Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Nemetschek: Wird die hohe Bewertung den Bullen zum Verhängnis?

Als der Spezialist für Bau- und Architektursoftware vor genau einer Woche seine Bilanz des dritten Quartals vorlegte, eröffnete die Aktie daraufhin im Minus, wurde in die Verlustzone durchgereicht und beendete den Tag knapp behauptet. Dabei hielt sich die Volatilität an diesem 30. Oktober im Vergleich zu dem, was man in den Wochen zuvor gesehen hatte, durchaus in Grenzen. Kein Wunder, denn das Zahlenwerk war recht unspektakulär.

Umsatz und Gewinn wuchsen im Rahmen der Erwartungen, der Ausblick für das Gesamtjahr wurde weder angehoben noch reduziert, sondern einfach nur bestätigt. Seither bewegt sich die Nemetschek-Aktie in einer kurzfristigen, volatilen Seitwärtsrange zwischen grob 108 und 120 Euro und könnte grundsätzlich daraus das zweite Tief eines Doppelbodens ausbilden, der, unmittelbar über der 200-Tage-Linie, eine tadellose Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls darstellen würde. Aber kommt es auch so?

Expertenmeinung: Was wir derzeit sehen, ist ein Ringen zwischen denen, die dieses Doppeltief unbedingt vollenden wollen, um so den Weg nach oben frei zu räumen und denen, die genau wissen:

Wenn die 200-Tage-Linie, über der die Aktie derzeit notiert, nach dem erstem, am 11. Oktober vollzogenen Test im zweiten Anlauf fallen sollte, wäre ordentlich Luft nach unten. Und die Bären hätten derzeit den Vorteil, dass der Gesamtmarkt von Nervosität geprägt ist, was es einfacher macht, gezielte Attacken auf der Short-Seite durchzubringen. Und da wäre eben noch die Bewertung der Aktie.

In Relation zu den derzeitigen Wachstumsraten um die 20 Prozent ist das Kurs/Gewinn-Verhältnis trotz des Umstands, dass Nemetschek vor anderthalb Monaten nicht 111, sondern knapp 155 Euro kostete, mit etwa 55 immer noch untypisch hoch. Selbst ein Kurs/Gewinn-Verhältnis um 40 wäre noch recht stattlich. Und das wäre bei einem Aktienkurs um 80 Euro der Fall. Das wissen die Bären … und das wissen die Bullen, die Verteidiger der 200-Tage-Linie.

Wenn Nemetschek über 128 Euro schließen und damit das potenzielle Doppeltief vollenden würde, wäre das Thema Bewertung möglicherweise wieder schnell vom Tisch, würde durch die dann vorhandene Aufwärtsdynamik in den Hintergrund gedrängt. Aber sollten die 200-Tage-Linie, momentan bei 107,30 Euro, und das Oktober-Tief bei 103,80 Euro fallen, würde eben diese hohe Bewertung den Bären den nötigen Rückenwind verleihen, um Nemetschek kräftig unter Druck zu setzen.

Chart vom 05.11.2018, Kurs 111,00 Euro, Kürzel NEM

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