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Aktienanalyse:
Aurubis: Diese Super-Rallye ist gewagt

Aktuelle Analyse der Aurubis Aktie

Als ich Aurubis am 22. November zuletzt an dieser Stelle auf dem Schirm hatte, war die Aktie gerade an der oberen Begrenzung des August-Aufwärtstrendkanals abgeprallt. Da war bereits klar, dass die auffällige Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des Trendkanals, der Nackenlinie der zuvor vollendeten Bodenbildung und der 200-Tage-Linie im Bereich 43/44 Euro halten müsste, um zu verhindern, dass die Aktie „Bärenfutter“ würde. Das gelang auch, aber zunächst sorgte das nicht dafür, dass die Anleger beherzt zugegriffen hätten … bis sich das Bild am vergangenen Mittwoch schlagartig veränderte.

An diesem Tag legte der Kupferproduzent die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018/2019 vor. Sieht man sich den gewaltigen Kursanstieg dieses Mittwochs an, könnte man denken, die Bilanz sei fantastisch ausgefallen. Aber das war eher nicht der Fall. Der Umsatz lag zwar leicht über Vorjahr und relativ deutlich über der durchschnittlichen Analystenprognose. Aber der Gewinn, ob als Gewinn vor Steuern oder netto, blieb deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück und lag im Rahmen der Erwartungen, nicht darüber. Zudem rechnet das Unternehmen selbst derzeit für das angelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 nicht mit einer wirklich spürbaren Verbesserung der Gewinne. Was also machte die Aktie zur Kursrakete, die bereits seit vier Handelstagen am Stück immer höher steigt?

Expertenmeinung: Es dürfte eine Kombination aus „es hätte schlimmer kommen können“-Käufen, der Charttechnik, aus durch die Rallye zum Eindecken gezwungenen Bären und der Hoffnung auf die Wirkung der US-Wahl und des Phase I-Deals sein. Die Bilanz löste keine weiteren Abgaben aus, dafür war sie nicht schlecht genug. Zuvor hat eine wichtige Unterstützungszone gehalten. Das allein kann dazu geführt haben, dass einige hier eine Einstiegschance sahen und die Bären, sprich die Leerverkäufer zusahen, dass sie ihre Short-Positionen eindeckten … was die Kurse höher zieht. Und am Donnerstag und Freitag kamen ja noch die vorgenannten Ereignisse hinzu, die die Hoffnung nähren, dass das weltweite Wachstum wieder anzieht und sich das zügig positiv auf die Kupferpreise und damit auf Aurubis‘ Gewinnmargen auswirkt. Dieser Anstieg an sich ist also durchaus schlüssig, nur:

Auch, wenn nach der Bilanz immerhin zwei Analysten ihre Kursziele anhoben (auf 51 bzw. 59 Euro), liegt das durchschnittliche AnalystenKursziel der Aktie derzeit nur im Bereich um 47 Euro. Daran ist Aurubis weit vorbei gesaust. Zwischen dem Schlusskurs des 10.12., des Tages vor der Bilanz, und dem gestrigen Tageshoch liegen über 30 Prozent. Und dass eine Umsetzung der BrExit-Vereinbarung ebenso sofort für mehr Wachstum und bessere Kupferpreise sorgen würde wie eine erste, bislang ja noch gar nicht wirklich ratifizierte Teileinigung im Handelskrieg ist eine Hoffnung, mehr nicht. So betrachtet könnte man, sofern man hier dabei ist, durchaus überlegen, ob diese Super-Rallye nicht doch eher eine Chance wäre, bei einem Teil der Position den Gewinn zu realisieren und die verbleibenden Aktien enger, z.B. knapp unter der aktuell bei 51,85 Euro verlaufenden oberen Begrenzung des überbotenen Aufwärtstrendkanals, abzusichern!

Chart vom 16.12.2019, Kurs 57,30 Euro, Kürzel NDA1 | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

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