bei 10.15 EUR ist ein neuer wichtiger Referenzpunkt im Chart. Sollte dieser Punkt überwunden werden können, wäre dies das erste positive Signal seit 6 Monaten und im Anschluss könnte unter Umständen nicht nur eine Trendwende, sondern eine stärkere Rallye nach oben stattfinden. Darunter jedoch müssen Marktteilnehmer nach wie vor mit weiter fallenden Kursen rechnen.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 13.07.2018 mit Kurs: 9.607 Kürzel: DBK

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Unzählige Male haben wir in den letzten Wochen und Monaten auf die bärischen Tendenzen in der Deutsche Bank Aktie hingewiesen. Als die Kurse noch deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 10 EUR lagen, haben wir unsere Kursziele nach unten gesenkt und der Trend hat die Bären bislang nicht enttäuscht. Seit Beginn des Jahres rauschen die Kurse der Aktie von einem Tief zum nächsten und sämtliche Zwischenkonsolidierungen und Versuche, einen möglichen Boden zu bilden, blieben bislang erfolglos. Insgesamt gab es alleine in den letzten Monaten vier deutliche Verkaufssignale, welche Marktteilnehmer entweder für den Ausstieg aus bestehenden Positionen oder für den Aufbau von Leerverkaufspositionen nutzen konnten.

 

Expertenmeinung: Die Bären diktieren das Geschehen, was vor allem auch durch die parallel zueinander laufenden gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 recht einfach ersichtlich ist. Dieser Trend hat eine unglaubliche Kraft und wird nur schwer zu brechen sein. Was wäre also notwendig, um einen möglichen Trendwechsel zu starten? Es bedarf zumindest eines höheren Hochs und eines höheren Tiefs, um die Bären von ihrem Tron zu stoßen. Solange dies nicht gelingt, bleibt jedwede Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt definitiv sinnlos.

Aussicht: BÄRISCH

20180702-deutsche-bank-dieser-abwaertstrend-koennte-noch-lange-anhalten

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt. Mit einem Anteil von über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

Wo soll man nur anfangen?

Das Unternehmen kämpft an allen Fronten mit Problemen und dementsprechend negativ sind die Analysen zur Aktie ausgefallen. Wie erwartet ist der Wert dann unter 11,00 Euro gefallen und hat erneut ein Verkaufssignal generiert. Das Kursziel bei 10,00 Euro wurde auch direkt erreicht. Wie es darunter aussieht, ergibt sich aus dem folgenden Zitat aus einer Analyse:

Für die Bullen geht es jetzt um alles. Fällt die Aktie nachhaltig unter 11,00 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem Kursziel bei 10,00 Euro. Diese psychologische Marke könnte vielleicht noch einmal Käufer anlocken. Darunter gibt es schlichtweg keine Unterstützungen mehr und es droht der Absturz.

Vielleicht gelingt der Turnaround

Unsere bisher äußerst negative Haltung sollte demnach klar sein und die Probleme sind auf dem Tisch. Wie die Bäume aber nicht in den Himmel wachsen, so kann ohne Insolvenz auch der Kursverfall nicht ewig anhalten. Käme das größte deutsche Geldhaus in derartige Schwierigkeiten, wären wohl sofort Regierung und Notenbank zur Stelle. „Too big to fail“.

Am Ende bleibt die Frage, ob es sich vielleicht um eine Übertreibung zur Unterseite handelt und welches Potenzial ein positives Szenario bieten könnte. Es wurden durchaus Schritte in die richtige Richtung unternommen.

Investmentbanking auf Schrumpfkurs

Im schwächelnden Investmentbanking soll kein Stein auf dem anderen bleiben, so lauteten die Meldungen. Gerade in den USA soll dieser Bereich deutlich verkleinert werden. Der neue CEO Sewing sprach von „schmerzlichen, aber unvermeidlichen Einschnitten“. Er sieht die Zukunft der Bank vor allem im klassischen Privat- und Firmenkundengeschäft und in der Vermögensverwaltung.
Diese Maßnahmen sind aus Sicht der Aktionäre absolut zu begrüßen. Risikoreiche und zudem auch noch wenig profitable Unternehmensteile werden gestutzt, das hätte viel früher geschehen sollen.

