Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
ADVA Optical Networking: Vorsicht, heiß!

Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte ADVA Optical Networking, das Unternehmen mit dem sperrigen Namen, dessen Branche, die Telekommunikationsinfrastruktur, nicht minder sperrig zu lesen ist, die Bilanz des Jahres 2018 und lieferte einen Ausblick auf das laufende Quartal.

Die Reaktion darauf war, gelinge gesagt, sportlich. Zuerst rutschte die Aktie 7,5 Prozent ins Minus, um den Tag dann doch mit einem Mini-Plus zu beenden. Am nächsten Tag, dem Freitag, startete ADVA bereits mit einer Kurslücke nach oben und schloss mit gut zehn Prozent im Plus. Und am Montag gingen die Käufe ungebremst weiter, da stand am Ende ein Zugewinn von knapp acht Prozent zu Buche.

Das macht eine Distanz, vom Tief des Donnerstags ausgerechnet, von sagenhaften 29 Prozent. In drei Handelstagen. Und auf Basis ein und derselben Bilanz. Zuerst wurde verkauft, dann wie wild eingestiegen – wieso? Die Zahlen hatten sich schließlich nicht im Verlauf des Donnerstags verändert. Das nicht, aber:

Expertenmeinung: Außer dem Bankhaus Hauck & Aufhäuser, wo man als Reaktion auf das Zahlenwerk das Kursziel leicht von 8,40 auf 8,20 Euro herunternahm, dafür aber die Einschätzung von „Halten“ auf „Kaufen“ anhob, gab es bei den Analysten keine Reaktionen. Was vor allem daran liegt, dass das Unternehmen, nachdem die Aktie vom TecDAX in den Technology All Share-Index absteigen musste, noch weniger auf dem Schirm der Analysten steht als zuvor.

Auch große, institutionelle Investoren beachten einen solchen Nebenwert kaum. Damit sind die Trader und die normalen privaten Investoren die dominierende Gruppe in einer Aktie, die gemeinhin geringe Umsätze ausweist. Wenn da größere Orders auftauchen, können die deswegen äußerst viel bewegen und eine solch extreme Kursbewegung auslösen, die dann schnell überzogen sein kann. Ist das hier der Fall?

Der Umsatz war 2018 gegenüber dem Vorjahr nicht gestiegen. Aber nach dem Katastrophenjahr 2017, das gut anfing und in den roten Zahlen endete, wurde 2018 wenigstens wieder ein Gewinn erreicht – und das soll 2019, zumindest mit Blick auf das erste Quartal, so bleiben.

Die damit einhergehende Erleichterung trieb die Käufer um und die Aktie durch die Decke, zusätzlich dadurch befeuert, dass die Super-Rallye die charttechnischen Widerstände in Form der Zwischenhochs vom November (8,23 Euro) und Januar (7,93 Euro) überwand und so auf Trading-Ebene bullische Signale aussendete. Wenn die wenigen Analysten Recht bekommen, die ADVA Optical beobachten, soll das Unternehmen in diesem Jahr wieder um die 40 bis 45 Cent pro Aktie verdienen, in etwa so viel wie noch 2016.

Wenn es so kommt, wäre der Sprung über die jetzt anvisierte Widerstandszone 8,70/8,90 Euro möglich. Das würde die große Kurslücke vom Sommer 2017 schließen, die entstand, als klar wurde, dass es bei ADVA nicht so läuft wie erhofft. Aber ob es wirklich so kommt, ist im Februar 2019 noch in keiner Weise absehbar. Wer hier also mitmischen will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die niedrigen Umsätze und die jetzt noch nicht eingrenzbare Perspektive diese Aktie hochspekulativ machen und der Kurs jederzeit ebenso rasant wieder abrutschen könnte, wie er derzeit steigt.

Chart vom 25.02.2019, Kurs 8,44 Euro, Kürzel ADV | LYNX Online Broker

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