Börsenblick

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Aktienanalyse:
Commerzbank: Dieses fallende Messer ist weiterhin scharf

Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

Das Minus von 7,18 Prozent, das die Aktie der Commerzbank am Freitag wegstecken musste, war ja eigentlich schon herb genug. Aber es war auch noch ein Rekordtief. Die Aktie brach aus einer seit August 2019 geltenden Seitwärtsspanne nach unten aus. Und dass, obwohl sie erst vor knapp vier Wochen nach oben ausgebrochen war. Und dieser Ausbruch nach oben erfolgte auf Basis der an diesem Tag vorgelegten Bilanz des Jahres 2019 nebst Ausblick auf das laufende Jahr. Man dachte, jetzt sei der Spuk vorbei. Und jetzt das. Nur: wieso?

Es dürfte das Zusammenspiel aus Rahmenbedingungen und Charttechnik gewesen sein, das diesen ernüchternden Wochenschluss verursacht hat. Zunächst einmal war die Aktie nach dem Ausbruch nach oben am Juli 2019-Hoch als der nächsten über der Seitwärtsspanne zwischen 4,65 und 6,00 Euro gelegenen Widerstandslinie hängengeblieben. Das führte zu einem Rücksetzer an den Ausbruchslevel. Bis dahin hätte noch alles gutgehen können, hätte der Kurs im Bereich um 6,00 Euro wieder nach oben gedreht. Aber das passierte nicht. Der Rahmenbedingungen wegen, denn:

Expertenmeinung: Ausgerechnet in diesem Moment brach am Aktienmarkt Anfang vorvergangener Woche die Virus-Angst aus. Der Gesamtmarkt kam unter die Räder, es wurde alles querbeet verkauft … und die Commerzbank-Aktie natürlich mit. Dadurch fiel der Kurs wieder in die alte Seitwärts-Range zurück, so dass dann auch noch neben den Rahmenbedingungen die Charttechnik auf „Rot“ schaltete und weitere Verkäufe durch ausgelöste Stop Loss-Orders nach sich zog. Diese Angst vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der Virus-Epidemie tat ein Übriges, um den Verkaufsdruck so aufrechtzuerhalten, dass die Aktie diese Seitwärtsspanne zügig bis zum Donnerstag nach unten durchmaß. Denn zum einen würden noch niedrigere Zinsen durch Maßnahmen der EZB dazu führen, dass die Renditen der Banken noch weiter schwinden, zum anderen könnte es zu Forderungsausfällen im Fall einer noch negativeren Konjunkturlage kommen.

Es kam also alles zusammen … und als die europäischen Aktien am Freitag als Reaktion auf die nach unten abdrehenden US-Indizes mit einer kräftigen Kurslücke nach unten starteten, war der Druck groß genug, um die Commerzbank-Aktie durch die alten Rekordtiefs bei 4,65 Euro zu drücken. Zumal auch da zweifellos eine Vielzahl an Stop Loss-Verkaufsorders ausgelöst wurde, die den Kurs erst recht nach unten trieben. Der Vorteil der Bären: Nach unten finden sich keine charttechnischen Unterstützungen. Und auch, wenn die Aktie markttechnisch klar überverkauft ist: Da die wichtigen gleitenden Durchschnitte der letzten 200 und 20 Tage mit 5,65 und 5,78 Euro noch im oberen Bereich der vorherigen Seitwärtsspanne notieren, dürfte es nicht reichen, nur wieder über die untere Begrenzung der Handelsspanne bei 4,65 Euro zu laufen, um die Bären aus dem Feld zu schlagen. Es mag sein, dass der jetzt erreichte Level grundsätzlich günstig für längerfristige Anleger wäre. Aber man sollte die alte Regel nicht ignorieren, die da lautet: Was billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden. Zumindest, solange es nicht zu einer charttechnisch belastbaren Trendwende nach oben gekommen ist.

Commerzbank Aktie Chart vom 06.03.2020, Kurs 4,30 Euro, Kürzel CBK | Online Broker LYNX

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