Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
HeidelbergCement: Die Serie der Gewinnwarnungen geht weiter

Die Aktie des Baustoffproduzenten HeidelbergCement gehört zu den unauffälligeren DAX-Titeln. Nicht, weil die Aktie keine tauglichen Trends aufweisen würde, aber all das verläuft in relativ ruhigen Bahnen, die großen Kurssprünge bleiben meist aus. Nicht so am gestrigen Donnerstag: Mit einem Minus von 8,59 Prozent fiel die Aktie deutlich aus ihrem üblichen Rahmen.

Die Nachricht, die diesen kräftigen Abverkauf verursachte, war indes auch ungewöhnlich: HeidelbergCement musste eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Die Serie der in den letzten Wochen ungewöhnlich zahlreichen Prognose-Reduzierungen bei deutschen Unternehmen geht also weiter. Für das Gesamtjahr erwartet der Baustoffkonzern jetzt einen Rückgang des Ergebnisses im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Vorher lautete die Prognose auf einen Gewinnanstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Keine Kleinigkeit also. Und das wurde abgestraft, zumal es in dieses Umfeld platzender Illusionen perfekt hineinpasste, das sich derzeit am deutschen Markt breitmacht und den ohnehin abwärts weisenden Trend der Aktie einfach nur verlängerte. Der Chart zeigt:

Expertenmeinung: Seit dem im Januar erreichten Hoch von 96,20 Euro, welches das höchste Level der Aktie seit 2008 markierte, ging es ohnehin nur noch bergab. Wie auf Schienen lief HeidelbergCement abwärts, bestätigte durch einen abgewiesenen Anlauf an diese Linie den schon im Februar erfolgten Bruch der 200-Tage-Linie und markierte innerhalb eines breiten Abwärtstrendkanals sukzessive tiefere Zwischenhochs und Zwischentiefs.

Der gestrige Abwärtsschub hat die Aktie jetzt an die untere Begrenzung dieses Trendkanals bei derzeit 57 Euro gedrückt, zugleich befinden sich kurzfristige markttechnische Indikatoren wie der hier abgebildete Stochastik-Oszillator im überverkauften Bereich. Das mag Trader locken, es einmal mit einem Long-trade zu versuchen, eine kräftige Gegenreaktion nach oben mitzunehmen. Aber die muss nicht kommen. Immerhin lief das Papier auch ohne Gewinnwarnung in einem stabilen Abwärtstrend, jetzt haben die Bären dadurch noch zusätzliche Argumente erhalten.

Zwar könnte es sein, dass einige ihre Leerverkäufe nach diesem bärischen „Geschenk“ eindecken und die Aktie dadurch in eine Gegenreaktion tragen. Aber bereits bei 64,70 zu 65,10 Euro wartet ein Kreuzwiderstand aus September-Tief und 20-Tage-Linie. Bis dorthin könnte die Aktie korrigieren, aber das ist alles andere als ein „Muss“. Ein „Schnäppchen“ ist HeidelbergCement durch das gestrige Minus wohl immer noch nicht.

Chart vom 18.10.2018, Kurs 57,26 Euro, Kürzel HEI1

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