Postbank und Einsparungen

Ein weiterer Schritt in Richtung klassisches Bankgeschäft ist die nun doch noch kommende Eingliederung der Postbank. Die Zahl der Beschäftigten im Privat- und Firmenkundengeschäft beider Banken könnte dann von derzeit rund 30.000 auf 24.000 sinken.

Doch auch in anderen Bereichen und Regionen möchte man sich verkleinern. Insgesamt könnte sich der Konzern von 10% aller Mitarbeiter trennen. Das ist im Einzelfall natürlich bedauerlich, aber die Einsparungen wären erheblich und auf betriebsbedingte Kündigungen möchte man verzichten.
Bei Personalkosten von zuletzt 12,25 Mrd. Euro im Jahr 2017, könnte man immerhin 1,2 Mrd. Euro einsparen. Doch auch in den letzten beiden Jahren wurde die Zahl der Angestellten bereits um fast 4% reduziert, ein positives Ergebnis konnte dennoch nicht erzielt werden.

Der Zusammenschluss hat aber auch noch weitere Vorteile, denn zukünftig kann die Deutsche Bank auch die Einlagen der Postbank nutzen und stärkt somit die eigene Kapitalbasis.

Fundamentaler Ausblick

Gehen wir in einem positiven Szenario davon aus, dass die Deutsche Bank weitere Fortschritte macht und die Prognosen erfüllt werden können. In diesem Fall käme das Geldhaus in diesem Jahr auf ein KGVe von 18 und für das Folgejahr auf einen Wert von 9,5. Die Dividende soll ebenfalls deutlich erhöht werden und könnte dann einer Rendite von über 3% entsprechen.
Selbst wenn die Erwartungen erfüllt werden, wäre das für einen strauchelnden Konzern noch immer kein Schnäppchen. Doch zumindest hätten dann die schlechten Nachrichten ein Ende und es ist durchaus plausibel, dass die Aktie in diesem Fall zulegen kann.

Für Anleger, die bereits seit Jahren investiert sind, sieht es allerdings schlecht aus, selbst wenn man irgendwann wieder an die alte Ertragskraft anknüpfen kann.
Denn durch die massive Verwässerung der Aktien, entfällt ein viel geringerer Anteil der Gewinne auf jedes Papier. Während ein Gewinn von 6,5 Mrd. Euro im Jahr 2007 noch einem Ergebnis von 13,05 Euro je Aktie entsprach, wären es heute nur noch knapp über 3,00 Euro, es handelt sich nicht um einen Fehler, es sind „drei Euro“.

Fazit: Für Altaktionäre mit hohen Einstiegskursen sieht es also schlecht aus. Greifen die beschlossenen Maßnahmen allerdings und es kommen plötzlich positive Nachrichten oder starke Quartalszahlen, könnte es zu einem Kurssprung kommen.

Charttechnischer Ausblick

Die Deutsche Bank ist übergeordnet natürlich weiterhin bärisch und wird von Abwärtstrends beherrscht. Die Aktie ist allerdings auch weit von den gleitenden Durchschnitten entfernt.

Was derzeit leider noch fehlt, wäre ein richtiges Paniktief, die jüngsten Kursverluste waren eher still und leise. Nach einem echten Ausverkauf könnte die Trendwende endlich erfolgen. Es bleibt abzuwarten, von welcher Basis aus.

Kann die Unterstützung bei 9,00 Euro verteidigt werden, könnte es durchaus zu einer Erholung in Richtung 10,00 Euro kommen. Fällt der Wert nachhaltig unter 9,00 Euro, droht weiteres Ungemach und es stünden wohl 8,00 Euro zur Disposition.

