Börsenblick

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Aktienanalyse:
Renault: Chance auf Trendwende dahin?

Aktuelle Analyse der Renault Aktie

Im Vergleich zum französischen Automobilkonzern Renault halten sich die deutschen Autobauer in diesem Jahr noch recht wacker. Bei Renault, die zudem ja noch ihre liebe Not mit der Allianz mit Nissan haben, rechnen die Analysten für 2019 im Schnitt mit einem spürbaren Gewinnrückgang um ein Drittel. Und das könnte womöglich noch nicht defensiv genug sein, denn am Donnerstagabend kurz nach dem europäischen Handelsende warnte Renault, dass der bisherige, konzerneigene Ausblick womöglich nicht gehalten werden könnte. Der Umsatz sei im dritten Quartal im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent gefallen, so Renault. Die Konsens-Schätzung der Analysten hatte da zuvor ein minimales Plus gesehen.

Nachbörslich waren die Umsätze zwar gering, die Indikationen sind da weniger zuverlässig als bei marktbreiten Wall Street-Aktien, die auch außerbörslich stark gehandelt werden, wenn wichtige Zahlen auf den Tisch kommen. Aber die Reaktion war, wen mochte es wundern, negativ. Die Aktie, die im Handel in Paris bei 54,86 Euro geschlossen hatte, notierte zum letzten Kurs im Späthandel in Frankfurt bei 52,00 Euro, auf der Tradegate-Plattform gegen 20 Uhr bei 53,10 Euro. Kippt das die Chance auf eine Trendwende nach oben, um die sich die Trader nicht nur hier, sondern bei allen Automobilaktien in den letzten Tagen bemüht haben?

Expertenmeinung: Sollte das Minus im heutigen, regulären Handel in dieser Größenordnung bleiben, Renault im Bereich um 52/53 Euro schließen, wäre das Risiko, dass es so kommt, zumindest recht hoch. Sie sehen im Chart, dass die Aktie durch die jüngste Rallye die Basis für einen umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation gelegt hat, die mit dem Ausbruch über die bei 58 Euro verlaufende Nackenlinie der Formation vollendet wäre. So aber wurde der Kurs an einer ungünstigen Stelle ausgebremst: genau an der im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie.

Grundsätzlich würde die Chance auf eine Aufwärts-Wende so lange erhalten bleiben, bis die Aktie das letzte Zwischentief mit Schlusskursen unter 49 Euro klar unterboten hätte. Denn Schulter-Kopf-Schulter-Formationen mit zwei rechten Schultern kommen vor und widersprechen dem charttechnischen Regelwerk nicht. Aber die Menge an belastenden Aspekten hat die Chance hierfür deutlich verringert.

Immerhin mussten die Akteure am Donnerstag erkennen, dass der geregelte BrExit allemal noch schiefgehen kann. Das derzeitige Verhalten des US-Präsidenten macht klar, dass das Thema eines Handelskriegs mit den USA keineswegs weniger wahrscheinlich ist wie zuvor. Renault selbst liefert „bad news“ ab. Und der Terminbörsen-Abrechnungstermin, der die Aktie womöglich entscheidend höher zog, geht heute über die Bühne. Da müsste Renault heute schon positiv überraschen, deutlich besser schließen als dies die nachbörslichen Kurse des Donnerstags erwarten lassen. Ansonsten sollte man hier auf der Long-Seite überlegen, sich sicherheitshalber erst einmal zurückzuziehen.

Renault Aktie: Chart vom 17.10.2019, Kurs 54,86 Euro, Kürzel RNO | LYNK Online Broker

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