Aktienanalyse:
Commerzbank: Die Aktie bekommt von den Tradern keinen Kredit

Aktuelle Analyse der Commerzbank Aktie

Ein dickes Minus von 6,43 Prozent als Reaktion auf die am Mittwochmorgen vorgelegte Bilanz des zweiten Quartals, das lässt vermuten, dass das Zahlenwerk verheerend ausgefallen sein muss. Zumal die Aktie dadurch auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren abrutschte. Und fast auf den tiefsten Stand überhaupt, denn das vor fast genau drei Jahren markierte Rekordtief liegt bei 5,15 Euro und damit jetzt in Schlagdistanz. Aber so schlecht war die Bilanz gar nicht.

Der Umsatz lag im Rahmen der Analysten-Erwartungen und nur marginal unter dem des Vorjahresquartals. Und der Gewinn fiel zwar im Vorsteuervergleich, blieb aber netto gegenüber dem zweiten Quartal 2018 konstant. Das Geldhaus erhöhte zwar die Risikovorsorge, was natürlich auf den Gewinn drückte. Aber das hat mit dem rein operativen Geschäft ja nichts zu tun. Und immerhin steigt die Zahl der Neukunden, was in diesem für Banken so schwierigen Umfeld respektabel ist.

Trotzdem, die Aktie fiel unter das markante Tief, das zur Jahresende bei 5,50 Euro ausgebildet wurde und hat jetzt nur noch dieses Rekordtief bei 5,15 Euro als charttechnische Supportlinie unter sich. Und wenn man sich dieses längerfristige Chartbild auf Wochenbasis ansieht, fragt man sich durchaus: Warum sollte diese letzte Unterstützung halten?

Expertenmeinung: Der Abwärtstrend ist auf allen Zeitebenen intakt. Die Abwärtstrendlinie bildet zusammen mit der im Chart blau markierten 200-Tage-Linie im Bereich 6,80/7,00 Euro eine super-massive Widerstandszone, zu der sich die Bären durch den Selloff der vergangenen Tage einen bequemen Sicherheitspuffer aufgebaut haben. Das Momentum ist stark und es ist stark auf der Unterseite. Und wenn ein Chart so aussieht, hilft das Argument, dass die Zahlen doch viel schlimmer hätten sein können, gar nichts.

Im Gegenteil, das ist kontraproduktiv, weil die Akteure ja sehen, dass der Kurs trotzdem einfach nach unten durchgereicht wird. Wenn eine eigentlich ordentliche Bilanz die Bären nicht bremst, was dann, sagt man sich und streicht im Vorfeld im Hinterkopf notierten Einstiegslevels wieder. Das heißt nicht, dass die Aktie zwingend durch diesen Support bei 5,15 Euro hindurch rutschen muss. Aber es macht deutlich, dass man das nicht ausschließen sollte. Dieser Beleg des Mittwochs, dass die Commerzbank-Aktie bei den Tradern keinerlei Kredit bekommt, zeigt, dass es sich hier um ein fallendes Messer handelt, in das man besser nicht hineingreifen sollte.

Chart vom 07.08.2019, Kurs 5,34 Euro, Kürzel CBK

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