Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Steinhoff: Geht’s hier wieder los?

Die Steinhoff International Holdings ist ein weltweit ausgerichteter Möbel- und Haushaltswarenkonzern mit Sitz in Amsterdam und operativer Hauptzentrale in Sandton, Südafrika. Das im Jahr 1964 gegründete Unternehmen, dessen Wurzeln in der deutschen Möbelindustrie liegen, ist in mehr als 30 Ländern in Europa, Asien und Afrika vertreten.

Zur Gruppe gehören Einzelhandelsketten wie beispielsweise ABRA, Conforama, Poco, Lipo oder Harveys. Zusammen ergibt sich ein Netz von mehr als 12.000 Filialen, in welchen Möbel- und Einrichtungsgegenstände, sowie Gebrauchsartikel des täglichen Bedarfs (Non-Food) verkauft werden. Außerdem operiert Steinhoff über die Tochterfirma Unitrans Automotive in Südafrika als Autohändler.

Bilanzskandal

Den wenigsten Anlegern wird die Geschichte von Steinhoff entgangen sein. Ein Bilanzskandal erschütterte die international tätige Poco-Mutter und führte zu einem Kollaps der Aktie.
Inzwischen scheint sich der Nebel allerdings etwas zu lichten. Es wurden Milliardenabschreibungen in der Bilanz vorgenommen und die Zahlen durch die Wirtschaftsprüfer von PwC durchleuchtet.
Ab sofort sollte man sich auf die Abschlüsse also verlassen können, PwC wird wohl kaum den eigenen Ruf aufs Spiel setzen.

Darüber hinaus wurde eine Einigung mit den Gläubigern erzielt und in größerem Umfang Schulden getilgt. Steinhoff kann das Geschäft also fortführen und arbeitet unter der Oberfläche weiterhin profitabel.
Die Gesamtsituation hatte uns daher bereits im Juli zu einer Kaufempfehlung bewogen. Anschließend verdoppelte sich der Kurs von 0,1160 auf 0,2470 Euro.

PwC beziffert den Buchwert von Steinhoff aber nach wie vor auf 0,58 Euro je Aktie. Die Lücke ist weiterhin groß und der Wert ist wieder deutlich zurückgekommen.

Fundamentale Bewertung

Es ist weiterhin wahrscheinlich, dass eine Sanierung gelingen wird. Trotz der Turbulenzen wurde im ersten Halbjahr ein EBITDA von 340 Mio. Euro erzielt.
Für das Gesamtjahr liegen die Schätzungen bei einem Gewinn von 0,28 Euro je Aktie, was rund 1,18 Mrd. Euro entsprechen würde. Im Folgejahr soll das Ergebnis deutlich steigen.

Das oberflächliche KGVe läge somit unter 1. Bezieht man die Schulden mit in die Rechnung ein, kommt man auf ein KGVe von 8,4.

Die Bewertung ist also durchaus attraktiv und könnte im Erfolgsfall noch deutlich sinken. Attraktiv ist ein Einstieg aber vor allem aufgrund des von PwC ermittelten Buchwerts in Höhe von 0,58 Euro je Aktie.
Diese Summe wäre im Falle einer Liquidierung zu erzielen.
Ohne Zerschlagung sollte aber mehr möglich sein. Es ist auch nicht unrealistisch und wäre wohl strategisch sinnvoll, dass sich der Konzern von weiteren Beteiligungen trennt und mit dem Erlös die Schulden reduziert. Gerade die wenig profitablen Geschäfte in den USA oder Großbritannien könnten sich hier anbieten.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie hat in den letzten Wochen einen Großteil der Gewinne wieder abgegeben und ist zum Ausgangspunkt der letzten Rallye zurückgekehrt. Hier scheint nun wieder größeres Interesse aufzukommen.
Gelingt ein Ausbruch über 0,1390 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit ersten Kurszielen bei 0,1500 und 0,1750 Euro. Darüber wäre wieder der Weg in Richtung 0,200 Euro frei.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 0,1250 Euro, drohen erneute Verluste bis in die Supportzone zwischen 0,1000 und 0,1100 Euro.

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