Börsenblick

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Aktienanalyse:
Deutz: Starke Bilanz … aber die Bären waren stärker

Aktuelle Analyse der DEUTZ Aktie

Bei dieser Bilanz, die der renommierte Motorenbauer Deutz am Donnerstagmorgen vorlegte, konnte man eigentlich nur den Daumen heben. Der Umsatz legte um drei Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, der Gewinn stieg überproportional. Was daran lag, dass es gelungen war, die Gewinnmarge, hier als EBIT-Rendite gerechnet, von 2,5 auf 4,6 Prozent zu steigern. Und das in einem Umfeld, in dem die Maschinenbauer im Allgemeinen reichlich Gegenwind verspüren. Der Vorstand räumte zwar ein „zunehmend herausforderndes makroökonomisches sowie geopolitisches Umfeld“ ein, bestätigte aber trotzdem die bisherige Prognose für das Gesamtjahr, wobei man auch daran festhält, die EBIT-Rendite auf 5,0 Prozent steigern zu können. Gute Zahlen und Optimismus in einer Phase, in der es am Gesamtmarkt Gewinnwarnungen hagelt, die Deutz Aktie hätte eigentlich kräftig zulegen müssen. Tat sie aber nicht. Deutz fiel am Donnerstag kräftig um 6,28 Prozent auf den tiefsten Stand seit Januar. Warum?

Expertenmeinung: Die Stimmung für die Aktie war bereits seit dem 9. und 10. Juli angeschlagen. Da senkten mehrere Analysten ihre Kursziele, wobei da weniger Nachrichten von Deutz selbst die Basis gewesen sein dürften als die besorgten Statements des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer VDMA, der für die Branche jetzt mit einem Produktionsminus im Gesamtjahr rechnet. Nach den gestern vorgelegten Zahlen kam nur die Commerzbank mit einer Kursziel-Senkung von 9,50 auf 7,50 Euro, aber das wäre ja immer noch ein Kursniveau deutlich über dem Schlusskurs des Donnerstags. Wenn man sich den Chart der Aktie ansieht, entsteht eher der Eindruck, die Leerverkäufer, die „Bären“, hätten bereits im Vorfeld die Zielsetzung gehabt, die für sie in einer idealen Konstellation befindliche Deutz Aktie zu drücken, um ein markantes, bärisches Signal zu generieren. Man versuchte es trotz der Bilanz und war wohl vor allem deshalb erfolgreich, weil andere Akteure daraufhin sofort ihre Käufe stoppten aus Sorge, da wisse womöglich jemand mehr als sie selbst. Was natürlich immer sein kann, aber in diesem Fall nicht offenkundig wäre.

Deutz war für die Bären deswegen so lukrativ, weil hier Anfang/Mitte Juli ein großes Doppeltopp vollendet wurde und der Kurs dadurch auch noch unter seine 200-Tage-Linie fiel. Zuletzt hielt die Unterstützungslinie bei 6,00 Euro zwar, die Aktie konnte sich aber nicht nach oben absetzen und notierte im Vorfeld der Bilanz nahe an dieser Linie und unterhalb der im Chart blau gehaltenen 20-Tage-Linie. Würde der Kurs jetzt durch die 6,00 Euro nach unten hindurch gehen, wäre die Toppbildung noch formvollendeter, könnte als Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit zwei Köpfen gesehen werden. Genau das ist den Bären am Donnerstag gelungen. Und solange der Trend dynamisch abwärts weist und zugleich der Gesamtmarkt immer nervöser wird, kann das schwerer wiegen als gute Bilanzergebnisse, so dass ein Test des nächsten charttechnischen Kursziels bei genau 5,00 Euro, wo die Aktie zur Jahreswende 2018/2019 aufgesetzt hatte, durchaus denkbar wäre. Bullisch wäre die Aktie erst, wenn sie wieder über der Nackenlinie des Doppeltopps bei 7,26 Euro schließen würde. Und das ist aus aktueller Sicht der deutlich steinigere Weg.

Chart vom 01.08.2019, Kurs 5,89 Euro, Kürzel DEZ | Online Broker LYNX Aktientipps

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