Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
KWS Saat legt Offerte für Bayer-Sparte vor

KWS Saat gehört zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Saatzucht. Schwerpunktmäßig konzentriert sich die Gesellschaft auf den Bereich der Nutzpflanzen wie Zuckerrüben, Mais, Getreide, Futter, Öl- und Eiweißpflanzen, Rasengräser und Kartoffeln.
Zur Produktpalette zählen Saatgut für den ökologischen und konventionellen Landbau, aber auch gentechnisch veränderte Sorten. Zudem ist KWS in den angrenzenden Geschäftsfeldern landwirtschaftliche Beratung sowie Saatgutaufbereitungsanlagen tätig.

Darüber hinaus gehören zum Konzern mehr als 60 voll- und at-equity-konsolidierte Töchter und Beteiligungen in zahlreichen Ländern, u.a. in der Türkei, Ungarn, Rumänien, China und den USA.

Die Maschine stottert

Nach der Finanzkrise konnte KWS Saat über Jahre hinweg stetig wachsen. Der Umsatz stieg in den Jahren 2008 bis 2013 von 0,60 auf 1,15 Mrd. Euro. Seitdem stagniert das Geschäft aber weitgehend, im zurückliegenden Geschäftsjahr, welches bis Ende Juli läuft, erreichte man lediglich 1,08 Mrd. Euro.

Ähnliches gilt für das Ergebnis, welches bis 2012 stark stieg und seitdem eher seitwärts läuft.

Die Zahlen für die ersten drei Quartale des abgelaufenen Geschäftsjahres passen hier leider recht gut ins Bild. Der Umsatz sank um 4,7% auf 862,5 Mio. Euro. Das EBIT lag mit 169,0 Mio. Euro jedoch weitgehend auf dem Vorjahresniveau von 170,1 Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr geht KWS weiterhin von „einer unveränderten Ertragslage mit einer EBIT-Marge zwischen 11 bis 12 % aus“.

Offerte für das Gemüsegeschäft von Bayer

Im Zuge der Übernahme von Monsanto, ist Bayer dazu gezwungen sich von Unternehmensteile zu trennen. KWS Saat hat daher erneut ein unverbindliches Angebot für das Gemüsesaatgutgeschäft Nunhems vorgelegt. Details wurden nicht genannt, man spricht jedoch natürlich von „attraktiven Konditionen“.
Für KWS Saat wäre die Übernahme aber in jedem Fall ein großer Schritt, denn die Bayer-Sparte mit macht 2.000 Mitarbeitern immerhin einen Umsatz von 400 Mio. Euro.

Da der genaue Kaufpreis noch nicht vorliegt und ohnehin unklar ist, ob Bayer schlussendlich an KWS und nicht an ein anderes Unternehmen verkauft, ist eine genaue Bewertung des Deals natürlich nicht möglich. Der große Zukauf scheint aber die Phantasie der Anleger zu beflügeln und birgt natürlich die Hoffnung, dass sich die Entwicklung bei KWS wieder beschleunigt.

Ohne die Übernahme, die nun auch nicht kostenlos sein wird, kommt KWS Saat auf ein KGV und ein KGVe von 22. In Anbetracht der Schwierigkeiten der letzten Jahre und des schwachen Ausblicks, keine besonders günstige Bewertung.

Charttechnischer Ausblick

Der mehrjährige Aufwärtstrend ist weiterhin intakt, in den letzten Monaten hat sich jedoch auch ein Abwärtstrend gebildet. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Aktie. Die erneute Offerte für das Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer hat nun aber einen Kurssprung ausgelöst. KWS Saat ist dem drohenden Verkaufssignal unterhalb von 297,50 Euro somit noch einmal von der Schippe gesprungen.
Gelingt jetzt auf der anderen Seite ein nachhaltiger Ausbruch über 323,00 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit einem ersten Kursziel bei 330,50 Euro. Darüber würde sich das Chartbild weiter aufhellen und den Weg in Richtung 340,00 bis 345,00 Euro freigeben.

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