Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Ölpreis-Crash: Davon kann man massiv profitieren!

WTI und Brent Rohöl ist in den letzten Wochen massiv eingebrochen. Es ist schon bemerkenswert, wenn der weltweit wichtigste Rohstoff in kürzester Zeit rund ein Drittel an Wert verliert.

Doch wo liegen die Gründe?

Der Markt hat schlichtweg geschlafen. Die Nachfrage ist bereits seit Monaten rückläufig und dennoch legte der Preis weiter zu. Dementsprechend haben die Produzenten weiter auf Hochtouren investiert und gefördert. Das betrifft vor allem die US-Frackingindustrie.

Über Monate hinweg stieg die Fördermenge weiter an und gleichzeitig sank die Nachfrage. Der Angebotsüberhang musste zwingend zu sinkenden Kurse führen.

Bei den wirtschaftlichen Sorgen, die vorherrschen, war es ohnehin erstaunlich, wie stark sich der Ölpreis entwickelte. Darüber hinaus wurden die Sanktionen gegen den Iran gelockert. Diese Argumente werden von den Rohöl-Bären nun bereitwillig angenommen.

Hedgefonds implodiert

Doch das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit. Der Abverkauft ist auch auf einen Notstand zurückzuführen und deshalb bei WTI sehr viel ausgeprägter als bei Brent.

In den letzten Jahren erfreute sich ein Spread-Trade zwischen Rohöl und Erdgas immer größerer Beliebtheit. Die Logik erschien einleuchtend. Die beiden Rohstoffe sind langfristig stark miteinander korreliert.

Darüber hinaus kommt es bei Erdgas im Regelfall zu hohe Rollierungskosten zwischen den Kontrakten. Ist man allerdings Short, entsteht dadurch ein positiver Ertrag, selbst wenn Erdgas seitwärts läuft.

Zahlreiche Hedgefonds hatten sich also bei WTI long positioniert und waren Short in Erdgas. Der Trade ging über Jahre hinweg auf und dementsprechend wurde ein immer größeres Risiko eingegangen. Man war massiv gehebelt positioniert.
Natürlich sind die beiden Rohstoffe korreliert, aber eben nicht identisch. Das Ende der Geschichte ist geradezu offensichtlich.
Rohöl kam unter Druck, Erdgas zeigte sich stark. Der vermeintlich sichere Trade wurde zu einer Lose-Lose-Situation und die Fonds mussten ihre Positionen auf beiden Seiten verkaufen. Das führte bei Erdgas zu einem Shortsuqeeze und der Preis stieg binnen zwei Monaten von 2,80 auf 4,80. Rohöl brach im Gegenzug ein.

Man fühlt sich unweigerlich an die VIX-Leerverkäufer erinnert, denen der Markt ebenfalls um die Ohren geflogen ist. Gier, Dummheit, Hebel und keinerlei Risikomanagement.

Berichten des Wall Street Journal zufolge war auch der Milliardenschwere Ölfonds von Pierre Andurand in Bedrängnis gekommen. Der Fonds lehnte einen Kommentar ab, muss aber wohl alleine im Oktober mehr als 20% verloren haben.
Wer vertraut derartigen „Investoren“ Geld an? Es ist schließlich nicht der erste schwere Einbruch, den man verzeichnet hat. Auch in der Vergangenheit gab es mehrfach Probleme. Der letzte Fonds von Andurand wurde 2012 sogar geschlossen – sicherlich nicht wegen der herausragenden Performance.

Ein anderer Hedgefonds musste gleich ganz abgewickelt werden und es könnte für die Kunden wohl sogar eine Nachschusspflicht geben! James Cordier von Optionsellers.com war ein Befürworter von unbesicherten Optionen und handelte vor allem an Energiemarkt. Die Verluste dürften sich wohl auf 150 Mio. USD belaufen.

Notstand = Chance

Es musste also liquidiert werden, egal zu welchem Preis. Und das wahrscheinlich bei noch einer ganzen Reihe von Tradern und Fonds, deren Namen wir niemals erfahren werden.

Daraus ergibt sich nun eine interessante Konstellation.
In der Vergangenheit war WTI meist teurer als Brent, denn die Rohölsorte ist hochwertiger. Öl ist nicht gleich Öl, denn Faktoren wie Schwefelgehalt usw sind ausschlaggebend.

Da die US-Fonds aber hauptsächlich im WTI-Future positioniert waren und hier ihre Positionen verkaufen mussten, hat sich ein erheblicher Spread ergeben.
Brent ist derzeit fast 20% teurer als das hochwertigere WTI.

Daraus ergibt sich ein simpler Trade: Long WTI und short Brent. Schließt sich der Spread zwischen den beiden Rohölsorten, kann ein entsprechender Gewinn eingestrichen werden.

Für Kunden von LYNX Broker ist der Trade leicht umsetzbar. WTI und Light Sweet Crude sind über die Ticker WTI und CL handelbar und Brent unter dem Kürzel COIL.

Rohöl – Fakten und Handelsmöglichkeiten

Im Folgenden finden Sie die Charts von Light Sweet Crude Oil (CL) sowie Brent (COIL). Es ist jeweils das Kursniveau bei 45 sowie 55 USD und das markante Tief aus dem Januar eingezeichnet. Die Diskrepanz sollte offensichtlich sein.

Chart vom 26.11.2018 Kurs: 50,55 Kürzel: CL – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 26.11.2018 Kurs: 59,88 Kürzel: COIL – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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