Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Boeing: Mit Zähnen und Klauen gegen ein Short-Signal

Zwei Abstürze des Modells Boeing 737 Max 8 binnen kurzer Zeit, die über 300 Menschenleben forderten. Einige Länder erteilen dem Modell Flugverbot, u.a. China und Indonesien. Und wenn es sich bestätigen sollte, dass diese Unglücke durch ein technisches Problem ausgelöst wurden, wäre der Höhenflug der Boeing-Aktie vorbei. Genau das war denen klar, die Boeing am Montag an der Wall Street wie eine heiße Kartoffel fallen ließen.

Die Aktie eröffnete mit einer gigantischen Abwärts-Kurslücke von über zwölf Prozent, fiel kurz nach dem Start sogar fast 14 Prozent zurück … und begann dann auf einmal wieder zu steigen. Wie ist das möglich? Sind die US-Anleger bereits derart blind gegenüber Risiken, dass sie ein solches Minus automatisch als „Schnäppchen“ ansehen, ohne zu bedenken, dass die Aktie noch deutlich weiter fallen könnte, sollte es sich herausstellen, dass Boeing selbst an diesen Unglücken die Schuld tragen sollte?

Das mag auf einen kleineren Teil derer zugetroffen haben, die da in diesen Kurseinbruch hinein kauften. Aber das Gros dürfte aus rein charttechnischen Motiven heraus agiert haben. Und auch der am Freitag anstehende „dreifache Hexensabbat“, der große Abrechnungstermin für Optionen und Futures an der Terminbörse, dürfte eine wichtige Rolle gespielt haben. Sehen wir uns dazu den Chart an:

Expertenmeinung: Der nahe, am Freitag anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse stellte die dort in Boeing-Optionen Long investierten Akteure ebenso vor ein Problem wie diejenigen sogenannten Stillhalter, die Puts auf die Boeing-Aktie verkauft hatten. In beiden Fällen muss man mit außerordentlich herben Verlusten rechnen, wenn eine solche Aktie derart abrupt und weit wegbricht. Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:

Entweder man „hedgt“ sich, indem man drohender Verluste durch eigene Short-Trades auffängt, was die Aktie aber nur noch weiter drücken würde. Oder aber man versucht, diese Verluste aufzufangen, indem man aktiv kauft. Eine solche Entscheidung kann nicht auf die lange Bank geschoben werden, da ist eine umgehende Entscheidung erforderlich. Und die fiel wohl vor allem deshalb zu Gunsten von Gegenwehr, sprich von Käufen aus, weil die Aktie gleich derart tief eröffnete und dadurch die Chance bot, den Abverkauf durch das Verteidigen wichtiger Supportlinien zu stoppen.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs in den Bereich der Zwischenhochs der Monate Dezember, Januar und Februar im Bereich 367/374 US-Dollar zurückfiel, die nahe der wichtigen 200-Tage-Linie (358 US-Dollar) als Auffangzone dienen. Mit dem Rücksetzer in diesen Bereich wurde zugleich die Ende Januar als Reaktion auf die Quartalsbilanz entstandene Aufwärts-Kurslücke geschlossen.

Dadurch, dass es gelang, aus dieser Unterstützungszone heraus wieder scharf nach oben zu ziehen und dabei sogar das bis Ende Januar das Rekordhoch markierende Oktober-Hoch bei 394 US-Dollar wieder erreicht wurde, scheint die Kuh für die Bullen erst einmal vom Eis zu sein. Doch wer hier über einen Einstieg auf der Long-Seite nachdenkt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Unglücke mit der Boeing 737 Max8 unverändert über dieser Aktie schweben und man wohl kaum so entschlossen gegen diese anfänglichen Verluste vorgegangen wäre, würde nicht am Freitag der große Abrechnungstermin an der Terminbörse anstehen!

Chart vom 11.03.2019, Kurs 400,01 US-Dollar, Kürzel BA | LYNX Aktienempfehlungen

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