 

20180628-deutsche-bank-wann-kommt-der-turnaround

Dass die Deutsche Bank sofort darauf hinwies, sie selbst sei ebenso wie ihre US-Tochter tadellos kapitalisiert und somit von ernsten Problemen weit entfernt, half wenig. Nachdem Ende Mai bekannt wurde, dass die US-Notenbank ebenso wie die US-Einlagensicherung das Geldhaus auf der Liste der „Problembanken“ führt und der Kurs daraufhin wie in einem defekten Fahrstuhl nach unten rauschte, ist von einer ernsthaften Gegenwehr der Bullen nichts zu sehen. Die Aktie schleicht kraftlos seitwärts. Und mittlerweile kommt die 20-Tage-Linie von oben heran, ist bereits bei 9,89 Euro angelangt. Und solange das Bären-Lager hier das Sagen hat, wäre es nicht überraschend, wenn das Touchieren dieser 20-Tage-Linie als nächstgelegenem Widerstand neuen Abgabedruck auslösen würde. 9,89 Euro … war das überdies nicht das bisherige historische Tief der Aktie? Ja und nein.

Expertenmeinung: Nominal war die Aktie im Spätsommer 2016 in der Tat bis auf 9,89 Euro gefallen, bevor es von dort aus zu einer weitreichenden Hoffnungsrallye kam. Die, wie man nicht übersehen kann, mitsamt der Hoffnungen zu Staub zerfallen ist. Aber dadurch, dass die Deutsche Bank im März 2017 eine Kapitalerhöhung durchgeführt hat, werden die vor dieser Kapitalmaßnahme liegenden Kurse gemeinhin um den Faktor dieser Kapitalerhöhung adjustiert. Was in diesem Fall heißt, dass die Kurse vor März 2017 um den Faktor 0,8925 korrigiert werden. Dadurch verlagert sich dieses historische Tief auf 8,83 Euro nach unten. Da die meisten Investoren mit adjustierten Charts arbeiten, haben sie diese Marke jetzt als letzte Unterstützung, als „point of no return“, im Fokus. Könnte sich die Aktie über diese 9,89 Euro als historisch wirklich getradete Marke retten und damit die 20-Tage-Linie bezwingen, wäre das zumindest ein Aufschub, eine Chance, erst einmal wieder an die nächste Charthürde, das April-Tief bei 10,82 Euro, zu laufen. Aber auch das wäre nur eine Trading-Chance auf kurzfristiger Ebene. Noch spricht vor allem das rabenschwarze Sentiment in Bezug auf die Deutsche Bank für die Bären und dafür, dass dieser „point of no return“ getestet … und womöglich dann eben auch unterboten wird.

Chart vom 15.06.2018, Kurs 9,49 Euro, Kürzel DBK

Die Deutsche Bank-Aktie war ja ohnehin schon auf dem absteigenden Ast. Aber was da am Donnerstag bekannt wurde, schlug dem Fass – und der Aktie – den Boden aus: Die US-Notenbank hatte die US-Tochter der Deutschen Bank schon letztes Jahr auf die Liste der Banken gesetzt, die „in Schwierigkeiten“ sind. Das ist die unterste Kategorie, die diejenigen Banken umfasst, die Gefahr laufen, Pleite zu gehen und daher besonderer Aufsicht unterliegen. Grundsätzlich veröffentlicht die Notenbank solche Einstufungen nicht, kommentiert werden sie erst recht nicht. Aber dieser Aspekt wurde bekannt, weil die US-Einlagensicherung FDIC das Unternehmen ebenfalls als „Problembank“ einstufte. Die Marktteilnehmer reagierten entsetzt. Und der Abverkauf dürfte an Intensität zugenommen haben, als das bisherige Tief im nicht bereinigten Chart, bei 9,89 Euro gelegen, brach und dadurch zum einen Stop Loss-Verkaufsorders ausgelöst wurden und sich zum anderen manch ein Leerverkäufer auf das Papier gestürzt hat. Dieses bisherige Tief von 9,89 Euro war schon am Mittwoch knapp, aber noch nicht signifikant unterboten worden. Gestern versuchte man sich zunächst daran, sich wieder an und über zehn Euro zu retten, doch dann kam diese Nachricht – und vorbei war es mit den Stabilisierungsversuchen. Ist der Weg nach unten frei?

