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Aktienanalyse:
Commerzbank: Noch billiger kann es nicht mehr werden … oder?

Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

Wenn man bedenkt, dass die Commerzbank-Aktie ihr Rekordhoch im Frühjahr 2000 bei 266,42 Euro sah, scheint es eigentlich egal zu sein, ob die Aktie jetzt bei sechs, fünf oder vier Euro notiert. Aber für alle, die nicht vor zwanzig, sondern vor ein oder zwei Jahren eingestiegen sind oder im Gegenzug eine Short-Position aufgebaut haben, ist es dieser aus langfristiger Sicht höchst überschaubare Mikrokosmos, der zählt. Und da stellt sich die Frage, ob es überhaupt denkbar wäre, dass diese so dermaßen ausgebombt wirkende Aktie überhaupt noch Spielraum nach unten hätte, um Short-Trades zu rechtfertigen?

Grundsätzlich hätte sie das. Denn mit dem großen Abstieg schwanden auch die Gewinne. Nach der Baisse 2000 bis 2003 kam die Aktie 2007 noch einmal über 200 Euro, bevor der nächste große Abstieg folgte. Aber seither sorgte das Umfeld extrem niedriger Zinsen, das die Gewinne der Geldhäuser gewaltig unter Druck setzt, dafür, dass die Aktie nie wieder annähernd in solche Regionen vorstieß. Und eben diese mittlerweile winzigen Gewinne können auch die Basis sein, dass das bisherige Rekordtief der Commerzbank-Aktie, das im August bei 4,65 Euro erreicht und im Oktober erfolgreich getestet wurde, noch unterboten würde, wenn die Gewinne zu Verlusten würden und der Eindruck entstehen sollte, dass die Bank sich in den roten Zahlen festfährt. Wobei schon reichen könnte, dass das Risiko hierfür steigt. Und das tut es derzeit.

Expertenmeinung: Zwar hat der Kurs wie erwähnt das bisherige Rekordtief im Oktober verteidigt und zog daraufhin prozentual gesehen kräftig an. Aber dann stießen sich die Bullen im Widerstandsbereich um sechs Euro die Köpfe, in dem die Aktie bereits im September nach unten abdrehte. Und mit dem erneuten Abwärtsschwenk kam am 7. November eine Bilanz des dritten Quartals auf den Tisch, die unterstreicht, dass rote Zahlen nicht unmöglich sind. Statt einer leichten Steigerung des Jahresüberschusses rechnet die Commerzbank jetzt mit einem rückläufigen Überschuss. Und das, obgleich eine umfassende Restrukturierung vorgenommen wurde, die man zeitweise als abgeschlossen deklarierte. Aber so wie für die Deutsche Bank dürfte auch hier gelten: In einem für deutsche Banken derart negativen Umfeld wird die Notwendigkeit, sich gegen die schiefe Ebene zu stemmen, nicht enden.

Und das ist vielen Anlegern durchaus klar. Wenn man sich überlegt, dass Kurs/Gewinn-Verhältnisse unter zehn bei Bank-Aktien normal sind, ist die Aktie trotz ihres gedrückten Kurses nicht „billig“. So gesehen wäre ein erneuter Test dieses bisherigen Tiefs von 4,65 Euro keine Überraschung. Und in dem damit dann dritten Anlauf kann es, muss aber nicht halten. Auch, wenn es im langfristigen Bild irrelevant scheint, ob der Kurs dann z.B. auf vier Euro fallen würde: Für Short-Trader wären das dann mit 65 Cent 14 Prozent ungehebeltes Gewinnpotenzial und somit allemal eine verlockende Distanz. Die Aktie muss weder das bisherige Tief von 4,65 Euro erneut ansteuern (auch, wenn es derzeit die wahrscheinlichere Variante wäre) noch diese letzte Unterstützung brechen. Aber entscheidend ist zu realisieren, dass es möglich ist und die alte Börsenregel immer und überall gilt: Was billig scheint, kann leicht noch billiger werden!

Chart vom 21.11.2019, Kurs 5,16 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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