Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Commerzbank: Ist das der langersehnte Boden? Kaufsignal voraus?

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Geldhaus Deutschlands mit Standorten in knapp 50 Ländern. In den beiden Geschäftsbereichen Privatkunden und Firmenkunden wird jeweils ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen angeboten.

Schrecken ohne Ende?

Die Aktionäre der Commerzbank sind wirklich leiderprobt. Denn seit den Höchstkursen im Jahr 2009 verloren die Papiere zeitweise noch einmal mehr als 90% an Wert. Die Großbank hat bis heute mit den Nachwehen der Finanzkrise zu kämpfen.

Der Umsatz ist seit Jahren geradezu konstant rückläufig, im Gegensatz zur Deutschen Bank war man aber wenigstens profitabel. Zumindest ein wenig.

Das größere Problem sind die endlosen Kapitalerhöhungen, wodurch die Aktien derart verwässert wurden, dass es nur abwärtsgehen konnte. Das Ausmaß ist geradezu beispiellos. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der ausstehenden Papiere um den Faktor 15 gestiegen. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass für jede Aktie ein immer geringerer Anteil des Unternehmens entfällt.

Ein Ende mit Schrecken?

Für die Altaktionäre sieht es also schlecht aus. Man kann es nicht anders ausdrücken. Es steht schlichtweg fest, dass die Papiere nie mehr zu den alten Höchstständen zurückkehren werden.

Doch vielleicht hat das Geldhaus die Trendwende nun endlich geschafft. Im vergangenen Jahr wurden erstmals seit einer Dekade keine neuen Aktien mehr ausgegeben.

Das laufende Geschäftsjahr

Kreditvolumen und Erträge steigen wieder und man konnte die Kundenbasis zuletzt spürbar ausbauen. Im dritten Quartal lag die Zahl der Neukunden bei 117.000.

Der Zinsüberschuss, der mit Abstand wichtigste Bereich, legte um 10,2% auf 3,41 Mrd. Euro zu.

Insgesamt waren die Erträge von 6,96 auf 6,73 Mrd. Euro dennoch leicht rückläufig. Da seit einer gefühlten Ewigkeit aber endlich keine Restrukturierungsaufwendungen mehr anfielen, stieg das Konzernergebnis von 53 Mio. auf 751 Mio. Euro.

Der Gewinn je Aktie kletterte von 0,04 auf 0,60 Euro je Aktie.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt und auch eine Dividende soll wieder gezahlt werden. Mit 0,20 Euro je Aktie läge die Dividendenrendite immerhin bei 2,4%.

Die Erträge werden 2020 zwar „leicht unter“ den bisher angepeilten 9,8 Mrd. Euro liegen, doch zumindest zeigt die Entwicklung endlich wieder in die richtige Richtung.
Schließlich war der Umsatz über Jahre hinweg rückläufig.

Darüber hinaus könnten die Markterwartungen für 2018 zu niedrig zu sein. Nach einem Gewinn von 0,60 Euro je Aktie in den ersten drei Quartalen, geht der Markt für das Gesamtjahr von 0,72 Euro aus.

Es könnte also durchaus noch zu positiven Überraschungen oder Revisionen kommen.

Die Commerzbank kommt im laufenden Geschäftsjahr auf ein KGV von 11,4 und 10,0 im Folgejahr. Tauchen keine neuen Probleme auf, könnten die Erwartungen aber, wie zuvor dargelegt, zu niedrig sein.

Das Unternehmen erfüllt zwar noch immer nicht die Bedingungen für ein langfristiges Investment, ein Trade ist in dieser Gesamtkonstellation aber aussichtsreich.

Charttechnik

Die Aktie hat seit Anfang des Jahres eine umfassende Korrektur vollzogen. Inzwischen wurde der Abwärtstrend aber überwunden und es scheint sich eine Bodenbildung abzuzeichnen.

Es fehlt eigentlich nur noch ein klares Kaufsignal. Gelingt ein Ausbruch über 9,00 Euro, wäre der Weg in Richtung 9,60 Euro frei. Darüber ergäbe sich weiteres Potenzial bis 10,00 und 10,25 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 8,00 Euro, trübt sich das Chartbild nachhaltig ein.

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