Expertenmeinung: In diesem Chartbild ja. Aber wie eingangs erwähnt gilt das nur für diesen nicht bereinigten Chart. Am 21. März 2017 hatte es eine Kapitalerhöhung gegeben. Wenn man die so berücksichtigt, dass man den Aktienkurs um diese Kapitalmaßnahme „bereinigt“, indem man alle Kurse vor diesem 21. März um den die Kapitalerhöhung ausmachenden Faktor von 0,8925 korrigiert, liegt das bisherige Allzeittief vom 30. September 2016 nicht bei 9,89, sondern bei 8,83 Euro. Viele Marktteilnehmer nutzen Charts, in denen solche Kapitalmaßnahmen bereinigt werden, daher darf man davon ausgehen, dass dieser Punkt, diese 8,83 Euro, als allerletzte Haltemarke wahrgenommen wird. Ob sie aber verteidigt wird, ob da Käufer antreten, die die Bank angesichts dieser Nachrichten, die wohl kaum negativer sein könnten, auf diesem Level als „Schnäppchen“ ansehen, ist eher fraglich. Diese Aktie ist jetzt zu einem „fallenden Messer“ geworden. Da einfach auf Verdacht hinein zu greifen, kann ebenso böse Blessuren nach sich ziehen wie der Versuch, diesem Kurssturz jetzt erst mit Short-Trades hinterherzulaufen. Wer charttechnisch orientiert agiert, wäre hier ohnehin bereits auf der Short-Seite dabei, so betrachtet wäre als einzige Maßnahme für den Moment empfehlenswert, den Stop Loss Short zur Absicherung der Gewinne zunächst in einen Bereich knapp über dem gestrigen Tageshoch von 10,01 Euro nachzuziehen.

Chart vom 31.05.2018, Kurs 9,157 Euro, Kürzel DBK

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte Mai hatten wir der Aktie der Deutschen Bank ein schlechtes Urteil ausgestellt und waren mit hoher Wahrscheinlichkeit von weiter fallenden Kursen ausgegangen. Daher kam die weitere Abwärtsbewegung der Aktie in den letzten Tagen wenig überraschend. Die wichtigen gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 bewegen sich bereits seit Februar dieses Jahres nachhaltig nach unten und zeigen das negative Momentum klar an. Zudem wurde Mitte Mai eine wichtige Zwischenunterstützung nach unten gebrochen, welche ein weiteres Verkaufssignal auslöste. Weiterhin bestimmen die Bären das Geschehen und ein Ende der Talfahrt ist derzeit noch nicht in Sicht.

Expertenmeinung: Lediglich der Blick auf den längerfristigen Chart lässt erahnen, wohin die weitere Reise der Aktie der Deutschen Bank noch gehen könnte. Aktuell sind die Kurse am Jahrestief von 2016 angekommen, welches unter Umständen noch etwas Halt bieten könnte. Sollte jedoch auch dieser Support gebrochen werden, gäbe es nach unten hin keinen Boden mehr. Bei der Betrachtung der letzten Impulse im Wochenchart, würde das nächste Kursziel vorerst bei ca. 8.50 EUR liegen. Der freie Fall könnte sich also fortsetzen.

