Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
US T-Bonds 2y: Das sollte der Aktienmarkt besser nicht übersehen!

Eine Rede von US-Notenbankchef Powell sorgte am Mittwoch für haussierende Kurse am Aktienmarkt. Denn in dieser Rede erklärte er, die Leitzinsen seien bereits ganz knapp unterhalb des neutralen Niveaus, des Levels, der die US-Wirtschaft weder stützen noch bremsen würde.

Da er vor einigen Wochen – inoffiziell, aber nicht unbemerkt – anders klang, da noch sagte, es sei noch ein gutes Stück bis zu diesem „Normalniveau“, ging man am Aktienmarkt davon aus, dass Powell mit dieser gestrigen Rede angedeutet habe, dass es noch zu einer weiteren Leitzinsanhebung um 0,25 Prozent kommen werde und die Serie vierteljährlicher Anhebungen dann vorbei sei.

Am Anleihemarkt fiel die Reaktion aber drastisch kleiner aus. Und das sollten diejenigen, die am Mittwoch massiv im US-Aktienmarkt Long gegangen sind, besser nicht übersehen, denn eines ist wohl unstrittig: Am US-Bondmarkt sitzen die weit erfahreneren und besonneneren Investoren. Auch am Devisenmarkt blieb es in Bezug auf diese vermeintliche Ankündigung eines baldigen Endes der Zinsanhebungen bei einer eher moderaten Reaktion. Der US-Dollar fiel zwar, aber zum Euro ging es da um eine Größenordnung von einem dreiviertel Prozent, wodurch der US-Dollar in der Handelsspanen der vergangenen Wochen blieb. Und bei den US-Anleihen war die Reaktion noch einmal deutlich moderater, wie dieser Chart der US-Staatsanleihen (T-Bonds) mit zwei Jahren Laufzeit zeigt:

Expertenmeinung: Vorab zur Erläuterung: Wir sehen hier den Chart des T-Bond Futures für die „Zweijährigen“. Abgebildet wird nicht die Rendite (d.h. die Verzinsung), sondern der Kurs. Was heißt: Steigt dieser Kurs, gehen die Renditen zurück, sprich fallen die Zinsen. Und ja, der Kurs des T-Bond Future stieg auch – aber Sie sehen es: Das war alles, nur keine gewaltige Reaktion. Und gerade die kürzeren Laufzeiten wie die der zweijährigen Bonds hätten am stärksten reagieren müssen, wenn es um eine echte Veränderung der Zinsperspektive geht. Hier erkannte man sofort:

Dieses Powell’sche Statement ist mit dem unausgesprochenen Zusatz versehen: „…sofern sich die Rahmenbedingungen nicht ändern.“ Aber genau damit wäre zu rechnen, wenn das Wachstum das derzeitige Tempo beibehielte. Denn mittlerweile hat die Inflation auf Trumps künstliche Stimuli reagiert und liegt über dem Zielkorridor der Notenbank um zwei Prozent. Solange die Inflation nicht sinkt, ist es die Aufgabe der Notenbank, das über höhere Zinsen einzudämmen. Und sollte die Inflation sinken, wäre das wiederum sehr wahrscheinlich durch ein nachlassendes Wachstum ausgelöst. Was ebenso wenig positiv für den Aktienmarkt wäre wie weiter steigende Leitzinsen wegen einer ausufernden Teuerung.

Sollte der Kurs des T-Bond Futures der Zweijährigen unter die 50-Tage-Linie bei 105 11/32 US-Dollar zurückfallen, wäre die Wirkung dieser Powell-Rede eliminiert … was für diejenigen Akteure am Aktienmarkt, die die Wegweisungen der US-Bonds zu lesen verstehen, ein Alarmsignal wäre.

Chart vom 28.11.2018, Kurs 105 16/32 US-Dollar, Kürzel ZT | LYNX Online Broker

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