Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Commerzbank: Diese Chance haben die Bullen liegen gelassen

Im Vorfeld der am Donnerstagmorgen veröffentlichten Bilanz des Geschäftsjahres 2018 senkten die Analysten von J.P. Morgan und Warburg ihre Kursziele für die Commerzbank-Aktie. Das will schon etwas heißen, denn das unterstrich, dass diese Experten sicher waren, dass die Commerzbank mit diesem Zahlenwerk keine positive Überraschung präsentieren würde. Nachdem die Daten am gestrigen Morgen vor Handelsbeginn auf den Tisch kamen, nahmen sich auch die Analysten der DZ Bank und der NordLB die Aktie vor.

Die DZ Bank nahm ihre Beurteilung des fairen Werts von 8,50 auf 8,00 Euro herunter, bestätigte aber ihr „Kaufen“-Rating. Die NordLB senkte das Kursziel von 8,95 auf nur noch 6,50 Euro und stufte mit „Halten“ ein. Begeisterung sieht anders aus. Zunächst wirkte es, als würden die Anleger dieses eher negative Feedback der Experten ignorieren, denn die Aktie konnte in der Spitze immerhin über fünf Prozent zulegen. Aber zum Handelsende blieb nur noch ein Plus von 1,5 Prozent übrig. Das, wie der Chart zeigt, den Bullen nichts bringt, sondern eher eine liegen gelassene Chance darstellt, denn:

Expertenmeinung: Hätte die Aktie ihr anfänglich höheres Plus gehalten, wäre wenigstens die bei 6,51 Euro verlaufende 20-Tage-Linie als nächstgelegener Widerstand überwunden worden. Nicht, dass darüber nicht eine ganze Phalanx an Charthürden warten würde. Aber es wäre zumindest ein Zeichen gewesen, dass die Käufer so langsam zurückkehren. So aber blieben dieser gleitende Durchschnitt unbezwungen, ein Kaufsignal im Trendfolgeindikator MACD aus und die Bären weiterhin in der besseren Position.

Würde das letzte Tief bei 6,03 Euro unterboten, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht wieder frei bis an das 2018er-Tief von 5,50 Euro. Aber war die Bilanz denn derart schwach? Ja und nein. Was den Umsatz angeht, ging der gegenüber 2017 leicht zurück, das lag aber im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinnanstieg war deutlich, der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei 1,23 Milliarden nach 459 Millionen im Vorjahr und damit knapp über den Prognosen. Aber immerhin lag der stark gestiegene Nettogewinn mit 865 Millionen Euro recht deutlich über dem Analysten-Konsens von 828 Millionen.

Aber das zarte Pflänzchen des Optimismus wurde zertreten, weil das Geldhaus sein selbst gestecktes Renditeziel von sechs Prozent im Jahr 2020 nicht mehr als erreichbar ansieht und mit einem jährlichen Umsatzwachstum um drei Prozent plant. Das sind nun einmal kleine Brötchen. Verständlich angesichts des für europäische Banken ungünstigen Umfelds, aber eben zu wenig, um die Anleger so zu mobilisieren, dass die Commerzbank den Handelstag mit einem bullischen Signal hätte beenden können.

Chart vom 14.02.2019, Kurs 6,32 Euro, Kürzel CBK | LYNX Online-Broker

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