Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Encavis (Capital Stage): Eine Rallye ist nur eine Frage der Zeit

Die Encavis AG ist durch den Zusammenschluss von Capital Stage und Chorus Clean Energy entstanden. Das Unternehmen hat sich sukzessive von einem Private-Equity-Anbieter zu einem unabhängigen Solarparkbetreiber entwickelt und investiert zudem sowohl in Solar- als auch in Windparks.

Mit einer Gesamterzeugungskapazität von mehr als 1,5 Gigawatt gehört Encavis nach eigenen Angaben zu den größten unabhängigen börsennotierten Solar-IPPs (independent power producer) in Deutschland und deckt den gesamten Downstream-Bereich der Wertschöpfungskette im Solarbereich ab.

So erwirbt Encavis Projektrechte zum Bau großer Solarparks, agiert bei deren Realisierung als Generalunternehmen und betreibt die Anlagen nach der Fertigstellung. Regional konzentriert sich das Geschäft auf die europäischen Kernmärkte Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Neben dem Bau und Betrieb der Anlagen hält man Finanzbeteiligungen an Unternehmen aus den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie.

Lassen wir die Zahlen sprechen

Durch den Zusammenschluss der beiden Firmen ist die langfristige Entwicklung auf dieser Basis nur schwer einzuschätzen.
Konzernweit ist der Umsatz seit 2015 allerdings von 113 auf 222 Mio. Euro gestiegen. Das Ergebnis stagnierte aufgrund von Einmaleffekten im Zuge der Übernahme jedoch weitgehend.

Der größte Kritikpunkt, der gegen das Unternehmen ins Feld geführt wird, sind wohl aber wohl die erheblichen Verpflichtungen von mehr als 1,5 Mrd. Euro. Das Geschäftsmodell von Encavis ist aber speziell.

Das Unternehmen erwirbt fast ausschließlich schlüsselfertige Kraftwerke und übernimmt kein Projektierungsrisiko. Die Zukäufe sind zwar zu einem großen Teil kreditfinanziert, doch die Erträge der Anlagen sind naturgemäß langfristig stabil und gut kalkulierbar.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Im ersten Halbjahr 2018 legte der Umsatz von 113,8 auf 122,8 Mio. Euro zu. Das EBITDA kletterte um 7%, der operative Cashflow um 12%, das EBIT stagnierte jedoch weitgehend.
Insgesamt sind die Zahlen gemischt ausgefallen, um meteorologische Faktoren bereinigt, wäre aber auch das EBIT um rund 8% gestiegen.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Encavis ein Umsatzwachstum von mindestens 9% auf mehr als 240 Mio. Euro. Das Ergebnis soll von 0,20 auf mindestens 0,30 Euro je Aktie zulegen.

Encavis kommt somit auf ein KGV von 31, ein KGVe von 21 im laufenden Geschäftsjahr und möglicherweise 15 im Folgejahr. Die Dividendenrendite liegt bei 3,9%.
Auf dieser Basis scheint das Unternehmen moderat bis attraktiv bewertet zu sein.

Charttechnischer Ausblick

Die Aktie gehört auf Sicht von 10 Jahren zu den stärksten Werten am deutschen Markt. Seit der massiven Rallye von 2015 ist der Wert in eine Art Dornröschenschlaf verfallen, möchte man zumindest meinen.

Denn selbst innerhalb der Range ergibt sich von der Unterseite zur Oberseite ein Potenzial von 15-18%. Dieser Zustand wird allerdings nicht ewig anhalten können, denn der Wert wird stetig günstiger und die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs zur Oberseite wird mit jedem Anlauf größer.

Die Kaufzone liegt derzeit zwischen 6,00 und 6,20 Euro. Die Kursziele liegen bei 6,40 sowie 6,70 und 7,00 Euro. Hier könnten dann schrittweise Teilgewinne mitgenommen werden, die bei einer Rückkehr auf 6,00 Euro zurückgekauft werden können.
Die eigentliche Spekulation zielt aber auf einen Ausbruch über 7,00 Euro ab, dann wären auch 9,00 Euro möglich.

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