Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Was kann man eigentlich noch kaufen?

Wenn man sich derzeit an der Börse umschaut, fliegen einem die guten Gelegenheiten nicht gerade zu.
Wohin man auch blickt, die Bewertungen sind fast durchweg hoch. Selbst wenn man nur einige wenige Kriterien anlegt, schrumpft die Zahl der Kandidaten unglaublich schnell zusammen.

Betrachtet man zum Beispiel die Aktien im S&P 500 und verlangt einen steigenden Gewinn im laufenden Geschäftsjahr sowie eine P/E und P/FCF von unter 20 und eine Forward P/E von maximal 15, hat man bereits über 90% aller Aktien eliminiert. Das ist durchaus erstaunlich, denn vor wenigen Jahren hätte wohl mindestens die Hälfte aller Aktien die Kriterien erfüllt.

Ein Großteil der verbleibenden Werte ist nur scheinbar günstig, zum Beispiel, weil die Unternehmen hoch verschuldet sind.

Streicht man auch diese Aktien, bleibt nicht mehr viel übrig und einen Großteil haben wir bereits besprochen. Hier eine Liste, jeweils mit der Performance seit Empfehlung,
Darunter Biogen (+20%), Express Scripts (+21%), Cigna (+17%), Comcast (+11%), Discover Financial (+10%), Principal Financial (+5%), Prudential (+4%), Celgene (+2%), Alliance Data Systems (+2%) oder ganz neu Western Digital (+2%).

Daraus lässt sich aber auch eine Schlussfolgerung ziehen. Wir sind im richtigen Jagdgrund unterwegs und aktuell sticht eine Aktie mit Momentum heraus.

Viacom

Viacom ist ein führender Medienkonzern. Zum Unternehmen gehören neben Paramount Pictures, MTV, VH1, BET, Comedy Central, Nickelodeon und über 180 Netzwerke in aller Welt.

Druck

Die gesamte Branche steht seit geraumer Zeit unter Druck und die Aktien fielen teilweise ins Bodenlose. Konkurrenten wie Netflix machen den bisherigen Playern das Leben schwer und es besteht erheblicher Konsolidierungsbedarf in der Branche.

Man sollte aber nicht vergessen, dass Unternehmen wie Time Warner, Comcast oder Viacom weiterhin jedes Jahr Milliarden von Zuschauern erreichen.

Die Bibliotheken sind riesig und Titel wie Mission Impossible, Transformers, Terminator, TripleX, Ninja Turtles oder Titanic sind wertvoll und sorgen für einen stetigen Einkommensstrom – auch durch die digitalen Medien.

Denn der absolut überwiegende Teil des Contents auf Netflix, Prime Video oder Hulu gehört nicht den Plattformen selbst und wird natürlich nicht kostenlos zur Verfügung gestellt.

Viacom das nächste Ziel?

Die gesamte Branche ist also in Bewegung und eine Übernahme folgt auf die nächste.

AT&T hat sich Time Warner geschnappt, Comcast schluckt Sky und Disney übernimmt 21st Century Fox.

Jetzt rückt Viacom zunehmend in den Fokus, denn CBS scheint weiterhin Interesse zu haben. In der Analyse zum Titel wurde auf die Gesamtsituation ausführlich eingegangen.
Damals wurde auch auf Viacom hingewiesen, seitdem haben die beiden Werte um 6 und 20% zugelegt.

Um die Gesamtsituation noch etwas verwirrender zu machen, gibt es bei Verizon scheinbar auch die Überlegung, CBS und Viacom gleich auf einen Schlag zu schlucken.

Fundamentale Bewertung

Viacom ist kein Wachstumsunternehmen und man lebt viel mehr von seinem Katalog. Man investiert kaum ein Zehntel des operativen Gewinns und dementsprechend ist der Umsatz seit Jahren weitgehend auf demselben Niveau geblieben.

Im Gegenzug kauft man in großem Umfang eigene Aktien zurück und schüttet die restlichen Mittel an die Aktionäre aus.
Die Zahl der ausstehenden Papiere ist dadurch in den letzten zehn Jahren von 676 auf 403 Mio. gefallen.

Dadurch ist das Stück vom Kuchen, welches auf jede Aktie entfällt, immer größer geworden und der Gewinn von 2,00 auf 4,68 USD gestiegen.

Die Strategie beflügelt natürlich kaum die Herzen, sie bringt dafür aber auch wenig Risiko mit sich.

Derzeit kommt Viacom auf eine P/E von 8,9 und eine forward P/E von 8,3. Inklusive Schulden steigt der Wert auf 11,8.
Das Unternehmen ist als nicht allzu hoch bewertet.

Ist eine Übernahme wahrscheinlich?

Bricht man alles herunter, fordert Viacom ungefähr das zwölf- bis fünfzehnfache des freien Cashflows. Das scheint annehmbar.
Kann man den Brancheninsidern vertrauen, scheint eine Übernahme sehr wahrscheinlich zu sein und die Genehmigung des Deals wäre reine Formsache.

Ausgehend vom aktuellen Kurs bestünde noch einmal mindestens 10% Potenzial. Je nachdem wie sich die Papiere von CBS entwickeln, denn die Übernahme dürfte vor allem durch Aktien finanziert werden.
CBS selbst ist fundamental wohl noch deutlich attraktiver als Viacom. Kommt der Deal zustande könnte, erhält man die Aktien über den Umweg quasi 10% günstiger.

Die Aktie von Viacom könnte darüber hinaus kurz vor einem Kaufsignal stehen. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 34,50 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Zielen bei 36,50 und 38 USD.
Kommt die Aktie zuvor noch einmal zurück, würde sich antizyklische Käufe zwischen 31,50 und 32,50 USD sowie 29 USD anbieten.

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