Aussicht: BÄRISCH

20180530-deutsche-bank-jetzt-einstellig-wie-schlimm-kann-es-noch-werden

Dass alleine die wechselnden Vorstandsvorsitzenden für die Misere der Deutschen Bank verantwortlich sind, für eine gefühlt endlos dauernde und weiterhin ziel- und hilflos wirkende Restrukturierung, glaubt niemand. Den Aufsichtsrat trifft hier ebenso Verantwortung. Seit Wochen und Monaten wartete man daher auf den gestrigen Tag: Auf den Tag der Hauptversammlung, an dem sich der Aufsichtsrat und dessen Vorsitzender Achleitner erklären würden. Ein Minus von 4,78 Prozent, das die Deutsche Bank am Ende des Handelstages hinnehmen musste, machte schon deutlich: Von Reue war da nichts zu hören. Aufsichtsratschef Achleitner versuchte, die Probleme auf eine „lockere“ Ebene zu tragen, machte den einen oder anderen Scherz und zeigte keinerlei Drang, eigene Verantwortung zuzugeben bzw. auch im Aufsichtsrat Konsequenzen zu ziehen. Genau das hatten viele auch große Investoren im Vorfeld aber gefordert. Es blieb aus – und die Käufe auf Basis eines gefühlten Neuanfangs bzw. eines spürbaren Rucks, der durch das Unternehmen gehen könnte, ebenso. Erneute Stellenstreichungen, die im Zuge der Hauptversammlung angekündigt wurden, wirkten nur, als würde man weitermachen wie immer: indem reagiert statt agiert wird, nach dem „Versuch-und-Irrtum“-Prinzip.

Expertenmeinung: Dieser Tag wurde zum Waterloo derer, die gehofft hatten, dass man jetzt endlich die Kurve kriegen werde. Und zu einem äußerst verheißungsvollen Tag für diejenigen, die hier bereits Short sind oder auf eine entsprechende Chance lauern. Denn das bisherige Tief der Aktie, das Ende September 2016 bei 9,89 Euro markiert wurde, ist mit dieser herben Enttäuschung des Donnerstags in Schlagdistanz geraten. Damals stiegen die Anleger wieder ein, weil sie auf einen Aufbruch hofften. Jetzt wissen sie, dass ihre Hoffnungen enttäuscht wurden. Ein Bruch dieser Linie würde somit nicht nur aus charttechnischer Sicht, sondern auch in Bezug auf die Erwartungen an baldige, nachhaltige Verbesserungen bedeuten: erst einmal freie Bahn nach unten!

Chart vom 24.05.2018, Kurs 10,38 Euro, Kürzel DBK

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ende April sah es danach aus, als ob die Aktie der Deutschen Bank etwas Höhenluft schnuppern könnte. Der Widerstand bei 12 EUR konnte gebrochen werden und der Abwärtstrend schien endlich beendet. Doch nur wenige Tage später wurde das Kaufsignal wieder negiert und die Bären übernahmen das Ruder. Nachdem die eingezeichnete Trendlinie noch einige Tage lang gehalten werden konnte, wurde diese nunmehr nach unten gebrochen. Erneut machen der Aktie frische Verkaufssignale zu schaffen. Alles spricht dafür, dass sich der bislang so hartnäckige Abwärtstrend fortsetzen wird.

Expertenmeinung: Es führt kein Weg daran vorbei. Wir müssen auch weiterhin unsere Aussichten auf die Deutsche Bank Aktie auf der bärischen Seite belassen. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursverluste ist in den letzten Tagen wieder deutlich angestiegen und sogar ein Rückfall auf einstellige Niveaus noch im Monat Mai kann nicht mehr ausgeschlossen werden. Die Signale könnten kaum negativer sein und die Bären haben weiterhin ihren Spaß. Aktuell sehen wir kein Licht am Ende des Tunnels bei der Aktie der Deutschen Bank.

Aussicht: BÄRISCH

20180517-deutsche-bank-aktie-bricht-erneut-ein-was-ist-da-los

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt. Mit einem Anteil von über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

Echte Probleme

Es ist natürlich noch viel zu früh, um dem neuen Chef der Deutschen Bank ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Aber zumindest den Kursen konnte die Neubesetzung wie erwartet nur kurz helfen. Die Aktie zeigt sich von der allgemeinen Erholung an den Märkten vollkommen unbeeindruckt und notiert wieder nahe des Jahrestiefs.

Auch an meiner fundamentalen Einschätzung hat sich rein gar nichts geändert. Das Unternehmen kämpft an allen Fronten mit Problemen.
Der Umsatz stagniert seit zehn Jahren weitgehend im Bereich von 30 Mrd. Euro und der Gewinn ist tendenziell rückläufig.
Das alles wäre schon schlimm genug, doch in der Zwischenzeit hat man mehrere Kapitalerhöhungen durchgeführt. Die Zahl der Aktien hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren nahezu verdreifacht, alleine seit 2010 noch einmal verdoppelt. Ein schrumpfender Kuchen wird in immer kleine Stücke geschnitten.

