Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Dürr: Große Erleichterung – aber auch die große Wende?

Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbauer. Das allein ist ja momentan eine wackelige Branche, die mit Problemen zu kämpfen hat. Aber Dürr beliefert auch noch vor allem die Automobilindustrie. Entsprechend nervös und auf alles gefasst war man im Vorfeld der gestern Früh veröffentlichten Ergebnisse zum vierten Quartal 2018. Und dann kam ein Zahlenwerk, bei dem man absolut nicht jammern konnte.

Der Umsatz lag mit 1,14 Milliarden Euro über dem Vorjahr (1,03 Milliarden) und der Analystenprognose (1,08 Milliarden). Der Gewinn kam, gerechnet als EBIT (vor Steuern und Zinsen) zwar mit 80,2 Millionen Euro unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten (85 Millionen) herein, aber elf Prozent über dem des vierten Quartals 2017 (72,2 Millionen). Und netto war der Gewinnanstieg mit 60,1 nach 49,4 Millionen Euro noch deutlicher ausgefallen.

Zugleich erwartet der Maschinenbauer für 2019 einen Umsatz in der Spanne zwischen 3,9 und 4,1 Milliarden Euro, das würde einer Steigerung im einstelligen Prozentbereich entsprechen. Und die bereinigte Gewinnmarge soll zwischen 7,0 und 7,5 Prozent liegen, nach 7,1 Prozent im Jahr 2018. Das sind keine Perspektiven, die rasantes Wachstum verheißen, aber damit hatte ja auch niemand gerechnet, im Gegenteil:

Expertenmeinung: Gerade bei den Automobilzulieferern hatte es im zweiten Halbjahr zahlreiche Gewinnwarnungen gegeben. Viele Unternehmen mussten deutlich kleinere Brötchen backen. Da war es kein Wunder, dass man das Zahlenwerk von Dürr nebst Prognose mit großer Freude aufnahm und einstieg.

Schließlich war die Dürr-Aktie im Zuge dieses für die Autobranche und ihre Zulieferer so fatalen Börsenjahres 2018 mit in den Abwärtsstrudel gezogen worden, war von dem im Herbst 2017 bei 60 Euro erreichten Rekordhoch bis zum Herbst 2018 im Kurs halbiert worden. Und nicht zuletzt, weil die Akteure im Vorfeld der Bilanz den Kopf eingezogen und die Aktie verkauft hatten, war der Kurssprung des Donnerstags nachvollziehbar und auch berechtigt. Aber die Wende ist das noch nicht, denn jetzt erst stehen die entscheidenden Hürden an.

Sie sehen es im Chart: Dürr ist in die Zone 35/37,50 Euro hineingelaufen, ein Bereich, der seit Beginn des zweiten Halbjahrs 2018 immer wieder als Wendebereich diente und aus dem die Aktie in den vergangenen Wochen gleich zweimal wieder nach unten abgewiesen wurde.

Diese Zone wird verstärkt durch die bei aktuell 36,50 Euro verlaufende mittelfristige Abwärtstrendlinie und die bei 36,65 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Eine massive Widerstandszone.

Aber sollte bei den Anlegern statt der Sorge, dass die Eintrübung der Gesamtlage irgendwann in nächster Zeit auch bei Dürr ankommen wird, die Zuversicht siegen, kann dieser Bereich überwunden und dann zu einer nicht minder mächtigen Unterstützungszone werden. Sollten hier Schlusskurse über 37,50 Euro gelingen, wäre die Aktie aus charttechnischer Sicht klar bullisch. Es sollte lohnen, das im Auge zu behalten!

Chart vom 28.02.2019, Kurs 35,94 Euro, Kürzel DUE | LYNX Online Broker

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