Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
General Motors: Das Gap ist geschlossen, jetzt wieder hoch?

General Motors ist einer der weltweit größten Automobilhersteller. Der Konzern entwirft, baut und verkauft Pkw, LKW und Kfz-Teile in mehr als 120 Ländern. Über die General Motors Financial Company, Inc. werden zudem Finanzdienstleistungen angeboten.

Außerhalb Nordamerikas betreibt die Gruppe ihr Geschäft in erster Linie mit den Marken Buick, Cadillac, Chevrolet, GMC, Holden, Opel und Vauxhall.
Daneben ist GM der Hauptanteilseigner der Daewoo Auto & Technology of South Korea und unterhält Kooperationen verschiedenster Art mit Suzuki Motor Corp., Isuzu Motors, Chrysler, Daimler, BMW, Toyota Motor, Avtovaz sowie Renault.

Eher durchwachsen

So schön das alles klingt, der Konzern hat seit vielen Jahren mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Während der Finanzkrise musste das Unternehmen sogar Chapter 11 anmelden, ein Insolvenzverfahren nach US-Recht.

Der Umsatz stagniert seit Jahren zwischen 135 und 155 Mrd. USD, eine nicht ganz unerhebliche Spanne. Unter dem Strich ist jedoch kein positiver Trend zu erkennen. Beim Gewinn sieht es etwas besser aus. Das Ergebnis je Aktie kletterte seit 2012 von 3,24 auf 6,62 USD je Aktie im Vorjahr.

Ist der Gewinn echt?

Dass die Gewinne bisher eher einer „aktiven“ Buchhaltung entspringen, als der Realität, zeigt ein Blick auf den Cashflow. In Wirklichkeit fließen seit Jahren konstant Mittel ab, erst in diesem Jahr will man wieder einen positiven freien Cashflow erzielen. Sollte das nach Jahren der Mittelabflüsse gelingen, wäre es wirklich ein positives Signal.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet GM demnach einen freien Cashflow von 5,0 Mrd. USD. Auf dieser Basis wäre die Aktie mit einem P/FCF von 11 keineswegs hoch bewertet.

Ebenfalls positiv erwähnen sollte man den Willen den Vorstands, die Aktionäre am Gewinn zu beteiligen. Im zurückliegenden Jahr wurden über 2,2 Mrd. USD an Dividenden ausgeschüttet und für weitere 4,5 Mrd. USD für Aktienrückkäaufe ausgegeben. Beim derzeitigen Börsenwert von 55,8 Mrd. USD keine Kleinigkeit.

Darüber hinaus könnte das US-Geschäft mit Pick-Ups durch eine ganze Reihe neuer Modelle beflügelt werden. Diesen Punkt sollte man nicht unterschätzen. Die in Europa belächelten Ungetüme sind für einen bedeutenden Teil des Konzerngewinns verantwortlich.

Nachrichtenlage sollte stützen

Zuletzt waren die Meldungen aus dem Hause GM ohnehin positiv. Im ersten Quartal lagen Umsatz und Gewinn über den Erwartungen.
Ende Juni wurde dann bekannt, dass SoftBank mit 2,25 Mrd. USD bei GM Cruise einsteigt, der Tochter für selbstfahrende Autos. Obwohl anschließend gute Zahlen gemeldet wurden, denn im zweiten Quartal lag der US-Absatz demnach 4,6% über dem Vorjahresniveau, bröckelten die Kurse zuletzt wieder.

Fundamentale Bewertung

Auf den ersten Blick ist die Bewertung sehr niedrig. General Motors kommt auf eine P/E von 6,0 und eine forward P/E von 6,2. Diese niedrigen Zahlen sind aber, wie erläutert, mit Vorsicht zu genießen. Der angepeilte freie Cashflow von 5,0 Mrd. USD in diesem Jahr entsspräche eher dem echten Gewinn.
Die Dividendenrendite ist mit 3,8% attraktiv und durch den operativen Cashflow gut finanziert.

David Einhorn von Greenlight Capital, einer der bekanntesten Investoren der Welt, scheint jedenfalls von GM überzeugt zu sein. Der Autobauer macht über 20% seines Portfolios aus und ist mit einem Wert von knapp 900 Mio. USD die mit Abstand größte Position.

Charttechnischer Ausblick

Nach einem Kurssprung Ende Mai scheiterte General Motors erneut am Widerstand bei 45,00 USD. Dieses multiple Top beeinträchtigt nun zunehmend das Chartbild.
Aktuell scheint die Aktie allerdings wieder auf Interesse zu stoßen und am mittleren Aufwärtstrend zu drehen. Ausgehend von dieser Basis könnte es nun zu einem erneuten Anstieg in Richtung 41,00 – 41,50 USD kommen. Darüber würde sich weiteres Potenzial in Richtung 45,00 USD ergeben.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 38,00 USD, muss mit einer Fortsetzung der Korrektur in Richtung 35,00 – 36,00 USD gerechnet werden.

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