Das zurückliegende Geschäftsjahr passt hier nahtlos ins Bild. Der Umsatz sank von 29,5 auf 26,3 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,53 nach -1,08 Euro im Vorjahr. Wie immer präsentiert man jedoch einen positiven Ausblick. Im laufenden Geschäftsjahr soll wieder ein Gewinn erwirtschaftet werden.

Doch auch der Ausblick in den Vorjahren war zunächst positiv und musste dann revidiert werden. Allesamt zum Schaden der Anleger.

Beispielhafter Ausblick für 2017

Im zurückliegenden Jahr wollte man „die Trendwende für das Gesamtergebnis erreichen“. Am Ende schlug wieder ein Verlust zu Buche. Die Erträge sollten „weitgehend unverändert bleiben“, sanken schlussendlich aber um über 10%.

Gleichzeitig führte man erneut eine Kapitalerhöhung durch. Die Verwässerung setzt sich also fort und passt zu den Vorjahren. Noch einmal: Alleine seit 2010 hat sich die Zahl der Aktien verdoppelt, der Umsatz ist jedoch gesunken und profitabel ist man ohnehin nicht. Warum sollte das Papier angesichts der erdrückenden Realität da steigen?
Vielleicht liefert man bei der nächsten Hauptversammlung am 24. Mai 2018 Antworten, oder eben auch nicht.

Wie sehr man dem Ausblick für dieses Jahr also trauen sollte, ist daher eher fragwürdig. Doch selbst wenn der Turnaround gelingen sollte, läge das KGV noch bei 18.
Aus fundamentaler Sicht kann keinesfalls eine Kaufempfehlung erfolgen.

Charttechnischer Ausblick

Übergeordnet ist die Aktie klar bärisch und Abwärtstrends dominieren das Chartbild. Wie erwartet hat das Papier weiter nachgegeben und das Kursziel bei 11 Euro erreicht. Bereits zuvor hatte ich darauf hingewiesen, dass es für die Bullen hier um alles geht und es sonst noch einmal deutlich tiefer gehen könnte.

Jetzt steht das Papier erneut am Scheideweg. Fällt die Aktie nachhaltig unter 11,00 Euro, kommt es zu einem Verkaufssignal mit einem ersten Kursziel bei 10,00 Euro. Aus charttechnischer Sicht wäre allerdings noch weitaus mehr Platz zur Unterseite. Es gibt schlichtweg keine Unterstützungen mehr, denn die Aktie notiert zurecht unter dem Tief der Finanzkrise!

20180516-deutsche-bank-zieht-hier-ein-sturm-auf

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während sich der deutsche Aktienindex DAX bereits aus dem Abwärtstrend der letzten Monate befreien konnte, zeigen sich die Kurse der Deutschen Bank Aktie nach wie vor überaus verhalten. Auch in den letzten Wochen konnten die Bullen den fallenden 20-Tage-Durchschnitt nicht nach oben durchbrechen und das bärische Momentum bleibt somit bis auf Weiteres erhalten. Auf dem Niveau von 12 EUR hat sich ein hartnäckiger Widerstand gebildet. Erst wenn dieser gebrochen werden würde, hätte die Aktie Chancen auf mehr. Solange die Kurse jedoch unter diesem Niveau bleiben, haben die Bären weiter leichtes Spiel.

Expertenmeinung: Weiterhin sehen wir keinen Grund, von unserer bärischen Gesamthaltung auf die Aktie abzuweichen. Erst wenn wir Schlusskurse über dem eingezeichneten Widerstand sehen würden, könnten wir unsere Bewertung auf neutral anheben. Derzeit überwiegen die bärischen Signale und die Wahrscheinlichkeit auf nachhaltig fallende Kurse ist nach wie vor höher. Die Marke bei 12 EUR sollte in den kommenden Tagen beobachtet werden.

