Börsenblick

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Aktienanalyse:
Commerzbank 5.0 = Kursziel 0?

Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands mit Standorten in knapp 50 Ländern. In den beiden Geschäftsbereichen Privatkunden und Firmenkunden wird jeweils ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten.

Der Schrecken ohne Ende

Dass ich kein großer Freund der europäischen und deutschen Bank bin ist kein Geheimnis.
Der eine oder andere Leser wird meine negativen Analysen und Warnungen zur Deutschen Bank oder auch der Commzerbank kennen. Seit Jahren warne ich.

Hier nur einige Überschriften der jüngeren Vergangenheit:
Deutsche Bank: Kippt die Aktie vollkommen weg? (09.02.2018, Aktienkurs 13 Euro)
Deutsche Bank: Droht hier der Supergau? (28.03.2018, Aktienkurs 11,20 Euro)
Deutsche Bank: Zieht hier ein Sturm auf? (16.05.2018, Aktienkurs 11,20 Euro)
Der größte Aktionär wirft das Handtuch. Dunkle Vorzeichen? (10.09.2018, Aktienkurs 9,50 Euro)
Deutsche Bank: Die Fusion macht alles noch schlimmer (19.03.2019, Aktienkurs 8,10 Euro)

Warum ist das so?

Im Endeffekt hat die Commerzbank die Finanzkrise nie überwunden.

Kommuliert hat man seit 2009 kein Geld verdient. Doch selbst in guten Jahren erwirtschaftet man kaum die Kapitalkosten.
Die Eigenkapitalrenditen liegen weit unter den Konkurrenz.

Der Umsatz ist quasi konstant rückläufig.
Gleichzeitig hat sich die Aktienzahl nahezu verzehnfacht.

Für Anleger das schlimmste aller Welten. Daher kennt die Aktie auch nur eine Richtung: Abwärts.

Commerzbank 5.0: Wird jetzt alles besser?

Vor wenigen Tagen hat die Commerzbank ihre neue Strategie mit dem Namen „Commerzbank 5.0“ vorgestellt.
Vielleicht wird jetzt ja alles besser.

Der Strategieentwurf beinhaltet im Wesentlichen folgende Elemente:

„Investitionen“

Der Fokus soll auf dem Ausbau des Mobilgeschäfts liegen. Hierzu plant man umfassende Technologieinvestitionen mit einem Volumen von insgesamt 1,6 Mrd. Euro.

Tatsächlich entfallen 850 Mio. Euro davon auf an Restrukturierungskosten. Wie üblich wurde der Abbau von Stellen beschlossen und 200 der 1.000 Filialen sollen wegfallen.
Das kann man wohl kaum als Investition in die Zukunft bezeichnen.

Man möchte die Anleger wohl für dumm verkaufen.

comdirect

Die Tochter comdirect soll mit der Commerzbank verschmolzen werden.

Ob das die richtige Entscheidung ist, wird sich zeigen. Bisher ist die comdirect jedenfalls kein Erfolgsmodell.

Die Tochter glänzt zwar mit hohem Wachstum, der Gewinn steigt dennoch nicht.

Das ist wirklich erstaunlich, denn in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Girokonten und der Kundenvermögen bei der comdirect ungefähr verdreifacht.

Verkauf der mBank

Commerzbank plant einen Verkauf der polnischen Tochter mBank. An diesem Punkt setzt bei mir jegliches Verständnis aus.

Die meisten europäischen Banken kamen zuletzt auf eine Eigenkapitalrendite zwischen 8 und 10%.
Mit 9,5% lag die mBank ebenfalls in diesem Bereich, doch der Commerzbank-Konzern kommt nur auf 3,6%.

Das zeigt wie schwach die Commerzbank, selbst im Vergleich zu der traurigen Truppe an europäischen Banken ist.

Die mBank ist also weitaus profitabler als die Mutter, es ist sogar die ertragreichste Konzernsparte.
Warum sollte man das beste Pferd im Stall verkaufen und die Erlöse dann in die kranken Teile stecken? Es ergibt keinen Sinn.

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Ausblick und Bewertung

Banken bewegen sich in einem ohnehin herausfordernden Umfeld. Die Zinspolitik der Notenbanken zerstört das klassische Geschäftsmodell der Banken.

In solchen Zeiten müssten kluge und mutige Entscheidungen getroffen werden. Stattdessen macht man einen Fehler nach dem anderen und trifft vollkommen unsinnige strategische Entscheidungen.

Für die Commerzbank gibt es wohl keine Hoffnung mehr. Man sollte den Konzern zerschlagen, um zumindest das systemische Risiko zu verringern.
Kursziel 0. Viel fehlt ja nicht mehr.

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