Börsenblick

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Aktienanalyse:
Dürr: Kalte Dusche oder „war zu erwarten“?

Aktuelle Analyse der Dürr Aktie

Kurz nach Handelsende am Montagabend gab der vor allem als Automobilzulieferer bekannte Dürr-Konzern eine Gewinnwarnung heraus. Und jetzt wird es spannend: Wird die Aktie daraufhin heute deutlich wegrutschen … oder womöglich nach ersten Abgaben sogar zulegen? Letzteres wäre möglich, sicher ist es natürlich nicht. Aber diese gestrige Meldung hat ihre Besonderheiten, weshalb man nicht ausschließen kann, dass die ansonsten eigentlich zu erwartende kalte Dusche für die Anleger moderat ausfällt oder sogar ausbleibt.

Dürr meldete, dass die Gewinnmarge via EBIT für das Gesamtjahr nach aktuellem Stand der Dinge nicht mehr bei 6,5 bis 7,0 Prozent, sondern im Bereich 5,5 bis 6,0 Prozent liegen werde. Das ist natürlich negativ. Aber zugleich behielt man die Umsatzprognose bei. Und interessant ist die Begründung: Das sei „Dank eines weiterhin stabilen Automobilgeschäfts“ möglich. Wie das? Richtig ist schon, dass Dürr den größeren Teil der Umsätze mit der Autobranche macht, aber eben nicht nur. Basis der Gewinnwarnung waren die Bereiche des Maschinenbaus für die Möbelindustrie und der Sektor Messtechnik. In ersterem Bereich war es ein rückläufiger Markt, in letzterem ein verschärfter Wettbewerb. Also, alles nicht so schlimm?

Expertenmeinung: Das könnte man eben so sehen. Wenn der Kern des Geschäfts stabil bleibt, ist alles andere nicht so tragisch. Würden die Marktteilnehmer das so sehen wollen, könnte die Aktie sogar zulegen, weil der Kurs zuletzt ohnehin schon massiv fiel, da die Anleger nicht mit good news rechneten. Und damit ist die Aktie relativ nahe an die sehr markanten Wendemarken der Jahre 2014 und 2016 bei 24,50/24,75 Euro herangelaufen, wie unser langfristiger Chart zeigt.

Wenn genug Trader sowieso auf schlechte Nachrichten gefasst waren, unter anderem, weil die Bilanz des ersten Quartals bereits schlechter als erwartet ausgefallen war, könnte es durchaus gelingen, anfänglichen Druck in Käufe zu drehen und das bislang nur knapp unterbotene 2018er-Tief bei 27,30 Euro zurückzuerobern. Aber: Der heutige Tag müsste schon mit einem soliden Plus und über 27,30 Euro enden, um diese Chance als genutzt anzusehen, denn man kann diese Gewinnwarnung eben auch anders interpretieren: Dass auch andere Bereiche unter Druck kommen, ist ein Beleg dafür, dass die Schwäche der deutschen bzw. der europäischen Wirtschaft breit gefächert ist. Und dass es im Bereich der Maschinen für die Automobilindustrie weiterhin stabil läuft, ist zwar möglich, aber alles andere als sicher.

Wenn sich auch dort Schwäche zeigen würde, würde der Gewinn des Unternehmens rasant dahinschmelzen. Einem „happy end“ dieser Gewinnwarnung sollte man daher besser nicht vorgreifen, denn kommt es anders, wäre die vorgenannte Supportzone 24,50/24,75 Euro das unmittelbar nächste Kursziel!

Chart vom 22.07.2019, Kurs 26,57 Euro, Kürzel DUE | LYNX Aktienempfehlungen

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