Aussicht: BÄRISCH

20180418-deutsche-bank-so-koennte-die-aktie-den-abwaertstrend-beenden

Die Deutsche Bank AG ist die mit Abstand größte Privat- und Firmenkundenbank in Deutschland und einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Mit 100.000 Mitarbeitern ist das Institut an 2.400 Standorten in über 50 Ländern vertreten.
Das operative Geschäft umfasst die Bereiche Corporate Banking & Securities, Private & Business Clients, Global Transaction Banking, Asset Management, sowie Private Wealth Management.

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank an zahlreichen Unternehmen direkt beteiligt. Mit einem Anteil von über 90% ist der Konzern beispielsweise auch Hauptaktionär der Postbank. Ende 2016 betrug der Wert aller Engagements 78,6 Mrd. Euro und lag somit weit über dem Börsenwert der Deutschen Bank selbst. Dem stehen allerdings noch höhere Schulden gegenüber.

Fundamental eine Katastrophe

Meine grundlegende Einschätzung zur Deutschen Bank hat sich nicht geändert, wenn man die Unternehmenszahlen betrachtet, findet man kaum positive Punkte. Der Konzern ist seit Jahren defizitär oder kann gerade so schwarze Zahlen schreiben.
Der Umsatz ist rückläufig, die Zahl der Aktien steigt hingegen seit 10 Jahren kontinuierlich. Die Aktionäre sind die leidtragenden.

Bringt der neue Chef die Wende?

Am Sonntag teilte das größte deutsche Geldhaus mit, dass der seit Mitte 2015 amtierende CEO John Cryan mit sofortiger Wirkung von Christian Sewing abgelöst wird. Sewing ist bereits seit 25 Jahren im Unternehmen, gut vernetzt und hat Rückhalt in der Belegschaft. Bisher war er Co-Vizechef und im Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich. Sewing kommt im Gegensatz zu seinem Vorgänger also nicht aus dem Investmentbanking.

Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, wenn unfähige Manager abgelöst werden, denn Cryan konnte in den Jahren als Chef quasi keinerlei Erfolge vorweisen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich ein Armutszeugnis, wenn die Kurse positiv auf den Rauswurf eines Konzernchefs reagieren. Das Ganze sagt viel über die Lage der Bank aus.
Die Anleger greifen scheinbar nach jedem Strohhalm, denn zumindest theoretisch könnte der neue Chef eine Veränderung zum Positiven bringen.

In einem Schreiben an die Mitarbeiter hat Sewing bereits die ersten Rahmenpunkte genannt. Die Ziele sind jedoch wenig konkret und sollten sich eigentlich von selbst verstehen. Demnach sollen die gesteckten „Ertrags- und Kostenziele auch eingehalten werden“ sowie die „Ertrags-, Kosten- und Kapitalstruktur weiter verändert werden“.
Etwas greifbarer sind die Aussagen zum Investmentbanking, dieser Bereich sei die größte Baustelle. Darüber hinaus wolle man nicht rentable Geschäftsbereiche aufgeben.

Charttechnischer Ausblick

Übergeordnet ist die Aktie klar bärisch und Abwärtstrends dominieren das Chartbild. Wie erwartet hat das Papier weiter nachgegeben und das Kursziel bei 11 Euro erreicht. In meiner letzten Analyse hatte ich darauf hingewiesen, dass es für die Bullen hier um alles geht und es sonst noch einmal deutlich tiefer gehen könnte.
Die Unterstützung bei 11 Euro konnte erfreulicherweise aber verteidigt werden. Der neue Chef könnte nun den Anstoß für eine Erholung in Richtung 12,50 Euro liefern. Hier könnte es für die Bullen bereits wieder schwierig werden.
Fällt die Aktie hingegen unter 11 Euro, kommt es zu einem Verkaufssginal mit einem ersten Kursziel bei 10 Euro.

20180409-deutsche-bank-mit-neuem-chef-chance

 

Handeln über LYNX: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN